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Ostsee

Am Strand der Ostsee © goruma

Die Ostsee gilt als flaches Nebenmeer des Atlantischen Ozeans, wissenschaftlich ist sie ein Epikontinentalmeer. Der nordwestliche Teil der Ostsee, das Kattegat, geht bei Skagen in das Skagerrak, das zur Nordsee gerechnet wird - über. Diese Meerenge im Norden Jütlands stellt über den Großen Belt (zwischen Fünen und Seeland) und den Kleinen Belt  (zwischen Jütland und Fünen) und den Öresund (zwischen Seeland/Dänemark und Schweden) die einzige natürliche Verbindung zur Nordsee und damit zum Atlantik dar. 

Da die Ostsse früher im Lateinischen "Mare balticum" hieß, wird sie noch heute hin und wieder auch als Baltisches Meer bezeichnet. 
Die Ostsee umfasst einschließlich des Kattegats eine Fläche von 415.000 km².
Ohne das Kattegat beträgt die Fläche der Ostsee 390.000 km².

Warnemünde, Hohe Düne, Der Neue Strom
Warnemünde, Hohe Düne © goruma (T.Asthalter)

Die nördlichste Begrenzung der Ostsee liegt im Bottnischen Meerbusen an der Grenze zwischen Schweden und Finnland auf einer nördlichen Breite von 65°40` - und damit knapp unter dem nördlichen Wendekreis.
Ihre südliche Grenze liegt am Südende des Stettiner Haffs,
ihre Ostgrenze bei St. Petersburg/Russland und
die Westgrenze befindet sich bei Flensburg in der Flensburger Förde. 

Die drei größten Buchten der Ostsee sind
- der Bottnische Meerbusen,
- der Finnische Meerbusen sowie
- der Rigaische Meerbusen.

Die Ostsee hat eine durchschnittliche Tiefe von ca. 52 m. Sie ist damit ein eher flaches Meer.
Die tiefste Stelle mit 459 m liegt bei Landsorttief zwischen der schwedischen Halbinsel Södertörn und der Insel Gotland und zwar auf 58° 25' nördliche Breite und 18° 19' östliche Länge.

Wasservolumen und -Eigenschaften

Die Ostsee verfügt über ein Wasservolumen von ca. 20.000 km³, wobei ihr über rund 250 Flüsse etwa 500 km³ Süßwasser jährlich zugeführt werden.

Der Salzgehalt der Ostsee beträgt im Gebiet des Skagerraks bis zu 3,2% und im nördlichsten Teil des Bottischen Meerbusens nur noch 0,2%. Die Ostsee umfasst ein Wasservolumen von rund 22.000 km³, wobei ihr über rund 250 Flüsse etwa 500 km³ Süßwasser jährlich zugeführt werden.

Staaten an der Ostsee

Leuchtturm bei Kap Arcona
Leuchtturm bei Kap Arcona © goruma (Dr.Ramm)

An der Ostsee liegen folgende Staaten:

Flüsse

Die folgenden größeren bzw. bekannten Flüsse münden in die Ostsee. In alphabetischer Reihenfolge:

Name des Flusses Länge in km Mündung des Flusses Quelle des Flusses
Düna  1.020 bei Riga in Lettland  Russland
Memel  940 bei Šilutė in Litauen  Weißrussland
Motala ström  285 bei Östersjön in Schweden  Schweden
Newa (Russland)  75 bei St. Petersburg in Russland  Russland
Oder  865 bei Stettin in Polen  Tschechien
Pärnu  (Estland)  145 bei Parnü in Estland  Estland
Peene  142 bei Anklam in Deutschland  Deutschland
Pregel  125 bei Kaliningrad in Russland Oblast Kaliningrad/Russland
Torne älv   510 bei Haparanda und Torneo in Schweden/Finnland  Schweden
Trave  125 bei Travemünde in Deutschland  Deutschland
Warnow  155 in Warnemünde in Deutschland  Deutschland
Weichsel  1.045 bei Danzig in Polen  Polen

 

Inseln

In der Ostsee liegen eine ganze Reihe bekannter Inseln, von denen viele auch touristisch eine große Rolle spielen.

Die größeren nach Ländern geordnet:

Dänemark

  • Ærø
  • Bornholm
  • Falster
  • Fünen
  • Langeland
  • Lolland
  • Møn
  • Seeland

Deutschland

  • Fehmarn
  • Hiddensee
  • Poel
  • Rügen
  • Usedom

NP Jasmund, Kreidefelsen Königsstuhl

Kreidefelsen Königsstuhl

NP Jasmund, Nationalparkzentrum am Königsstuhl

NPzentrum
am Königsstuhl

NP Jasmund, Kreidefelsen Königsstuhl

Kreidefelsen Königsstuhl

Estland

  • Saaremaa (Ösel)
  • Hiiumaa (Dagö)
  • Vormsi
  • Muhu
  • Naisaar
  • Vilsandi
  • Kihnu
  • Ruhnu

Finnland

  • Åland

Litauen

  • Litauen verfügt über mehrere kleine Inseln innerhalb des Kurischen Haffs.

Polen

  • Usedom
  • Wollin
  • Weiterhin verfügt Polen über mehrere kleine Inseln innerhalb des Stettiner Haffs.

Russland

  • Kotlin (Kronstadt)

Schweden

  • Gotland
  • Öland
Schweden, Malmö, Öresundbrücke
Öresundbrücke © goruma (Dr. Ramm)

Gut zu wissen - Öresundbrücke
Die Öresundbrücke verbindet Kopenhagen (Dänemark) mit Malmö (Schweden) und wurde im Juli 2000 fertiggestellt. Sie hat eine Gesamtlänge von 7.845 m.

Geschichte

Die Ostsee ist erst vor etwas mehr als ca. 10.000 Jahren entstanden, als am Ende der Eiszeit das teilweise kilometerdicke Eis zu schmelzen begann und nicht schnell genug abfließen konnte. Außerdem kam es zu einer Anhebung des von den Eismassen befreiten Landes um bis zu 200 m.

Warnemünde, Hohe Düne, Der Neue Strom
Warnemünde, Ostsee © goruma (T.Asthalter)

Eine frühe antike Erwähnung findet die Ostsee in Tacitus Werk "Germania". Tacitus ging jedoch davon aus, dass die Ostsee ein Teil des weltumspannenden Meeres sei. Bedeutung erlangte die Region um das Mittelmeer in dieser Zeit durch den Export von Bernstein ins Römische Reich. Im Mittelalter diente die Ostsee als wichtige Handelsroute und in neuerer Zeit, vor allem während des Zweiten Weltkrieges, erlangte die Ostsee als Kriegsschauplatz traurigen Ruhm.

North Stream - Gasleitung
Am 9. April 2010 wurde vor Gotland mit der Verlegung der Rohre der rund 1.220 km langen Gas-Pipeline von Wyborg - am Ende des Finnischen Meerbusens in Russland - bis Ludmin bei Greifswald begonnen. Über diese Gasleitung kann russisches Gas direkt unter Umgehung anderer Länder - wie z.B. der Ukraine - nach Deutschland und von dort aus weiter befördert werden.

Pro Jahr sollen es ca. 55 Milliarden m³ sein. 
Die Rohre haben einen Gesamtdurchmesser von 1,40 und bestehen von Innen nach außen aus einer Antireibungsschicht, einem 27 bis 41 mm dicken Pipelinestahl, einer 4,2 mm dicken Korrosionsschicht. Außen wird das Ganze von einem 60-100 mm dicken Betonmantel umgeben. Am Einleitungsort in Wyborg steht das Rohr unter einem Druck von 220 Bar. Auf einer Länge von 47 km wird das Rohr zum Schutz der Ökosysteme in den Ostseeboden vergraben. North Stream ist ein Konsortium bestehend aus der russischen Gazprom sowie deutschen und niederländischen Anteilseignern.

Landschaften

Warnemünde, Hohe Düne, Der Neue Strom
Ostseestrand © goruma (T.Asthalter)

Sehr beliebt ist besonders bei Wassersportlern der Limfjord, der quer durch Jütland führt und die Nordsee im Westen von Jütland bei Thy und Thyborøn mit dem Kattegat im Osten bei Hals verbindet. Die nördlichste Begrenzung der Ostsee liegt im Bottischen Meerbusen an der Grenze zwischen Schweden und Finnland, ihre südlichste Grenze liegt am Südende des Stettiner Haffs, ihre Ostgrenze bei St. Petersburg/Russland und die Westgrenze befindet sich bei Flensburg in der Flensburger Förde.
Besonders eindrucksvolle Landschaften bilden die flachen Boddengewässer "hinter" Rügen, Hiddensee, dem Darß, Zingst und Fischland.

Auf der Kurischen Nehrung zwischen Litauen und Kaliningrad  imponieren riesige Wanderdünen. Vor Schweden und Finnland erstreckt sich eine riesige Anzahl an Inseln, Inselchen oder Felsgestein. Für Wassersportler sind u.a. die Gewässer um die dänischen Inseln ein wahres Paradies. Sehr attraktiv sind auch die Gewässer der Rigaer Bucht im Westen und im Norden des Finnischen Meerbusens. Insgesamt liegen im Meer vor Estland ca. 1.520 Inseln und Inselchen. Die beiden größten sind Saaremaa und Hiumaa.
Sehr beliebt ist besonders bei Wassersportlern der Limfjord, der durch Jütland führt und die Nordsee im Westen von Jütland bei Thy und Thyborøn mit dem Kattegat im Osten bei Hals verbindet.

Möwen (Laridae) an Ostsee

Möwen kennt wohl jeder von uns von einem Urlaub an Nordsee oder Ostsee, aber auch an größeren Binnengewässern oder Mülldeponien trifft man sie an. Gerade im Winter zieht es die Tiere häufig ins Landesinnere, wo sie beim Entenfüttern den einen oder anderen Brotkrumen sogar geschickt aus der Luft wegschnappen.
Möwen sind im Grunde genommen Allesfresser, die sich in natürlicher Umgebung von aller Art Meeresgetier ernähren, welches sie am Ufer oder der Meeresoberfläche auflesen. Dabei bildet Aas einen wichtigen Teil der Nahrungsgrundlage. Ihr hakenförmiger Schnabel hilft ihnen die meist schlüpfrige Beute festzuhalten oder größere Kadaver zu zerreißen.
An den Menschen haben sie sich die leerreichen Tiere in besonderer Form angepasst, in dem sie beim Netze einholen der Fischkutter genau wissen, dass es dort Fischabfälle zu ergattern gibt. In manchen Touristenorten patrouillieren manche Möwen am Strand regelrecht zwischen den Handtüchern und halten nach unbewachten Picknicktaschen Ausschau.

  • Heringsmöwe (Larus fuscus)
    Die Heringsmöwe ist auf den ersten Blick kaum von der Silbermöwe zu unterscheiden. Sie ist im Durchschnitt mit 52-56 cm nur etwas kleiner. Das Gefieder ist ebenfalls sehr ähnlich, allerdings ist der Rücken dunkelgrau bis schwärzlich gefärbt.
    Die Beine sind gelb. Auch ihr Verhalten ist dem der Silbermöwe sehr ähnlich. Bei der Nahrungssuche bevorzugen die Tiere aber häufig das offene Meer und fange dort kleine Fische.
    An Land sind sie nicht so sehr an den Menschen und dessen Abfälle angepasst, sondern ernähren sich vorwiegend von Muscheln, Krebstieren und Insekten, zur Brutzeit aber auch von der Brut andere Seevögel. Heringsmöwen brüten in Kolonien an Stränden, aber auch im Grasland und in Mooren in Küstennähe.
    Im Hinterland findet man sie auch an großen Flüssen und Seen.
  • Silbermöwe (Larus argentatus)

    Silbermöwe

    Silbermöwe © goruma (T.Asthalter)
    Die Silbermöwe ist die häufigste und mit 56-66 cm auch die größte Möwe der kroatischen Küsten. Rücken und Flügel sind silbergrau gefärbt, die Flügelspitzen sind schwarz mit weißen Flecken. Das restliche Gefieder: Bauch, Brust und Kopf sind durchgehend weiß.
    Der kräftige gelbe Schnabel besitzt an der Unterseite einen auffälligen roten Fleck. Ihre Beine sind fleischfarben. Die Silbermöwe ist sehr gesellig und brütet in Kolonien von bis zu 5000 Paaren, bevorzugt im Dünengelände. Sie nimmt aber auch mit Felsklippen oder gar Hausdächern vorlieb.
    Das Nest wird meist aus Pflanzenmaterial gebaut, je nach dem was die Umgebung hergibt aus Strandpflanzen, kleinen Ästen und Seetang.
    Sie ernähren sich von vielfältigem Meeresgetier (Krebse, Krabben, Wattwürmer, Schnecken) sowie angeschwemmtem Aas. Zudem nutzen sie das künstliche Nahrungsangebot in Form von Fischereiabfällen oder auf Mülldeponien. Während der Brutzeit machen sie zudem Jagd auf Eier und junge Küken anderer Seevogelarten.
    Die Altvögel lösen sich beim Brüten der Eier ab. Bereits wenige Tage nach dem Schlüpfen verlassen die Küken als sogenannte Platzhocker das Nest, um sich in unmittelbarer Nähe zu verstecken. Dort werden sie dann gemeinsam von den Eltern versorgt.
  • Lachmöwen
    Diese Möwen sieht man häufig an den Küsten aber auch im Binnenland, wo sie an "Lachen" brüten, woher sie auch ihren Namen haben. In der Brutzeit im Frühjahr bis zum Sommer kann man sie sehr gut an der schwarzen "Kapuze" am Kopf erkennen, die sonst durch einen schwarzen Fleck am Ohr ersetzt ist.
    Der Schnabel und die Beine dieser kleinsten von den häufigsten Möwen sind rot. Lachmöwen brüten in Kolonien im Schilf oder an ruhigen, stehenden Gewässern, man kann sie auch häufig auf frisch gemähten oder gepflügten Feldern bei der Nahrungssuche beobachten. Dabei suchen sie nach Regenwürmern, Käfern und Larven.
    Sie ernähren sich aber auch von Krebsen und kleinen Fischen.
    Die Lachmöwe ist fast überall verbreitet und fehlt nur in der Antarktis
  • Lachmöwe

    Lachmöwe

    Lachmöwe

    Lachmöwe


Strandkörbe

Der Strandkorb ist besonders typisch für die deutsche Nord-und Ostseeküste. Während er an der Nordsee eher kantig ausgefallen ist findet man an der Ostsee eher rundere Formen.
Der Korbmachermeister Wilhelm Bartelmann (1845-1930) aus Rostock gilt als Erfinder des Strandkorbs, der den ersten Korb im Jahr 1882 auf den Markt brachte.
Wilhelm Bartelmann entstammte einer Lübecker Korbmacherfamilie und eröffnete im Jahr 1870 eine Korbmacher-Werkstatt in Rostock.
An seinem Haus Am Leuchtturm 10 in Rostock-Warnemünde befindet sich eine Gedenktafel an ihn.

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