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Äskulapnatter, Zamenis longissimus

Allgemeines, systematische Einteilung

Äskulapnatter © Goruma (aufgenommen im Reptilienzoo Nockalm)

Ihren Namen erhielt die Schlange nach dem Gott der Heilkunst Asklepios aus der griechischen Mythologie, um dessen Stab sich vermutlich diese Schlange windet.  Heutzutage dient der Stab in verschiedenen Darstellungen immer noch als Symbol der Ärzte, Tierärzte und Apotheker. Und sogar in der Flagge der WHO (World Health Organization) befindet sich ein Äskulabstab.

Die Äskulapnatter wurde von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild e.V. mit Sitz in Bonn zum Tier des Jahres 2000 gekürt.
Außerdem steht die Schlange auf der Roten Liste gefährdeter Tiere unter der Stufe "Vom Aussterben bedroht."
Es gibt von der Äskulapnatter keine Unterarten.

Hinweis
Es sei erwähnt, dass es in Deutschland einschließlich der hier dargestellten Äskulapnatter (Elaphe longissima), der Barrennatter (Natrix helvetia), der Glatt- bzw. Schlingnatter (Coronella austriaca), der nördlichen Ringelnatter (Natrix natrix natrix) sowie der Würfelnatter ( Natrix tessellata)
insgesamt fünf ungiftige und mit der Kreuzotter und der Aspisviper zwei giftige Schlangen gibt. Damit leben in Deutschland insgesamt sieben verschiedene Schlangenarten bzw. Unterarten.
Die Barrennatter wurde erst 2017 zu einer eigenen Art erhoben - vorher galt sie als eine Unterart der Art  Narix natrix. Man findet sie in Deutschland westlich des Rheins.

Systematische Einteilung, Taxonomie

Familie Nattern  (Colubridae)
Unterfamilie Land- und Baumnattern (Colubrinae)
Gattung Eurasische Kletternattern (Zamenis)
Art Äskulapnatter (Zamenis longissimus)

 Ausländische Bezeichnungen für die Art (Ringelnatter)

  • Englisch: Aesculapean Snake
  • Französisch:

Aussehen, Verhalten und Feinde

Aussehen 
Die Äskulapnatter erreicht in der Regel eine Länge von etwa 140 cm bis 160 cm - in seltenen Fällen bis zu 2 m und gehört damit zu den längsten Schlangen Europas.
Die Grundfärbung der Schlange reicht von gelb-braun, grau-braun, oliv-grün bis hin zu grau-schwarz. Meist weist der Rücken der Schlange eine Zeichnung in Form von sehr feinen kurzrn weißen Strichen auf, während die Bauchseite hellgelb gefärbt ist und längs zwei Kanten aufweist, die der Schlange beim Klettern helfen.

Jungtiere haben eine "Jugendfärbung",  sind fein hell und dunkel gesprenkelt, weisen am Nacken gelbe Flecken auf und können leicht mit Ringelnattern verwechselt werden.  Sie wirkt  glänzend mit einer glatten Oberfläche. Ihr Schuppen sind nur schwach - wenn überhaupt gekielt.

Äskulapnatter

Äskulapnatter

Äskulapnatter

Äskulapnatter

Äskulapnatter

Äskulapnatter

Verhalten
Sie kann zur Nahrungssuche recht gut auch auf Bäume klettert, während sie sich ansonsten eher am Boden aufhält. In der Regel ist sie tagaktiv, mit Ausnahme von heißen Tagen, an denen sie eher in den Morgen- und Abendstunden aktiv ist. Dann versteckt sie sich tagsüber an einem kühlen Platz.

Während des Winters hält sie - gut versteckt  - für fünf bis sechs Monate Winterruhe. Sie ernärt sich vorwiegend von Kleinsäugern - meist Mäusen -  aber auch hin und wieder von Eidechsen, Eichhörnchen, Siebenschläfern, Maulwürfen oder Fledermäusen. Gerne verspeist die kletterfreudige Schlange auch Vögel und deren Eier. Ihr Beute tötet sie vor dem Verschlingen durch Erwürgen.

Bei Bedrohung kann sie mit Hilfe ihrer Analdrüsen ein übel riechendes Sekret abgeben. Sie vermehrt sich durch das Legen von 5 bis ca. 15 Eiern.

Igel
Igel © goruma (T.Kruse)

Feinde
Ihre natürlichen Feinde sind besonders Katzen (Luchse, Wildkatzen, Hauskatzen), Igel und Raubvögel, aber auch Möwen und Krähen sowie Wildschweine.
Aber die größte Bedrohung für diese Tiere geht vom Menschen aus - besonders außerhalb von Mittel- und Westeuropa.

Vorkommen

Diese Schlange kommt  vor allem in Süd- und Osteuropa vor - mit Vorkommen in Österreich, Deutschland, Frankreich, Spanien und der Schweiz:
 
Albanien Aserbaidschan
Bosnien und Herzegowina Bulgarien 
Deutschland
(Taunus, am Neckar, bei Passau, an der Salzach, 
Berchtesgaden
 und im Rheingau bei dem Ort Schlangenbad)
Frankreich (Mitte des Landes)
Georgien Griechenland (einschl. Korfu)
Italien Kroatien (einschließlich einger Adria-Inseln)
Mazedonien Monte Negro
Nord-Türkei Nordwest-Iran 
Nordwest-Spanien  Österreich (außer Tirol and Vorarlberg)
Polen Rumänien 
Slowenien Serbien
Süd-Moldawien Süd-Slowakei
Süd-Russland- südlich des Kuban Flusses im Nordkaukasus
nordöstlich des Schwarzen Meers 
Schweiz
Süd-Tschechien
Südwest- Ukraine, 
Ungarn

Äskulapnatter

Äskulapnatter

Äskulapnatter

Äskulapnatter

Äskulapnatter

Äskulapnatter

 

Zusammenarbeit

Seit Anfang September 2008 arbeiten wir mit der folgenden sehr bedeutenden österreichischen Schlangenfarm zusammen:

Reptilienzoo Nockalm
Eigentümer: Peter Zürcher
Vorwald 83
9564 Patergassen
Österreich/Kärnten
Tel.: 0043 - 4275 - 23165
Mobil: 0043 - 676 - 734 4 270

Der Reptilienzoo - idyllisch im Bundesland Kärnten gelegen - beherbergt eine große Anzahl der verschiedensten Schlangen, von den Kobras über Klapperschlangen, Kreuzottern, Aspisvipern bis hin zu Puffottern und Mambas - um nur einige zu nennen. Der Zoo eignet sich sowohl für Einzelbesucher wie auch für Familien oder Schulklassen.
Er liegt ca. 40 km von Villach in Richtung Kleinkirchheim entfernt.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise
Die Öffnungszeiten, Eintrittspreise und weitere Informationen finden Sie unter folgender Webadresse:
www.reptilienzoonockalm.at

 




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