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Elch

Systematische Einteilung

Elch © goruma (T.Kruse)

Elche werden in Mitteleuropa stets mit den Lappen im Norden von Skandinavien in Verbindung gebracht - und das nicht zu Unrecht, obwohl die Tiere auch in Amerika und Asien vorkommen. Und wer kennt nicht den köstlichen Spruch zu Menschen, die an anderen Kritik üben, obwohl sie sich selber ähnlich verhalten:
"Die am heftigsten kritisieren die Elche - sind meistens selber welche!"


Ordnung Paarhufer (Artiodactyla)
Familie Hirsche (Cervidae)
Gattung Elchhirsche (Alces)
Art Alces alces


Ausländische Bezeichnungen

  • Englisch: Elk (Europa), Moose (Amerika)
  • Französisch: Elan

Einleitung

Elch

Elch © goruma (T.Kruse)

Der Elch ist der größte, heute noch lebende, Vertreter aus der Familie der Hirsche und wird deshalb auch schon mal als „Riesenhirsch“ bezeichnet. Als Symboltier Schwedens ist er dort vielerorts anzutreffen. Jeder Schweden-Urlauber wird sich an die Elch-Warnschilder für Autofahrer erinnern oder hatte sogar das Glück diese Tiere in freier Natur beobachten zu können. Die einjährigen Jungtiere sind noch ausgesprochen zahm und verirren sich nicht selten in menschliche Siedlungen.

In Deutschland lebten Elche noch bis ins Mittelalter und waren bis an die Alpen verbreitet. Dies belegen Knochenfunde, und auch Ortsnamen wie Ellwangen lassen auf den tierischen Namensgeber schließen. Der Mensch versuchte schon früh, sich die Kraft und Geschicklichkeit des Elches nutzbar zu machen. Und obwohl sie gelehrige und fügsame Tiere sind, die sich als Last- und Zugtiere einsetzen ließen, waren sie auf Grund ihrer anspruchsvollen Ernährung letztendlich meistens dafür eher ungeeignet.

Vorkommen

Der Elch kommt in 7 Unterarten ausschließlich in den kälteren Regionen der Nordhalbkugel vor. Man findet ihn sowohl auf dem amerikanischen sowie dem eurasischen Kontinent. In Europa kennt fast jeder in vielerlei Zusammenhängen die Elche der Lappen in Schweden. Amerikanische und europäische Elche lassen sich aufgrund von geringfügigen äußeren Merkmalen zwar unterscheiden, allerdings wird in dieser Beschreibung nicht vertieft darauf eingegangen, da auch dann eine Abgrenzung der einzelnen Unterarten gegeneinander erfolgen müsste. Generell lässt sich sagen, dass amerikanische Elche ein größeres Geweih und eine dunklere Fellfärbung besitzen als ihre europäischen Verwandten.

Verbreitungsgebiet des Elchs

Verbreitungsgebiet des Elchs © goruma

Merkmale

Der Elch hat einen schlanken Körper, der auf langen, dünnen Beinen ruht. Die Grundfärbung des dichten Fells reicht von rotbraun bei den europäischen Unterarten bis zu fast schwarz bei den amerikanischen Vertretern; helle Bereiche an Rücken und den Beinen können vorkommen.

Sein großer Kopf mit den löffelförmigen Ohren geht in einen ausgesprochen kurzen und stämmigen Hals über. Charakteristisches Merkmal ist aber seine breite, stumpfe Nase, die in eine hängende Oberlippe übergeht, den sogenannten Muffel. Seine Körperlänge beträgt 2 bis 3 m und er erreicht eine Schulterhöhe von 1,80 bis 2,30 m. Das durchschnittliche Gewicht der etwa gleich schweren Männchen (Hirsche) und Weibchen (Kühe) liegt zwischen 400 und 600 kg, wobei ein voll ausgewachsener Hirsch schon mal 850 kg auf die Waage bringen kann. Elchhirsche haben zudem noch einen auffallenden Kehlsack und entwickeln im Laufe ihres Lebens ein imposantes Geweih.

Wie bei allen Hirscharten wird es jedes Jahr abgeworfen und wächst im darauffolgenden Jahr noch größer und prächtiger heran. Das Besondere des Elchgeweihs ist die schaufelartige Verwachsung der Enden. Deshalb bezeichnet man die beiden Hälften des Geweihs auch als Schaufeln. Elche werden im Durchschnitt 6 bis 10 Jahre alt, manchmal aber auch deutlich älter.

Lebensweise und Lebensraum

Elch

Elch © goruma (T.Kruse)

Elche sind Waldtiere, die sich aber auch in Sumpflandschaften zu Hause fühlen. Dank ihrer weit spreizbaren Zehen und ihrer breiten Nebenhufe können sie sich auf dem morastigen Boden problemlos fortbewegen. Auch sind sie gute und ausdauernde Schwimmer. Als Nahrung bevorzugen sie Blätter, Zweige und junge Triebe. Auch sieht man sie nicht selten bis zum Hals im Wasser stehen, wo sie Wasserpflanzen äsen.

Da sie Wiederkäuer sind verbringen sie einen Großteil des Tages liegend, während sie die zuvor aufgenommene Nahrung erneut zerkauen. Im Frühjahr und Sommer ziehen viele Elche nach Norden oder in die Küstenregionen, um den riesigen Moskitoschwärmen zu entgehen. Diese Zeit nutzen sie auch um sich Nahrungsreserven für die Kräfte zehrende Brunft und den langen Winter anzulegen. Im Spätaugust reiben die Elchhirsche den Bast von ihrem Geweih, in dem sie damit gegen kleine Bäume und Sträucher schlagen, ein Vorgang, den man als Fegen bezeichnet. Haben sie sich des Bastes entledigt, treffen die Hirsche immer öfter zusammen.

Nun messen sie ihre Kräfte in Kampfspielen oder versuchen sich durch Imponiergehabe gegenseitig zu beeindrucken. Zu Verletzungen kommt es dabei selten. Nur wenn gleichrangige Hirsche aufeinander treffen, kommt es manchmal zu blutigen Auseinandersetzungen. Mit lautem Knallen schlagen sie ihre Geweihe gegeneinander und schieben sich hin und her, bis der Schwächer aufgibt und das Weite sucht. Die Brunft beginnt Anfang September und dauert bis in den November hinein. Die meisten Paarungen finden aber bereits Ende September statt. Während der Brunft scharren die Hirsche Brunftgruben, in die sie abharnen. Ihr Urin wirkt auf die Elchkühe äußerst anregend. Meist bilden sich zur Brunftzeit Paare, in manchen Gegenden Alaskas kommt es auch zur Haremsbildung. Nach der Brunft finden sich die Hirsche in kleinen Gruppen von bis zu 20 Tieren zusammen. Nach dem Abwerfen der Geweihe zwischen Dezember und Februar lösen sich diese Gruppen auf und die Tiere ziehen wieder als Einzelgänger umher. Im Winter finden die Elche kaum Nahrung und begnügen sich mit karger Kost oder ziehen sich in tiefere Täler zurück, wo die Schneedecke etwas dünner ist. In dieser Zeit zehren sie von der im Sommer angefressenen Fettreserve. Im Frühsommer, kurz vor der Geburt des Nachwuchses, vertreibt die Mutter energisch die Jungtiere des Vorjahres, welche sie bis dahin begleiten durften. Jungtiere und Elchkühe ohne Junge bilden zu dieser Zeit gelegentlich untereinander kleine Rudel aus. Nach etwa 8-monatiger Tragezeit bringen die Mütter dann ein, nicht selten zwei Junge zur Welt. Die Jungtiere, die eine gelb-braune Fellfärbung aufweisen, sind völlig auf ihre Mutter angewiesen und begleiten sie auf Schritt und Tritt. Vehement verteidigt diese ihren Nachwuchs gegen jeden Räuber und stellt sich auch dem Menschen in den Weg. Im Alter von 5 Monaten sind die jungen Elche meist entwöhnt und begleiten ihre Mutter bis sie im darauf folgenden Jahr der nächsten Generation weichen müssen. Mit etwa 1,5 bis 2,5 Jahren sind Elche geschlechtsreif und können selbst für Nachwuchs sorgen.

Feinde

Elche haben im Sommer keine Feinde zu fürchten. Dann können sie selbst Grizzlybären in die Flucht schlagen und sogar Wölfe töten. Im Winter allerdings, wenn sie im hohen Schnee nur noch langsam oder gar nicht mehr vorankommen, haben sie Bären, Wölfen und Vielfraßen nicht mehr allzu viel entgegenzusetzen.
Junge Elche können das ganze Jahr über zur Beute dieser Räuber und außerdem noch Opfer von Kojoten werden.

Besonderheiten

Elche sind gute Schwimmer und legen durchaus dabei bis zu ca. 30 km zurück. Zudem können sie bis zu rund 6 m tief tauchen.
Der Elch wurde von der "Schutzgemeinschaft Deutsches Wild" zum Tier des Jahres 2007 erwählt!

 

Elchhirsche entwickeln im Laufe ihres Lebens ein imposantes Geweih. Wie bei allen Hirschen wird es jedes Jahr abgeworfen und wächst im darauf folgenden Jahr noch größer und prächtiger heran. Das Besondere des Elchgeweihs ist die schaufelartige Verwachsung der Enden, die etwa mit dem 5. Lebensjahr einsetzt. Deshalb bezeichnet man die beiden Hälften des Geweihs auch als Schaufeln und einen mindestens fünf Jahre alten Elchhirsch als Schaufler. Die schönsten Geweihe besitzen die Alaska-Elche (Alces alces gigas). Sie erreichen eine Spannweite von über zwei Metern, und das schwerste jemals gewogene Geweih eines Elchs hatte ein Gewicht von 35,8 kg.


Kommentare
Tierfreund  (Freitag, 09.12.2016)
Den von euch dargestellten Spruch: " Die am schärfsten kritisieren die Elche sind meist selber welche!" find ich so zutreffen, wie es nur geht! Übrigens ist das hier eine gute Beschreibung dieser großen stolzen Tiere.


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