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Schlingnatter, Glattnatter, Coronella austriaca

Allgemeines, systematische Einteilung

Schlingnatter © Goruma (aufgenommen im Reptilienzoo Nockalm)

Den Namen Schlingnatter hat sie erhalten, da sie ihre Beutetiere umschlingt und erwürgt, der Name Glattnatter kommt von ihren glatten und ungekielten Schuppen.
Die Gattung der Schling- bzw. Glattnatter umfasst neben der hier dargestellten noch folgende  zwei Arten:
- Indische Glattnatter (Coronella brachyura), die Schlange kommt im nördlichen Maharashtra vor
- Girondische Glattnatter (Coronella girondica), die Schlange kommt in Algerien, im Süden Frankreichs, in Italien, Marokko, Portugal, Spanien sowie in Tunesien vor.

Es gibt  von dieser Schlangenart die folgenden drei Unterarten, die jedoch unter Fachleuten keine allgemeine Akzeptanz finden:
- Coronella austriaca austriaca
- Coronella austriaca acutirostris
- Coronella austriaca fitzingeri

Hinweis
Es sei erwähnt, dass es in Deutschland einschließlich der hier dargestellten  Glatt- bzw. Schlingnatter, mit der Äskulapnatter (Elaphe longissima), der Barrennatter (Natrix helvetia),  der nördlichen Ringelnatter (Natrix natrix natrix) sowie der Würfelnatter ( Natrix tessellata)
insgesamt fünf ungiftige und mit der Kreuzotter und der Aspisviper zwei giftige Schlangen gibt. Damit leben in Deutschland insgesamt sieben verschiedene Schlangenarten bzw. Unterarten.
Die Barrennatter wurde erst 2017 zu einer eigenen Art erhoben - vorher galt sie als eine Unterart der Art  Narix natrix. Man findet sie in Deutschland westlich des Rheins.

Systematische Einteilung, Taxonomie

Familie Nattern  (Colubridae)
Unterfamile Wasernattern (Colobrinae)
Gattung Glattnattern (Coronella)
Art Westliche oder 
Österreichische Schlingnatter (Coronella austriaca)

 Ausländische Bezeichnungen

  • Englisch: Smooth Snake
  • Französisch:Couleuvre Lisse
  • Italienisch: Colubro Liscio

Aussehen, Verhalten und Feinde

Aussehen
Diese relativ dünne Schlangenart wird zwischen 60 cm bis 80 cm lang - selter mehr, bei einem Gewicht meist unter 100 g. Ihre Grundfärbung ist grau oder verschiedene Brauntöne. Weibchen sind meistens grau, die Männchen dagegen braun - gelegentlich auch mit Rottönen. Frisch geborene  Jungtiere sind stets grau mit orangeroten Bauchseiten.
Die erwachsene Schlingnatter weist eine Rückenzeichnung - bestehend aus zwei Reihen dunkler, unregelmäßiger Flecken - auf.

Schlangen,Schlingnatter

Verhalten
Das Tier ist auschließlich tagaktiv und vorzugsweise bei zwar warmer Witterung aber bedecktem Himmel unterwegs. Bei Überraschung ergreifen die Tiere selten die Flucht sondern vertrauen auf ihre Tarnfärbung. Die Fortpflanzung geschieht durch mittels 5 bis 5 lebend zur Welt kommenden Jungtieren. Die Schlingnatter ist ein Nahrungsspezialist und ernährt sich zur Hauptsache von Reptilien, wobei Echsen, besonders Blindschleichen ihre Hauptnahrungsquelle bilden. Gelegentlich werden auch Kleinsäuger erbeutet oder auch Schlangen (Kreuzotter) überwältigt und gefressen. Das Gift der Kreuzotter zeigt bei ihr keine oder nur eine sehr geringe Wirkung.

Feinde
Ihre natürlichen Feinde sind besonders Katzen (Luchse, Wildkatzen, Hauskatzen), Igel und Raubvögel, aber auch Möwen und Krähen sowie Wildschweine.
Aber die größte Bedrohung für diese Tiere geht vom Menschen aus.

Vorkommen

Die Schlange verfügt über ein sehr großes Verbreitungsgebiet:
Albanien
Armenien 
Aserbaidschan

Benelux-Staaten (Belgien, Niederlande, Luxemburg) 
Bosnien and Herzegowina
Bulgarien 
Deutschland
Estland
Finnland 
Frankreich
Georgien 
Griechenland
(incl. Samothraki)
Italien
Kroatien
Litauen  
Mazedonien
Moldawien
Monte Negro
Nordiran 
Nord-Spanien - Coronella austriaca acutirostris 
Nord-Portugal - Coronella austriaca acutirostris
Österreich
Polen
Rumänien
Russland 
Schweden
Schweiz
Serbien
Slowenien 
Süd-England 
Süditalien einschließlich Sizilien:
 Coronella austriaca fitzeringi
Süd-Norwegen 
Tschechien
Türkei
Ukraine
Ungarn
Weißussland 
West-Kasachstan

Zusammenarbeit

Seit Anfang September 2008 arbeiten wir mit der folgenden sehr bedeutenden österreichischen Schlangenfarm zusammen:

Reptilienzoo Nockalm
Eigentümer: Peter Zürcher
Vorwald 83
9564 Patergassen
Österreich/Kärnten
Tel.: 0043 - 4275 - 23165
Mobil: 0043 - 676 - 734 4 270

Der Reptilienzoo - idyllisch im Bundesland Kärnten gelegen - beherbergt eine große Anzahl der verschiedensten Schlangen, von den Kobras über Klapperschlangen, Kreuzottern, Aspisvipern bis hin zu Puffottern und Mambas - um nur einige zu nennen. Der Zoo eignet sich sowohl für Einzelbesucher wie auch für Familien oder Schulklassen.
Er liegt ca. 40 km von Villach in Richtung Kleinkirchheim entfernt.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise
Die Öffnungszeiten, Eintrittspreise und weitere Informationen finden Sie unter folgender Webadresse:
www.reptilienzoonockalm.at




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