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Ringelnatter, Natrix natrix natrix

Allgemeines

Ringelnatter (Natrix natrix helvetica) © goruma (Dr. Ramm)

Die Ringelnatter ist zwar keine Giftschlange. Dennoch besitzt sie eine Giftdrüse und produziert ein - allerdings sehr wenig giftiges Sekret - das sie aber wegen des Fehlens von Giftzähnen nicht injizieren kann, sodass es nur im Speichel vorkommt und der Vorverdauung von Beutetieren dient. 
Von der Gattung Narix gibt es einscließlich der dargestellen Schlange folgende vier Arten:
- Barrennatter (natrix helvetica)
- Ringelnatter (Narix narix)
- Vipernnatter (Narix maura)
- Würfelnatter (Narix tessellata)

Die Gattung Narix kommt in einer Reihe von europäischen, asiatischen und afrikanischen Ländern - und auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz - vor.
Von der Art Natrix natix (Ringelnatter) existieren die folgenden Unterarten, was aber teilweise umstritten ist. In diesem Beitrag wird die Unterart Narix natrix beschrieben..
- Natrix natrix algirus
- Natrix narix astreptophora
- Natrix natrix calabra
- Natrix natrix cetti
- Natrix natrix corsa
- Natrix natrix cypriaca
- Natrix natrix fusca
- Natrix natrix gotlandica
- Natrix natrix lanzai
- Natrix natrix narix
- Natrix natrix persa 
- Natrix natrix schweizeri
- Natrix natrix scutata 
- Natrix natrix sicula

Hinweis
Es sei erwähnt, dass es in Deutschland einschließlich der hier dargestellten "nördlichen" Ringelnatter (Natrix natrix natrix), der Äskulapnatter (Elaphe longissima), der Barrennatter (Natrix helvetia), der Glatt- bzw. Schlingnatter (Coronella austriaca) und der Würfelnatter (Natrix tessellata)  insgesamt fünf ungiftige und mit der Kreuzotter und der Aspisviper zwei giftige Schlangen gibt. Damit leben in Deutschland insgesamt sieben verschiedene Schlangenarten bzw. Unterarten.
Die Barrennatter wurde erst 2017 zu einer eigenen Art erhoben - vorher galt sie als eine Unterart der Art  Narix natrix. Man findet sie in Deutschland westlich des Rheins.

Systematische Einteilung, Taxonomie

Familie Nattern  (Colubridae)
Unterfamile Wasernatter (Natricinae)
Gattung Schwimmnattern (Natrix)
Art Ringelnatter (Natrix natrix)
Unterart Nördliche Ringelnatter (Narix natrix natrix) 

 Ausländische Bezeichnungen für die Art (Ringelnatter)

  • Englisch: Grass snake
  • Französisch: Couleuvre à collier
  • Italienisch:

Aussehen, Verhalten und Feinde

Aussehen von Natrix natrix natrix
Das Tier besitzt eine Länge von etwa 1 bis 1,50 m. Die Schlange ist auf ihrer Oberseite schiefergrau, grünlich oder olivbraun - mit dunklen Flecken - gefärbt. Ihre Unterseite ist von gelblicher oder weiß-grauer Farbe, das mit einem an ein Schachbrett erinnernden Fleckenmuster versehen ist.. Der Kopf setzt sich vom Körper ab. Die Pupillen sind rund. Auffallend sind die etwas dreieckigen orange-gelben, gelben oder weißlichen Flecken im Bereich ihres Kopfes, die wie eine Art Kragen wirken.
Hin und wieder gibt es aber auch ganz schwarz gefärbte Tiere, die als Schwärzlinge bezeichnet werden. 

Aussehen von Natrix natrix helvetica
Diese Unterart kann sogar bei ihren Weibchen bis zu 2m lang werden. Die Grundfärbung entspricht der Natrix natrix natrix. Aber sie besitzt an beiden Seiten dunkle bis schwarze so genannte Barren (Querstreifen). Die Kopfflecken sind außerdem eher weiß statt gelb.

Verhalten
Das Verhalten der beiden vorgestellten Unterarten unterscheidet ich kaum, sodass es hier gemeinsam abgehandelt werden kann. Das tagakive Tier ernährt sich von Fröschen, Fischen und Würmern. Sie lebt  gerne in der Nähe von Gewässern, aber man findet sie aber auch durchaus fern ab von Gewässern. Im Gebirge findet man sie bis zu Höhen von etwa 2.300 m.
Zur Fortpflanzung legt sie 10 bis 40 Eier. Wenn sie sich bedroht fühlt, flacht sie ihren Kopf ab und beginnt zu zischen. Wenn das nicht reicht, dreht sie sich auf den Rücken und stellt sich - oft mit offenem Mund und  heraushängender Zunge - als tot dar. Sollte man dem Tier so begegnen, ist es angebracht, sich zu entfernen und zu abzuwarten, bis das Tier aus seiner "Starre erwacht" ist und davon gekrochen ist.
Während des Winters verfällt sie - verborgen z.B. in Laubhaufen, in frostfreien Erdlöchern oder in Komposthaufen - in eine Art Winterstarre, aus der sie etwa im März oder April wieder erwacht. Man trifft sie auch in Gartenanlagen und den dortigen Kleinteichen an.
Nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) ist das Tier geschützt.

Feinde
Ihre natürlichen Feinde sind besonders Katzen (Luchse, Wildkatzen, Hauskatzen), Igel und Raubvögel, aber auch Möwen und Krähen sowie Wildschweine. Im Wasser interessanterweise auch Enten und Schwäne.
Aber die größte Bedrohung für diese Tiere geht vom Menschen aus - besonders außerhalb von Mittel- und Westeuropa.

Vorkommen

Nördliche Ringelnatter, Natrix natrix natrix
Die Schlange kommt  in Mittel- und Nordeuropa vor. Sie daher kommt in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. An der Nordsee und Ostsee findet man sie allerdings eher selten.

Barren-Ringelnatter, Natrix natrix helvetica
Diese Unterart kommt in Westeuropa, Mittelitalien, den Alpenländern sowie in Istrien vor. Sie kommt in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor.

Ringelnatter

Zusammenarbeit

Seit Anfang September 2008 arbeiten wir mit der folgenden sehr bedeutenden österreichischen Schlangenfarm zusammen:

Reptilienzoo Nockalm
Eigentümer: Peter Zürcher
Vorwald 83
9564 Patergassen
Österreich/Kärnten
Tel.: 0043 - 4275 - 23165
Mobil: 0043 - 676 - 734 4 270

Der Reptilienzoo - idyllisch im Bundesland Kärnten gelegen - beherbergt eine große Anzahl der verschiedensten Schlangen, von den Kobras über Klapperschlangen, Kreuzottern, Aspisvipern bis hin zu Puffottern und Mambas - um nur einige zu nennen. Der Zoo eignet sich sowohl für Einzelbesucher wie auch für Familien oder Schulklassen.
Er liegt ca. 40 km von Villach in Richtung Kleinkirchheim entfernt.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise
Die Öffnungszeiten, Eintrittspreise und weitere Informationen finden Sie unter folgender Webadresse:
www.reptilienzoonockalm.at


Kommentare
Peter  (Freitag, 09.06.2017)
Mir ist gerade eine graue Ringelnatter beim Kompostieren begegnet. Si war etwa 1,20 m lang. Ganz schoen imposant. Ich weiß nicht, wer mehr erschrocken war die Schlange oder ich.
Vanessa  (Donnerstag, 17.03.2016)
Eine tolle Darstellung dieser ungiftigen Schlange. Die Ringelnatter findet man in Deutschland übrigens ziemlich häufig.


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