Architektur in China

Macao, Hallstadt oder Thames Town

China plagiiert die westliche Architektur
Die Volksrepublik China verblüfft die westliche Welt ein ums andere Mal durch ihre einstweilen skurrilen Erfindungen. So gibt es nicht nur Plagiate bei Textil- und Elektrowaren, sondern ebenfalls bei der Planung und dem Bau ganzer westlicher Städte. Doch nicht nur Städte werden nachgebaut, auch architektonische Meilensteine wie das Schloss Neuschwanstein oder der Eiffelturm sorgen für Aufsehen. Grundsätzlich findet in China eine rasante Verstädterung statt, die in Deng Xiaopings Reformpolitik ihren Ursprung fand. Fest steht, die Nachbauten sind ein Beleg für die momentane wirtschaftliche Stärke der Volksrepublik, obgleich zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden kann, ob diese Stärke lediglich in Form einer Blase existiert oder ob es sich um nachhaltigen wirtschaftlichen und politischen Einfluss handelt, denn Experten sehen die Verstädterung kritisch. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, einen Blick auf die chinesische Immobilienpolitik, die Plagiate und den Tourismus als zusätzlichen Antrieb für diese Nachbauten zu werfen.

 

 

 

Chinesischer Wohlstand und Verstädterung als Grundstein

Deng Xiaopings Reformpolitik
Nach dem Tod Mao Zedongs initiierte sein Nachfolger Deng Xiaoping die Öffnung nach Westen und sorgte so für den wirtschaftlichen Aufschwung, da er sich von der chinesischen Planwirtschaft lossagte. Es trat eine radikale Urbanisierung ein, die jedoch gepaart mit der anhaltenden Inflation die Lebensverhältnisse der unteren Schichten eher verschlechterte, die mittleren und oberen Schichten profitierten hingegen davon. Die ländliche Bevölkerung verlor aufgrund des Städtebooms erheblich Ackerland und es folgte eine massive Migration vom Land in die Küstenregionen, da dort die vermeintlich wohlhabenden Städte lagen, welche nur durch Migrationsverbote eingedämmt werden konnte.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt dennoch, dass es weltweit kaum einen Politiker gab, bei dem es einen solchen Wohlfahrtsaufschwung in so kurzer Zeit gab. Auch wenn die Mittel zweifelhaft waren, denn der Staatsmann favorisierte eine Reform von oben nach unten, sodass zunächst die Reichen zu noch mehr Wohlstand gelangten, bevor die unteren Schichten nachziehen konnten. Daher gibt es weiterhin ein extremes Gefälle zwischen Wohlstand und Armut in der Volksrepublik, obgleich es dennoch gelang, die extreme Mittellosigkeit einiger Bevölkerungsteile zu mindern.

 

Die rasante Verstädterung

Bis heute spielt die Urbanisierung eine große Rolle in China, sodass landwirtschaftlich genutzte Fläche weiterhin zu Bauland für Städte umfunktioniert wird. Diese soll in China zu einer tragenden Stütze der Modernisierungspolitik werden, zu der ebenfalls die Industrie, die Landwirtschaft und die IT-Technologie gehören. Erstaunlich, ist doch die Landwirtschaft enorm vom Bauboom in der Volksrepublik betroffen. Dieser Artikel der Zeitung Die Welt beschreibt die möglichen Konsequenzen, die aus der Urbanisierung resultieren könnten. Folglich könnten in 20 bis 30 Jahren mehr als eine Milliarde Chinesen in den über 2000 Städten leben. Davon wären rund 200 Millionenstädte. Diese Entwicklung würde unweigerlich zu einer Ghettoisierung führen, wie sie auch in Südamerika häufig zu finden ist.
Weitere Resultate der Urbanisierung:
- wachsende Arbeitslosigkeit
- Kriminalität
- zu wenig Wohnraum
- mangelnde Infrastruktur

Die einzige Lösung dieses Problems: eine langsame und nachhaltige Verstädterung, die finanzierbar und umweltfreundlich ist. Das wird auch von den Beratern der Regierung gefordert, zu denen unter anderem der Ressourcenforscher und Wissenschaftsrat Lu Dadao gehört. China befindet sich bereits in einer Immobilienblase, die jederzeit platzen kann. Dies würde die Bankkredite treffen und somit auch die Realwirtschaft und Staatsfinanzen. Im Grunde ist die Urbanisierung, die den wirtschaftlichen Wachstum vorantreiben soll, ein Kartenhaus, das jederzeit zusammenfallen kann und dadurch eine Kettenreaktion hervorruft, die zum einen das Bankenwesen der Volksrepublik hart treffen würde und zum anderen eine Rückwirkung hervorruft, die das außenpolitische Ansehen Chinas und die Wirtschaft zu Grunde reißen könnte.

Die Nachbauten als ein Zeichen chinesischer Stärke
Die Kopien stellen auch die vorsätzliche wirtschaftliche Kraft der Volksrepublik dar. Nach außen verkörpern diese Nachbauten außerdem eine gewisse Arroganz und suggerieren die Unterlegenheit der westlichen Architektur, also dass China in der Lage ist, diese Städte schlicht selbst zu errichten. Das führt dazu, dass es inzwischen deutsche, französische, italienische und österreichische Nachbauten in China gibt, die zum Teil originalgetreu nachgebaut wurden, schließlich erfordern diese Kopien ein gehöriges Maß an Spionage. Darüber hinaus haben sich die europäischen Städte über Jahrhunderte hinweg entwickelt, während der Bau in China lediglich einige Jahre in Anspruch nimmt. Dass hier zwei Welten aufeinanderstoßen, die eigentlich gar nicht zusammen passen, interessiert die chinesischen Architekten hingegen nicht.
Imitation ist aber dennoch sprichwörtlich die höchste Form der Anerkennung, weswegen viele chinesische Architekten behaupten, von dem europäischen Baustil lernen zu wollen.

Tourismus in der Volksrepublik China

Der Tourismus als Spiegel des wirtschaftlichen Wachstums
Weltweit ist China das Land, das die höchsten Ausgaben für Tourismus hat. So lagen die Kosten im Jahr 2013 bei 128,6 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Die Investitionen der Vereinigten Staaten, die auf dem zweiten Platz liegen, beliefen sich 2013 auf lediglich 86,2 Milliarden US-Dollar. Dies resultiert aus dem steigenden Wohlstandsniveau der chinesischen Bevölkerung. Dabei nimmt auch der Binnentourismus eine nicht unerhebliche Rolle in der Branche ein. Entsprechend wurden die Plagiate auch errichtet, um der eigenen Bevölkerung neue Tourismusziele zu bieten.
Die Zahl der Touristen, die nach Chin a reisen, nimmt hingegen ab. Ein Grund ist beispielsweise die Luftverschmutzung, die in den Großstädten der Volksrepublik ein allgegenwärtiges Problem darstellt. Dennoch gehört China weiterhin zu den weltweit beliebtesten Reisezielen. Dass der Tourismus im Reich der Mitte boomt, wird durch die Zahlen der Binnentouristen belegt, denn diese übersteigen die Anzahl der ausländischen Urlauber erheblich. Das führt dazu, dass China weiterhin zu den größten Touristenmagneten weltweit gehört.

Chinesische Touristen auf Weltreise
Das beliebteste Reiseziel ist Paris, das in den Augen vieler Chinesen als die schönste Stadt der Welt angesehen wird. Auch Deutschland ist als Reiseziel sehr beliebt, besonders Städte wie Trier als Geburtsstadt von Karl Marx oder Köln. Die Touristen gehören den oberen Schichten an, denn die ärmeren Bürger können sich diese Ausflüge schlicht nicht leisten. Erstaunlicherweise ist die Klasse der Reichen in China verhältnismäßig jung, lediglich 30 Prozent davon sind älter als 50 Jahre. Das führt dazu, dass die Touristen nicht nur diverse Länder bereisen, sondern dort auch erheblich mehr Geld ausgeben als die anderen Touristen, sogar mehr als Araber oder Russen. Das liegt unter anderem daran, dass in China eine Luxussteuer auf Designergegenstände beispielsweise von Louis Vuitton, Cartier oder Hermès fällt. Neben den Urlaubsreisen ist ein weiterer großer Teil aufgrund von Geschäftsreisen in Deutschland unterwegs.

Chinesische Nachbauten - ein radikales Plagiat

Macao, eine Nachbildung von Las Vegas
Ganz am Beispiel von Las Vegas gibt es in der Sonderverwaltungszone Macao auch einen Strip, ähnlich wie in der Wüstenstadt der USA. Erstaunlicherweise macht die Sonderverwaltungszone mehr Umsätze als ihr Vorbild, gerade weil Macao die einzige Region in der Volksrepublik ist, in der das Spielen erlaubt ist. Kartenspiele wie Poker oder Blackjack sind ausschließlich dort gestattet. Gerade Blackjack, dessen Geschichte ursprünglich aus dem 17. Jahrhundert in Frankreich stammt, ist in Macao besonders populär. Der Name Black Jack bezeichnet dabei die Punktezahl von 21, die Höchste, die in diesem Spiel erzielt werden kann.
Die Regeln, Herkunft und andere weiterführende Informationen helfen Spielern, die bisher noch keine Erfahrungen an den Blackjack-Tischen haben, denn die Summen, die in den Casinos in Macao gesetzt werden, können bis zu 30.000 Euro hoch sein. Ursprünglich waren derart hohe Einsätze lediglich in Separees möglich, inzwischen weisen Schilder mit der Aufschrift „hohe Einsätze“ auf die erhöhten Summen hin. Insgesamt gibt es alleine im Venetian 800 verschiedene Spieltische.

Im Vergleich zu Las Vegas ist der Strip verhältnismäßig unspektakulär. Nichtsdestotrotz wurden auch Hotelkomplexe dem Original nachempfunden. Das Venetian ist so eine Kopie, dessen Original in Nevada steht, in Macao jedoch in doppelter Größe nachgebaut wurde. Dort wird jedoch nicht nur Las Vegas plagiiert, sondern auch Venedig wird in dem Hotel, wie der Name verrät, ebenfalls nachgebaut, inklusive Canale Grande. Platz genug herrscht, denn das Venetian ist das größte Casino der Welt.

Thames Town
Ob Pub, Fish-and-Chips oder Reihenhäuser im gregorianischen oder viktorianischen Stil, mit Thames Town wurde in China eine Stadt nach englischem Vorbild errichtet. Insgesamt vereint der Ort mehrere britische Baustile. So gibt es auch Gebäude, die im Stile der Tudor-Dynastie entworfen wurden. Sogar eine Statue des Staatsmannes Winston Churchill ist zu sehen. Selbst die Kirche hat eine erstaunliche Ähnlichkeit mit einer Kathedrale, die bei Bristol steht. Dem ersten Eindruck nach befindet sich der Besucher also in einer Kleinstadt auf der Insel, bei näherer Betrachtung fällt jedoch auf, dass es sich um einen Vorort von Shanghai handelt. Insgesamt bietet Thames Town Platz für 10.000 Chinesen. Allerdings ist der Ort bisher unbewohnt, was die Tendenz der Immobilienblase, die im oberen Teil bereits ausgeführt wurde, erneut bestätigt. Der Plan, dass durch den extravaganten Baustil, die wohlhabenderen Bürger Shanghais aus dem Zentrum in die neuen Stadtteile ziehen, ging demnach nicht auf.

 

Hallstadt – ein österreichisches Dorf mitten in China
Das kleine Dorf aus Österreich ist sicherlich eines der bekanntesten chinesischen Architekturplagiate. 756 Millionen Euro hat der Nachbau gekostet. Zur Eröffnung wurde sogar der Bürgermeister des Originals eingeladen. Die Ähnlichkeit der beiden Städte ist verblüffend, obwohl entscheidende Fehler gemacht wurden. So zieren beispielsweise Palmen den Straßenrand sowie eine englische Telefonzelle. Außerdem ist der gesamte Ort spiegelverkehrt. Auch die alpine Hintergrundkulisse konnte nur angedeutet werden, während der See hingegen nachempfunden wurde. Für das österreichische Hallstadt bedeutet der Medienrummel einen zusätzlichen Tourismusschub, so verzeichnen sie seit der Aufmerksamkeit in der Presse erheblich bessere Tourismuszahlen als in den Jahren zuvor, davon vermutlich ein großer Teil aus der Volksrepublik China.
Der Nachbau soll, genauso wie Thames Town auch, für wohlhabende Chinesen Wohnungen und Häuser bieten. Ob diese von der nahegelegen Millionenstadt Huizhou tatsächlich in den idyllischen Dorfnachbau ziehen, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Momentan wird die Stadt hauptsächlich von Touristen besucht, beispielsweise von Hochzeitspaaren, die sich dort mit Bildern verewigen wollen.

Venedig – In Hangzhou wird die Wasserstadt nachgebaut
8800 Kilometer östlich von Venedig befindet sich das chinesische Plagiat. In Hangzhou wird ebenfalls eine europäische Stadt kopiert. Auf einer Fläche von zwei Quadratkilometern bauten die Architekten in China die Gondelstadt nach, inklusive Markusturm. Über 30 Kanäle durchziehen das Venedig des Ostens. Einige Chinesen wissen selbst zum Teil gar nicht, dass es sich um das Plagiat des historischen Stadtkerns San Marco handelt. Doch wie in den anderen Städten auch, ist in der Kopie wenig Betrieb, obwohl es sogar Gondoliere gibt, die die Touristen durch die Kanäle des Nachbaus fahren.

Paris – ein Stück Champs-Élysées in China
Rund 30 Kilometer von „Venedig“ entfernt, liegt der Nachbau der französischen Hauptstadt. Paris gilt bei den Chinesen ohnehin als beliebtestes Reiseziel in Europa, daher ist es naheliegend, dass auch die französische Hauptstadt kopiert wird. Wie dieser Artikel berichtet, haben die Planer die Details der französischen Hauptstadt genau studiert und in den Bau der Gassen, Springbrunnen und Wohnhäuser einfließen lassen. Mitten im Nachbau steht ein einhundert Meter hoher Nachbau des Eiffelturms, immerhin ein Drittel der Größe des Originals. In diese nachempfundene Stadt sind bisher ebenfalls kaum Bewohner eingezogen, zumal die Geschäfte zum großen Teil leer stehen. Das führt dazu, dass ein Großteil der Wohnfläche verwaist ist und einige Straßenzüge bereits wieder verfallen. Der Bau ist demnach ein Verlustgeschäft für die Verantwortlichen, denn solange sich auch kein Einzelhandel in die Stadt wagt, werden die wenigen Bewohner, die es bisher in die Stadt gezogen hat, diese wieder verlassen.

 

Historische Gebäude „Made in China“

Das Chateau Zhang Lafitte – Nachbau eines französischen Schlosses
Der Nachbau des französischen Schlosses geht auf den reichen Chinesen Zhang Yuchen zurück, der sich das Schloss, das heute als Hotel dient, selbst hat kopieren lassen. Das Gebäude ist eine detailgetreue Kopie des Originals und steht ungefähr 30 Kilometer nördlich von Peking. Der Bauherr ließ tausende Fotos des Schlosses in Frankreich schießen und von zeitweise 1000 Arbeitern nachbauen. Allerdings gibt es dennoch einen Unterschied, denn da das herkömmliche Schloss zu klein gewesen wäre für ein fünf Sterne Hotel, wurde ein weiterer Flügel von Zhang angebaut. Er selbst gehört zu der bereits erwähnten reichen Unternehmerschicht Chinas. Um das Schloss bauen zu können, war die Umsiedlung von 5000 Menschen notwendig, von denen viele nun auf dem Gelände des Unternehmers arbeiten. Als Ausgleich hat der Hotelbesitzer ihnen wenige Kilometer neben dem Ort neue Behausungen bauen lassen.

Das Luxushotel – Neuschwanstein in China
Deutsche Kulturgüter werden ebenfalls nicht verschont. So gibt es in Dalian in der Provinz Liaoning das Hotel „The Castle“, das dem Schloss Neuschwanstein aus dem Allgäu nachempfunden ist. Der deutsche Einfluss ist überall auf dem Gelände zu erkennen, ob bei den Speisen, den Gewölbekellern oder dem „Kaiser Spa“. Zusätzlich zu den genannten Ähnlichkeiten wird im Hotel auch ein eigenes Bier gebraut, dessen Herstellung von der Brauerei Drei Kronen 1308 unterstützt wird.

Wann platzt die chinesische Immobilienblase?

Anstieg der Immobilienpreise
Ungeachtet der Tatsache, dass immer mehr Immobilien gebaut werden in China, steigen auch die Preise dieser enorm. So berichtet die Wirtschaftswoche, dass die Kosten für Immobilien bereits im Jahre 2009 das Acht- bis Zehnfache eines durchschnittlichen Jahreseinkommens betrugen, was für die chinesische Bevölkerung kaum erschwinglich ist. Mittlerweile sind die Preise noch weiter gestiegen, sodass es nicht verwunderlich ist, dass ein großer Teil der Immobilien weiterhin leer steht. Viele Wirtschaftswissenschaftler stehen dieser Entwicklung kritisch gegenüber und befürchten eine nächste Krise. So auch Robert Shiller, der bereits vor der US-Immobilienblase warnte und auch jetzt mahnende Worte spricht.
Rückläufige Verkaufszahlen
Der Verkauf der Immobilien ist jedoch rückläufig, beziehungsweise aufgrund der rasant wachsenden Zahl neuer Gebäude könnten selbst positive Verkaufszahlen kaum belegt werden. Zwischen 2009 und 2013 erhöhte sich der Wohnungsbestand in China um 182 Prozent. In nächster Zeit ist ein Preisverfall also sehr wahrscheinlich. Hinzu kommt, dass sich die Regierung zu knapp 40 Prozent durch die Gewinne aus dem Immobilienverkauf zu finanzieren versucht.

Fazit

Für Touristen sind die Plagiate sicherlich willkommene Attraktionen. Der geplante Verkauf der Immobilien stagniert jedoch erheblich. Zwar ist es erstaunlich mit welcher Detailtreue manche Städte oder Gebäude kopiert wurden, objektiv gesehen ist dies jedoch nur ein weiteres Zeichen für das drohende Platzen der chinesischen Immobilienblase, denn der vorherrschende Leerstand spiegelt einerseits den maßlosen Bau der Immobilien wieder und andererseits den riesigen Wohnungsüberhang, der in der Volksrepublik herrscht. Dieses drohende Szenario war schon bei anderen Immobilienblasen beispielsweise in den Vereinigten Staaten 2007 erkennbar. Allerdings übersteigen die Investitionen Chinas in den Wohnungsbau die Zahlen damaliger Ausgaben um beinahe zehn Prozent. Positiv ist jedoch hervorzuheben, dass die Gesamtverschuldung der Bevölkerung viel geringer ist als damals in den USA vor der Lehman-Krise, denn die Sparraten sind mit 20 Prozent des Einkommens vergleichsweise hoch. Nichtsdestotrotz gilt es, den Immobilienmarkt skeptisch zu beobachten, auch wenn die Nachbauten für die westliche Zivilisation einstweilen amüsant, ja sogar befremdlich wirken.