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Künstliche Strahlenbelastung
Unter dem Kapitel "Natürliche Strahlenbelastung" wurde bereits die Menge und die Wirkung von Strahlung aus natürlichen Quellen beschrieben. Daneben gibt es auch noch eine Strahlenbelastung aus Strahlenquellen, die vom Menschen gemacht wurden.
Unter der künstlichen Strahlenexposition (Strahlenbelastung), versteht man die aus künstlichen Strahlenquellen herrührende Strahlenexposition des Menschen. Sie wird, wie im Strahlenschutz üblich, als effektive Äquivalentdosis mit der Maßeinheit Sievert bzw. Millisievert (mSv) angegeben.
Das Sievert ist eine biologische Einheit, die verschiedenen Arten von Strahlung mit verschiedenen Energien in ihrer Wirkung für die Entstehung von Leukämie und Krebs vergleichbar macht.
Die mittlere jährliche Strahlenbelastunge (Strahlenexposition) aus künstlichen Strahlenquellen in Deutschland beträgt rund 2 mSv - im Einzelnen:
Medizin (CT, Röntgen, Strahlentherapie, Nuklearmedizin): rund 1,9 mSV
Tschernobyl (v.a. Pilze, Beere, Wild): rund 0,016 mSv
Kernkraftwerke im Normalbetrieb: rund 0,01 mSv
Kohlekraftwerke: rund 0,002 mSv
Fall out früherer Kernwaffentests: rund 0,005 mSv
Während fast alle Menschen im Mittel tatsächlich der Wirkung der natürlichen Strahlung ausgesetzt sind, ist das bei der künstlichen Strahlung so nicht der Fall. Menschen, die z.B. oft einer Röntgen- oder CT-Untersuchung unterzogen wurden waren natürlich einer erheblich höheren Strahlendosis ausgesetzt als diejenigen, die noch nie oder wenig geröngt wurden. Dennoch haben beiden Gruppen im Mittel dieselbe Dosis abbekommen.
Die Strahlenbelastung in der Umgebung von Kohlekraftwerken ist oft um Einiges höher als in der Umgebung von Kernkraftwerken. Das rührt u.a. von den in dem Feinstaub befindlichen und über die Atmung gut aufnehmbaren Radionukliden des Urans und Thoriums her
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