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Netzpython, Malayopython reticulatus

Allgemeines, systematische Einteilung

Netzpython: (genannt Gundula) © Goruma

Der Netzpython gehört seit kurzem - trotz seines Namens "Netzpython" - nicht zur Gattung der Pythons, sondern zur Gattung Malayopython und gehört zur Familie der Riesenschlangen. Von der Gattung "Python" gibt es 10 Arten.
Diese Rieseschlange gilt neben der Anaconda als die längste Schlange weltweit. Die größte dokumentierte in Gefangenschaft gehaltene Netzpython lebte von 1949 bis 1963 im Zoo von Pittsburgh in den USA mit einer Länge von fast 9 m und bei einem Gewicht um 170 kg. 
Der größte bisher in Freiheit gefangene und dokumentierte Netzpython besaß eine Länge von 9,99 m und wurde bereits 1912 auf der indonesischen Insel Sulawesi - zwischen Borneo und Neuguinea gelegen - gefunden.
In den USA sind seit 1980 zwölf Menschen - darunter fünf Kinder - durch in Gefangenschaft gehaltene Würgeschlangen ums Leben gekommen. Der letzte Fall ereignete sich am 1. Juli 2009 in Florida, als eine ca. 3,60 m lange Tigerpython (Burmesische Python) aus dem Terrarium eines Privathalters entwich und im Schlafzimmer der Familie das zweijährige Kind erwürgte. Und Ende März 2017 wurde auf der Insel Sulawesi ein Arbeiter auf einer Palmölplantage mitsamt seiner Kleidung von einem Netzpython verschlungen. Man hatte seine Leiche später in der aufgeschnittenen Schlange  gefunden.
Die Gattung Malayopython umfasst die beiden folgenden Arten:
- Malayopython reticulatus (Netz-Python)
- Malayopython timoriensis (Timor-Python)

Die Art Netzpython besitzt die folgenden drei Unterarten:
- Malayopython reticulatus jampeanus
- Malayopython reticulatus  reticulatus
- Malayopython reticulatus  saputrai

Der hier abgebildete Netzpython besitzt eine Länge von ca. 6 m - bei einem Gewicht von über 100 kg. Er wird von Peter Zürcher vom Reptilienzoo "Nockalm" in Kärnten/Österreich gehalten. Zürcher hat dem Tier den Namen "Gundula" gegeben.

Familie Pythons (Pythoninae)
Gattung Malayopython
Art Netzpython (Malayopython reticulatus)
Unterarten Malayopython reticulatus jampeanus
Malayopython reticulatus  reticulatus
Malayopython reticulatus  saputrai

Englische Bezeichnung: Reticulated Python

Aussehen, Verhalten und Feinde

Aussehen 
Ein Netzpython kann in seltenen Fällen über 9 m lang werden. Das Tier ist aber nicht so massig wie die Große Anaconda und wiegt daher im Mittel ca. 150 kg. Die Grundfärbung ist gelblich, gräulich oder hellbraun. Die Zeichnung der Schlange besteht rückenseitig aus hellen, schwarz eingefassten, unregelmäßig runden oder diamantförmigen Flecken, die gelengentlich auch zu einer "Kette" oder einem undeutlich definierten Zickzackband zusammen fließen können.  An den Seiten besteht ein Netzwerk von dunklen, gelb oder weiß aufgehellten Flecken und Linien. Der Kopf des Tieres ist im Vergleich zur gewaltigen Körpergröße relativ klein, beidseitig bestehen hinter dem Auge zwei dunkle Linien, typisch ist eine solche Längslinie in der Mitte der Kopfoberseite.

Verhalten
Netzpythons verbringen einen großen Teil ihres Lebens ruhend in ihren Verstecken, die sie in der Regel nur zum Jagen und zu Fortpflanzungsaktivitäten verlassen. Das Tier frisst praktisch alles, was es überwältigen kann, so beispielsweise Amphibien, Vögel und Säugetiere in allen Größen. Die Schlange legt bis zu 100 Eier, deren Größe knapp unter der eines Straßeneis liegt. Die Schlange bebrütet ihre Eier zwei bis drei Monate lang. Beim Schlüpfen sind die Jungen bereits ca. 70 cm lang. Sie leben in der ersten Zeit auch gerne in Höhlen, wo sich u.a. von Fledermäusen ernähren

Feinde
Außer dem Menschen hat ein ausgewachsener Netzpython praktisch keine Feinde

Vorkommen

Malayopython reticulatus  reticulatus 
Tropische Teile von Süd- und Südostasien und den Großen und Kleinen Sundainseln. Er kommt von Bangladesch und Nordostindien über Malaysia bis Ost- Indonesien und den Philippinen vor.

Malayopython reticulatus  saputrai
Südwesten und Südosten von Sulawesi sowie auf den Inseln Selayar südlich von Sulawesi 

Malayopython reticulatus jampeanus
Nur auf der Insel Tanahjampea zwischen Sulawesi und Flores

Im malayisch-indonesischen Archipel haben diese Schlangen das Meer als Lebensraum entdeckt und werden sogar im offenen Ozean gesichtet.

 

Gefährdung für den Menschen

 Würgeschlangen sind bekanntlich nicht giftig. Aber diese Schlange verfügt über ein nicht ungefährliches Gebiss, das mindestens so wirksam ist, wie das eines größeren Hundes. Aber ihre größte Gefährlichkeit liegt darin, dass so ein Tier zu ca. 90% aus reinem Muskelgewebe besteht. Selbst ein kräftiger Erwachsener hat kaum noch eine Überlebenchance wenn sich eine mehr als 3 m lange Würgeschlange um seinen Leib geschlungen hat. Anders stellt sich das natürlich dar, sofern Waffen wie Messer oder Schusswaffen eingesetzt werden können. Aber auch die helfen natürlich nicht, wenn sich die Arme mit in der Umschlingung befinden, sodass die betreffende Person Waffen gar nicht mehr einsetzen kann. In einem drartigen Fall kann nur noch eine zweite Person mit derartigen Mitteln in der Lage sein zu helfen. Aber Touristen werden praktisch nicht mit derartigen Schlangen in Kontakt geraten.
Unfälle ereignen sich meist mit Einheimischen oder mit Terrariumbesitzern und deren Anghörigen. In Malaysia und Indonesien ist die Schlange bei den dort lebenden Menschen wegen ihrer Kraft und Aggressivität sehr gefürchtet.

Zusammenarbeit

Seit Anfang September 2008 arbeiten wir mit der folgenden sehr bedeutenden österreichischen Schlangenfarm zusammen:

Reptilienzoo Nockalm
Eigentümer: Peter Zürcher
Vorwald 83
9564 Patergassen
Österreich/Kärnten
Mobil: 0043 - 676 - 734 4 270

Der Reptilienzoo - idyllisch im Bundesland Kärnten gelegen - beherbergt eine große Anzahl der verschiedensten Schlangen, von den Kobras über Klapperschlangen, Kreuzottern, Aspisvipern bis hin zu Puffottern und Mambas - um nur einige zu nennen. Der Zoo eignet sich sowohl für Einzelbesucher wie auch für Familien oder Schulklassen.
Er liegt ca. 40 km von Villach in Richtung Kleinkirchheim entfernt.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise
Die Öffnungszeiten, Eintrittspreise und weitere Informationen finden Sie unter folgender Webadresse:
www.reptilienzoonockalm.at




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