Wissen » Naturwissenschaft » Weltmeere, Meere » Weltmeere, Meere: Tyrrhenisches Meer

Europäische Länder

Informieren Sie sich detailliert über das Land Ihrer Wahl

      Europäische Länder

Städte

Unter Städte der Welt finden Sie nicht nur Städte wie Florenz oder Peking, sondern auch Städte wie Nukualofa und Zittau

      Städte

Tiere

Sie interessieren sich für Tiere der Länder. Mehr dazu finden Sie hier.

      Tiere

Landkarten

Hier finden Sie Landkarten Afrika, Amerika, Arktis und Antarktis, Asien, Australien und Südsee, Europa!

      Landkarten

Kochrezepte

So kocht die Welt..

      Kochrezepte

Tyrrhenisches Meer

Das Tyrrhenische Meer ist ein Nebenmeer des Mittelmeeres. Es erstreckt sich westlich der Apenninenhalbinsel (Italien) und zwischen der italienischen Insel Sardinien, der zu Frankreich gehörenden Insel Korsika und dem italienischen Sizilien. Im Norden grenzt  es auf der Höhe von Elba an das Ligurische Meer, und im Süden an das "eigentliche" Mittelmeer.

Etwas Geschichtliches

Der Name Tyrrhenisches Meer leitet sich aus dem Griechischen ab. Es steht für "Etrusker", im Altgriechischen "Tyrrhenoi".
Die antike Besiedlung des Raumes um das Tyrrhenische Meer herum wurde vor allem durch Griechen, Etrusker und Karthager vorangetrieben.
In anschließender römischer Zeit war das Meer als Mare Tyrrhenicum bekannt. Die Römer gelten bis heute als die einzige Macht welche das Tyrrhenische Meer vollkommen kontrollierte.
Da das Tyrrhenische Meer bereits in antiker Zeit als wichtige Handelsroute galt kam es auch während des Mittelalters zu ständigen Versuchen die Hoheit über dieses Meer und damit den Handel auf ihm zu erringen

Fläche und Ausdehnung

Das Tyrrhenische Meer erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 231.000 km².
Die größte Nord-Süd-Ausdehnung des Tyrrhenischen Meeres beträgt ca. 700 km.
Die größte Ost-West-Ausdehnung des Tyrrhenischen Meeres beträgt ca. 550 km.

Tiefe

Die Angaben zur tiefsten Stelle des Tyrrhenischen Meeres schwanken zwischen 3.400 m und 3.840 m.

Inseln

Die weltbekannte italienische Amalfiküste liegt an diesem Meer, auch der Golf von Neapel mit der Stadt Neapel sowie das nach einem Ausbruch des Vesuvs am 24. August 79 n. Chr. verschüttete Pompeji.
Bekannte Inseln:

Elba
Elba ist eine nicht nur bei den Deutschen sehr beliebte Ferieninsel, auf der sich beispielsweise eine ganze Reihe deutscher Segelschulen befindet, sondern ist auch als die Insel von Napoleon bekannt.. Die rund 225 km² große Insel liegt rund km vom Festland entfernt und kann u.a. von Livorno oder von Piombino mit Autofähren erreicht werden. Der höchste Berg der Insel ist mit 1.019 m der Monte Capanne, der mit einer Sesselbahn, die durch herrliche Esskastanienwälder führt, erreicht werden kann. Der Haupthafen und der Hauptort der Insel ist mit ca. 12.000 Einwohnern Portoferraio - der Eisenhafen. Der Name erinnert noch an den Erzabbau auf der Insel, der im Jahr 1982 endgültig eingestellt wurde. 

Im Frieden von 1802 von Amiens im Jahr 1802 wurde Elba Frankreich zugesprochen. Nach der Niederlage von Napoleon in der Völkerschlacht von Leipzig vom 16. bis 19. Oktober 1813 sowie in der Schlacht von Paris am 31. März 1814 indessen Folge die  Alliierten die Hauptstadt Paris einnahmen, wurde im Vertrag von Fontainebleau vom 11. April 1814 Elba als souveränes Fürstentum dem hierher "verbannten" Napoleon übertragen, der an diesem Tag Tag als Kaiser der Franzosen abdankte. Napoleon landete am 4. Mai 1814  auf Elba. Aber er fand sich mit seiner neuen Würde nicht ab und kehrte am 26. Februar 1815 nach Frankreich zurück, wo er wieder die Macht übernahm. Nach der verlorenen Schlacht von Waterloo am 18. Juni 1815 kehrte er nach Paris zurück wurde dann von den siegreichen Alliierten nach St. Helena verbannt, wo er am 5. Mai 1821 verstarb. Nach seiner Verbannung wurde Europa auf dem Wiener Kongress neu geordnet und Elba wurde dem Herzogtum Toskana zugeschlagen und kam mit diesem im Jahr 1860 zum Königreich Italien.

Pianosa
Die rund 10, 25 km² große und sehr flache Insel liegt in fast südlicher Richtung rund 15 km  von Elba entfernt und gehört zum Toskanischen Archipel. Bei guter Sicht kann sie von dem auf Elba liegenden 1.019 m hohen Monte Capanne gut gesehen werden.
Funde von tierischen Fossilien wie von Bären, Hirschen oder Pferden sind ein guter Hinweis darauf, dass die Insel früher noch mit dem Festland verbunden war. 
Das Hochsicherheitsgefängnis auf Pianosa wurde 1998 geschlossen wurde. Seitdem ist es möglich, die Insel wieder zu betreten. Da die Insel und das sie umgebende Meer zum Nationalpark Parco Nazionale Arcipelago Toscano gehören, kann man die Insel nicht einzeln sondern nur im Rahmen von geführten Gruppen besucht werden. Besucher können von dem Hafen Marina di Campo auf Elba dorthin gelangen.
Historisch interessant ist sicherlich, dass die römische Kaiserin Agrippina - die Mutter von Nero und in dritter Ehe die Frau von Kaiser Claudius (10 v. Chr. bis 54 n. Chr.) - ihren Bruder nach Pianosa verbannt hatte. Aus dieser Zeit sind sogar noch christliche Katakomben erhalten.

 

Montecristo
Montechristo liegt ca. 40 km südlich von Elba. Die Insel ist ein Naturschutzgebiet und darf nicht  bzw. nur mit Sondergenehmigung betreten werden. Die Insel hat eine Fläche von 10,4  km² und ist bis auf die Station der Wildhüter unbewohnt.
Ihr höchste Erhebung hat eine Höhe von 646 m. Interessant sind die seit Jahrhunderten hier lebenden wilden Ziegen.
Die Insel gehört zum Toskanischen Archipel. Den Menschen dürfte die Insel als Gefängnisinsel des "Graf von Monte Christo" aus dem gleichnamigen Roman von Alexandre Dumas.

Giglio
Diese 23,8 km² große Insel gehört ebenfalls zum Toskanischen Archipel. Der auf der Ostseite gelegene Hafen Porto wird von Seglern gerne angelaufen. Die höchste Erhebung der Insel ist mit einer Höhe von 496 m der Poggio della Pagana. Castello, der Hauptort der Insel liegt auf einer Höhe von rund 405 m und wird von einem mittelalterlichen Mauerwall umschlossen. Der Ort gilt als eines der schönsten Dörfer Italiens.
Es gibt hier ein meeresbiologisches Institut. Es sei erwähnt, dass bis 1962 auf der Insel Granit, Eisenerz und Pyrit abgebaut wurde.
Am 13. Januar 2012 lief dicht vor der Insel das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" mit über 4.000 Menschen an Bord auf einen Felsen auf. Dabei wurde der Rumpf des Schiffes so stark aufgerissen, dass das in dem nicht allzu tiefen Wasser mit starker Schlagseite so weit sank, dass nur noch die Backbordseite des Schiffes oberhalb der Meeresoberfläche verblieb. Bei dem Unglück kamen wahrscheinlich 32 Menschen ums Leben und Dutzende wurden verletzt.

Ponza
Die 7,3 km² große Insel Ponza gehört zu den Pontinischen Inseln und hat eine an eine Sichel erinnernde Form. Die Insel ist von vulkanischem Ursprung. Ponza hat ca. 3.300 Einwohner und ist besonders bei italienischen Urlaubern beliebt. Die höchste Erhebung der Insel ist der 279 m hohe Monte Guardia. Papst Silverius soll hierher verbannt worden und im Dezember 537 hier gestorben sein. 
Sehr spannend war der Tauchgang am 30. September 1953 durch Auguste Piccard und seinen Sohn Jacques Piccard mit dem Tauchboot Trieste, der vor der Insel eine Tiefe von 3.150 m erreichte.

Ischia
Ischia liegt am nörlichen Teil des Golfs von Neapel, der ein Teil des Tyrrhenischen Meeres ist. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und umfasst eine Fläche von 46 km². Der Monte Epomeo ist mit einer Höhe von 789 m der höchste Berg der Insel. Auf der Insel leben ca. 70.000 Menschen. In dem Hafen Ischia Porto kommen im Wesentlichen die Fähren vom Festland - von Neapel oder von Pozzuoli - an. Die Insel erfreut sich bei Deutschen besonderer Beliebtheit. Erwähnenswert ist, dass die Insel eine Zeitlang Oktavian (63 v. Chr. bis 14 n. Chr.), dem späteren Kaiser Augustus, gehörte, der sie im Jahr 29 v. Chr. gegen Capri eintauschte. Eine besondere Sehenswürdigkeit auf der Insel ist das Castello Aragonese, dessen Anfänge auf das Jahr 474 zurückgehen.

Capri
Capri kann als die "Sehnsuchtsinsel" der Deutschen bezeichnet werden. Sie liegt am südlichen Rand des Golfs von Neapel - einem Teil des Tyrrhenischen Meeres. Die Insel hat eine Fläche von nur 10,4 km². Die höchste Erhebung der Insel ist der 589 m hohe Monte Solaro. Von den zahlreichen Höhlen der Insel ist die Baue Grotte unbestritten die bekannteste. Sie liegt im Nordwesten der Insel. Der Zugang zur Höhle ist nur knapp 4 m hoch, sodass die auf größeren Booten ankommenden Besucher in kleinere umsteigen müssen. Die Höhle selbst ist  etwas mehr als 50 m lang und 30 m breit - bei einer Wassertiefe von ungefähr 15 m. Das Tageslicht kommt überwiegend über Reflektionen in die Grotte, was dazu führt, dass das Wasser im Innern der Höhle einen besonderen blauen Farbton annimmt. Von 29 v. Chr. gehörte die Insel eine Zeitlang Oktavian (63 v. Chr. bis 14 n. Chr.), dem späteren Kaiser Augustus. Aber ein weiterer römischer Kaiser stand in einer besonderen Beziehung zur Insel. Es war Kaiser Tiberius (42 v. Chr. bis 37 n. Chr.), der im Jahr 26 n. Chr. Capri zu seinem Regierungssitz  ernannte und hier in der Villa Jovis bis zu seinem Tod im Jahre 37 n. Chr. einen Großteil seiner Zeit, besonders seiner  letzten Lebensjahre verbrachte. Er verstarb jedoch auf der Halbinsel Misenum (Miseno) am Golf von Neapel.

Ustica
Die Insel Ustica ist vulkanischen Ursprungs und umfasst eine Fläche von 8 km². In der gleichnamigen Gemeinde, die zur Provinz Palermo auf Sizilien gehört, leben rund 1.330 Menschen.
Die höchste Erhebung der Insel ist der 240 m hohe Monte Guardia dei Turchi. Die Insel liegt etwas mehr als 50 km nördlich von Sizilien.
Der griechischen Sage nach soll sie die Wohnstätte des Windgottes Ailos oder auch der Kyklopengewesen sein.

Liparische Inseln
Die Liparischen Inseln bestehen aus 7 Inseln u.a. mit dem aktiven Schichtvulkan Stromboli auf der gleichnamigen Insel (12,6 km²) sowie aus Alicudi 5,2 km²), Filicudi (9,5 km²), Lipari (26,8 km²), Panarea (3,4 km²), Salina (26,8 km²) und Vulcano (21,2 km²).  Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und stehen seit 1997 auf der Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätten. Alle 7 Inseln sind bewohnt, und zwar mit etwa 14.0000 Menschen. Die größte Insel ist  Lipari mit einer Fläche von 37,5 km². Mit etwas mehr als 20 km liegt Vulcano am wenigsten weit von Sizilien entfernt
Die höchste Berg der Inselgruppe ist mit einer Höhe von 962 m der Monte Fossa delle Felci auf Salina - der Stromboli dagegen ist 926 m hoch.




Kommentieren

eMail:  

Name:  

Kommentar:  


Benoten sie diesen Artikel


 
gut 1   2   3   4   5  schlecht