Service » Wellness und Fitness » Wellness und Fitness: Trockensauna

Meteorologie

Wissenswertes zu Wetter und Meteorologie

      Meteorologie

Städte

Unter Städte der Welt finden Sie nicht nur Städte wie Florenz oder Peking, sondern auch Städte wie Nukualofa und Zittau

      Städte

Giftschlangen

Nützliche Informationen zu Giftschlangen der Welt.

      Giftschlangen

Trocken Sauna

Unter einer Trockensauna versteht man einen meist mit Holz ausgetäfelten nicht allzu großen Raum, der meist mittels eines Elektroofens auf variable Temperaturen, bis sogar 120°C aufgeheizt werden kann. Dabei liegen die typischen Temperaturen von "heißen" Saunen zwischen 80°-90°C. Auf einer Unterlage (Handtuch) sitzen oder liegen die Besucher und können ihre Saunazeit mittels einer Sanduhr sehr genau abstimmen. Im Gegensatz zum Dampfbad beträgt die Luftfeuchtigkeit einer Trocken-Sauna bei z.B. 90°C nur etwa 2-5 %, mit Ausnahme der kürzeren Phasen, in denen Aufgüsse durchgeführt werden.

Der Besuch einer Sauna dient dem körperlichen Wohlbefinden, der Vorsorge gegen Erkältungskrankheiten, einer generellen Abhärtung des Körpers sowie oft auch einfach der körperlichen Freude. In Deutschland werden die meisten Saunen von Männern und Frauen gemeinsam im unbekleideten Zustand benutzt. In den meisten angelsächsischen Ländern werden sie getrennt und sogar mit Badekleidung besucht. Besonders prüde sind die USA. 
In vielen moslemischen Ländern werden Saunabäder meist nur von Männern besucht. Dort besteht verständlicherweise ansonsten eine strikte Geschlechtertrennung.

Oft werden zu vorher angekündigten Zeiten von Sauna- oder Bademeistern Aufgüsse durchgeführt. Dabei wird Wasser, das oft mit ätherischen Substanzen versetzt wurde, auf über den Heizspiralen des Ofens liegenden Steine gegossen. In Russland und anderen Ländern wird auch Wodka oder Bier als Aufguss verwendet. Infolge des Aufgusses steigt die Luftfeuchtigkeit in dem Saunaraum an, was bei hohen Temperaturen zu Problemen, bis hin zu Verbrühungen führen kann.

Verhalten beim Saunagang

Im Prinzip ist es jeden Saunabesucher mehr oder weniger selbst überlassen, wie er sich seine(n) Saunagang(gänge) gestaltet. Aber dennoch gibt es Regeln an die sich zu halten erstens den eigenem Wohlbefinden und zweitens der Rücksicht auf andere dient. Ein typischer Saunagang sieht etwa wie folgt aus.

  • Man entkleidet sich und verbringt seine Kleidung und Wertsachen an einem sicheren Platz.
  • Man zieht seine mitgebrachten oder geliehenen Badelatschen sowie einen Bademantel an. Ein oder zwei Handtücher, eines zum "Draufsetzen" und eines zum Abtrocknen runden die "Ausrüstung" ab.
  • Man geht unter eine lauwarme Dusche, um sich zu reinigen. Danach betritt man - abgetrocknet - den Saunaraum, wobei man die Saunatür sehr schnell hinter sich schließt.
  • Im Saunaraum sucht man sich am besten am Beginn einen Platz weiter unten, da es dort etwas weniger heiß ist. Natürlich setzt bzw. legt man sich auf die mitgebrachte Unterlage (Handtuch).
  • Je nach Alter, Kondition oder Erfahrung verbleibt man zwischen 10 Min. bis maximal 30 Min. in dem Saunaraum, wobei man allmählich einen höher gelegenen Sitzplatz einnehmen kann.
  • Nach Verlassen der Sauna führt ein kurzer Gang im Freien in frischer Luft zu einer erhöhten Sauerstoffaufnahme. Danach duscht man sich lauwarm oder auch kalt ab (Schweiß) um dann in ein kaltes Becken zu steigen und dort mehrfach unterzutauchen.
  • Wärmende Fußbäder sind wohltuend und medizinisch sinnvoll.
  • Anschließend begibt man sich in einen Ruheraum um mit dem Bademantel bedeckt in einem Liegestuhl ca. 30 Min. zu entspannen.
  • Danach wiederholt man die Prozedur 1 bis eventuell 3 mal. Wichtig ist es, dabei auf das eigene Befinden zu achten und sich nicht zuviel zuzumuten.

Es kann sinnvoll sein, zwischen zwei Saunagängen, oder auch am Ende des gesamten Saunabades, frische Fruchtsätze zu sich zu nehmen. Vom Genuss von Alkohol ist abzuraten.

Wirkungen auf dem Organismus

Bei einer Infektion reagiert der menschliche Organismus in der Regel mit einer erhöhten Temperatur, die als Fieber bezeichnet wird. Dabei kann die Körpertemperatur im Extremfall bis zu ca. 42°C ansteigen. Diese Temperaturerhöhung dient der Vernichtung der eingedrungenen Keime. Eine derartige Temperaturerhöhung lässt sich auch von außen, also z.B. beim Saunieren hervorrufen, wobei Temperaturerhöhungen auf über 39°C möglich sind. Dabei werden eingedrungene Krankheitserreger bekämpft, aber auch Krebszellen reagieren oft auf eine Temperaturerhöhung (Hyperthermie). Nach dem Ausbruch einer Infektionserkrankung ist der Organismus jedoch meist so geschwächt, dass von einem Saunagang abzuraten ist.

Weiterhin dient die Erwärmung und anschließende Abkühlung einer generellen Abhärtung des Organismus gegen zahlreiche Infektionen. Außerdem bewirkt dieser Prozess eine Aktivierung und Entspannung der Skelett-Muskulatur. Der Blutdruck wird gesenkt, der Kreislauf angeregt sowie der Stoffwechsel und die Atmung werden verstärkt. Ganz wichtig ist auch der Aspekt einer psychologisch wohltuenden Situation. Auf Grund der hohen Temperatur erwärmt sich die Haut bis auf über 42°C was zu einer Erweiterung und damit einer verbesserten Durchblutung der Blutgefäße führt. Beim anschließenden Abkühlen mittels kalten Wassers verengen sich die Gefäße wieder. Dieser Wechsel zwischen Erweitern und Verengen ist eine Art "Training" für die Gefäßmuskulatur der Haut und kann durchaus zu einer Verlangsamung des Alterungsprozesses der Haut führen. Auf Grund des Schwitzens und der wiederholten Kaltwasseranwendung werden die Schweißdrüsen angeregt und die Hornschicht der Haut quillt auf, was besonders bei trockener Haut ein sehr erwünschter Effekt sein kann.

Gesellschaftliche Aspekte des Saunabesuches

Der Gang in eine Sauna oder in ein Dampfbad spielte und spielt in vielen Kulturen eine große Rolle. Das herausragendste Ereignis, das angeblich anlässlich eines Besuchs in einem Dampfbad zustande gekommen ist, war die deutsche Wiedervereinigung. Helmut Kohl ( ) und Boris Jelzin ( ) sollen sich im Jahr 1990 auf die Grundlage der Vereinigung bei dem gemeinsamen Besuch eines Dampfbades geeinigt haben. Im skandinavischen Raum, dort vor allem in Finnland, spielt sich ein großer Teil des gesellschaftlichen Freizeitlebens in der Sauna ab. Aber auch geschäftliche Treffen finden gerne und häufig im Rahmen eines gemeinsamen Saunaganges statt. So gibt es kaum ein Haus oder Ferienhaus in Finnland dem nicht eine, und sei sie noch so klein, Sauna angeschlossen ist. Interessanterweise ist es dort nicht üblich, dass Männer und Frauen die Sauna gemeinsam besuchen, von Familien sicherlich abgesehen. Das gemischte nackte Saunabaden ist fast eine ausschließlich auf Deutschland und teilweise auf Österreich begrenzte Kultur des Saunabadens. Welchen Stellenwert das Saunabaden in Skandinavien besitzt zeigt sich nicht zuletzt darin, das man in Segelbooten, die nicht länger als rund 12 m sind, Saunen einbaut und derartige Boote kommerziell erwerben kann.

Gesundheitliche Probleme

Ein Saunabad ist bei einer Reihe von Erkrankungen nicht empfehlenswert, da die Beschwerden verstärkt werden können. Das sind u.a.:

  • eine akute Infektion (Grippe)
  • Hauterkrankungen
  • offene Wunden
  • Gelenkentzündungen
  • Muskelentzündungen
  • Ischias

Biosauna

In einer Biosauna (Lichtsauna) werden bei Temperaturen um 40°-55°C und einer Luftfeuchte von 45-55 % verschiedenartige Beleuchtungen und oft entspannende Musik angeboten. Sie dienen in erster Linie der Entspannung und Kontemplation bzw. Meditation.

Tempidarium

In einer derartigen "Sauna" herrschen geringe Temperaturen von etwa 30°C bei geringer Luftfeuchte. Diese Temperatur wird durch eine Wandheizung erzeugt und sorgt für eine gleichmäßige Erwärmung.

Caldarium

Ein Caldarium ist sehr ähnlich wie ein Tempidarium, jedoch mit Temperaturen um 45°-50°C bei einer Luftfeuchte von 50-60 %.




Kommentieren

eMail:  

Name:  

Kommentar:  


Benoten sie diesen Artikel


 
gut 1   2   3   4   5  schlecht