Aachener Dom
Nachdem Kaiser Karl der Große um 800 n. Chr. Aachen zum Mittelpunkt seines Reiches gemacht hatte, folgte schnell ein Kirchenbau, der wegweisend für die architektonische Entwicklung im nördlichen Europa wurde. Die Pfalzkapelle des Kaisers, die Marienkirche, ist der Kernbau des heutigen Aachener Doms. Nach dem Tod Karls blieb der Aachener Dom über 600 Jahre als Krönungsort der römisch-deutschen Könige.
Aachener Dom
Bamberger Dom
Der Bamberger Dom St. Peter und St. Georg ist der (Erz)Bischofssitz des Erzbistums Bamberg und gehört zu den großen Kulturgütern des deutschen Mittelalters. Der Dom beherbergt nicht nur das Grab des einzigen heilig gesprochenen Kaiserpaars des Heiligen Römischen Reichs, Heinrich II. und dessen Frau Kunigunde, sondern auch das einzige Papstgrab nördlich der Alpen.
Bamberger Dom
Bauhaus in Dessau und Weimar
Mit seinem Plädoyer für eine praktische, preiswerte und zweckmäßige Architektur revolutionierte Walter Gropius die Ästhetik der Moderne. Die Bauhaus-Künstler versuchten mit ihren Häusern, Möbeln und Haushaltsgeräten den Bedürfnissen des Menschen zu entsprechen. Ein Objekt galt den Vertretern der Bauhausarchitektur als schön, wenn es praktisch und erschwinglich war.
Bauhaus in Dessau und Weimar
Bergwerk Rammelsberg bei Goslar
Über 1.000 Jahre lang wurde im Bergwerk Rammelsberg Erz abgebaut. Das wertvolle Rohstoffvorkommen an jenem Berg südlich von Goslar verhalf der Stadt im Mittelalter zu großem Reichtum und dem Ruhm einer Kaiserpfalz. Zwei Jahrhunderte lang galt Goslar als heimliche Hauptstadt des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation.
Bergwerk Rammelsberg bei Goslar
Bode-Museum in Berlin
Kaum ein anderes Bauwerk in Deutschland kann auf einen derartig langen Restaurationsprozess zurückblicken wie das Bode-Museum: Seit Kriegsende war man mit nur kurzen Unterbrechungen damit beschäftigt, den neobarocken Repräsentationsbau wieder herzustellen.
Bode-Museum in Berlin
Bremer Rathaus und Roland
Das Rathaus und der Roland in Bremen ergeben gemeinsam ein symbolträchtiges steinernes Ensemble, mit dem sich die Bürger der Stadt seit rund 600 Jahren identifizieren. Der Ritter Roland, gilt als Wahrzeichen der Stadt und behauptet seit dem frühen 15. Jahrhundert den Bremer Marktplatz, um der Kaisertreue der Stadt und ihrer Unabhängigkeit von der Kirche Ausdruck zu verleihen. Nahezu zeitgleich wurde vis à vis des steinernen Helden das Rathaus, der “Tresor“ der Bürgerfreiheit, errichtet.
Bremer Rathaus und Roland
Fürst Pückler Park in Bad Muskau
Er galt als ein wahrlich Besessener, als Enfant Terrible der feinen Gesellschaft und als Casanova, der keine Frau und kein Duell ausließ: Hermann Fürst Pückler- Muskau war ohne Zweifel eine der schillerndsten Figuren seiner Zeit. Letztlich kannte er jedoch nur eine wahre Liebe, und diese galt der Natur- und Landschaftsgestaltung.
Fürst Pückler Park in Bad Muskau
Gartenreich Dessau-Wörltz
Das Gartenreich Dessau-Wörlitz ist nicht nur eine der größten Parkanlagen Deutschlands, es beherbergt auch sowohl im Gartenbereich als auch in den Schlössern eine Kunstsammlung von enormer kultureller und historischer Bedeutung. Gleichzeitig ist das Gartenreich Dessau-Wörlitz in seiner Gestaltung untrennbar mit der Philosophie der Aufklärung und den entsprechenden reformpädagogischen Konzepten des einstigen Fürsten und Landschaftsgestalter Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau verbunden. Im Jahr 2000 wurde das Gartenreich Dessau-Wörlitz die UNESCO-Liste des Weltkultur- und Naturerbes aufgenommen.
Gartenreich Dessau-Wörltz
Grube Messel
Die Grube Messel im hessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg besitzt eine bewegte Geschichte von rund 350 Millionen Jahren – darauf lassen zumindest die Gesteinsschichten des dort vorkommenden Ölschiefers sowie die zahlreiche Fülle an Fossilien schließen.
Nach einer Jahrtausende andauernden Entwicklung vom Maarvulkan über einen Moorkrater bis hin zum Trockenmaar entdeckte man letzendlich im 19. Jahrhundert die nützlichen Seiten des dabei entstandenen Ölschiefers und errichtete in der Grube Messel einen Tagebau zur Gewinnung des Rohstoffs.
Grube Messel
Hildesheimer Dom (Dom Mariä Himmelfahrt) und Klosterkirche St. Michael
Der Dom Mariä Himmelfahrt zu Hildesheim und die Klosterkirche der einstigen Benediktinerabtei St. Michael zeugen vom Kunsthandwerk und der imposanten Architektur romanischer Sakralbauten um die Jahrtausendwende. Insbesondere die unter Bischof Bernward entstandenen Bronzegüsse sowie die von ihm entworfene geometrisch- symmetrische Konzeption der Klosterkirche haben Hildesheim bis ins 15. Jahrhundert zu einem der bedeutenden, kulturellen Zentren Niedersachsens gemacht.
Hildesheimer Dom (Dom Mariä Himmelfahrt) und Klosterkirche St. Michael
Insel Reichenau am Bodensee
Die Reichenauer Benediktinerabtei gilt als ein Musterbeispiel frühmittelalterlicher Klosterarchitektur in Mitteleuropa. Das Kloster auf der im Bodensee gelegenen Insel wurde im Jahr 724 gegründet und zählt neben St. Gallen und Fulda zu den bedeutendsten Klöstern der karolingischen Epoche.
Insel Reichenau am Bodensee
Kaiser- und Mariendom zu Speyer
Der Kaiser- und Mariendom zu Speyer ist die weltweit größte noch erhaltene romanische Kirche. Acht Kaiser und Könige sowie deren Gemahlinnen und andere Adlige fanden im Dom zu Speyer ihre letzte Ruhe.
Von beeindruckenden Ausmaßen ist auch die Krypta, die als größte erhaltene Säulenhalle der Romanik gilt. Nachdem der Dom im 18. und frühen 19. Jahrhundert große Schäden erlitt, wurde er im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut.
Kaiser- und Mariendom zu Speyer
Kloster Lorsch
Die einstige Benediktinerabtei und das ehemalige Kloster Altenmünster im südhessischen Lorsch gehören mit ihrer karolingischen Tor- oder Königshalle zu den bedeutendsten Relikten vorromanischer Baukunst. Die prachtvollen Dekorationen an der Fassade und im Obergeschoss zeugen von der baulichen Qualität des einst so bedeutenden und einflussreichen Klosters.
Kloster Lorsch
Kloster Maulbronn
Die ehemalige Zisterzienserabtei in Maulbronn zählt zu den wenigen, vollständig erhaltenen Bauwerken des Mittelalters. Das Kloster, welches einen unnachahmlichen architektonischen Mix aus Romanik und Gotik in sich vereint, zeugt von der Geschichte eines katholischen Mönchsordens, der sich zunächst ganz dem Weltlichen zu entziehen versuchte und später zum kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Zentrum im südwestdeutschen Raum wurde.
Kloster Maulbronn
Kölner Dom
Er gilt als die ewige Baustelle der Stadt Köln und gleichzeitig als ein absolutes Meisterwerk gotischer Architektur: Der Kölner Dom hat im deutschsprachigen Raum eine unbestrittene Vorrangstellung unter den Gotteshäusern. Unzählige Sagen um Gott und den Teufel ranken sich um den Bau, der u.a. den Reliquienschrein der Heiligen Drei Könige beherbergt.
Kölner Dom
Museumsinsel Berlin
Die Museumsinsel stellt ein in Europa einzigartiges Museumsensemble dar. Innerhalb von rund 100 Jahren entstanden hier auf dem nördlichen Teil der Spreeinsel in Berlin fünf der bedeutendsten Staatlichen Museen zu Berlin. Schnell brachten die monumentalen, klassizistischen Bauten des Alten und Neuen Museums sowie der Alten Nationalgalerie der Stadt den liebevollen Spitznamen “Spree-Athen“ ein. Mit dem Bodemuseum wurde die Museumsinsel um die Jahrhundertwende um ein weiteres Museums erweitert, das Pergamonmuseum machte 1930 das Ensemble komplett. Am 16. Oktober 2009 wurde das "Neue Museum", das im Krieg stark zerstört worden war, in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel feierlich wiedereröffnet. Damit sind seit 1939 zum ersten Mal wieder alle fünf Museen der Öffentlichkeit zugänglich.
Museumsinsel Berlin
Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg
Quedlinburg gilt als eine der Gründungsstätte der deutschen Nation: Es wurde der jugendlichen Herzog Heinrich von Sachsen im Jahr 919 von den deutschen Stämmen gebeten, die Königskrone zu übernehmen So wurde König Heinrich I. der erste deutsche Reichsgründer. Er lebte bevorzugt in Quedlinburg. es sei erwähnt, dass Heinrich einer der wenigen deutschen Könige war, der nicht zum Kaiser gekrönt wurde.
Quedlinburg war im 10. Jahrhundert eine der größten deutsche Städte. Dorothea Erxleben, die 1754 geboren wurde, lebte hier. Klopstock wurde in Quedlinburg geboren. Viele Werke von Feininger (geb. 17. Juli 1871 in New York, † 13. Januar 1956 in New Yok) sind in Quedlinburg zu besichtigen Die romantische Altstadt fasziniert jeden Besucher mit ihren Handwerker- und Bürgerhäusern und zeigt eine einmalige Städtebaukunst.. Man findet in der historischen Altstadt 1200 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten. Die Straßen haben noch Kopfsteingepflaster, die Gassen sind verwinkelt und man findet überall kleine Plätze. Das Renaissance-Rathaus und die Roland-Statue befinden sich am Marktplatz.
Der historische Stadtkern Quedlinburgs nimmt in Deutschland die größte Fläche eines UNESCO-Welterbes einDie Innenstadt besteht aus Fachwerkhäusern und zeigt bestens die Entwicklung der Stil- und Zeitepochen des Fachwerkbaus. Die Quedlinburger Altstadt gehört seit 1994 zum UNESCO-Welterbe.
Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg
Berlin: Unesco-Weltkulturerbe - Siedlungen der Moderne
Auf ihrer 32. Sitzung am 7. Juli 2008 in Quebec/Kanada nahm die Unesco die "Siedlungen der Moderne" in Berlin in den Kreis der UNESCO-Weltkulturerbestätte auf. Es ist das erste Mal, dass "normale" Wohnsiedlungen von der Unesco mit dem Prädikat "Weltkulturerbestätte" ausgezeichnet wurden.
Berlin: Unesco-Weltkulturerbe - Siedlungen der Moderne
Schlösser Augustusburg und Falkenlust bei Brühl
Ursprünglich war das Schloss Augustusburg im Osten der Stadt Brühl lediglich als ein Jagdschlösschen und privates Refugium für den Kölner Erzbischof und Kurfürsten Clemens August I. gedacht. Der stilistische Wandel vom Barock zum Rokoko hin ließ das Lustschloss jedoch im Laufe seiner Errichtung zu einer prachtvollen Residenz auswachsen, die heute zu den opulentesten Zeugnissen des deutschen Rokokos in der Rhein-Region zählt.
Schlösser Augustusburg und Falkenlust bei Brühl
Trierer Dom
Der Trierer Dom ist die älteste Kirche Deutschlands und die Mutterkirche des Erzbistums Trier. Seit fast 1700 Jahren ist die Kirche der Versammlungsort der christlichen Gemeinde zu Trier; daher gilt der Dom zu Trier gemeinhin als Ausgangsstätte des nordeuropäischen Christentums. Das Bauwerk vereint die wesentlichen Epochen europäischer Bau- und Kunstgeschichte und wurde im Jahr 1986 gemeinsam mit weiteren Bauwerken der Trierer Altstadt in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Trierer Dom
Völklinger Hütte
Über hundert Jahre lang stellte die Völklinger Hütte das Zentrum der saarländischen Schwerindustrie dar. Das Eisenwerk galt aufgrund ihrer optischen Erscheinung lange als “Kathedrale der Arbeit“ und ist untrennbar mit dem Namen Röchling verbunden. Heute gilt die Völklinger Hütte als einer der wichtigsten Besuchermagneten auf der europäischen “Route der Industriekultur“ und dient als pulsierender Schauplatz zahlreicher Kunstprojekte und kultureller Veranstaltungen. Im Jahr 1994 wurde die Völklinger Hütte als weltweit erstes Industriedenkmal in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Völklinger Hütte
Wartburg bei Eisenach
„Wart’, Berg – du sollst mir eine Burg tragen“ – so soll Ludwig der Springer dem Mythos nach ausgerufen haben, als er um 1067 den Berg erblickte, der seither über der Stadt Eisenach im Thüringer Wald die Wartburg trägt. Doch nicht nur das Adelsgeschlecht der Ludowinger ist untrennbar mit der Geschichte der Wartburg verknüpft.
Wartburg bei Eisenach
Wieskirche
Seit ihrer Entstehung Mitte des 18. Jahrhunderts zieht die Wallfahrtskirche ”Die Wies”, mit der genauen Bezeichnung "Wallfahrtskirche zum gegeißelten Heiland auf der Wies" ein breites und sehr unterschiedliches Publikum an. Einerseits gilt die Kirche im bayrischen Pfaffenwinkel als ein Ort des Gebets und der Gottesverehrung für die meist katholischen Wallfahrer.
Wieskirche
Würzburger Residenz
Die Würzburger Residenz fasst die Ergebnisse der großen abendländischen Architekturströmungen des 18. Jahrhunderts - französische Schlossarchitektur, Wiener Barock und oberitalienischer Palast- und Sakralbau - zu einem Gesamtkunstwerk von erstaunlicher Universalität zusammen. Die Baumeister und Künstler unter dem leitenden Architekten Balthasar Neumann schufen eine unvergleichliche Raumfolge und statteten diese in kongenialer Weise aus.
Würzburger Residenz
Zeche Zollverein Essen
Die Zeche Zollverein im Essener Norden war einst das größte Steinkohlebergwerk Europas. Für 5000 Bergleute und ihre Familien diente die “schönste Zeche des Ruhrpotts“ als Arbeitsplatz und Lebensmittelpunkt.
Das förderungsstarke Bergwerk beeinflusste die städtische Entwicklung Essens enorm. Als Lieferant von Kokskohle für die Schwerindustrie machte sie das Ruhrgebiet zum industriellen Zentrum Westdeutschlands. 1986 wurde Zollverein stillgelegt und zum Industriedenkmal erklärt. Im Jahr 2001 erfolgte die Aufnahme der Zeche Zollverein in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.
Zeche Zollverein Essen
Wattenmeer
Am 26. Juni 2009 wurde das Wattenmeer von dem Welterbekomitee der Unesco in Sevilla als neues Weltnaturerbe in die Liste der Unesco- Welterbestätten aufgenommen.
Das neue Weltnaturerbe umfasst insgesamt eine Fläche von 9.800 km2 und umfasst das Wattenmeer vor den Küsten der Niederlande, von Niedersachsen sowie von Schleswig Holstein. Teile des jetzigen Weltnaturerbes waren bereits vorher als Nationalparks ausgewiesen, so in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Wegen der beabsichtigten Elbverertiefung auf ca. 17 m gehört der Nationalpark "Hamburgisches Wattenmeer" vorerst nicht zum Weltnaturerbe, auch der Nationalpark Wattenmeer in Dänemark - in dem ca. 13% der Wattfläche liegen - gehört (derzeit) noch nicht dazu. Das Gebiet des UNESCO-Welterbes reicht von der Insel Texel in den Niederlanden bis nach List im Norden der Insel Sylt - über 1.000 km.
Neben der Grube Messel ist das Wattenmeer übrigens des zweite deutsche Weltnaturerbe - von den insgesamt 32 deutschen Welterbestätten.
Maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung des Komitees der UNESCO hatte der Vorsitzende des so genannten "Wattensekretariats, der gebürtige DäneJens Enemark - mit einer Niederländerin verheiratet und in Deutschland tätig.
Wattenmeer