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Kuipergürtel

Unter dem Kuipergürtel versteht man eine Anhäufung von über 70.000 Eis- und Gesteinsbrocken mit Durchmessern über 1.000 km. In dieser Region befindet sich auch der Zwergplanet Pluto.

Pluto hat  nach Neuberechnungen aufgrund der Daten der Raumsonde "New Horizons" einen Durchmesser von 2.370 km. Die Sonde flog am 14. Juli 2015 in einer Entfernung von rund 12.500 km am Pluto vorbei.

Der Kuipergürtel befindet sich auf einer Bahn um die Sonne in einer Entfernung von ca. 30 (rund 4,5 Mrd. km) bis etwas mehr als 50 Astronomischen Einheiten (AE) von der Sonne, also  hinter der Neptunbahn und vor der  Oortschen Wolke (1 AE = 149.597.871 km).
Der Kuipergürtel ist  wahrscheinlich der Ursprung von Kometen mit einer relativ kurzen Periode - kürzer als 200 Jahre - und einer Ellipsenbahn um die Sonne. Der Gürtel wurde nach Gerard Peter Kuiper (1905-1973), einem US-amerikanischen Astronomen niederländischer Herkunft, benannt. Kuiper sagte im Jahr 1951 aufgrund theoretischer Überlegungen voraus, dass es in unsrem Sonnensystem Hunderttausende von Himmelskörpern geben müsse.
Vor Kuiper wurde diese Häufung von Himmelskörpern jedoch schon im Jahr 1930 von Frederick C. Leonard postuliert und im Jahr 1947 von Kenneth Edgeworth vertieft.

Kometen aus dem Kuiper-Gürtel

In der Tabelle sind eine Reihe von bekannten oder wichtigen Objekten aufgeführt, die (wahrscheinlich) aus dem Kuiper-Gürtel stammen und damit eine Periodendauer von unter 200 Jahren besitzen.
Der bekannteste ist sicherlich der Halleysche Komet mit einer Umlaufdauer und damit Sichtbarkeit zwischen 75 und 77 Jahren. Das letzte Mal war er von der Erde aus im März 1986 sichtbar.
Die angegebenen Werte sind auf- bzw. abgerundet.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Komet bei jedem Durchgang in der Nähe der Sonne einen Teil ihrer Masse Materie durch den Übergang in den gasförmigen Zustand (Sublimation) verlieren. Dadurch werden sie bei jedem Umlauf
kleiner und können daher irgendwann nicht mehr beobachtet werden.

Bezeichnung Umlaufdauer Perihel Aphel
Encke 3,3 Jahre 0,3 AE 4,1 AE
Wilson-Harrington bzw. 4,3 Jahre 1 AE 4,3 AE
Schwassmann-Wachmann  5,4 Jahre 0,9 AE 5,2 AE
Wirtanen 5,4 Jahre 1,1 AE 5,2 AE
Tempel 1  5,5 Jahre 1, 5 AE 4,7 AE
Elst-Pizarro 5,6 Jahre 2,6 AE 3,7 AE
Wild 2 6,4 Jahre 1,6 AE 5,3 AE
Hartley 6,4 Jahre 1 AE 3,5 AE
Kopff 6,5 Jahre 1,6 AE 5,4 AE
d'Arrest  6,5 Jahre 1,4 AE 5,6 AE
Churyumov-Gerasimenko  6,5 Jahre 1,3 AE 5,7 AE
Giacobini-Zinner 6,6 Jahre 1 AE 6 AE
Harrington  6,8 Jahre 1,6 AE 5,6 AE
Borrelly  6, 8 Jahre 1,4 AE 5,8 AE
Brooks  6,9 Jahre 1,8 AE 5,4 AE
Holmes 6,9 Jahre 2 AE 5,2 AE
Harrington-Abell 7,5 Jahre 1,8 AE 5,9 AE
Wolf 8,2 Jahre 2,4 AE 5,7 AE
Whipple 8,5 Jahre 3,1 AE 5,3 AE
Shoemaker-Levy 9 11,7 Jahre 4,8 AE 5,5 AE
Schwassmann-Wachmann 1 14,7 Jahre 5,7 AE 6,3 AE
Tempel-Tuttle 33,2 Jahre 0,98 AE  19,6 AE
95P/Chiron 50,7 Jahre 8,4 AE 18,8 AE
Olbers 69,5 Jahre 1,2 AE 32,6 AE
Halley 75 bis 77 Jahre 0,97 AE 35,3 AE
Swift-Tuttle 135 Jahre 0,96 AE 51,7 AE

Perihel = der geringste Abstand von der Sonne (sonnennächster Punkt)
Aphel = der größte Abstand von der Sonne (sonnenfernster Punkt)
 
Anmerkung

Der Halleysche Komet ist sicherlich der bekannteste von den in der Tabelle dargestellten Objekten. Er besitzt eine Größe von rund 15 × 7 × 7 km
bei einer Masse von rund 200 · 1012 kg = 200 Milliarden Tonnen
Auf dem Kometen "Tempel 1" ließ mam im Verlauf des Projekts "Mission Deep Impact" am 4. Juli 2005 ein meist aus Kupfer bestehendes Objekt einschlagen

Quelle

Als Quelle für eine Reihe von Daten dienten das Minor Planet Center und der Comet Catalog von Seiichi Yoshida




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