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Bau- und Kunststile

Fast jeder, der beispielsweise vor einer gotischen Kirche, einem Barockschloss, einer Moschee oder einer Skulptur des Manierismus steht, fragt sich spätestens dann, was eigentlich unter diesen Begriffen zu verstehen ist, was sie auszeichnet oder von anderen Stilrichtungen unterscheidet. Und viele Menschen interessieren sich zusätzlich dafür, in welche Kulturepoche ein bestimmtes Kunstwerk einzuordnen ist.

Barock

Die Stilepoche des Barock trat im 17. und 18. Jahrhundert, von Italien ausgehend, in Europa auf und löste die Renaissance sowie den Manierismus als vorangehende Stile ab. Der aus dem französischen stammende Begriff "baroque" bedeutete ursprünglich "unregelmäßig", "schief".

 




Byzantinisch

Im Jahr 324 gründete Kaiser Konstantin der Große (280-337) an der Stelle der alten Stadt Byzantion die nach ihm benannte Stadt Konstantinopel als neue römische Hauptstadt. Die Stadt war politischer, religiöser und wirtschaftlicher Mittelpunkt des Byzantinischen Reichs und wurde neben Rom zur zweiten Hauptstadt des Römischen Reichs erhoben.

 




Gotik

Die Gotik findet ihren Ursprung im Frankreich des 12. Jahrhunderts und wird allgemein als selbstständigste Stilepoche des Abendlandes seit der Antike bezeichnet. Der Epochenname Gotik geht auf Giorgio Vasari (1511-1574), einen italienischen Hofmaler der Medici, und die Kunstauffassung zur Zeit der Renaissance zurück.




Griechische Antike

Unter dem Begriff Griechische Antike versteht man allgemein die Zeitspanne von circa 1200 v. Chr. bis 146 n. Chr. Die Epoche des antiken Griechenlands umfasst folglich etwa ein ganzes Jahrtausend.Die antike griechische Geschichte beginnt mit der großen Wanderung der griechischen Stämme nach Hellas, dem heutigen Griechenland.




Historismus

Im kunsthistorischen Sinn versteht man unter der Bezeichnung Historismus das Aufgreifen und Bearbeiten vorangegangener Stile. Die Epoche des Historismus ist zeitlich zwischen Barock und Biedermeier einzuordnen. Sie findet ihre Anwendung vor allem in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts. Im kulturhistorischen Sinn ist der Historismus eher keine eigene Stilepoche, während man im bauhistorischen Sinne durchaus davon sprechen kann. Aber es gibt hier zu durchaus konträre Ansichten.




Islamische Kunst

Der Islam wurde von dem Propheten Mohammed (570-632) begründet. Die von ihm empfangenen, visionären Offenbarungserlebnisse fanden im Koran, der heiligen Schrift des Islams, ihre schriftliche Form. Im Jahr 622, nach religiösen Auseinandersetzungen Mohammeds mit der arabischen Obrigkeit, floh er von Mekka nach Medina.

 




Jugendstil

Die Epoche des Jugendstils findet ihren deutschen Ursprung im Jahr 1894, fast ohne erkennbare Vorstufe, in München. Stilgeschichtlich kann man den Jugendstil zwischen vorangehendem Historismus und der Moderne festmachen.
Die sehr kurze Zeitspanne des Jugendstils, und zwar von 1894 bis 1914, ändert jedoch nichts an seiner kunsthistorischen Wertigkeit. Leitmotiv des Jugendstils ist die Schwingung, die sich vorwiegend in Ornament und Flächendekoration ausdrückt.




Klassizismus

Die Stilrichtung des Klassizismus entwickelte sich auf Grund der Sehnsucht nach einem natürlichen Dasein und schlichteren Formen in der Kunst im ausgehenden 18.Jahrhundert. Seinen Höhepunkt erreichte der Klassizismus in der Zeit zwischen 1770 bis 1830 und löste damit die vorangehende Stilepoche des Rokokos ab.




Manierismus

Der Begriff Manierismus geht auf den italienischen Maler und Schriftsteller Giorgio Vasari (1511-1574) zurück, der damit den künstlerischen Stil (die Manier) des späten Malers, Bildhauers und Architekten Michelangelo (1475-1564) charakterisieren wollte.




Renaissance

Die Renaissance steht nicht nur für eine Richtung der Architektur oder der darstellenden Kunst. Sie ist in erster Linie der Beginn eines Gesellschaftswandel weg von mittelalterlichen und hin zu neuzeitlichen Denk- und Vorstellungsstrukturen. Die mittelalterlichen, vor allem religiös bedingten Grenzen, die sich besonders auf die Bereiche der Wissenschaft, Kunst und das gesellschaftliche Zusammenleben auswirkten, begannen im 15. Jahrhundert allmählich zu verblassen.

 




Römische Antike

Traditionell wird die Gründung Roms auf das Jahr 753 v. Chr. datiert, wobei dieses Datum allerdings nicht wissenschaftlich fundiert ist . Sicher ist jedoch, dass die Gegend von Rom, am Lauf des Flusses Tiber, schon im 8. Jahrhundert v. Chr. besiedelt war.

Vor 500 v.Chr. hatten sich einzelne Siedlungen zu einer städtischen Gemeinschaft zusammen geschlossen, die sich auf sieben Hügeln (Palatin, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin, Caelius und Aventin) erstreckte. Die ersten Herrscher der jungen Stadt waren etruskische Könige aus dem Adelsgeschlecht der Ruma, denen Rom seinen Namen verdankt. Über die so genannte Königszeit der Etrusker, die bis circa 510 v.Chr. andauerte, ist leider nur wenig bekannt.




Rokoko

Die Epoche des Rokokos fand in Frankreich Anfang des 18.Jahrhunderts ihren Ursprung. Die Blütezeit lag etwa zwischen 1720 bis 1780. Der Name Rokoko lehnt sich an das französische Wort für Muschel- und Grottenwerk, Rocaille, an. Die reiche Ornamentik und Dekoration an Bauten und Möbeln sowie dessen elegante, heitere Leichtigkeit ist beispielhaft für das Rokoko, das sich jedoch auf keine allgemeingültige Kunsttheorie stützt.




Romanik

Die Stilepoche der Romanik umfasst etwa 300 Jahre, und zwar von etwa 950 bis circa 1250, und fand als Architekturstil in ganz Europa Verbreitung. Auf Grund des langen Zeitraums gliedert man die Epoche der Romanik in Früh-, Hoch- und Spätromanik.