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Bistum Aachen

Kurze Übersicht

Aachener Dom © goruma

Das Bistum Aachen umfasst eine Fläche von rund 3.938 km² und hat rund 1,15 Mio. Mitglieder. Im Bereich des Bistums leben insgesamt rund 2 Mio. Menschen.

In Deutschland gibt es sieben Erzbistümer und zwanzig Bistümer, also 27 Diözesen. Hier leben ca. 27 Mio. Katholiken, 26,5 Mio. Protestanten und rund 2 Mio. Christen, die anderen christlichen Gemeinschaften angehören. In Deutschland gibt es rund 24.500 katholische und 26.000 evangelische Kirchen - bei ca. 2.000 Moscheen
Das Bistum Aachen erstreckt sich von der Nordeifel (Mechernich, Schleiden) bis zum Niederrhein (Krefeld). In seiner heutigen Form stammt das Bistum Aachen aus dem Jahr 1930.
Das Bistum Aachen gehört als so genanntes Suffraganbistum zum Erzbistum Köln als zugehöriger Kirchenprovinz, wobei der Kölner Erzbischof aber gegenüber dem Aachener Bischof kein Weisungsrecht hat und auch über keine Personalhoheit verfügt. Seine Kirchen-Rechte als Erzbischof sind daher eher von liturgischer Bedeutung. Der amtierende Bischof von Aachen ist Dr. Heinrich Mussinghoff.

Kleine Religions-Statistik 
In Deutschland haben die Katholische Kirche und die Evangelischen Landeskirchen (EKD) jeweils rund ca. 25. Millionen Mitglieder. Außerdem leben ca. 3,5 Millionen Muslime in Deutschland - davon haben etwa 1 Million einen deutschen Pass.

Mitglied in der Neuapostolischen Kirche sind rund 364.000 Menschen und zu den Zeugen Jehovas bekennen sich rund 165.000 Gläubige. Zum Hinduismus bekennen sich hier rund 95.000 und zum Buddhismus rund 250.000 Menschen - davon ca. 130.000 Deutsche. Es gibt in Deutschland eine große Anzahl verschiedener Orthodoxer Kirchen - so die Russisch Orthodoxe Kirche, die Rumänisch-Orthodoxe Kirche, die Serbisch-Orthodoxe Kirche, die Griechisch-Orthodoxe Kirche oder die Bulgarisch-Orthodoxe Kirche. Alle diese Orthodoxen Kirchen zusammen haben in Deutschland in etwa 1,5 Millionen Mitglieder. Mitglied von jüdischen Gemeinden sind rund 110.000 Menschen und ohne Gemeindezugehörigkeit um 90.000.

Finanzen, Bistumsvermögen

Öffentlicher Bistumshaushalt
Über den  Öffentlichen Bistumshaushalt laufen u.a. die Kirchensteuer und eine Reihe von staatlichen Leistungen. Die Bilanzen dieses Haushalts sind öffentlich zugänglich bzw. werden vom Bistum veröffentlicht. Dieser Haushalt wird meistens von einem Gremium kontrolliert, in dem sich auch katholische Laien befinden.

Bischöflicher Stuhl

Unter diesem Begriff versteht man Teile des Eigentums eines Bistums bzw. Erzbistums, das nahezu steuerfrei ist. Eine Kontrolle üben der Bischof selbst und einige bischöfliche Institutionen - wie der Vermögensverwaltungsrat - aus.  Dieses Vermögen wurde innerhalb vieler Jahre durch Schenkungen, Erbschaften, Stiftungen oder Aktien erworben. Auch Immobilien, Ländereien, Wälder, Brauereien, Banken oder Akademien und deren Erträge, wie z.B. Zinsen zählen dazu. Der Bischöfliche Stuhl ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und ist gegenüber staatlichen Institutionen nicht auskunftspflichtig.

Vermögenshaushalt des Bistums
Der Vermögenshaushalt des Bistums ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Aufsicht führt ein so genannter Kirchensteuerrat, der seine Aufsicht aber meist an den Diözesanverwaltungsrat delegiert hat. Die Vermögenswerte bleiben gegenüber anderen Personen geheim, und es besteht gegenüber dem Staat und seinen Institutionen keine Auskunftspflicht. Zudem besteht nur eine eingeschränkte Steuerpflicht.

Vermögenshaushalt des Domkapitels
Der Vermögenshaushalt des Domkapitels ist ebenfalls eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die dem Staat gegenüber nicht auskunftspflichtig ist und deren Vermögenswerte teilweise geheim sind. Zudem besteht nur eine eingeschränkte Steuerpflicht.
Die Aufsicht führt das Domkapitel, das z.B. auch dem Papst Vorschläge für die Wahl eines neuen Bischof machen kann.
Es gibt Schätzungen, dass einige deutsche Bistümer bzw. Erzbistümer über ein Vermögen, auch in Form von Ländereien oder Immobilien, von einigen Milliarden Euro verfügen - darin sind nicht die Werte von Domen, Kirchen u.ä. eingerechnet.

Die Bischofskirche

Die Bischofskirche des Bistums Aachen ist der Aachener Dom. Eine ausführliche Beschreibung des Doms finden Sie bei uns hier >>>

Der Bischof des Bistums Aachen

Der derzeitige Bischof der Diözese Aachen ist Dr. Heinrich Mussinghoff, der am 29. Oktober 1940 in Osterwick, dem heutigen Rosendahl bei Coesfeld in Westfalen, geboren wurde. Seine Volksschulzeit erfolgte ebenfalls in Osterwick. Danach nahm er von 1955 bis 1957 an dem Förderkursus St.-Pius-Kolleg Coesfeld teil und besuchte anschließend von 1957 bis 1962 das Staatliche Gymnasium Nepomucenum Coesfeld, wo er auch sein Abitur ablegte.

Sein Studium der Theologie und Philosophie begann er anschließend im Jahr 1962 und schloss es erfolgreich 1967 ab. Er studierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau. Nach Beendigung seines Studiums und der Weiterbildung zum Priester wurde er am 29.Juni 1968 im Dom zu Münster von Bischof Joseph Höffner zum Priester geweiht. Nach einer dreijährigen Zeit als Kaplan in St. Josef in Herten-Disteln von 1968 bis 1971 wechselte er 1971 als Kaplan und Sekretär zu Bischof Heinrich Tenhumberg in Münster, wo er bis 1976 blieb. Eine weitere wichtige Station auf seinem Lebensweg war 1978 die Promotion zum Dr. theol. mit dem Thema: „Theologische Fakultäten im Spannungsfeld von Staat und Kirche nach dem Preußenkonkordat“.

Über einige weitere Kirchenämter wurde er im Anschluss an seine Tätigkeiten als Domprobst in Münster von 1990 bis 1995 am 12. Dezember 1994 von Papst Johannes Paul II. (1920-2005) zum Bischof von Aachen ernannt und am 11. Februar 1995 durch den Erzbischof von Köln, Kardinal Meissner, im Aachener Dom zum Bischof geweiht.

Besoldung des Bischofs
Aufgrund des "Hauptschlusses der außerordentlichen Reichsdeputation" (Reichsdeputationshauptschluss) vom 27. April 1803 - nach den vorangegangenen Enteignungen der Kirchen unter Napoleon - zahlt der deutsche Steuerzahlen noch heutzutage  ca. 500 Millionen Euro als Entschädigung an die beiden großen Kirchen - unabhängig von der Kirchensteuer.
Davon werden u.a. die Bischöfe bzw. Erzbischöfe sowie die Weihbischöfe besoldet. Die Höhe dieser Besoldung entspricht in etwa der eines Staatssekretärs in einem Bundes- oder Landesministerium.

Kleiner geschichtlicher Abriss

Das Bistum Aachen existierte erstmals von 1802 bis 1825. Es war auf Betreiben Napoleons - und zwar auf der Basis des zwischen Napoleon Bonaparte und Papst Pius VII. geschlossenen Konkordats von 1801 - errichtet worden. Der erste Bischof damals war Marc Antoine Berdolet (1740-1809), der am 9. Mai 1802 von Napoleon ernannt und am 25. Juli des selben Jahres im Aachener Dom inthronisiert wurde.
Er war der einzige geweihte Bischof von 1802 bis 1825 - und damit im gesamten Zeitraum, in dem das Bistum existierte. Durch die päpstliche Bulle „De salute animarum“ vom 16. Juli 1821 wurde das Bistum damals aufgelöst und fand in der letzten Sitzung des Domkapitels am 24./25. März 1825 sein Ende.
Am 14. Juni 1929 unterzeichneten der Heilige Stuhl, vertreten durch den Nuntius Eugenio Pacelli (der spätere Papst Pius XII.) und dem preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun, ein entsprechendes Konkordat, das die Grundlage für die Neuerrichtung des Bistums bildete. Der erste Bischof des neu gegründeten Bistums Aachen war der frühere Kölner Dompropst Joseph Heinrich Peter Voigt (1865-1937), der am 25. März 1931 in sein Amt als Bischof eingeführt wurde und dieses bis zu seinem Tod im Jahr 1937 inne hatte. Sein Nachfolger war von 1937 bis 1943 Joseph Heinrich Peter Voigt (1868-1843), dem von 1943 bis 1954 Johannes Joseph van der Velden (1891-1954) nachfolgte. Die nachfolgenden Bischöfe waren von 1954 bis 1974 Johannes Pohlschneider (1899-1981) und von 1975 bis 1994 Klaus Hemmerle (1929-1994).
Seit 1994 wird das Bistum, wie oben erwähnt, vom derzeitigen Bischof Heinrich Mussinghoff geleitet.

Kontakt

Pressestelle des Bistums
Klosterplatz 7
52062 Aachen
Tel: 0241 - 452-243
Fax: 0241 - 452-436
E-Mail: kommunikation@bistum-aachen.de  




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