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Jüdische Feiertage

Allgemeine Hinweise

In Israel und bei den Juden - wie übrigens in der islamischen Welt auch - wird das Jahr nach dem Mondkalender berechnet. Obwohl die jüdischen Feiertage alle an einem festen Termin sattfinden, ändert sich deren Termine bei der Angabe nach unserem Kalender von Jahr zu Jahr. Das jüdische Mondjahr hat ebenfalls 12 Monate. Allerdings gibt es hier innerhalb von 19 Jahren 7 Schaltmonate, sodass die Feiertage einigermaßen genau stets zur selben Jahreszeit stattfinden. Im Islam z.B. ist das anders, da wandern die Festtage über das gesamte Jahr hinweg.
Die Jahreszählung im christlichen Kulturkreis wird bekanntlich mit der Bezeichnung vor Christus und nach Christus festgelegt, wobei die Geburt von Jesus (Christus) als das Jahr Null angesehen wird. Das Jahr beginnt nicht wie bei uns am 1. Januar sondern im Spptember.
Nach der jüdischen Zeitrechnung entsprachen beispielsweiseTeile der Jahre 2012/2013 dem Jahr 5.773. Es sei erwähnt, dass der christliche Karfreitag der Freitag ist, der auf das Pessach-Fest folgt.

Hinweis

Eine ausführliche Beschreibung des Judentums finden Sie bei Goruma hier >>>

Mehrfach monatlich begangene Feste

Sabbat (Schabbat)
Der Sabbat ist heilig, er beginnt an jedem Freitagabend und endet am folgendenSamstagabend. Die ursprünglichen Regeln, was am Sabbat verboten ist, haben sich durch die moderne Technik zu einem kaum durchschaubaren Regelwerk entwickelt. So dürfen am Sabbat z.B. keine Elektroherde angestellt oder die Knöpfe von Fahrstühlen bedient werden. Um dieses zu umgehen werden damit dann "Nichtjuden" beauftragt. Natürlich dürfen für orthodoxe Juden weder Eisenbahnen, Flugzeuge oder Autos verkehren. So kann es durchaus pssieren, dass Autofahrer in orthodoxen Stadtbezirken mit Steinen beworfen oder sonst attackiert werdenNatürlich ist jegliche Arbeit am Sabbat verboten.
Frauen dürfen in der Zeit ihrer Menstruation und eine Woche danach keinen Geschlechtsverkehr haben.

Rosch Chodesch

Rosch Chodesch ist nach dem jüdischen Kalender der erste Tag eines Monats. Er fällt ungefähr mit dem ersten Auftauchen der Mondsichel nach Neumond zusammen. Diese Sitte, den nach Neumond wieder zunehmenden Mond festlich zu begehen, ist ein Relikt aus der Nomadenzeit des Volkes Israel.

Jährlich stattfindende Feste

Neujahrsfest (Rosch ha-Schana)
Das Neujahrsfest findet im September statt, an dem für die Juden das neue Jahr beginnt.

Neujahrsfest der Bäume (Tu biScheva)

Das Neujahrsfest der Bäume wird - unserem Kalender nach - im Februar begangen.
Heutzutage pflanzt man an diesem Tag einen Baum und verspeist eine Früchte bzw. einen Fruchtsalat. Oft verwendet nan Früchte, die man in dem laufenden Jahr  noch nicht gegessen hat. Der Festtag bedeutet zudem das Ende der Winterzeit und damit den Zeitpunkt in Israel Pflanzen zu säen oder einzupflanzen. Ursprünglich geht das Fest auf das Verbot zurück, Früchte von neu gepflanzten Bäumen unter drei Jahren zu essen. Im vierten Jahr sollten sie Gott im Tempel dargeboten werden. Erst im fünften Jahr war es erlaubt, die Früchte zu genießen..

Versöhnungsfest (Jom Kippur)
Dieses Fest findet 10 Tage nach dem Neujahrsfest statt und ist das höchste Fest  ist der Juden.  Das Fest dient der Reue und der Rückkehr zu Gott. An diesem Tag darf für 24 Stunden weder gegessen noch getrunken werden. Während des Festes ruht in Israel nahezu das gesammte öffentliche Leben, Restaurants und Geschäfte haben geschlossen und es gibt weder Radio- noch Fernsehsendungen. Bekannt ist der Jom-Kippur-Krieg, als Syrien und Ägypten am  6. Oktober 1973 auf dem Sinai und den GolanhöhenIsrael zur Zeit des Jom Kippurs angriffen. Der Krieg endete am am 24. Oktober 1973, als der UN-Waffenstillstand in Kraft trat.

Laubhüttenfest (Sukkot)

Das Laubhüttenfest wird im Oktober gefeiert. Es dient der Erinnerung an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Wer kann, baut auf seinem Balkon oder in seinem Garten eine kleine Laubhütte auf, um in dieser Zeit hier seine Mahlzeiten einzunehmen.

Palmfest (Hoschana Rabba)
Das Palmfest ist der siebente Tag des Sukkot-Festes. Der Tag wird durch einen speziellen Gottesdienst - den Hoschana Rabba - begangen. Zudem werden die Torarollen im Rahmen einer Prozession aus dem Toraschrein geholt.  Der jüdischen Kabbala zufolge werden an diesem Tag Zettel in den Himmel geschickt,  um doch noch die dort für das kommende Jahr festgelegten Schicksale günstig zu beeinflussen. Im Jiddischen wünscht man daher seinen Freunden  "A gutt Kwittel!“
Entsprechend der Gästeliste ist nach traditionell-jüdischem Verständnis König David An diesem Tag soll König David spirituell anwesend, weshalb  am Abend Verse gelesen werden, die in irgendeinem Zusammenhang mit mit König David stehen.

Lichterfest (Chanukka-Fest
)
Das Chanuka-Fest dauert acht Tage und und dient dem Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels im Jahr 164 v. Chr. in Jerusalem. Das Fest ist vor allem ein Familien- und Freundesfest. An den acht Abenden versammeln sich die Familien mit Freunden zu einem fröhlichen Fest, bei dem u.a. die Kinder Süßigkeiten und Geschenke bekommen.
Dabei wird u.a. auf einem neunarmigen Leuchter jeden Tag ein zusätzliches Licht angezündet, bis nach acht Tagen alle acht Lichter brennen. Das mittlere (neunte) Licht dient dazu, mit ihm die anderen Lichter anzuzünden

Lag baOmer
Dieses Fest findet - dem gregorianischen Kalender nach - im Februar statt. Das Fest wird zwischen Pessach und Schawuot begangen.
Der Ursprung des Festes geht auf den Bar-Kochba-Aufstand gegen die Römer 132–135 n. Chr. zurück, aber es dient auch an Rabbi Schimon ben Jochai, der nach der Überlieferung an dem Tagdes Festes Tag verstorben ist. In der Ortschaft In Meron in Galiläa befindet sich sein Grab, das an diesem Tag zu einer Pilgerstätte von Zehntausenden wird.
Aber das Fest ist ein fröhliches Fest, bei dem eine Reihe von Geboten der  49 Tage zwischen Pessach und Schawuot nicht beachtet werden müssen. Die Menschen versammeln sich gerne zu Picknicks oder an sich um Lagerfeuern. Sehr populär ist es, an diesem Tag zu heiraten.

Purim-Fest

Dieses im März begangenen Fest erinnert an die verhinderte Ermordung durch Haman - einen mächtigen Beamten des Königs Ahashkerot. Aber dank seiner jüdischen Frau Ester konnte das Verbrechen verhindert werden.

Pessach

Das Pessach-Fest wird im  zur Erinnerung an den Auszug der Juden aus Ägypten gefeiert. Dabei darf 7 Tage lang kein gesäuertes Brot und auch kein Bier getrunken werden. An diesem Tag findet ein großes Essen statt und es werden gemeinsam Lieder gesungen.
Der Auszug aus Ägypten wird einer ÖLegende nach wie folgt erklärt:
Immer wieder hatte Moses den Pharao gebeten, sein Volk ziehen zu lassen. Es wurde aber immer wieder verwehrt. Daraufhin wurden den Ägyptern 10 große Plagen geweissagt. Auch nach zwei Plagen ließ man sie nicht gehen. Da tötete ein Todesengel alle neugeborenen ägyptischen Kinder, während er die mit Hammelblut gekennzeichneten Häuser der Israeliten "übersprang". Erst jetzt konnten sie in ihre Heimat zurück.

Wochenfest (Schawuot)

Dieses Fest findet 7 x 7 = 49 Tage nach dem Pessach-Fest statt. Mit diesem Fest wird an die 10 Gebote erinnert, die Moses der Legende nach von Gott erhalten haben soll. Man isst dann vegetarisch und liest biblische Texte. Früher besuchte man den Tempel, um dort Früchte und Obst  abzulegen

Individuelle jüdische Festlichkeiten

Beschneidungsfest (Brit Mil)
Die Beschneidung, also die Entfernung der Vorhaut, findet nach jüdischem Ritual am 8. Tag nach der Geburt statt.

Religionsmündigkeit (Bar Mitzwa bzw. Bat Mitzwa)

Dabei geben Bar Mitzwa bei Jungsund Bat Mitzwa bei Mädchen sowohl den rechtlichen Status als auch den Zeitpunkt für die damit verbundene Feier an.
Nach dem jüdischen Recht beginnt für einen Jungen ab diesem Zeitpunkt die Verantwortung für die Einhaltung der jüdischen Gebote (Mitzwa).
Zudem werden die Jungs bzw. Mädchen Junge oder das Mädchen in die Gemeinde aufgenommen - meistl am Schabbat (Sabbat) nach dem 13. Geburtstag der Jungs bzw. nach dem 12. Geburtstag der Mädchen.
Die Religionsmündigkeit wird bei Jungen als Bar Mizwa und bei Mädchen als Bat Mizma bezeichnet. Sie tritt für Mädchen im Alter von 12 Jahren und bei den Jungs von 13 Jahren ein.

Weitere Feiertage - speziell in Israel

Shoa Gedenktag
Der Shoa Gedenktag (Jom haScho'a) ist ein Nationalfeiertag in Israel und dient dem Gedenken der Opfer der Shoa, also den von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Außerdem gedenkt man dem jüdischen Widerstand und den jüdischen Untergrundkämpfern.
Als Termin des Gedenktages wurde am 21. April 1951 von der Knesset der 27. Nisan des jüdischen Kalenders festgelegt. Der jüdischen Tradition nach dauert der Gedenktag vom Sonnenuntergang des Vortags bis zum folgenden Abend.
Das Datum des Jom haScho'a wurde unter David Ben Gurion und Jitzchak Ben Tzwi am 21. April 1951 von der Knesset festgesetzt. Später im April 1959 wurde das Gesetz ergänzt bzw. erweitert durch "das Gesetz zum Gedenktag an Shoa und Heldentum." verabschiedet.
Am Vorabend des Gedenktages  werden sechs Fackeln entzündet, welche die sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust symbolisieren sollen.
Am nächsten Morgen finden in der zentralen Gedenkstätte in Yad Vashem eine Gedenkveranstaltungen statt. Punkt 10:00 Uhr beginnen in ganz Israel für zwei Minuten die Sirenen zu heulen. Während dieser Zeit halten alle Fahrzeuge an und die meisten Menschen bleiben stehen und verharren die zwei Minuten im Schweigen. Das Fernsehen und Radio senden Trauermusik oder Dokumentationen zum Holocaust.

Gedenktag für gefallene israelische Soldaten (Jom haZikaron)

Dieser Tag dient dem Andenken an die für Israel gefallenen Soldaten und  an die Opfer von Terror.

Israelischer Unabhängigkeitstag (Jom haAtzma'ut )

An diesem Tag wird der Unabhängigkeit bzw. der Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 durch einen Beschluss der UNO gedacht. Dieser Erinnerungstag wurde bereits im folgenden Jahr 1949 durch David Ben Gurion eingeführt.Der Tag wird in Israel als ein fröhlicher Tag begangen und von vielen zu Ausflügen mit der Familie und/oder Freunden genutzt.

Jerusalemtag (Jom Jeruschalajim)

Der Jerusalemtag dient der festlichen Erinnerung an die Wiedervereinigung Jerusalems durch die Eroberung Ostjerusalems während des so genannten "Sechstagekriegs" vom 5. Juni bis zum 10. Juni 1967 gegen Syrien, Ägypten und Jordanien.

Tu B'Av
Tu B'Av ist ein Feiertag, der in der Nacht zwischen dem 14. und 15. Tag des Monats Aw beginnt - einer Vollmondnacht. Dieser Feiertag ist ein Freudentag, da er den Beginn der Weinlese bedeutet sowie den Sieg der Pharisäer über die Sadduzäer und die Erlaubnis, die in Betar gefallenen Anhänger von Bar Kochbas beizusetzen. Bar Kochbas war




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