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Kiel: Nord-Ostseekanal

Dieser rund 98,6 Kilometer lange Kanal ist eine der am meisten befahrenen künstlichen Wasserstraßen der Erde. Jährlich passieren ihn rund 40.000 Schiffe. Er verbindet die Nordsee mit der Ostsee und macht es möglich, dass sich Schiffe den längeren Weg durch das Skagerrak ersparen können. Es ergibt sich dabei eine Verkürzung der Fahrstrecke von ca. 250 Seemeilen, also rund 463 km.

Der Kanal wird durch eine große Schleuse in Kiel-Holtenau zur Ostsee hin begrenzt und durch eine zweite in Brünsbüttel zur Elbe hin. Die neuen Schleusen besitzen eine Nutzlänge von 310 m und eine Nutzbreite von 42 m. Die Schleusungszeit beträgt rund 45 Minuten. Die alten Schleusen, die noch voll im Betrieb sind, haben eine Nutzlänge von 125 m und eine Nutzbreite von 22 m.

Die maximal erlaubte Geschwindigkeit im Kanal beträgt für Schiffe mit einem Tiefgang von mehr als 8,50 genau 6,6 knoten, das sind rund 12 km/h und für alle übrigen Schiffe 8,1 Knoten also rund 15 km/h. Die maximale Höhe über der Wasserlinie darf 40 m nicht überschreiten, da die Brückendurchfahrten 42 m hoch sind. Die 2 m Differenz sind als Sicherheit vorgesehen, z.B. bei Wellengang. 

Der „Beginn“ des Kanals kann in dem 1886 vom Deutschen Reichstag gebilligten entsprechenden Gesetz gesehen werden. Auf der Grundlage dieses Gesetzes erfolgte am 3. Juni 1887 die feierliche Grundsteinlegung durch Kaiser Wilhelm I.(1797-1888) in Kiel-Holtenau. Der leitende Ingenieur des Kanalbaus war der preußische „Geheime Oberbaurat“ und Wasserbauingenieur Otto Baensch (1825-1898).

Nach rund acht Jahren Bauzeit wurde der Kanal am 21. Juni 1895 durch Wilhelm II. (1859-1941), der seit 1888 deutscher Kaiser war, feierlich eröffnet. An dem Bau waren rund 8.000 Menschen gleichzeitig beteiligt; dabei wurden rund 80 Mio. m³ Erde bewegt. Bis zum Jahr 1948 hieß der heutige Nord-Ostsee-Kanal übrigens Kaier-Wilhelm-Kanal.

Der Kanal war anfangs rund 66,7 m breit und 9 m tief. Zur (nachträglichen) Finanzierung des Kanals wurde durch Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1902 übrigens die berühmt-berüchtigte Schaumweinsteuer eingeführt. Nach mehrmaligen Vergrößerungsbauten besitzt der Kanal derzeit eine Wassertiefe von rund 11 m und eine Breite auf der Höhe des Wasserspiegels von rund 162 m - in der Kanalsohle 90 m. Bei der ersten Erweiterung in den Jahren 1907 bis 1914 wurde er auf 102,5 m verbreitert. Eine erneute Verbreiterung auf die derzeitige Breite von 162 m fand von 1965 bis zum Jahr 2000 statt. Allerdings wurden die Verbreiterungen nur von Brunsbüttel bis zur Weiche Königsförde (östlich von Rendsburg) durchgeführt. Von hier bis zur Schleuse Kiel-Holtenau - der so genannten Oststrecke - besitzt der Kanal noch die Abmessungen von 1914.

Um von der einen Seite des Kanals auf die andere Seite zu gelangen gibt es derzeit 10 Hochbrücken, 2 Tunnels (Straßentunnel und Fußgängertunnel in Rendsburg) und 14 Fährstellen. Die bekannteste Brücke über den Kanal ist sicherlich die Rendsburger Hochbrücke. Sie wurde bereits in den Jahren 1911 bis 1913 als Eisenbahnbrücke erbaut. Die Länge ihrer Stahlkonstruktion beträgt 2.486 m; mit den Auffahrtsrampen ist sie sogar rund 7.500 m lang. Ihre Durchfahrtshöhe beträgt 42 m. Sie besitzt außerdem eine Besonderheit: Sie verfügt über eine mit der Brücke verbundenen Hängefähre, die pro Fahrt jedoch nur ca. 60 Personen und 4 Fahrzeuge von Rendsburg in die Gemeinde Osterrönfeld auf der anderen Seite des Kanals befördern kann. Diese Hängefähre mit Hilfe von  Strahltrossen an der Brücke befestigt und fährt einige Meter oberhalb der Wasseroberfläche des Kanals hin und her.




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