Körperscanner, Body-Scanner
Vor geraumer Zeit gab es große öffentliche Aufregung in den Medien und Besorgnisse unter Datenschützern und besonders die Sorge, dass die Menschenwürde verletzt würde. Der Grund war, dass es Überwachungsgeräte gab und gibt, die den Menschen sozusagen nackt auf den dazu gehörigen Monitoren erscheinen lässt. Mit diesen Geräten war es möglich, Nichtmetalle oder auch Sprengstoffe, die unter der Kleidung verborgen sind, für das Sicherheitspersonal sichtbar zu machen. Die öffentliche Empörung über diese von der Öffentlichkeit als "Nacktscanner" bezeicneten Geräte war so groß, dass der Einsatz dieser Geräte seinerseits von den Politikern und Sicherheitsbehörden nicht weiter verfolgt wurde.
Körperscanner, Body-Scanner
Arten von Strahlung
In diesem Portal werden einige der Strahlenarten behandelt, die physikalisch nachweisbar sind. So gibt es beispielsweise Schall, Ultraschall, elektromagnetische Strahlung wie TV-Strahlung, Radiostrahlung, UV-Strahlung, Wärmestrahlung, Röntgenstrahlung oder Gammastrahlung und sichtbares Licht. Eine wichtige Einteilung besteht in der Unterscheidung nach ionisierender und nicht ionisierender Strahlung.
Arten von Strahlung
Erläuterung einiger radiologischer Begriffe
Ein Element ist sicherlich jedem bekannt, man findet sie im Periodensystem der Elemente aufgelistet. So sind Wasserstoff, Helium, Sauerstoff, Kohlenstoff, Stickstoff sowie Schwefel, Eisen, Kupfer, Silber und Gold Elemente. Die Anzahl der Protonen im Atomkern der Elemente ergibt ihre Ordnungszahl. So hat der Wasserstoff ein Proton in seinem Kern und besitzt damit eine Ordnungszahl von 1. Die Ordnungszahl von Helium ist 2, die von Kohlenstoff 6, von Stickstoff 7, von Sauerstoff 8, von Schwefel 16, von Eisen 26, von Kupfer 29, von Silber 47 und die von Gold 79.
Erläuterung einiger radiologischer Begriffe
Natürliche Strahlenbelastung
Die natürliche Strahlenexposition (Strahlenbelastung) ist die Strahlenexposition des Menschen, die aus natürlichen Strahlenquellen, die ionisierende Strahlung emittieren, herrührt. Sie wird als effektive Äquivalentdosis in Sievert (Sv) bzw. Millisievert (mSv) angegeben. Diese Maßeinheit für die biologische Wirkung von ionisierender Strahlung ist keine physikalische Größe, sondern beschreibt über eine Reihe von Faktoren "nur " die Wirkungen dieser Strahlung auf den menschlichen Organismus. In der Einheit des Sievert sind daher die Energie, die Art der Strahlung sowie ihre physikalische Wechselwirkung mit Materie, die in Gray angegeben werden, bereits enthalten.
Natürliche Strahlenbelastung
Künstliche Strahlenbelastung
Unter dem Kapitel "Natürliche Strahlenbelastung" wurde bereits die Menge und die Wirkung von Strahlung aus natürlichen Quellen beschrieben. Daneben gibt es auch noch eine Strahlenbelastung aus Strahlenquellen, die vom Menschen gemacht wurden.
Unter der künstlichen Strahlenexposition (Strahlenbelastung), versteht man die aus künstlichen Strahlenquellen herrührende Strahlenexposition des Menschen. Sie wird, wie im Strahlenschutz üblich, als effektive Äquivalentdosis mit der Maßeinheit Sievert bzw. Millisievert (mSv) angegeben.
Künstliche Strahlenbelastung
Radon - die unterschätzte Gefahr
Radon mit der chemischen Abkürzung Rn ist ein natürlicherweise vokommendes Edelgas, das instabil ist und bei seinem Zerfall u.a. die sehr gefährlichen Alphastrahlen abstrahlt.
Die Strahlenbelastung durch Radon macht etwa die Hälfte der gesamten natürlichen Strahlenbelastung aus und ist z.B. für die Entstehung von Lungenkrebs mit verantwortlich.
Großes Aufsehen erregte der Physiker Gioacchino Giuliani, als er anhand eines erhöhten Radonaustritts das Erdbeben am 6. April 2009 in den italienischen Abruzzen (LÀquila) vorhersagte.
Allerdings halten viele Erdbebenforscher diese Voraussage für zufällig, da sie die erhöhte Radonfreisetzung durch kleinste Spalten im Erdinneren nicht für ein sicheres Zeichen eines drohenden Erdbebens ansehen.
Radon - die unterschätzte Gefahr
Wirkung kleiner Strahlendosen auf den Menschen
In dem Beitrag "Wirkung hoher Strahlenosen" wurden bereits die Strahlenwirkungen größerer Ganzkörper-Strahlendosen auf den Menschen vorgestellt. Von großen Strahlendosen spricht man oberhalb von etwa 0,5 Sievert. Derartigen Dosen ist der Mensch nur bei Unfällen oder infolge des Einsatzes nuklarer Waffen, wie A-, und H-Bomben oder von so genannten schmutzigen Bomben, ausgesetzt. Kleine Dosen können in der Medizin, beim technischen Umgang mit ionisierender Strahlung oder in- und außerhalb von Kernkraftwerken auftreten.
Wirkung kleiner Strahlendosen auf den Menschen
Wirkung hoher Strahlendosen auf den Menschen
Seit es Leben auf der Erde gibt und solange der Mensch die Erde bevölkert, waren die Lebewesen und damit auch der Mensch der Wirkung der natürlichen Strahlung ausgesetzt. Wie unter Natürliche Strahlenbelastung dargestellt, beträgt sie heutzutage im Mittel 2,2 mSv (0,0022 Sv).
Wirkung hoher Strahlendosen auf den Menschen
Elektrosmog und Handystrahlung
Man unterscheidet bei der elektromagnetischen Strahlung - und dazu gehört die Handystrahlung - ionisierende und nicht ionisierende Strahlung. Zur ionisierenden elektromagnetischen Strahlung gehören Gamma- sowie Röntgenstrahlung. Zur nicht ionisierenden elektromagnetischen Strahlung gehören u.a. Radiowellen (Strahlung), TV-Wellen, Radarstrahlen (Mikrowellen) und Handystrahlen. Die Gesamtheit der nicht ionisierenden elektromagnetischen Strahlen bezeichnet man auch als Elektrosmog. Dazu gehören auch die Felder des Haushaltsstroms (50 Hz), der Eisenbahn (16,66 Hz) sowie die von Hochspannungsleitungen.
Elektrosmog und Handystrahlung
Strahlenbelastung beim Fliegen
Eine geringfügig erhöhte Strahlung ist beim Fliegen allenfalls auf längeren Strecken in größeren Höhen zu erwarten - aber nicht in kleineren Sportmaschinen oder auf kürzeren Flügen in Linienmaschinen. Für die Strahlenbelastung von Passagieren bei Langstreckenflügen gilt, dass keinerlei erhöhtes Gesundheits-Risiko besteht, auch nicht für Schwangere.
Strahlenbelastung beim Fliegen
Strahlenbelastung durchs Rauchen
Im Zusammenhang mit Kernkraftwerken, Castortransporten oder der Lagerung von abgebrannten Kernbrennstoffen wird in der Öffentlichkeit immer wieder heftig über die Wirkungen ionisierender Strahlung diskutiert
Aber mittlerweile wird eine weitere gefährliche Quelle für die Entstehung von Lungenkrebs und weiterer Erkrankungen, wie Gefäßverengungen, vor allem in den Herzkranzgefäßen, führt massiv bekämpft. So wurden in allen öffentlichen Gebäuden ein Rauchverbot erlassen, das in zahlreichen Bundesländern auch zu einem Rauchverbot in Restaurants und Bars führte. Rauchen führt zu einer so starken radioaktiven Belastung der Lunge, dass davon ausgegangen wird, dass die durch das Rauchen inhalierten Radionuklide für rund 50 % aller insgesamt auftretenden Lungenkrebse (mit)verantwortlich sind.
Strahlenbelastung durchs Rauchen
Studie des BfS zur Kinderkrebserhöhung in der Umgebung von Kernkraftwerken
Am 10. Dezember 2007 wurde anlässlich einer Pressekonferenz in Berlin vom Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, eine vom Deutschen Kinderkrebszentrum in Mainz im Auftrag des BfS erstellte Studie zur Krebshäufigkeit von Kindern in der Umgebung von Kernkraftwerken veröffentlicht und sorgte für ein riesiges Medien- und Politikerecho:
Für diese Studie wurden im Umkreis von 5 km um 16 Kernkraftwerke (AKW) in 41 Landkreisen Kinder im Alter bis zu 5 Jahren untersucht und mit einer entsprechenden Kontrollgruppe verglichen. Die Daten wurden zwischen 1980 bis 2003 erhoben.
Studie des BfS zur Kinderkrebserhöhung in der Umgebung von Kernkraftwerken
Polonium-210
Von etwa Mitte November bis Mitte Dezember 2006 wurde die Öffentlichkeit im Zusammenhang mit der Ermordung des russischen Ex-Spions Alexander Litwinenko (gest. 23. Nov. 2006 in London) mit Meldungen über das Auffinden von Polonium 210, also der Substanz, mit der er vergiftetet wurde, stark irritiert. So meldete die Fluggesellschaft British Airways (BA) den Fund von Polonium 210 in einigen ihrer Maschinen. Außerdem wurden in einer Hamburger Wohnung Poloniumreste und sogar vier leicht kontaminierte Personen aus dem Umfeld eines betroffenen Russen (Dimitri Kowtun) festgestellt.
Polonium-210
Schmutzige Bombe
Unter einer schmutzigen Bombe, auch als radiologische Bombe bezeichnet, versteht man nach der Definition der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien einen konventionellen Sprengsatz, der bei seiner Explosion radioaktives Material, mit dem er gemischt worden war, in der Umgebung freisetzt. Die Diskussion um das Polonium 210, durch das der Russe Alexander Litwinenko in London am 23. November 2006 ums Leben kam, hat die Diskussion um die Möglichkeit des Einsatzes einer schmutzigen Bombe erneut ins Zentrum des Interesses gelenkt.
Schmutzige Bombe