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Kapstadt: Kurzinfo
Kapstadt - "Die Taverne der Meere"
Die Taverne der Meere" wurde Kapstadt einst genannt - der Hafen der Stadt am Kap der Guten Hoffnung war lange Zeit ein lebenswichtiger Zufluchtsort für die Seeleute auf ihren Reisen zwischen Europa und dem Orient. Die Stadt schmiegt sich in eine aufregende Landschaft: Das mächtige Massiv des Tafelberges prägt mit seinem blauen Schimmer das Stadtbild und teilt Kapstadt in die unterschiedlichen Bezirke, eingerahmt wird die Stadt von den Bergen Devil's Peak, Signal Hill und Lion's Head. Kapstadt ist die meistbesuchte Stadt Südafrikas - und wohl auch die schönste und romantischste. Vom Tafelberg aus hat man einen unschlagbaren Blick auf Weingärten und Wohnviertel, den Hafen im Norden, die Spitzen der Twelve Apostles im Westen, bewaldete Hänge und den Botanischen Garten im Süden, Industriegebiete und bunte Townships im Osten. Noch reizvoller wird Kapstadt durch all die möglichen Aktivitäten im Freien: in die Tafelbucht zieht es aufgrund der ausgezeichneten Bedingungen Windsurfer aus aller Welt, es gibt unzählige Wanderwege und Strände.
Das Völkergemisch Kapstadts ist bunt: etwa die Hälfte der Einwohner sind Coloureds, gemischtblütige Südafrikaner, die die Nachkommen weißer Siedler aus Europa, schwarzer Einheimischer und importierter Sklaven aus Asien sind. Schwarze und Weiße stellen in Kapstadt Minderheiten dar. Es sei erwähnt, dass in Kapstadt ca. 30.000 Deutschstämmige leben.
Aus diesem und vielen weiteren Gründen sagen viele, Kapstadt stelle für sie nicht das "wahre Afrika" dar. Flora und Fauna entsprechen eher den in den Mittelmeerländern, zudem herrscht hier ein mildes, abwechslungsreiches Klima statt staubig-trockener oder feucht-schwüler Hitze. In der Kapregion werden erstklassige Weine hergestellt und der Lebensstil ist insgesamt eher gemächlich, anders als in der Goldgräberregion im Südosten. Der Liedermacher David Kramer drückte diesen Vergleich folgendermaßen aus: "They've got the heat, but we've got the beat." Trotz der, im Vergleich zu Johannesburg recht gemäßigten Industrie, hängt mittlerweile eine braune Smog-Glocke über der Innenstadt, die jedoch regelmäßig durch den starken Südwind wieder vertrieben wird.
Der Stadt gelingt es jedoch nur eher mäßig, die beunruhigend hohe Kriminalität einzudämmen. Die Townships und vor allem die Cape Flats, die Mischlingssiedlungen vor Kapstadt gehören zu den gefährlichsten Wohngebieten der Welt. Sie wurden während des Apartheid-Regimes geschaffen, und stellen noch heute eines der größten Probleme der Region dar. Farbige und gemischtrassige Menschen wurden auf die Cape Flats umgesiedelt. Hier waren die Menschen einer desolaten Situation ausgesetzt, aus der heraus sich brutale Banden zusammenschlossen, die bis heute das Leben in Kapstadt unsicher machen.
Der Tourismus boomt trotz der hohen Kriminalitätsrate, und die Touristen kommen auch wenig mit Gewalt und Armut in Berührung. Kapstadts Stadtvätern ist es gelungen, die Metropole zu einem noch stärkeren Touristenmagneten zu machen als es beispielsweise der Kruger-Nationalpark ist. Es gibt tatsächlich vieles zu sehen und zu erleben in der Stadt am Tafelberg: hochinteressante Museen, die Pinguine bei Simon's Town, die Weinanbaugebiete, afrikanische Märkte, historische Bauwerke und, Ende August, ganze Teppiche von Wildblumen in der reizvollen Landschaft nördlich von Kapstadt. Und wer einmal den Sonnenuntergang am Kap der Guten Hoffnung erlebt hat, wird dem Reiz der Stadt für immer erliegen. Erwähnenswert ist sicherlich auch, dass ca. 30.000 Deutsche hier dauerhaft leben.
Das auch als Green Point Stadium und African Renaissance Stadium bekannte Cape Town Stadion nahe der Victoria & Alfred Waterfront und dem Stadtzentrum richtete mit seinen 68.000 Plätzen im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 fünf Gruppenspiele, ein Achtel-, ein ein Viertel sowie ein Halbfinale aus.
Hinweis
Informationen, die für das gesamte Land z.B. zu Währung, Einreisebestimmungen, Gesundheitsfragen u.ä., finden Sie unter Südafrika.
| Name der Stadt | Cape Town |
|---|---|
| Üblicher Name auf Deutsch | Kapstadt |
| Weitere Bezeichnungen | Mutterstadt (Mother City) Kaapstad |
| Wahrzeichen der Stadt | Tafelberg |
| Lage | Kapstadt liegt im Südwesten der Republik Südafrika am Atlantik bzw. an der Tafelbucht. Die Stadt grenzt an das Kap der Guten Hoffnung. |
| Anreisetipp | Flüge nach Kapstadt - Preisvergleich bei Cheapflug |
| Funktion der Stadt | Sitz des südafrikanischen Parlaments Hauptstadt der Provinz Westkap (Western Cape) Einer der neun Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 |
| Fläche in km² | 1.644,00 |
| Einwohnerzahl | ca. 2,4 Mio. - darunter ca. 30.000 Deutschstämmige |
| Ethnien | Die Coloureds machen etwa die Hälfte der Bevölkerung aus, gefolgt von Schwarzen und Weißen. Daneben leben Südafrikaner indischer, deutscher und portugiesischer Abstammung in Kapstadt. (Deutsche = ca. 30.000) |
| Sprachen | 11 offizielle Landessprachen - vorwiegend Afrikaans, das aus Dialekten der holländischen Einwanderer hervorgegangen ist und starke Ähnlichkeiten mit Deutsch aufweist. Englisch wird mit immer weiterer Verbreitung gesprochen. Weitere Sprachen in Kapstadt sind Ndebele, Nordsotho, Südsotho, Swasi, Tsonga, Twana, Venda, Xhosa und Zulu. Sie lösten die beiden bisherigen offiziellen Landessprachen, Englisch und Afrikaans, ab. Als überregionale Sprache setzte sich aber Englisch durch. |
| Religionen | Ca. 69% Christentum Ca. 30% Islam Ca. 1% sonstige Religionen |
| Erhebungen bzw. Berge in der Stadt oder ihrer Nähe | Tafelberg Signal Hill Lion's Head Devil's Peak |
| Offizielle Homepage | www.capetown.gov.za |
| Touristenzentrum | Capetour 3 Adderly Street Kapstadt 8000 P.O.Box 863 Tel.: 002721 - (0)21 - 4185214 Fax: 002721 - (0)21 - 4185227 Öffnungszeiten: Mo - Fr: 8:00 - 17:30 Uhr Sa und So: 8:00 - 13:00 Uhr |
| Telefonvorwahl mit Länderkennung | 002721 - (0)21 - Teilnehmernummer |
| Uhrzeit gegen- über der MEZ | + 1 h (Während der deutschen Sommerzeit = MEZ.) |
| Netzspannung, Netzfrequenz | 220/240 V und 50 Hz. Es werden runde Zwei- und Dreipolstecker benötigt. Für europäische Stecker ist ein Adapter erforderlich. Es muss mit stundenlangen Stromabschaltungen gerechnet werden |
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