Akkus

So halten Ihre Akkus länger

Das blühende Leben: So halten Ihre Akkus länger Akkus liefern die Energie für Smartphones, Tablets, Notebooks und viele weitere Gadgets und Alltagsgeräte.
Blöd nur, wenn man unterwegs ist und plötzlich der Akku schlappmacht. Oder der Akku nicht mehr richtig funktioniert – bei fest verbauten, nicht austauschbaren Akkus eine Katastrophe! Mit diesen Tipps sorgen Sie dafür, dass Akkus länger leben und durchhalten.

Tipp 1: Akkus richtig laden

Lithium-Ionen-Akkus stecken inzwischen in den meisten elektronischen Geräten. Sie speichern besonders viel Ladung bei niedrigem Gewicht. Aber: Die Chemikalien im Inneren reagieren bei zu schnellem Laden oder Entladen sehr stark und können den Akku sogar zerstören.
Die Temperaturen, die dabei entstehen, sind teilweise so hoch, dass die Akkus in Flammen aufgehen. Als Schutz verfügen Li-Ionen-Akkus über eine spezielle Sicherheitselektronik, die genau das verhindern soll. Was leider nicht immer klappt, wie der Fall der explodierenden Samsung Galaxy Note 7 zeigt.
Zum Glück handelt es sich um eine seltene Ausnahme. Experten raten, Geräte mit Lithium-Ionen-Akku nicht ständig so lange zu benutzen, bis der Akku komplett entladen ist – und den Akku ebenso nicht permanent gänzlich aufzuladen.
Statt solcher tiefen Ladezyklen empfehlen sie flache, konkret bedeutet das:
Der Akku sollte in der Regel von etwa 20 bis 30 Prozent Kapazität auf 70 bis 80 Prozent aufgeladen werden. Das verlängert die Lebensdauer.

Tipp 2: Akkus vor Wärme schützen

Was Sie ebenfalls vermeiden sollten, ist zu viel Wärme. Sie beschleunigt die chemische Alterung und erhöht somit den Verschleiß. Konkret bedeutet das: Geräte mit Akku nicht auf Heizungen und ins Sonnenlicht legen.
Am besten tragen Sie Ihr Smartphone auch nicht direkt am Körper – das reduziert zudem die Strahlungsbelastung. Haben Sie ein Gerät mit Akku nicht im Einsatz, bewahren Sie es idealerweise an einem vergleichsweise kühlen Platz auf.

Tipp 3: Den Trägheitseffekt vermeiden

In vielen Geräten stecken noch Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH). Die Technik kommt in der Regel auch bei wiederaufladbaren Batterien in Standardgröße zum Einsatz, etwa in Form von Mignon-Zellen.
Dieser Akkutyp verliert einen Teil seiner Kapazität, wenn er oft lediglich teilweise auf- und entladen wird. Dieser sogenannte Batterieträgheitseffekt bewirkt, dass sich die Spannung des Akkus während des Entladevorgangs kontinuierlich vermindert, nicht erst am Ende mit einem Schlag.
Damit dieser Effekt nicht auftritt, sollten Sie die Akkus immer vollständig entladen und dann wieder komplett laden.
Tritt der Trägheitseffekt dennoch auf, schafft "Akku-Training“ häufig Abhilfe: Laden und entladen Sie dazu den Akku wiederholt vollständig.
Das stellt die ursprüngliche Leistungsfähigkeit nahezu vollständig wieder her.

Tipp 4: Memory-Effekt bei älteren Batterien

Bei den älteren Nickel-Cadmium-Akkus hat partielles Entladen einen schlechten Effekt: Es ist so, als ob sich die Akkus den Ladezustand merken würden, bei dem sie in der Regel aufgeladen werden.
Die Folge: Sie geben dann nur noch bis zu dieser Kapazität Leistung ab. Laden Sie den Akku etwa meist bei 70 Prozent Akkukapazität bereits wieder, liefert er nach einer gewissen Zeit nur noch 30 Prozent der möglichen Kapazität.
Deshalb ist die Rede vom "Memory-Effekt“, dem „Erinnerungs-Effekt“. NiCd-Akkus sollten Sie also möglichst ebenfalls immer komplett entladen und aufladen. Bei NiMH- und Li-Ionen-Akkus tritt der Memory-Effekt nicht auf.