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Belgrad: Sehenswürdigkeiten

Inhaltsverzeichnis

  1. Highlights der Stadt
  2. Besondere Viertel, Straßen und Orte
  3. Besondere Plätze
  4. Besondere Bauwerke
  5. Burgen, Paläste und Villen
  6. Museen und Galerien
  7. Opernhäuser, Theater, Kulturzentren
  8. Kirchen, Synagogen und Moscheen
  9. Universitäten, Bildungseinrichtungen
  10. Fußballstadien
  11. Parkanlagen
  12. Zoologischer Garten
  13. Flüsse
  14. Hafen

Highlights der Stadt

Kalemegdan
Die Festung Kalemegdan fungiert als unumstrittenes Wahrzeichen Belgrads und repräsentiert das frühere urbane Zentrum der Stadt. Näheres unter Burgen, Paläste und Villen.

Muzej Nikole Tesle (Museum "Nikola Tesla")
Das nach Nikola Tesla (1856 - 1943), einem Erfinder und Elektro-Ingenieur, benannte Museum, ist eines der interessantesten Belgrads. Näheres unter Museen und Galerien.

Kuća Cveća (Haus der Blumen)
Dies ist das Mausoleum für Josip Broz Tito, den Führer des früheren Jugoslawiens. Näheres unter Besondere Bauwerke.

Hram Svetog Save 
Mit ihrer Grundfläche von 3.500 m² ist diese serbisch-orthodoxe Kathedrale die größte Kirche der Balkaninsel und das größte orthodoxe Sakralbauwerk der Erde. Näheres unter Kirchen und sakrale Bauten.

Bajrakli Moschee
Die Bajrakli Moschee ist einzige islamische Gotteshaus in Belgrad. Näheres unter Kirchen und sakrale Bauten.

 

Besondere Viertel, Straßen und Orte

Ada ciganlija
Diese Insel im Fluss Sava enthält einen künstlichen See, der einen 8 Kilometer langen Strand bietet. In den Sommermonaten wird dieser von etwa 300.000 Badegästen bevölkert.

Avala

18 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt erhebt sich dieser 511 Meter hohe baumreiche Berg, der seit 1859 unter Naturschutz steht. Auf der Spitze des Berges steht seit 1938 das Denkmal des Unbekannten Soldaten zur ehrenvollen Erinnerung an die serbischen Helden des 1. Weltkriegs. Am bekanntesten aber war der 202,87 Meter hohe TV-Turm aus Stahlbeton, der ein 102,75 Meter hoch gelegenes mehrgeschossiges Aussichtsdeck besaß. 1999 von der NATO zerstört, wurde er seit Dezember 2006 wieder aufgebaut.

Bulevar Kralja Aleksandar

Belgrads längste Straße wurde nach dem König Aleksandar Obrenović benannt und war in kommunistischen Zeiten als Revolutions-Boulevard ("Bulevar Revolucije“) bekannt. Seit 2006 wurde die Straße aufwändig restauriert

Mitrović passage

Dies ist die kürzeste Straße Belgrads. Sie stellt mit ihrer Länge von ganzen 12 Metern das genaue Gegenteil zum Bulevar Kralja Aleksandar dar.

Nemanjina Street

Durch das Zentrum Belgrads schlängelt sich diese bedeutende Straße, welche den Hauptbahnhof mit dem beliebten Slavija-Platz verbindet. 1896 wurde sie nach Stefan Nemanja benannt, dem Begründer der Nemanjić-Dynasty. 1999 teilweise schwer beschädigt, wurde die Straße von 2005 bis 2006 liebevoll rekonstruiert. Die bedeutendsten Gebäude in der Straße sind die Nationalbank Serbiens und das Jugoslawische Verteidigungsministerium.

Skadarlija (“Skadarska)

Im Osten der Altstadt befindet sich diese Fußgängerstraße, die einen Hauch davon ahnen lässt, wie Belgard im 19. und im frühen 20. Jahrhundert ausgesehen haben muss. Unzählige Restaurants und Pubs, Galerien und Musikcafés säumen die Straße.

Ulica Knez Mihailova (Prinz Michael-Straße)

Hierbei handelt es sich um eine Fußgängerzone und Einkaufsstraße, die zu den schönsten Osteuropas gezählt wird. Sie ist als eine der ältesten und bedeutendsten Komplexe der Stadt geschützt. Viele wundervolle und repräsentative Bauwerke liegen an ihr entlang und verleihen der Straße den Charakter des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Zu den wichtigsten Gebäuden, die sich hier anordnen, gehören die Serbische Akademie für Wissenschaft und Kunst (SANU), das Instituto Cervantes, das Goethe-Institut, das Centre Culturel Français und das British Council.

 

Besondere Plätze

Platz der Republik
Dieser schöne Belgrader Platz geht in seiner heutigen Gestalt auf die 1860er Jahre zurück. Er wird von vielen bedeutenden Bauwerken umsäumt, von denen das 1869 erbaute Nationaltheater und das Monument von Prinz Michael besonderes herausragen.

Trg Slavija (Slavija-Platz)

Die Etablierung des Slavija-Platzes geht auf den Engländer Francis Mackenzie zurück, einen bekannten Geschäftsmann. Die einstigen vielen wundervollen Gebäude, die den Platz einmal säumten, sind leider vor und während des Zweiten Weltkrieges zerstört worden. 1962 kam das moderne Hotel "Slavija" zum Platz hinzu und wurde später erweitert. Im Zentrum des Platzes steht ein Monument, welches an Dmitrije Tucowic, den Führer der sozialistischen Bewegung des beginnenden 20. Jahrhunderts, erinnern soll. Offiziell ist der Slavija-Platz auch nach ihm benannt. Der niemals leere Hauptplatz von Belgrad fungiert auch als Hauptverkehrspunkt der Stadt, denn dort läuft der ganze öffentliche Nahverkehr zusammen.

 

Besondere Bauwerke

Avalski Toranj (Avala TV Tower)
Der einst 202.80 m hohe TV-Turm auf dem Berg Avala bei Belgrad beinhaltete auf 102,75 Metern Höhe eine mehrstöckige Aussichtsplattform. Infolge der Bombenangriffe der NATO wurde er indes 1999 zerstört. Die Wiederaufbauarbeiten des Turmes begannen am 21. Dezember 2006.

Despot Stefan-Turm

Dieser Turm steht seit 1405 in Belgrad und erinnert an Stefan Lazarević, der Belgrad ein Jahr zuvor zur Hauptstadt seines Despotats gemacht hatte.

Genex-Turm

Hierbei handelt es sich um einen 35 Stockwerke und 115 m hohen Wolkenkratzer in Novi Beograd (= Neues Belgrad), der 1980 von Mihajlo Mitrovic im brutalistischen Baustil entworfen worden war. Der Genex-Komplex besteht aus zwei Türmen, welche durch ein Drehrestaurant miteinander verbunden sind.

Hotel Moskwa

Als eines der ältesten Hotels Serbiens und als ein Wahrzeichen der Stadt erhebt sich das märchenhaft wirkende 4-Sterne-Hotel Moskwa im Stadtzentrum Belgrads. Das wundervolle und 1906 konstruierte Bauwerk steht unter dem speziellen Schutz der Regierung. Gleich vor dem Hotel liegt der Terazije-Brunnen aus dem Jahre 1860.

Kuća Cveća (Haus der Blumen)

Dieses Monument mit dem klangvollen Namen ist ein Mausoleum, das für Josip Broz Tito, den Führer des früheren Jugoslawiens, errichtet wurde, nachdem dieser 1980 gestorben war. Normalerweise findet man es in keinem Reiseführer aus Belgrad und in keiner Touristeninformation. Dennoch kommt man hin, indem man den Bus Nr. 40/41 von Studentski Trg oder von der Kneza Milosa-Straße nimmt und in Richtung “Dedinje“ fährt. Unterwegs braucht man nur nach Kuća Cveća fragen. Der Eintritt in das Museum ist kostenlos.

Monument des Unbekannten Helden

Auf dem Berg Avala liegt das vom kroatisch-amerikanischen Bildhauer Ivan Meštrović entworfene Monument, das im Auftrag von König Alexander I. von Jugoslawien entstand. Es sollte der Opfer gedenken, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben verloren haben.

Narodna skupština Republike Srbije (Serbisches Parlament)

www.parlament.sr.gov.yu
Das Einkammern-Parlament Serbiens tritt seit 2006 in diesem Gebäude zusammen, das sich im Stadtzentrum am Nikola Pašić-Platz befindet. Es ist auch auf dem 5.000-Dinar-Schein abgebildet. Das Gebäude entstand im 20. Jahrhundert, wobei sich die Baumaßnahmen, welche 1907 begannen, infolge des Krieges sehr verzögerten. Seit 1939 steht vor dem Parlamentsgebäude eine Skulptur von Toma Rosandić.

Palata »Albanija« (Palast Albania)
Dieses Hochhaus am Terazijeplatz war im Jahre der Fertigstellung (1940) das erste Hochhaus von Belgrad und für lange Zeit überhaupt das höchste Bauwerk der Stadt. Der Name des Gebäudes bezieht sich auf das Restaurant "Albanija“, das einst an der Stelle gestanden hatte, wo sich heute der Palata erhebt.

Palata Beograd (“Beograđanka)

101 Meter in den Himmel streckt sich dieses Hochhaus in der Innenstadt von Belgrad aus. Gebaut wurde es zwischen 1969 und 1974. In der höchsten Etage gibt es ein Restaurant, das aber leider seit den 1990ern aus unbekannten Gründen geschlossen ist. Außerdem sind im Gebäude das "Beograd"-Warenhaus, das serbische IKEA-Hauptbüro sowie zwei TV-Stationen untergebracht.

Sava Centar (Sava Center)

www.savacentar.com
Mehr als eine halbe Millionen Besucher kommen jährlich in das internationale Kongress-, Kultur- und Geschäftszentrum der serbischen Hauptstadt. Das Bauwerk entstand zwischen 1976 und 1979 und bietet auf 69.720 m2 Nutzfläche einen Theatersaal mit 4.000 Sitzplätzen, 15 Konferenzsäle, eine Ausstellungsfläche und zahlreiche andere Einrichtungen an. Im Jahre 2007 werden sowohl die Glasfassaden als auch die Audio-Installationen für Konzerte restauriert. Im Centar fanden bereits solch bedeutende Veranstaltungen statt wie das jährliche Treffen der Weltbank oder der UNESCO, und international bekannte Größen wie Plácido Domingo, Montserrat Caballé, Miles Davis, B. B. King, Zubin Mehta, Vladimir Ashkenazy und viele viele andere traten hier auf.

Ušće-Turm

www.uscetower.com
Der Ušće-Turm ist die größte Konstruktion Belgrads und des gesamten Balkans. Errichtet im Jahre 1964 und lange Zeit als Symbol eines starken kommunistischen Landes fungierend, bestimmt das 25 Stockwerke zählende gläserne Bauwerk die Skyline der Stadt. 1999 wurde der Turm durch Luftbombardements der NATO schwer beschädigt, konnte aber von 2003 bis 2005 rekonstruiert werden. Hinzu kamen etwa 40 Meter Höhe, so dass der Turm heute etwa 150 Meter in den Himmel ragt. In der höchsten Etage befinden sich ein Aussichtsdeck, ein Fitnessstudio sowie ein Café. Die Fertigstellung eines zweiten Turms ist bis zum Jahre 2008 geplant. Zusammen mit dem „alten“ Turm wird er den Ušće-Komplex bilden, das dann modernste Geschäftszentrum des Balkans.

Brankov most 
Diese Brücke ist die zweitlängste Brücke in Belgrad und verbindet den alten Teil Belgrads über die Save mit dem neuen Stadtteil - Novi Beograd.
Die 450 m lange Brücke war als Ersatz für die 1941 zerstörte Alexanderbrücke erbaut worden. Die Brücke wurde 1956 errichtet und eine Erweiterung der Kapazität der Brücke wurde 1979 fertiggestellt. Im Jahr 1984 stürzte sich der jugoslawische Schriftsteller Branko Ćopić in den Tod. Dieses Ereignis inspirierte den Autor und Regisseur Srdjan Koljevic zu seinem Film "Belgrad Radio Taxi" von 2011.

Gazela
Die 332 m lange Gazela  ist die wichtigste Straßenbrücke über die Save. Die Brücke ist ein Teil der Belgrader der Stadtautobahn und der Europastraße 75. Sie wurde in den Jahren von 1966 bis 1970 errichtet.

Burgen, Paläste und Villen

Alter Palast
Im königlichen Palast der serbischen Obrenović-Dynasty ist heutzutage die Stadtversammlung Serbiens untergebracht. Der imposante Palast entstand in den Jahren zwischen 1882 und 1884 und geht auf Entwürfe Aleksandar Bugarskis zurück. Innerhalb einer geführten Tour ist die Besichtigung des Palastes möglich.

Beli dvor

In diesem Haus lebt Alexander, der Kronprinz Serbiens und Jugoslawiens, zusammen mit seiner Frau, der Kronprinzessin Katherine, und den drei Kindern, die Alexander aus seiner ersten Ehe mitgebracht hatte. Beli dvor gehört zum königlichen Verbund, einem privaten Landbesitz, der im exklusiven Belgrader Viertel Dedinje liegt. Beli dvor wurde nach einer vierjährigen Bauzeit 1937 vollendet und diente damals dem Prinzregenten Paul und seiner Familie als Wohnort. Das Innenleben des imposanten Bauwerks besteht aus englischen und russischen Antiquitäten, die von der französischen Firma Jansen entworfen worden sind. Dieselbe Firma dekorierte übrigens unter John F. Kennedy das Intérieur des Weißen Hauses.

Kalemegdan

Die seit dem Mittelalter beständig ausgebaute Festung Kalemegdan fungiert als unumstrittenes Wahrzeichen Belgrads und repräsentiert das frühere urbane Zentrum der Stadt. Ihr Name bezeichnet die Freifläche rund um die Zitadelle. Diese hatte einst den Kern der Festung gebildet. Deren Ursprünge liegen noch in römischer Zeit, auch wenn der eigentliche Bau aus dem 12. Jahrhundert stammt. Die bedeutendsten historischen Monumente der Kalemegdan sind bspw.

  • Brunnen des Mechmed Pascha Sokolovic
  • Jaksić-Turm
  • Kirche Ruzica
  • Nebojsa-Turm
  • Römischer Brunnen
  • "Sahat Kula" genannte Uhrturm
  • Tor des Despoten
  • Tor Karl des VI.

An die Festung schließt sich der Kalemegdan Park an, in dem sich Büsten angesehener serbischer Persönlichkeiten anordnen. Im gesamten Komplex sind nicht nur die Reste der historischen Festung zu sehen, sondern auch das Militär-, das Jagd- und Forstmuseum, einige Kirchen, der Pavillon für Kunst "Cvijeta Zuzorić", verschiedene Restaurants und schließlich der Zoo von Belgrad.

Konak kneginje Ljubice (Residenz von Gräfin Ljubica)

Zwischen 1829 und 1831 entstand im serbischen Balkanstil (= Mischung aus orientalischen und klassizistischen Dekorationen) diese Residenz für Ljubica, die Frau des Grafen Miloš Obrenović, und deren Söhne. Heute wird das Haus als Teil des Belgrader Museums verwendet und beherbergt permanente Ausstellungen.

Kralevski dvor

Diese große Stuckvilla entstand in den 1920er Jahren im serbisch-byzantinischen Stil. Sie befindet sich gleich in der Nähe von Beli dvor.

 

Museen und Galerien

Etnografski Muzej (Ethnographisches Museum)
In diesem Museum werden Exponate aus den Bereichen Juwelierkunst, serbische Folklore, Architektur oder Transportwesen ausgestellt. Zudem gehört zum Museum einer der reichsten spezialisierten Bibliotheken Serbiens.

Ivo Andric Museum

Wer sich für Literatur interessiert, wird dieses Museum am Andricev Venac lieben.

Kuća Cveća (Haus der Blumen)

Das Monument mit dem klangvollen Namen ist ein Mausoleum, das für Josip Broz Tito, den Führer des früheren Jugoslawiens errichtet wurde, nachdem dieser 1980 gestorben war. Normalerweise findet man es in keinem Reiseführer aus Belgrad und in keiner Touristeninformation. Dennoch kommt man hin, indem man den Bus Nr. 40/41 von Studentski Trg oder von der Kneza Milosa-Straße nimmt und in Richtung “Dedinje“ fährt. Unterwegs braucht man nur nach Kuća Cveća fragen. Der Eintritt in das Museum ist kostenlos.

Muzej Afrike Umetnosti (Museum für Afrikanische Kunst)

In Senjak befindet sich das 1977 gegründete Museum für Afrikanische Kunst. Es ist das einzige Serbiens, das sich der Kunst und der Kultur des "Schwarzen Kontinents" verschrieben hat.

Muzej savremene umetnosti (Museum für zeitgenössische Kunst)

Tourist Guide Association
Tel. 00381 - (0)11 - 324-8379
Hier werden Arbeiten ausgestellt, die um 1900 in Serbien und dem früheren Jugoslawien entstanden sind. Auch internationale Ausstellungen werden vom Museum angeboten. In der permanenten Ausstellung des Museums kann man 35.000 Exponate betrachten.

Narodni muzej (National Museum of Serbia)

Gegenwärtig wird das 1844 gegründete Museum restauriert. Zu ihm gehören mehr als 400.000 Werke, die neben der serbischen auch die italienische, die französische, die holländische und flämische Kunst vertreten sowie einige deutsche, österreichische und russische Meister.

Muzej Nikole Tesle (Museum "Nikola Tesla")

Mehr als 160.000 Original-Dokumente, etwa 2.000 Bücher und Zeitschriften sowie technische Exponate und Fotografien können hier eingesehen werden. Benannt wurde das Museum nach Nikola Tesla (1856 - 1943), einem Erfinder und Elektro-Ingenieur.

Achtung!
Viele Museen Belgrads haben montags geschlossen.

 

Opernhäuser, Theater, Kulturzentren

Zu den vielen Theatern Belgrads gehören solch prominenten Einrichtungen wie das Jugoslawische Dramentheater, das Zvezdara Theatre und das Atelier 212. Am sicherlich bedeutendsten aber ist das Nationaltheater:

Narodno Pozorište u Beogradu (Nationaltheater)

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründet und am Platz der Republik gelegen, ist das Theater in einem Gebäude untergebracht, das 1869 nach Entwürfen von Aleksandar Bugarski erbaut worden ist. 1986 wurde es rekonstruiert. Es blieb auch während der NATO-Bombardements 1999 geöffnet. Zum Nationaltheater gehören zudem die Belgrader Oper sowie das Ballett der Stadt. Die großen Opern, Dramen und Ballettaufführungen werden in der Großen Halle gegeben.

 

Kirchen, Synagogen und Moscheen

Crkva Svetog Marka (St. Markus-Kirche)
Die serbisch-orthodoxe Kirche im Tašmajdan-Park (in der Nähe des Parlamentsgebäudes) entstand zwischen 1931 und 1940 an der Stelle, wo 1835 ein Vorgängerbau errichtet worden war. Das christliche Gotteshaus wurde im serbo-byzantinischen Stil errichtet und enthält am südlichen Ende einen Sarkophag mit den sterblichen Überresten des serbischen Kaisers Stefan Dušan.

Hram Svetog Save
 Kathedrale (Kathedrale des Heiligen Sava)
Mit ihrer Grundfläche von 3.500 m² ist diese serbisch-orthodoxe Kathedrale die größte Kirche der Balkaninsel und eine der größten orthodoxen Sakralbauwerke weltweit. Der Durchmesser ihrer Kuppel übersteigt sogar den der Hagia Sophia in Istanbul. Die Kirche wurde dem Hl. Sava, dem ersten serbischen Erzbischof und Nationalheiligen geweiht und entstand dort, wo einst die sterblichen Überreste des Heiligen verbrannt worden waren.

Saborna Crkva Sv. Arhangela Mihaila 
Zwischen 1837 und 1840 in einer stilistischen Mélange aus Klassizismus und Barock erbaut, ist diese serbisch-orthodoxe Kirche eines der bedeutendsten Heiligtümer des Landes. Ihr Innenleben besticht durch reiche Dekorationen, wobei ihr Wert auch in der Schatzkammer liegt, wo Relikte serbischer Heiliger, wie die von König Uroš oder die des Despoten Stefan Štiljanović enthalten sind.

Beogradska Sinagoga (Belgrade Synagoge) 
Als einzige aktive Synagoge Serbiens liegt im zentralen Teil Belgrads dieses jüdische Gotteshaus, welches zwischen 1924 und 1926 im neo-klassizistischen Architekturstil erbaut worden ist. 1990 fanden teilweise Renovierungsarbeiten des Innenbereichs statt. Die Synagoge steht der äußerst aktiven jüdischen Gemeinde der serbischen Hauptstadt zur Verfügung.

Bajrakli Moschee
In der Gospodar Jevremowa-Straße liegt diese zwischen 1660 und 1688 erbaute Moschee. Es handelt sich bei ihr um das einzige islamische Gotteshaus in Belgrad, das bereits zu Ottomanischen Zeiten der Eroberung Serbiens bestanden hatte. Während der Besetzung durch die Österreicher (1717-1739) wurde die Moschee in eine römisch-katholische Kirche umgewandelt. Nach der Rückeroberung durch die Osmanen erhielt sie ihre ursprüngliche Funktion zurück.

 

Universitäten, andere Bildungseinrichtungen

Srpska Akademija Nauka i Umetnosti (Serbische Akademie für Wissenschaft und Kunst)
Diese hervorragende akademische Institution Serbiens wurde 1886 gegründet und ist seither die höchste Bildungseinrichtung des Landes.

Univerzitet u Beogradu (Universität von Belgrad)

Die Belgrader Universität ist die älteste Serbiens. Sie genießt einen sehr guten Ruf im Lande und ist eine der größten auf dem gesamten Balkan. Etwa 78.000 Studenten werden hier in 31 Fakultäten gegenwärtig ausgebildet. Zudem gehören zur Universität noch acht Forschungsinstitute.

 

Fußballstadien

Beogradska Arena
Im Jahr 2004 wurde der größte und modernste Sportkomplex von Belgrad eröffnet. Er wurde mit dem Ziel entworfen, alle bedeutenden sportlichen sowie kulturellen Ereignisse ausrichten zu können. Das eine Fläche von 48.000 m2 aufweisende Stadion ist für 23.000 Zuschauer ausgelegt. Neben den sportlichen Veranstaltungen traten hier bereits solche berühmten Persönlichkeiten wie David Copperfield, Phil Collins oder Andrea Bocelli auf.

Stadion Crvena Zvezda (“Marakana)

Dieses multifunktionale Stadion Belgrads wird gegenwärtig v. a. für Fußballspiele verwendet und ist das Heimstadion des Crvena Zvezda. Insgesamt verfügt das 1963 gebaute Stadion über 54.000 Plätze.

Stadion Partizana

Ein weiteres Stadion Belgrads wurde speziell für Fußballspiele und Leichtathletik erbaut. 1949 wurde es mit dem Spiel Jugoslawien gegen Frankreich eröffnet. 55.000 Zuschauer konnten hier bis zur Renovierung 1998 an den sportlichen Ereignissen teilnehmen. Nun sind es immerhin noch 32.710. Im Jahr 2007 begann (bis ca. 2009) der Bau eines neuen Stadions, wobei das alte Stadion Partizana abgerissen wird.

 

Parkanlagen

Zahlreiche Wälder bestimmen das Belgrader Stadtgebiet. Die sicherlich schönsten, aber auf jeden Fall größten dieser Stadtwälder sind die von Kosmaj, Avala, Trešnja sowie der Obrenova�?ki zabran und der Boj�?in-Wald. Weitere schöne Stadtparks sind

Košutnjak

Er befindet sich 6 Kilometer südwestlich vom Belgrader Stadtzentrum entfernt und wächst an gewissen Stellen mit dem Topčider-Wald zusammen.

Topcider

Einer der Hauptanlauforte für Entspannung, ein Picknick oder einfaches Genießen der frischen Luft ist dieser Belgrader Stadtwald. Bis zu 34 Meter hohe alte Bäume sind hier zu sehen sowie viele Monumente, zu denen bspw. eine Steinkirche, der Binjektaš Stein (“hüpfender Stein"), ein Museum, drei öffentliche Brunnen und ein Steinobelisk aus dem Jahre 1859 gehören. Im nördlichen Teil des Waldes erstreckt sich der Topcider-Friedhof mit der othodoxen Kirche von Saint Trifun.

 

Zoologischer Garten

Belgrader Zoo
Im unmittelbaren Stadtzentrum im Kalemegdan Park gelegen, wurde der Belgrader Zoo 1936 gegründet. Damit ist er eine der ältesten Tierparkanlagen Europas. Er erstreckt sich auf etwa 6 Hektar und beherbergt etwa 2.000 Tiere aus 200 Arten. Der Zoo verfügt darüber hinaus über viele Bauwerke, die einen herrlichen Blick über die Tiergehege gewähren. Neben den Trinkwasserbrunnen und einem Baby-Zoo befindet sich innerhalb des Geländes auch eine Galerie hölzerner Skulpturen.

 

Flüsse

Donau
Die Donau fließt auf einer Länge von 60 Kilometern durch Belgrad. Dieser nach der Wolga zweitlängste Fluss Europas entspringt im deutschen Schwarzwald. Bei Donaueschingen fließen die Brigach und die Breg zusammen und bilden von da an die Donau. Die Breg ist mit 48 km der längere der beiden Quellflüsse und entspringt in 1.078 m Höhe in der Nähe der Martinskapelle bei Furtwangen im Südschwarzwald. Von hier bis zur Mündung der Donau im Schwarzen Meer, beträgt ihre Länge 2.888 km. Der zweite Quellfluss, die Brigach, entspringt im Brigach-Tal in der Nähe von Sankt Georgen, ebenfalls im Südschwarzwald gelegen. Die Brigach ist bis zu ihrem Zusammenfluss 42,7 km lang.
Die Donau, welche seit Jahrhunderten eine bedeutende internationale Wasserstraße ist und in der römischen Zeit eine wichtige Grenze des Reiches war, verläuft durch mehrere europäische Staaten (Deutschland, Österreich, Slovakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Moldawien und Ukraine), bevor sie in das Schwarze Meer mündet.

Save

Vom Belgrader Vorstadtbezirk Obrenovac bis zur Mündung fließt die Save auf einer Länge von 30 Kilometern flussaufwärts. Ungefähr 5 Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum erstreckt sich die "Kupalište“. Dieser Stadtstrand Belgrads liegt an einem abgetrennten Flussarm der Save. Dabei handelt sich bei der Save um einen Nebenfluss der Donau, der durch Slovenien, Kroatien, Bosnien sowie Serbien fließt und insgesamt 945 Kilometer Länge misst. Sie entspringt bei den slowakischen Städten Lesce und Radowljica. Bevor sie bei Belgrad in die Donau mündet, durchfließt sie noch die Stadtbezirke Zabrežje, Obrenovac, Umka und Ostružnica.

 

Hafen

Luka Beograd
Die serbische Hauptstadt verfügt über einen Passagierhafen an der Donau. Dieser ist sehr gut ausgestattet und mitten in Belgrad am rechten Ufer der Donau gelegen. Hier stehen auch Restaurants und Duty-Free-Shops sowie eine Marina (= Yachthafen) zur Verfügung. Obwohl es keinen regulären Linienschiffsverkehr in Belgrad gibt, kann man vom Passagierhafen Bootsfahrten auf der Donau unternehmen.

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Kommentare
Dr.Ilse H.  (Samstag, 30.04.2011)
Übersicht ist große Klasse!!! Hätte sie mir für meine Reise am 25. Mai nach Belgrad gerne ausgedruckt!!!! Geht leider nicht oder ich bin zu dumm dafür!!! Großes Bedauern, denn ich möchte in 8 Tagen so viel wie möglich sehen!! Herzliche Grüße oder können Sie mir helfen??? Danke. Liebe Grüße Dr. Ilse H.


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