12 Tipps für ein nachhaltigeres Leben

12 Anregungen für einen umweltbewussteren Alltag

Das Thema Nachhaltigkeit bewegt die Gesellschaft in vielerlei Hinsicht. Diejenigen, die ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten möchten, finden im Alltag zahlreiche Gelegenheiten. Was es braucht, ist ein kritischer Blick auf die Gewohnheiten und kreatives Umdenken. Die hier arrangierten Ideen sollen der Inspirationen dienen.

1. Sparsamer Umgang mit Lebensmitteln

Ob Trinkwasser, Fleisch, Gemüse oder Obst: Mit Lebensmitteln wird vielerorts verschwenderisch umgegangen. Vieles, was mühsam und ressourcenaufwändig produziert wurde, landet im Müll. Zum einen lässt sich dies durch bewussteres Einkaufen verhindern. Haushalte, die nur das einkaufen, was in den kommenden Tagen tatsächlich verbraucht wird und sich dabei an ihren Einkaufzettel halten, müssen in der Regel weniger entsorgen. Zum anderen sollten Produkte nicht direkt in der Tonne landen, nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Vieles ist deutlich länger genießbar. Auch Reste von gekochten Menüs lassen sich wiederverwenden – beispielsweise als Snack für die Mittagspause am nächsten Tag oder kombiniert mit anderen Zutaten als Auflauf.

2. Umweltfreundliche Elektrogeräte bevorzugen

Auch im Bereich Haushaltsgeräte ist das Potenzial für eine nachhaltige Verwendung groß. Beste Beispiele finden sich auch hier in der Küche: Geräte wie Geschirrspüler und Kühlschranke sind in modernen Haushalten unverzichtbar, benötigen aber eine Menge Ressourcen. Umso wichtiger, dass die Haushaltshelfer sorgfältig ausgewählt werden. Soll beispielsweise beim Geschirrwaschen der Verbrauch an Strom und Wasser gesenkt werden, spielt die Energieeffizienzklasse eine elementare Rolle. „Nur wenn Sie sich für ein Modell mit der Energieeffizienz A+++ oder A++ entscheiden, sind Kostenersparnisse gegenüber der Handwäsche überhaupt möglich“, klärt ein Produktratgeber auf, der ausgewählte Geschirrspüler im Test gegenüberstellt. Darunter Markengeräte von Samsung, Miele, Bosch und Co. Auch bei Kühlschränken, Waschmaschinen und vielen anderen Gerätschaften hilft das Energielabel bei der Kaufentscheidung.

3. Ökostrom beziehen

Dank Liberalisierung des Energiemarkts und seriösen Vergleichsportalen ist es auch für unerfahrene Stromkunden heute einfach möglich, den Energielieferanten zu wechseln. Durch den Wechsel zu Anbietern, die ausschließlich Ökostrom fördern, können Verbraucher einen wertvollen Beitrag zur Energiewende leisten. Die Verbraucherzentrale erläutert verständlich, wie der Anbieterbieter bei Strom und Gas abläuft und worauf dabei geachtet werden sollte.

4. Müll vermeiden

Eine der größten Umweltsünden der letzten Jahrzehnte ist die immense Produktion von Verpackungsmüll. Der Verbraucher wird mit Plastik regelrecht überschwemmt und der Verzicht scheint immer schwieriger. Doch der Blick auf den Export von Kunststoffmüll, den allein Deutschland verursacht, lässt aufhorchen. Wie der Naturschutzbund (NABU) bestätigt, landen jährlich „etwa eine Million Tonnen Plastikabfälle“ der Deutschen im Ausland. Um diese Massen zu reduzieren, muss jeder Einzelne umdenken. Der Kauf unverpackter Lebensmittel ist nur eine von vielen Maßnahmen.

5. Konsum mindern

Ob Kleidung, Autos, Smartphones oder Bücher: Egal, was im Einkaufswagen landet: Jedes produzierte Produkt belastet das Ökosystem. Deshalb kann es nicht schaden, den persönlichen Konsum zu überdenken und sich auf das Wesentliche zu beschränken.

6. Dinge länger nutzen

Neben dem massiven Konsum hat die allgemeine Wegwerfmentalität negativen Einfluss auf die Umwelt. Diverse Konsumgüter, die noch völlig intakt sind, werden achtlos entsorgt. Die besseren Alternativen: Tauschen, verschenken oder verkaufen. Und was Defekte aufweist, lässt sich womöglich günstig reparieren.

7. Regionale und saisonale Produkte kaufen

Neben der Reduzierung des Konsums entlastet das Bevorzugen von regionalen Produkten das Klima. Der Grund: Je weniger Kilometer Artikel zum Point of Sale (POS) zurücklegen müssen, desto geringer der Treibstoffbedarf. Das betrifft Essbares gleichermaßen wie Schuhe, Textilien oder Ähnliches. Bei Lebensmitteln ist darüber hinaus die Saison entscheidend: Wer nur saisonal verfügbare Produkte kauft, die im Freien wachsen, beugt dem Betrieb von energieaufwändigen Treibhäusern vor.

8. Kosmetik sorgsam wählen

Für Kosmetik werden nach wie vor Tierversuche durchgeführt. Nicht zu vergessen das häufig enthaltene Mikroplastik. Letzteres ist in wesentlich mehr Artikeln enthalten als viele Verbraucher annehmen. Deshalb hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) einen kostenlosen Einkaufsratgeber rundum Kosmetika ohne Mikroplastik veröffentlicht.

9. Mobil ohne Auto

Auch der Verzicht auf ein eigenes Auto ist ein ökologisches Statement. Lässt das die berufliche Situation nicht zu, könnten öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad zumindest im privaten Bereich häufiger als Alternative Verwendung finden. Womöglich lassen sich Fahrgemeinschaften bilden.

10. Schonende Putzmittel verwenden

In zahlreichen Haushalten kommen zum Putzen regelrechte Chemiekeulen zum Einsatz. Inzwischen präsentiert der Handel diverse ökologische Alternativen. Darunter biologisch abbaubares Handspülmittel.

11. Wohngifte meiden

Der Kauf von Möbeln, Wandfarben oder Teppichen ohne Wohngifte ist nicht nur für die Umwelt vorteilhaft, sondern auch ein Muss für gesundes Wohnen. Wer nicht aufpasst, holt sich stattdessen Schadstoffe wie Phtalate (Weichmacher), Formaldehyd oder VOCs (leichtflüchtige organische Verbindungen) ins Haus. Umweltsiegel wie der Blaue Engel erleichtern den Einkauf.

12. Das papierlose Büro

Ganz ohne Papier geht es in Büros zwar nicht, die Menge an Drucksachen lässt sich aber deutlich minimieren. Neben der digitalisierten Buchhaltung oder dem Speichern von Daten in der Cloud kann es bereits einen großen Unterschied machen, wenn jeder Ausdruck hinterfragt wird. Womöglich lässt sich der Schriftverkehr mit Versicherungen, Banken und Co. über das Internet abwickeln, um den Papierbedarf auf ein Minimum zu senken.