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Wieskirche

Wies: Ansicht Wieskirche © goruma (V. Koppenwallner)

Seit ihrer Entstehung Mitte des 18. Jahrhunderts zieht die Wallfahrtskirche ”Die Wies”, mit der genauen Bezeichnung "Wallfahrtskirche zum gegeißelten Heiland auf der Wies" ein breites und sehr unterschiedliches Publikum an. Einerseits gilt die Kirche im bayrischen Pfaffenwinkel als ein Ort des Gebets und der Gottesverehrung für die meist katholischen Wallfahrer.

Andererseits zieht die ”Die Wies” auch eine Vielzahl von Architektur- und Kunstinteressierten an. Und tatsächlich – das prächtig ausgestattete Bauwerk gilt nicht umsonst als eines der schönsten Dokumente des deutschen Rokoko. Im Jahr 1983 wurde die Wieskirche in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Standort Wies, Gemeinde Steingaden im Pfaffenwinkel (Bayern)
Baumeister Johann Baptist und Dominikus Zimmermann
Bauzeit 1745-54
Besonderheiten Die Kirchengründung geht auf das so genannte “Tränenwunder“ zurück, laut welchem die zentrale Statue der Kirche, ein Gegeißelter Christus, echte Tränen vergossen haben soll.
Nutzung Die Kirche dient bis heute als Gotteshaus, in welchem regelmäßig Messen und zu der zahlreiche Wallfahrten stattfinden.
Adresse/Telefon
Pfarramt Wieskirche
Wies 12
86989 Steingaden
Telefon: 0049 - (0)8862 - 93 2 93-0
Öffnungszeiten Sommerzeit: täglich von 8:00 bis 19:00 Uhr
Winterzeit: täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr

Geschichte der Kirche

Altar Wieskirche © goruma (V. Koppenwallner)

Der Legende nach war eine wundersame Erscheinung der Anlass, auf einer eher unscheinbaren Wiese unweit des oberbayrischen Örtchens Steingaden im 18. Jahrhundert eine prächtige und heute weltweit bekannte Wallfahrtskirche errichten zu lassen.

Bei einer Karfreitagsprozession im Jahr 1732 wurde eine Figur des Gegeißelten Heilands mitgeführt, deren armseliges Aussehen die Betrachter stark bewegte. Die Figur war von Pater Magnus Straub und Bruder Lukas Schweiger im Kloster Steingaden gefertigt worden, wo sie kurz nach der Prozession zunächst in einer Kleiderkammer abgestellte wurde. 1735 wurde sie dem Klosterwirt übergeben und gelangte drei Jahre darauf schließlich auf den Hof der Bauersfamilie Lory in der Wies. Am 14. Juni desselben Jahres soll sich auf dem Hof der Bauernfamilie das so genannte “Tränenwunder“ ereignet haben: Die Bauernfamilie Lory glaubte zu sehen, dass der Figur des Gegeißelten Heilands echte menschliche Tränen aus den Augen flossen. Das “Tränenwunder“ löste eine Welle von Wallfahrten zu dem entlegenen Ort aus, dass bereits 1740 eine erste provisorische Kapelle in der Wies errichtet wurde. Dort wurde das Gnadenbild aufgestellt und am 17. März 1740 wurde die erste Wieskirche, an welche heute der Parkplatz angrenzt, dem Gegeißelten Heiland geweiht.

Der immense Pilgerstrom, der Menschen aus ganz Europa in die Wies führte, füllte die kleine Kapelle und den hinzugefügten hölzernen Anbau schnell bis an die Grenzen aus. So entschloss sich das Kloster der Steingadener Prämonstratenser schließlich zum Bau einer den Anforderungen entsprechenden Wallfahrtskirche. Unter der Leitung von Abt Marinus II. Mayer wurde sie von den Baumeister-Brüdern Dominikus und Johann Baptist Zimmermann zwischen 1745 und 1754 erbaut. Die Zimmermanns schufen mit der Wieskirche ein architektonisches Kleinod im Rokoko-Stil, welches von dem Schriftsteller Peter Dörfler als ein “Stück Himmel auf dieser leidvollen Erde“ bezeichnet wurde. Parallel zum Bau der Kirche entstand ein Wohnhaus zur Betreuung der Wallfahrer.

Im Jahr 1749 wurde der erste Bauabschnitt der Wallfahrtskirche, der heutige Chorraum, vollendet und das Gnadenbild in die halbfertige, neue Kirche überführt. In den darauf folgenden fünf Jahren wurde das Kirchenschiff errichtet und ausgestaltet. Nach der feierlichen Weihung der Kirche zu Ehren des Gegeißelten Heilands im Jahr 1754 begannen die Arbeiten an den beiden Seitenaltären. 1758 wurde der Altar des Hl. Petrus vollendet, im darauf folgenden Jahr wurde der Altar der Hl. Magdalena fertig gestellt.

Vor allem ländliche Künstler waren am Bau der Wieskirche beteiligt; sie schufen ein Bauwerk von höchster Qualität, die bis in das letzte Detail reicht und dessen spielerischer Formenreichtum vor allem Freude bereiten und die Gnade Gottes widerspiegeln sollte.1757 wurde die erste große Orgel in der Wallfahrtskirche aufgestellt. Im Jahr darauf erhielt der Hochaltar seinen großen krönenden Baldachin.

Im Zuge der Säkularisation wurde die Wieskirche im Jahr 1803 vorläufig geschlossen und sollte zum Abbruch versteigert werden. Die ortsansässigen Bauern erreichten jedoch durch Bittschriften und persönliche Opfer letztendlich den Erhalt und die Wiedereröffnung der Kirche. 1823 wurden die Deckenfresken renoviert und 1831 begannen umfassende Instandsetzungsarbeiten, unter anderem am Kirchendach sowie an den Fenstern, und weitere Ausbesserungsarbeiten am Hauptfresko. Zwischen 1903 und 1907 wurden die Raumschale und die Deckenbilder restauriert. Nach dem Krieg und der mangelnden Pflege der Kirche während des Nationalsozialismus erfolgten 1949 weitere Ausbesserungsarbeiten an den Innenraumdekorationen und in den 1960er Jahren wurde die Außenfassade erneuert. Im Jahr 1971 wurde das Deckenbild erneut ausgebessert.

1983 wurde die Wallfahrtskirche in der Wies in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen; von 1985 bis 1991 unterzog man das Bauwerk einer intensiven Befundsuntersuchung und es fand eine Wiederherstellung des Original-Zustands der Kirche im 18. Jahrhundert statt. Die Gesamtkosten für diese umfassende Restaurierung betrugen seinerzeit rund 10, 6 Millionen DM. Nach der langen Restaurationsphase wurde die Wieskirche am 5. Mai 1991 feierlich wieder eröffnet.

Etwa 200 Wallfahrtsgruppen besuchen jährlich die Wieskirche. Kirchenmusikalische Konzerte, festliche Gottesdienste und nicht zuletzt die Kunstinteressierten, die immer wieder aufs Neue anreisen, um das Rokoko-Kleinod im Pfaffenwinkel zu bewundern, sorgen weiterhin für reges Leben in der kleinen Wallfahrtskirche.

Beschreibung der Kirche

© goruma (V. Koppenwallner)

Die Wallfahrtskirche “in der Wies“ gilt die schönste und "betörendste" Rokoko-Kirche im deutschsprachigen Raum. Kunst- und Architekturkenner nennen sie auch das “Raum-Wunder“ von Wies - ihr dekorativer Reichtum und ihre Feinheit im Detail sind von anderen Bauten jener Epoche unerreicht geblieben. In der Wieskirche verbinden sich die heitere Leichtigkeit und lebendige Dynamik des Spätbarocks mit der Tiefe des wohl bedeutendsten theologischen Themas des Christentums, die Erlösung des Menschen durch die Leiden und den Tod Christi.

Die Kirche liegt auf einer kleinen Anhöhe inmitten einer Wiese und ist mit ihrer weißen Tünchung schon von Weitem sichtbar. Die Architektur und Innenausstattung sind ganz von der Idee der Wallfahrt bestimmt, sie handelt von Leid, Buße und der Freude der Erlösung.
Der Grundriss der Wieskirche entspricht einer kleineren Wallfahrtskirche, die der Baumeister Dominikus Zimmermann bereits wenige Jahre zuvor im baden-württembergischen Steinhausen gebaut hatte. Um 1750 legte er das achteckige Langhaus an. Das Kirchenschiff wird im Osten von einem Chor mit Apsis und gen Westen mit einer halbkreisförmigen Vorhalle gesäumt. ZImmermann hatte damit das traditionelle lateinische Kirchenkreuz aus Lang- und Querbau zugunsten einer ovalen und damit weicheren, architektonischen Form aufgehoben.

Die hohen Fenster gewähren großzügig den Einfall von Tageslicht, das die helle Innenfassung des Kirchenraums erstrahlen lässt. Die Seitenschiffe greifen die Ellipse des Hauptraums auf und werden durch Säulenpaare vom Kirchenschiff abgegrenzt. Diese Säulengalerie scheint die Begrenzung des Kirchenschiffs durch die Außenmauern perspektivisch aufzuheben. Der Chorumgang ist so angelegt, dass er den kreisförmigen Durchzug der Wallfahrer erleichtert. Oberhalb des Chores erheben sich beidseitig Emporen mit Arkaden, die von farbigen Marmorsäulen getragen wird.

Die Stuckarbeiten stammen weitestgehend aus der Werkstatt von Dominikus Zimmermann, die Fassung des Rocaille-Stucks, der sich über die ganze Wölbung der Kirche ausbreitet und in die Deckengemälde eingreift, wird wiederum Bernhard Ramis und seinem Sohn Judas Thaddäus zugeschrieben.
Das Bezeichnende der Wieskirche ist ihre heitere und lebendige Atmosphäre; das Tageslicht erzeugt in Verbindung mit der weißen Innenfassung spannende und dynamisch wandernde Farbeffekte, die durch die kräftig kolorierten Gemälde, Säulen und kleineren Details weiter intensiviert werden. So stellen beispielsweise die blau-marmorierten Stucksäulen des doppelgeschossigen Chorumgangs einen spannenden Kontrast zu dem rot-marmorierten Hochaltar mit seinem blauen Baldachin her. Aegid Verhelst hatte für den Hochaltar die weiß gefassten Schnitzfiguren, unter anderem den Hl. Jessaias und den Hl. Malachias sowie die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes bei den Säulen als Schnitzfiguren angefertigt. Der Tiroler Bildhauer Anton Sturm schuf für die Pfeilerpaare der Querachse vier überlebensgroße Holzfiguren der Kirchenväter Hieronymus, Ambrosius, Augustinus und Gregor des Großen. Die vier Kirchenväter wurden zwei Jahre darauf weiß gefasst und zusammen mit den Seitenaltären vergoldet.

Im unteren Teil des Hochaltars befindet sich das Gnadenbild des Gegeißelten Christus, auf dessen “Tränenwunder“ die Kirchengründung in der Wies zurückgeht. 1756 wurden von Dominikus Bergmüller die Seitenaltäre errichtet. Für den nördlichen Seitenaltar gestaltete Johann Georg Bergmüller, seinerzeit Direktor der Augsburger Kunstakademie, das Altarbild einer büßenden Magdalena. Das Altarblatt am südlichen Seitenaltar wurde von dem Augsburger Joseph Mages geschaffen und zeigt die Reue des hl. Petrus. Das Hauptaltarbild zu Ehren des Hl. Petrus wurde von dem seinerzeit als Münchner Hofmaler angestellten Balthasar August Albrecht gestaltet.

Die bedeutendste Darstellung der Kirche, das Deckengemälde von Johann Baptist Zimmermann, stellt den wiederkommenden Christus und die Versöhnung mit der Welt durch die göttliche Gnade dar. Die Kanzel wurde 1756 und 1757 nach den Entwürfen von Dominikus Zimmermann erbaut. Parallel dazu wurde die barocke Orgel mit ihren silbernen Pfeifen von Andreas Jäger errichtet.

“Die Wies“ war seinerzeit eine architektonisch hochmoderne Kirche. Das Bildprogramm ist als ein eindeutiges Aufbegehren gegen den damaligen Zeitgeist der Aufklärung und der Säkularisierung zu verstehen, da vielen Zeitgenossen der Kirchenbau auf einer entlegenen Wiese im Pfaffenwinkel als ein völlig unnützes Unterfangen galt. Kulturgeschichtlich diente die Wieskirche den Katholiken jedoch seinerzeit als ein wichtiges Medium der Selbstvergewisserung und als Bestätigung ihres Glaubens. Von der südlichen Steiermark bis ins nördliche Bayern wurden dem Gegeißelten Heiland auf der Wies über 100 Kirchen und Altäre geweiht und es entstanden rund 1.500 Kopien des Gnadenbilds.

Nutzung, Öffnungszeiten

Die Wallfahrtskirche “in der Wies“ ist: 
während der Sommerzeit täglich von 8:00 bis 19:00 Uhr, 
während der Winterzeit täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr zur Besichtigung geöffnet. 
An Sonn- und kirchlichen Feiertagen finden jeweils um 8:00 Uhr, um 9:30 Uhr und um 11:00 Uhr katholische Gottesdienste statt. 
Jeden Samstag um 10:00 Uhr finden die allgemeinen Wallfahrtsmessen statt.

Das Pfarramt Wieskirche bietet von Montag bis Samstag - außer an kirchlichen Feiertagen und während der Messzeiten - Führungen durch die Wallfahrtskirche an. 
Führungen beginnen bei entsprechender Anmeldung und Teilnehmerzahl um 10:00 Uhr, 11:00 Uhr, 14:30 Uhr oder 15:30 Uhr. 
Anmeldungen zu den Führungen können telefonisch unter 0049-(0)88 62 – 93 29 30 vorgenommen werden. 
Einzelpersonen können telefonisch die Termine bereits geplanter Führungen erfragen und sich diesen anschließen. 
Die Führungen dauern etwa 30 Minuten; der Eintritt ist frei, es wird aber um eine Spende nach eigenem Ermessen für die Erhaltung der Wieskirche gebeten.

Außerhalb dieser Zeiten können kostenpflichtige Führung in den Sprachen deutsch, englisch, französisch und italienisch über die Touristinformation Schongau gebucht werden. 
Die Reservierung erfolgt telefonisch unter 0049- (0)88 6 - 214 333 oder per E-Mail an touristinfo@schongau.de .

Während der Gottesdienste und offiziellen Führungen ist eine Besichtigung der Kirche nicht möglich.

Rollstuhlfahrern und Personen mit Kinderwagen gewährt der stufenlose Eingang auf der Südseite einen problemlosen Zugang zur Kirche. 
Blinden Besuchern ist der Zutritt zur Kirche auch mit Hund gestattet. Nach der Führung steht blinden Besuchern ein Modell der Wieskirche im Maßstab 1:100 bereit, das abgetastet werden kann.

Weitere Informationen erteilt das Pfarramt Wieskirche telefonisch unter 0049-(0)88 62 – 93 29 30. 
Das Pfarrbüro ist von Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 12:00 Uhr sowie von 13:00 bis 17:00 Uhr und freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr besetzt.

Von Mai bis Oktober lädt die Wieskirche jeden Mittwoch ab 8:15 Uhr ein zu einem “Tag in der Wies.“ Der Tag beginnt mit dem Morgengebet. Im Anschluss an die Wallfahrtsmesse um 10:00 Uhr findet um 11:00 Uhr eine Kirchenführung statt. Um 11:45 Uhr wird eine musikalische Meditation angeboten. Eine zweite Kirchenführung beginnt um 15:15 Uhr und das Pilgergebet um 16:00 gibt ein Geleit auf den Heimweg. Für den “Tag in der Wies“ ist keine Anmeldung im Vorfeld notwendig.

Das Pfarramt Wieskirche bietet eine Vielzahl verschiedener Fußwallfahrten zum Gegeißelten Heiland an. Je nach Wunsch können Wanderungen von 20 Minuten bis zu 2,5 Stunden zur Wies zurückgelegt werden. Es stehen in der Umgebung zahlreiche Pkw- und Busstellplätze zur Verfügung; dort beginnen die einzelnen Wanderungen. Einige der Wege sind im Winter nicht begehbar.

Die Wanderung von Ilgen über Schwarzenbach zur Wieskirche dauert bei 10 km etwa 2,5 Stunden. Die Wanderungen von Steingaden über Hiebler und Brettlesweg zur Wieskirche, von Steingaden über den Prälatenweg zur Wieskirche oder von Steingaden über Litzau zur Wieskirche dauern bei jeweils 4,5 km etwa 75 Minuten. Die Wallfahrt von Steingaden über Hiebler und die Teerstraße zur Wieskirche dauert bei 5 km etwa 75 Minuten. Die Wallfahrt von der Katholischen Landvolkshochschule über Schwarzenbach zur Wieskirche dauert bei etwa 1,5 km 20 Minuten. Die Wanderung von Wildsteig über Holz zur Wieskirche dauert bei 4 km etwa 1,5 Stunden.

Es besteht für Besucher die Möglichkeit, selbst eine Wallfahrtsandacht zu halten. 
Eine terminliche Absprache unter 0049-(0) 88 62 – 93 29 30 ist für eine persönliche Wallfahrtsandacht notwendig.

Darüber hinaus finden in der Wieskirche regelmäßig Konzerte statt. 
Informationen zu den Abendkonzerten sind mittwochs von 10:00 bis 12:00 sowie freitags von 17:00 bis 19:00 Uhr telefonisch unter 0049- (0)88 62- 10 62 erhältlich. 
Die Eintrittspreise betragen zwischen 9,- und 12,- €. 
Das Programm der Konzertreihe “Festlicher Sommer in der Wies“ ist bei der Tourist Information Schongau telefonisch unter 0049- (0)88 61- 214 181 zu erfragen.
Das Programm der Konzertreihe “Musik im Pfaffenwinkel“ ist montags bis freitags von 9:00 bis 12:00 Uhr telefonisch bei der zentralen Vorverkaufsstelle “Musik im Pfaffenwinkel“ unter 0049-(0)88 61-93 580 oder per E-mail an info@musik-im-pfaffenwinkel.de  zu erfragen.

Zahlreiche Gasthöfe in unmittelbarer Nähe zur Wieskirche bieten Besuchern und Wallfahrern ein breites kulinarisches Angebot mit vielen regionalen Spezialitäten an. 
Der Gasthof Schweiger beispielsweise verfügt über 100 Plätze und eine eigene Konditorei. Der Gasthof ist täglich von 9:00 bis 19:00 geöffnet und telefonisch unter 0049- (0)88 62- 61 16 zu erreichen. 
Der Gasthof Moser liegt ebenfalls direkt an der Wieskirche und verfügt über 160 Plätze. 
Der Gasthof ist von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, Mittwoch ist Ruhetag. Telefonisch ist der Gasthof Moser unter 0049- (0)88 62- 503 zu erreichen.

Besonderheiten

© goruma (V. Koppenwallner)

Im Jahr 1983 wurde die Wieskirche zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Ihre Bedeutung als Symbol religiöser Kultur in Zeiten der Säkularisierung ist unbestritten. Vor allem gilt sie jedoch als ein Meisterwerk menschlicher Schöpfungskraft und es ist die gestalterische Ausdruckskraft des Spätbarocks, welche sowohl die Architektur als auch die reiche Innenausstattung der Wallfahrtskirche “Die Wies“ einzigartig macht

Baumeister

Die Gebrüder Zimmermann stammen aus dem kleinen Dorf Gaispoint, das zum Kloster Wessobrunn im Landkreis Weilheim-Schongau gehörte. Sie zählen zu den größten Künstlern des bayerischen Rokoko und gelten als Hauptvertreter der "Wessobrunner Epoche".

Dominikus Zimmermann wurde im Jahr 1685 geboren und war vorrangig als Stuckateur, Marmorierer und Baumeister tätig. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde er von Johann Schmuzer ausgebildet und arbeitete unter anderem in Füssen bei J. J. Herkomer. 
Im Jahr 1716 erwarb er in Landsberg das Bürgerrecht. Dominikus Zimmermann war unter anderem in Fischingen in der Schweiz, in Biberbach, Buxheim, Gutenzell, Maria Medingen, Landsberg, Neresheim, Steinhausen und Günzburg tätig.

Die Wieskirche gilt als Krönung seines künstlerischen Schaffens. Zum Dank für die glückliche Vollendung der Kirche stiftete er seinerzeit ein von ihm selbst gemaltes Votivbild, das den frommen Meister vor dem Gegeißelten Heiland kniend darstellt. Der Baumeister errichtete sich neben seinem Lebenswerk, der Wieskirche, ein Wohnhaus, in welchem er im Jahr 1766 verstarb.

Johann Baptist Zimmermann wurde im Jahr 1680 geboren und war vorrangig als Freskenmaler und Stuckateur tätig. Seine atemberaubenden Gemälde sind unter anderem in Andechs, im Schloss Nymphenburg, in Wemding, Weyarn und im Stift Herrenchiemsee zu bewundern. Für das Deckenfresko der Wieskirche, deren theologisches Programm von Heilung, Vergebung und Vollendung handelt, ließ er sich von den Steingadener Chorherren inspirieren. Johann Baptist Zimmermann verstarb im Jahr 1785 als Hofmaler in München.




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