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Mekka: Sehenswürdigkeiten

Inhaltsverzeichnis

Die Besucher kommen meist als Pilger nach Makkah und folgen dem Weg der Hajj bzw. der Umrah. Dabei besuchen sie in der Regel die folgenden Heiligen Stätten:

  • Al-Masjid al-Haram (Heilige Moschee) mit der Ka'bah
  • Berg Arafat (Ort von Muhammads letzter Predigt)
  • Jabal Al Sur
  • Mina
  • Ja'aronah
  • Tanaem
  • Hudaibiyah
  • ZamZam 

  1. Die heilige Ka'bah
  2. Besondere Orte
  3. Moscheen
  4. Besondere Bauwerke
  5. Universität

Die heilige Ka'bah

Ka'bah (Al-ka'ba al-musharrafa)
Die "geehrte Ka'bah" ist ein würfelförmiges Haus (12 x 10 x 15 m), das sich in der Mitte der Al-Masjid al-Haram befindet. Zur Ka'bah pilgern alljährlich Millionen von muslimischen Gläubigen aus aller Welt. Sie ist es, welche die Gebetsrichtung (Qibla) vorgibt, in die alle Muslime zu beten haben. Dies symbolisiert die Einheit der islamischen Gemeinde (Umma). Die Bedeutung der Ka'bah für den Islam geht darauf zurück, dass sie (nach Sure 3:96) für die Muslime das erste Haus Gottes auf Erden war. Die erste Ka'bah soll von Engeln erbaut worden sein, während Adam der erste Mensch war, der sie wieder aufbaute, nachdem sie lange Zeit in Vergessenheit geraten und zur Ruine verkommen war. Nachdem die Große Moschee zu Makkah aus verschiedenen Gründen oftmals zerstört worden ist, bauten Abraham und sein Sohn Ismail sie auf Gottes Geheiß wieder auf. Wurde die Ka'bah bereits in vorislamischer Zeit als Heiligtum der Araber angesehen, ist sie seit 632 ein rein islamisches.

Das gesamt Kubus-Bauwerk wurde aus grau-blauem Stein gefertigt, der sich auf den Hügeln um Makkah finden ließ. Die vier Ecken bilden die vier Himmelsrichtungen. Der Schwarze Stein (al-Hadschar al-Aswad) der Ka'bah wurde in der östlichen Ecke (Rukn-al-Aswad) des sakralen Würfels eingesetzt. Es wird geglaubt, dass er einst vom Himmel gefallen war und sich schwarz verfärbt hatte, angesichts der menschlichen Missetaten. Wahrscheinlicher ist, dass es sich bei ihm um einen Meteoriten handelt, doch ist das keine gesicherte Annahme, denn der Stein wurde nie wissenschaftlich untersucht. In der nördlichen Ecke liegt Rukn-al-Iraqi ("Die Irakische Ecke"), im Westent die Rukn-al-Shami ("Die Levantinische Ecke" und im Süden Rukn-al-Yamani ("Die Jeminitische Ecke"). Die gesamte Ka'bah ist bedeckt mit der Kiswat al-ka'bah, einem Überzug aus geschmücktem schwarzen Brokat. Er wird jährlich erneuert. Die Ka'bah wird von den Gläubigen während der Pilgerreise siebenmal entgegen dem Uhrzeigersinn umschritten (tawaf). Dabei preisen sie Allah. Jeden Tag wird das Fernsehprogramm aller Sender für die Gebete fünfmal unterbrochen. Dann schaltet man live zur großen Moschee nach Makkah.

Der Beschützer der Ka'bah ist der König von Saudi-Arabien, Abdullah bin 'Abdul- 'Aziz Al Saud. 

 

Besondere Orte

Arafat
Dieser kleine Berg liegt etwa 25 Km östlich von Makkah. Sein Name bedeutet in der Übersetzung so viel wie "Berg der Vergebung". Einst soll der Stammvater Abraham (Ibrahim) hier zum Opfer seines Sohnes Ismail bereit gewesen sein und Muhammad seine letzte Predigt (Khutbatul Wada') gehalten haben. Der Berg Arafat ist eine wichtige Station während der Pilgerreise. Man preist Gott den Allmächtigen und fleht ihn mit erhobenen Händen und dem Gesicht Richtung Ka'bah an. So hatte es einst auch der Prophet Muhammad getan.

Jabal Al Noor

Übersetzt meint dies den "Berg des Lichtes". Dieser Heilige Ort ist keine Station der Hajj, verfügt aber doch über eine starke religiöse Bedeutung. Auf dem Berge befindet sich die Her'aa Grotte. Muslime glauben, dass Muhammad hier zum ersten Mal der Koran geoffenbart wurde.

Mina

Bei diesem Tal in der Nähe Makkahs handelt es um eine Station während der islamischen Pilgerreise. Die Gläubigen gehen zu diesem Orte, um symbolisch den Teufel zu steinigen (Sheitan al-radshim). Dieser Teufel (Iblis) wird symbolisch durch Steinsäulen dargestellt. In Abwandlung zum Pentateuch glauben die Muslime, dass Abraham einst nicht Itzschak, sondern seinen Sohn Ismail Gott opfern sollte. Der Teufel erschien ihm hier und versuchte, ihn von diesem gottgewollten Opfer abzubringen. Doch Ismail verfluchte den Teufel und bewarf ihn sogar mit Steinen. Diesem Ereignis gedenken die Pilger in ihrer strikten Unterordnung unter die Worte Gottes. Während der Zeremonie sind sie in weiße Gewänder gehüllt. Nach der symbolischen Steinigung wird in eigenen Namen ein Opfertier geschlachtet und das Fleisch den Armen gespendet. Anschließend lässt man sich die Haare kürzen. Die Gläubigen bleiben bis Sonnenuntergang in Mina.

ZamZam (auch: Semsem)

Während der Pilgerreise nach Makkah ist es für die Gläubigen eine religiöse Ehre, von dem Wasser dieses Brunnens zu trinken, der sich auf dem Hofe der Al-Masjid al-Haram befindet. Vom Wasser wird angenommen, dass es besondere Wunder bewirken und Krankheiten heilen kann. Glaubt man der Legende, so sandte Gott Hagar (Hadschar) und ihrem Sohne Ismail eine Quelle, als beide, nach der Verbannung durch Abraham und dessen Frau Sarah, in der Wüste dem Verdusten nahe waren. In Erinnerung an diese Legende laufen die Pilger während der Hajj siebenmal zwischen den beiden Hügeln Marwa und Safa, wo sich der Brunnen befindet, umher, um die Wassersuche nachzuvollziehen.

 

Moscheen

Al-Masjid al-Haram
Hierbei handelt es sich um die größte Moschee von Makkah. Sie umgibt die Ka'bah vollständig und wird von den Muslimen als die Heiligste Stätte der Erde angesehen. Nach dem islamischen Glauben wurde vor der Erschaffung des Menschen ein Gebetshaus im Himmel von Engeln erbaut, damit sie Allah dort ehren konnten. Direkt über der Ka'bah soll sich dieses göttliche Haus (al-Baytu l-Ma'mur) befinden. Die Moschee wurde oft aus den verschiedensten Gründen zerstört. Zuletzt wurde sie auf Befehl Allahs vom Propheten Abraham (Ibrahim) und seinem Sohne Ismail erneut aufgebaut, zusammen mit der Ka'bah. Die Moschee war schon immer ein bedeutender Bestandteil der arabischen Kultur gewesen. In vorislamischer Zeit war sie auch Pilgerort der einst monotheistischen Araber. Diese haben die Ka'bah mit Götterbildern geschmückt.

Die ursprüngliche Moschee war wesentlich kleiner als die heutige. Im Laufe der Vergangenheit war sie mehrmals erweitert worden, bis ihr schließlich unter den Osmanen fast seine heutige Größe erhielt. Unter der saudischen Regierung und mit Hilfe Muhammad Bin Ladens, des Vaters von Osama Bin Laden, wurde die Moschee enorm erweitert und die Architektur modernisiert. Auch kamen Annehmlichkeiten wie Air Condition und Fahrstühle hinzu. Das Äußere dieser gigantischen Moschee ist geprägt von einer Marmorfassade. Über drei Stockwerke reicht das islamische Gotteshaus, wobei jedes einzelne Stockwerk etwa 1.000 Pilger aufnehmen kann. Im Hof der Moschee befindet sich auch der oben erwähnte  Brunnen ZamZam.

Der Beschützer der Moschee ist der König von Saudi-Arabien.

 

Besondere Bauwerke

Abraj Al Bait Towers
Diese Türme sollen bei ihrer Fertigstellung das größte (aber nicht höchste) bzw. weitflächigste Gebäude der Welt bilden und mit 485 Metern das höchste in Saudi-Arabien sein. Besonders beeindruckend ist die Lage. Die Türme sollen gegenüber vom Eingang zur Masjid al-Haram stehen. Eine große Gebetshalle soll sich in ihnen befinden, in der etwa 4.000 Gläubige zum Gottesdienst zusammenkommen können. Weiterhin wird das Gebäude ein 5-Sterne-Hotel beheimaten, ein vierstöckiges Einkaufszentrum und ein Parkdeck, auf dem bis zu 800 Autos Platz finden werden. Auch kann man hier permanente Wohnräume kaufen, während zwei kleine Helikopterlandeplätze und ein Konferenzzentrum Geschäftsreisende anziehen sollen.
Die Konstruktion des imposanten Gebäudes ist bereits im Gange und soll im Jahre 2009 abgeschlossen sein.

 

Universität

In Makkah befinden sich zwei Colleges und die Umm al-Qura Universität, welche 1979 eröffnet wurde.

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Kommentare
Tom  (Mittwoch, 18.11.2009)
Die wahhabitische Auslegung des Islam ist wirklich die strengste der muslimischen Welt. Das erklärt auch die rigiden Einreisebestimmungen v.a. für Nicht-Muslime. Aber bei allem Gemecker sollte man sich aber auch in Erinnerung rufen, wie viele Millionen Muslime jedes Jahr im Zusammenhang mit der großen und der kleinen Hadsch ins Land kommen und vor welch logistischen Probleme Saudi-Arabien da gestellt wird. Mal ehrlich: Wenn da jetzt auch noch die (nicht-muslimischen) Touristen rumrennen würden, käme das in Mekka (und Medina) einem Kollaps gleich. Tom
Hans Deutschmann  (Freitag, 23.10.2009)
Sollen wir jetzt auch noch alle zum Islam übertreten, um nach Mekka zu dürfen? Aber das ist überflüssig, denn in Deutschland gibt es schon viele kleine Mekkas mit vielen Moscheen und mit immer weniger Deutschen!


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