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Was sind Cocktails?

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Namensherkunft
  2. Wie alles begann
  3. Versuch einer Definition
  4. Elemente eines guten Drinks
  5. Bewertungskriterien für einen guten Drink
  6. Die Balance
  7. American Drinkgroups

 

Die Namensherkunft

Es gibt keinen eindeutig nachweisbaren Hintergrund für die Entstehung des Begriffs Cocktail. Vielmehr sind hier der Kreativität und der Phantasie des Menschen keine Grenzen gesetzt worden, sodass gleich mehrere Anekdoten neben einander existieren, die alle für sich den Begriff Cocktail erklären wollen. Kommt man einmal in die Verlegenheit, erläutern zu müssen, wie der Cocktail entstanden ist, so greift man sich am besten die Geschichte heraus, die einem am logischsten und unterhaltsamsten vorkommt. 
Die Lieblingsgeschichte vieler Barkeeper und Barmaids handelt von eigentlich verbotenen Hahnenkämpfen in den US-amerikanischen Südstaaten bzw. in Mexiko, wo man traditionell als Trophäe die Schwanzfeder des toten Hahns behalten durfte und auf den Siegerhahn trank. Der Besitzer des toten, also unterlegenen Hahns gab nach dem Kampf mit den Worten „Let’s have a drink on the cock’s tail“ eine Runde gemischten Alkohols aus. Nicht umsonst ziert ein Hahn mit üppigen Schwanzfedern heute das Vereinssymbol der Deutschen Barkeeper Union (DBU). 

Eine andere Version stellt eine gewisse Betsy Flanagan in den Mittelpunkt des Geschehens. Diese Soldatenwitwe, die 1776 eine Gaststätte in Elmsford, New York unterhalten hat, wurde von französischen Offizieren immer wieder mit einem Engländer aufgezogen, der in der Nachbarschaft eine Hühnerfarm betrieb. Nachdem Betsy das illustre Gerede nicht mehr ertragen konnte, ging sie kurzerhand zu dieser Farm, riss den Hähnen die Schwanzfedern aus und überreichte sie den verdutzten Franzosen gemeinsam mit einem Mixgetränk, woraufhin einer der Offiziere rief „Vive le coq’s tail.“ 

Eine weitere Variante bezieht sich auf Friedensgespräche zwischen Mexikanern und Amerikanern, wobei die Tochter des mexikanischen Königs Azelot dem amerikanischen Abgesandten ein Getränk in einem reich verzierten Glas überreichte. Der Amerikaner fand nicht nur den Drink, sondern auch die Königstochter sehr anziehend, sodass er das Gebräu kurzerhand nach ihr benannte, Coktel. 
Hier könnten nun noch viele weitere Geschichten folgen, aber letztendlich – wie gesagt – ist keine verbürgt. Man hat also die Qual der Wahl. 
 

 

Wie alles begann

Cocktails sind der Mittelpunkt der Mixologie, der Kunst vom Mixen und Kreieren von (überwiegend) alkoholischen Mix-Getränken. Die eigentliche Geschichte der hohen Kunst der Mixologie beginnt spätestens im Jahre 1862, als Jerry „The Professor“ Thomas das erste Barbuch der Geschichte herausbringt. Sein Name hängt eng mit der Geschichte der American Bar zusammen, dem Urtyp der Bar an sich. Allerdings wurde schon 1806 eine Definition für Cocktails vorgeschlagen, die auch damals nur eine von etwa 180 Getränkefamilien war. Nach jener Definition darf sich Cocktail nennen, was aus „spirit, sugar, bitter and water“ besteht, also aus Alkohol, Zucker, Bitter und (etwa 10%) Wasser. 

Nun begann das Golden Age of Bartending (1870-1919), das Goldene Zeitalter für die Cocktails. Die Zeit, in der Cocktails eine teure Angelegenheit und nur für die höheren männlichen Schichten reserviert waren, endete aber abrupt mit der in den USA eingeführten Prohibition im Jahre 1919 und wurde vom Silver Age (1919-1935) abgelöst: Die Prohibition (16.9.1919 - 05.12.1933) hatte die BarkeeperBartender und Alkoholhersteller der USA über Nacht arbeitslos gemacht. Erstere verließen nun in großer Zahl das Land und verteilten sich auf der ganzen Welt. Im Gepäck hatten sie ihre Cocktailrezepte, die in den neuen Heimatländern aber meist nicht realisiert werden konnten, da die Zutaten andere oder schlicht nicht vorhanden waren. Der Vorteil an den schlechten Basiszutaten lag aber in der aufkommenden Kreativität der Bartender.
 
Etwa zeitgleich mit der beginnenden Prohibition in den USA setzte auch der Siegeszug des russischen Wodkas ein. In den Jahre 1934/35 kam es so zum so genannten Ticky Age, in dem bunte, schrille Drinks mit üppiger Garnitur ersonnen wurden. Die bekanntesten Beispiele für Ticky-Age-Cocktails sind der 1944 erdachte Mai Tai und der Zombie. Diesen Drinks war es gemeinsam, dass sie fast alle auf Rum basierten. 

Das Ticky Age wurde vom Bronze Age (1935-1990) abgelöst. Süße Drinks mit viel Alkohol dominierten nun den Geschmack der Zeit und machen auch den Wodka immer bekannter. Für diese neuen Drinks greift man vermehrt auf Pre-Mixes und künstliche Zutaten zurück und erfindet dümmliche Namen für die Kreationen. Nur wenige der ersonnenen Drinks konnten als gut bezeichnet werden. Die Cocktailkultur verbreitete sich in der Zeit des Wirtschaftswunders und des Massentourismus immer weiter und wurde in den 1980ern am verrücktesten, als Drinks wie Sex on the beach und Piña Colada aufkamen. Weiterhin trat der Caipirinha seinen Siegeszug an. 

In den 1990ern erlebten die Cocktails dann eine Wiedergeburt. Man griff jetzt mehr und mehr auf frische Zutaten zurück und entwickelte eine neue Philosophie, die spätestens in den 2000s wieder auf den Prozess der Drinkherstellung vermehrten Wert legt.

 

Versuch einer Definition

Verwendet man heute das Wort Cocktail auch (fälschlicherweise) als Dachbegriff für alle Mixgetränke, so ist es fachlich korrekt zu sagen, dass Cocktails eine Getränkegruppe sind, die Getränke umfasst, die klassischerweise fast nur aus Alkohol bestehen, meist gerührt (aber auch geshakt) und plain in einem Cocktailspitz serviert werden. Cocktails sind also Shortdrinks, die eine Höchstmenge von 6 bis 8 cl (maximal 10 cl) haben. In einer Definition aus dem Jahre 1806 spricht man vom Cocktail als ausgewogene Mischung aus Spirit (Alkohol), Sugar (Zucker), Bitter und Water (Wasser). Diese vier Elemente kreieren den Charakter und die Balance eines guten Cocktails, dürfen aber nicht mit Zutaten verwechselt werden.
 Klassische Cocktails sind diejenigen, die meist aus dem Golden Age (1870-1919) stammen und deren feststehende Rezeptur noch erhalten geblieben ist. Beispiele für klassische Cocktails sind Manhattan, Sazerac und Scarlet O’Hara. Viele von ihnen sind nicht mehr in der Originalrezeptur möglich, weil es die für ihre Zubereitung nötigen Spirituosen nicht mehr gibt. Weiterhin gibt es Neo-Classics, also alte Rezepturen, die abgeändert und dem modernen Geschmack angepasst wurden. 
Unterteilt werden Cocktails in dry (trockene), medium (zwischen dry und sweet) und sweet (süße) Cocktails.

 

Elemente eines guten Drinks

Um bei der Cocktailkreation ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den chakaterlichen Bestandteilen zu erhalten, greift man auf mindestens 2 und höchstens 4 (wenn man Additiv und Solid als getrennte Bestandteile versteht, dann 5) der folgenden Elemente zurück (vgl. David Embury 1954): Die Base, den Modifier bzw. Flavouring Agent, den Filler und das Additiv bzw. Solid

Bei der Base bzw. der Basis handelt es sich um die dominierende Spirituose, die dem Drink seine Grundrichtung gibt und das Grundaroma festlegt. Dazu gehören die Basisspirituosen Wodka, Rum, Whisk(e)y und Gin (aber auch Tequila) sowie alkoholhaltige Getränke wie Wein oder Liköre. Logischerweise besitzen alkoholfreie Cocktails keine Basis. 

Modifier (auch Flavouring Agents genannt) verändern oder variieren die Grundausrichtung der Basisspirituose und machen deren Aroma komplexer. Weiterhin haben Modifier einen Einfluss auf die Farbe des Cocktails. Gute bzw. gerne verwendete Modifier sind u.a. Spirituosen, Liköre, Sirups, Bitters, Zitronenöl aus Zesten und Twists, aber auch Sahne

Der Filler (auch Chaser genannt) gibt dem Drink Länge (bei Longdrinks) und reduziert die Alkoholkonzentration. Typische Filler sind Weine, Schaumweine, Säfte, Wasser, Soda, Cola, Red Bull, Milch etc. Eis ist ebenfalls ein Filler, wenn eine künstliche Verwässerung erreicht werden soll. 

Zuletzt sind da noch Additivs und Solids. Dazu gehören Öle, Zesten, Bitter, Gewürze, Garnituren, Minze, Gemüse, Sckokoladenstreusel, Eis usw. Diese Bestandteile des Cocktails dienen Präsentationszwecken, variieren aber auch das Aroma des Drinks. Die Grenze zwischen Additivs bzw. Solids und Modifiern ist oft fließend. 

Bei allen Cocktails wird bei der Qualität darauf geachtet, auf welche Weise die fünf Grundgeschmacksarten des Menschen kombiniert wurden. Die Höchstform dieser Balance wäre Geschmacksneutralität, ist aber freilich nicht erwünscht. Da das Aroma und die Atmosphäre über die Wahrnehmung der Qualität eines Drinks mitentscheiden, ist die Präsentation des Drinks und das Ambiente, in dem er serviert wird, mitentscheidend für seine Qualität.

 

Bewertungskriterien für einen guten Drink

Zunächst ist einmal die Optik eines Drinks zu bewerten. Dazu gehören Kriterien wie Farbeffekte und Floats (dt. Schichtungen). Ist die Garnitur frisch und passend? Hat der Drink die richtige Menge? Ist das Glas sauber und passend? Wurde eine Serviette benutzt, und wurde der Erwartungshaltung des Gastes entsprochen? 
Neben der Optik entscheidet das Aroma über die Qualität eines Drinks. Wurde das erwartete Aroma eingehalten? Hat der Drink den richtigen Glastypen und die richtige Temperatur, um die Aromen zu fördern? Ist der Drink übersprittet? Sind die Zutaten frisch? Wie steht es mit der Balance der Bestandteile, oder dominieren Aromen, die nicht dominieren sollten? 
Das Wichtigste und Entscheidenste bei der Drinkbewertung aber ist der Geschmack. Auch hier wird auf die Erwartungshaltung des Gastes, die Temperatur und die Vordergründigkeit von Aromen geachtet. Auch hier sind Kriterien wie Fische und Übersprittung wichtig, aber auch Aspekte wie Verwässerung und geschmackliche Beständigkeit des Drinks. Es wird auf das Abgangsverhalten geachtet, auf Nachgeschmack und auf die Konsistenzwahrung während der Verkostung, was heißt: Ein Drink muss zwischen 10 und 12 Minuten konsistent sein und darf seinen Geschmack oder seine Schichtung in dieser Zeit nicht verlieren.

 

Die Balance

Die Balance ist das A und O eines guten Drinks. Wichtige Faktoren, welche für eine gute Ausgewogenheit der einzelnen Zutaten Verantwortung tragen, sind u.a. die Alkoholkonzentration, das Säure-Süße-Verhältnis und die Temperatur, aber auch das Ambiente, in dem der Drink genossen wird. 
Die Bestandteile eines Drinks sind Zucker, Säure, Fett und Salze. 
Zucker ist der wichtigste und am meisten benutzte Aromaträger in Cocktails, während die Säure für einen Erfrischungsfaktor sorgt und – in Maßen – auch Durst löschend wirkt. Fette sind die wichtigsten Energiegeber und Aromaträger, werden aber in Cocktails nicht mehr so gerne verwendet. Zu den verwendeten Zutaten mit Fetten gehören Eier, Milch, Sahne, Kokospüree und Butter. Die Salze nun spielen in der Mixologie einer eher untergeordnete Rolle. Sie können aber Bitterkeit ausgleichen und – in Maßen – schöne Akzente setzen, speziell in Kombination mit Fetten. Ein Beispiel dafür ist das Sodawasser, in dem viele Salze enthalten sind: Je mehr Salze, desto mehr Sprudel. 
Der Alkoholgehalt ist einer der wichtigsten Grundlagen für die Balance eines Drinks. Wie etwa beim Wein wird von den meisten Menschen eine Alkoholkonzentration von mehr als 13Vol% als unangenehm empfunden. Für viele liegt also dort das Maximum für den annehmbaren Purgenuss. Steigt die Alkoholkonzentration, steigt meist auch der Anteil des verwendeten Zuckers, den man nun benötigt, um eine Balance herzustellen. Je mehr Alkohol in einem Drink ist, desto mehr Zucker also. Wichtig ist auch die Rolle des Alkohols bei der Viskosität des Drinks, also bei der Konsistenz, dem Fließverhalten. 
Als eine wichtige Grundregel für eine gute Balance ist auf die Temperatur zu achten, denn eine erhöhte Temperatur verstärkt den Alkohol, die Fuselaromen und die Süße, drückt aber die Säure. Für die Serviertemperaturen der Drinks gilt folgende wichtige Faustregel: 

Kälte ↑ Aroma und Süße ↓ Säure und Viskosität ↑ Alkoholwahrnehmung ↓
Kälte ↓ Aroma und Süße ↑ Säure und Viskosität ↓ Alkoholwahrnehmung ↑ 

Werden Drinks also zu kalt serviert, haben sie immer noch die Möglichkeit, an Aroma zu gewinnen. Bei zu warm servierten Drinks geht das nicht mehr. 
Wichtig bei einer guten Drinkbalance sind freilich auch Geschmack und Geruch.
Die Zunge des Menschen kann nur 5 Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig, bitter und herzhaft bzw. umami) unterscheiden. (Schärfe ist kein Geschmack. Vielmehr wird er über die Schmerzsensoren wahrgenommen.) Die Rezeptoren der menschlichen Nasen-Schleimhaut hingegen unterscheiden mehr als 400 verschiedene Duftstoffe. Im Zusammenspiel mit der Geruchsempfindung kann der Mensch also insgesamt 10.000 verschiedene Aromen und Millionen von Duftstoffen unterscheiden. Man erkennt also die Bedeutung des Geruchs. 
Das Standard Verhältnis zwischen Säure und Süße liegt bei einer Alkoholkonzentration von 11 bis 13Vol% bei 2:1 für Zitronen und bei 2:1,5 für Limetten.

 

American Drinkgroups

Um der Vielfalt der verschiedenen (Mix-)Getränke Herr zu werden, hat Jerry Thomas in seinem Guide for Barkeepers vor etwa 150 Jahren eine Unterteilung vorgenommen, die später weiterhin ergänzt wurde. Man zählt mittlerweile 88 Drinkgroups, von denen die meisten in der American Bar ausgeschenkt werden. Die wichtigsten von ihnen sind: 

Aperitifs
Aperitifs sind vor dem Essen gereichte (meist) alkoholische Getränke, die einige Voraussetzung zu erfüllen haben. Sie sollten nicht sättigend, also nicht zu groß und mithin ohne sättigende Zutaten wie Sahne, Sirup oder Eis hergestellt sein. Auch der Zuckergehalt ist klein zu halten, denn Zucker wirkt sättigend. Sie sollten auch keine oder nur wenig Kohlensäure haben, denn auch Kohlensäure hat einen sättigenden Effekt. Aperitife können pur, aber auch als Mixgetränke auftreten. Sie sind meist zwischen 2 und 10 cl groß und werden teilweise mit und teilweise ohne Garnitur serviert. Die Deutsche Barkeeperunion empfiehlt, Aperitife nicht zu alkoholhaltig zu machen, indes haben wir es hier mit einem Widerspruch zu tun, denn die meisten der klassischen Aperitife wie etwa der Manhattan oder der Martini sind sehr alkoholhaltig. Der Gegensatz zum Aperitif ist der Digestif. 

Batidas
Eine Batida (portuñol für Mischgetränk) ist eine brasilianische Cocktailgruppe, die oft als Premix auftritt, also als vorgefertigtes bzw. -gemischtes Getränk, das dann in den Bars Verwendung findet. Diese Mischung ist fast immer unterschiedlich zusammengestellt. Die Alkoholbasis der Batida, die zu den Fancy und Tropical-Drinks gehört, ist immer Cachaça. Batidas werden mit einer üppigen, bunten, an den Karneval erinnernden Garnitur versehen. 

Beerdrinks
Auch das Bier hat an die klassische Bar gefunden. Dort wird es in bisher vier Arten von Biermischgetränken angeboten, die durch ihre Zugabe unterteilt werden. a) Bier mit Limonade oder moussierendem Getränk wie Sekt, b) Bier mit Spirituosen, c) Bier mit Säften und d) Bier mit Sirup. Die bekanntesten Biercocktails sind heute Radler (Bier und Sprite), Alster (Bier und Fanta), Almdudler (Bier und Kräuterlimonade) und Diesel (Bier mit Cola).

Cobblers
Cobblers, die Vorfahren der Caipirinha, sind kaum noch an der Bar zu finden. Das Getränk erlebte seine Hochzeit in den 1950ern und 1960ern. Typisch für Cobblers waren die leichte, fruchtige Note, die interessante Optik und der charakteristische Eiskegel in der Mitte des Glases. Cobblers werden nach der Art der verwendeten Früchte bezeichnet. 

Cocktails
Ja, die Cocktails bildeten eine eigene Gruppe im Guide for Barkeepers. Sie sind Thema dieser Seite und werden daher hier nicht nioch einmal beschrieben. Nur noch mal zur Erinnerung: Man unterscheidet sie in Dry, Medium und Sweet Cocktails.
 
Coladas
Coladas gehören zu den tropical und carribean Drinks. Sie sind äußerst beliebt und werden geshakt und gemixt. Coladas haben immer Rum als Basis, wobei meist leichte oder mittelschwere Rums verwendet werden. Das mitgeshakte Eis wird gemeinsam mit der Colada ins Gästeglas gegeben. Weiterhin zeichnet Coladas noch eine phantasievolle Garnitur aus. Die bekannteste Coloda ist und bleibt die Piña Colada, die "verliebte Ananas.".

Collinses
Collinses bezeichnen eine Cocktailgruppe, der das Sour-Prinzip (siehe unten unter Sours) zu Grunde liegt, also 4 (Basis-Alkohol) : 3 (Zitrone) : 2 (Zucker). Dieses wird dann nur noch ergänzt durch einen Filler, in diesem Fall Soda. Sie sind so eng mit den Fizzes (siehe unten) verwandt, dass man einen Collins getrost als großen bzw. verlängerten Fizz bezeichnen kann. Die Namen der Collinses sind verwirrend, denn sie lassen nicht auf die alkoholische Basis schließen. Die bekanntesten Collinses sind Tom Collins (Gin), Jack Collins (Calvados), John Collins (Genever) sowie Sandy Collins (Scotch), Joe Collins (Wodka) und Gaspari Collins (Campari). Collinses sind schnell zuzubereiten, denn sie werden direkt im Gästeglas aufgebaut. Niemals darf man einen Collins shaken. Es gibt zwei Arten, einen Collins zuzubereiten: a) Das Gästeglas wird randvoll mit Icecubes gefüllt, mit den Ingredenzien übergossen und umgerührt. Das Ganze wird mit Soda getoppt und garniert. Dies ist die klassische Methode. b) Das Glas wird bis unter den Rand mit Crushed Ice gefüllt und anschließend mit den Ingredenzien übergossen und umgerührt. Nun verwendet man aber kein Soda, sondern Wasser. Für die Zubereitung eines Collinses empfiehlt es sich, statt des Kristallzuckers eine Zuckerlösung zu nehmen, denn der Collins ist ungeshakt, und der kristalline Zucker löst sich so eher schlecht auf. Und übrigens: Collinses haben eine Füllmenge von zwischen 36 und 48 cl.

Creamsickles
Die Crèmesicheln sind auch nicht mehr an der Bar anzutreffen. Trotz des martialischen Namens handelt es sich bei ihnen um alkoholfreie oder alkoholisch harmlose Drinks, die sogar für Kinder geeignet sind. Charakteristisches Merkmal war die Sichel im Glas. Dabei hat man mit einem länglichen, dünnen Gegenstand durch die Schichten des Drinks eine Sichel gezogen. 

Crustas
Die Crustas gehören zu den Oldies an der Bar. Ihr Name leitet sich vom Salz- oder Zuckerrand des Glases ab. Die meist sehr starken Drinks werden auch oft mit Saft gereicht. 

Daiquiris
Der Daiquiri, ein tropischer, alkoholischer Cocktail auf Rum-Basis, stammt aus dem Kubanischen und wurde nach einer Siedlung benannt, die etwa 22 Kilometer von Santiago de Cuba entfernt liegt. Der Short-Drink ist in vielen Rezeptur-Varianten gemacht worden, wobei wir unten die Original-Rezept von 1898 wiedergeben. Neben den "normalen" Daiquiris gibt es auch die Frozen Daiquiris, die mit Crushed Ice im Mixer zubereitet werden, sodass der Inhalt eine gefrorene, sorbet-artige Konsistenz erhält. Übrigens war der Daiquiri - so wie auch der Mojito - einer der Lieblingscocktails von Ernest Hemingway, der ihn in seiner Stammbar in Florida als Papa-Doble mit doppelt so viel Rum getrunken hat sowie mit Grapefruit-Saft und Maraschino-Likör anstelle des Zuckers. 

Daisies
Die Daisies düften die meisten Barkeeper nur noch ihrer Namen nach kennen. Es handelt sich dabei um klassische Champagnercocktails, also um Damendrinks. 

Fancy Cocktails
Diese mit den Tropicals und Carribeans verwandten Mixgetränke haben keine klare Rezeptur-Vorgabe und keine erkennbare Struktur. Alles ist möglich. Beispiele: Sex on the Beach und Caipirinha. Die Grenze zu den Carribean Drinks ist fließend. 

Fixes
Fixes stehen kaum noch im Repertoire einer heutigen Bar, sollen aber hier erwähnt werden. Die Fixes sind einfach herzustellen: Zucker wird mit Wasser und Zitronensaft gelöst und mit der jeweiligen Spirituose übergossen. Das Ganze wird anschließend sparsam garniert. 

Fizzes
Fizzes sind verlängerte Sours, wenn man so will. Die Rezeptur ist mit den Sours fast identisch, nur das zum Schluss noch Soda hinzugefügt wird. Die Füllmenge sollte 30 cl nicht überschreiten. Und das noch: Einen Fizz muss man immer shaken, natürlich ohne das Soda. 

Flips
Flips sind mit den Egg Noggs (siehe unten) verwandt, was heißt, dass hier mit Eigelb gearbeitet wird. Wer das nicht mag, kann das Eigelb auch gerne durch Eierlikör ersetzen. Die recht gehaltvollen Flips kann man kalt aber auch warm genießen. Für die Zubereitung gilt, dass man Flips lange shaken muss – man kann auch gleich auf den Blender zurückgreifen. 

Floats
Floats sind Drinks, bei denen Spirituosen oder Sahne auf eine andere Flüssigkeit aufgegossen wird, sodass eine Schicht entsteht. Die bekanntesten Floats sind White Russian und B52. 

Frappés
Zu den Frappés gibt es nicht viel zu sagen: Hier wird einfach Eis mit Spirituosen vermischt. Eine kühle Angelegenheit.

Highballs
Highballs werden immer mit Kohlensäure gemacht. Die aufsteigenden Bläschen der Kohlensäure sind im englischen die „hohen Bälle“, die Highballs. Der Kohlensäure kommt übrigens die Aufgabe eines Geschmacksträgers bzw. -verstärkers zu. 

Hotdrinks
Diese Gruppe umfasst alle alkoholischen Getränke, die mit heißen Getränken wie Tee, Kaffee, Kakao etc. vermischt werden. Die Basis der meisten Hotdrinks ist Kaffee. Einige Hotdrinks finden Sie bei grouma hier >>>

Juleps
Ein Julep ist ein klassischer Südstaatendrink, dem Statusgetränk der Plantagenbesitzer schlechthin. Juleps basieren immer auf Minze, die gedrückt, aber niemals zerdrückt wird. Als Basis dienen meist amerikanische Whiskeys wie v.a. Bourbon. Aber auch Scotch ist denkbar. Für die Herstellung eines guten Juleps wird der Zucker zunächst mit etwas Wasser und einem Splash Soda aufgelöst. Dann kommt die Minze hinzu, welche leicht angedrückt wird. Nun füllt man das Glas randvoll mit Crushed Ice und übergießt es mit der jeweiligen Spirituose. Anschließend wird alles mit einem Barlöffel kurz umgerührt, bis das Glas beschlägt. Die Minze muss dabei am Boden bleiben. Daher darf man Juleps auch niemals shaken. Nun folgt die Garnitur, klassischerweise ein Minzzweig. Wichtig ist, dass Juleps stets eine kleine Ruhezeit benötigen, damit sich der Zucker lösen, das Minzaroma sich voll entfalten und die Ingredenzien sich harmonisch vereinen können. Juleps werden in einem Whiskeytumbler ohne Trinkhalm angerichtet. Soda wird nur auf Wunsch gereicht. 

Lemonades
Die Limonade, ein Getränk, das es bereits seit dem 14. bzw. 15. Jahrhundert gibt, wurde ursprünglich aus nicht kohlesäurehaltigem Wasser und Zitrone (also Limonade von Limone) hergestellt. Der Zitrone kam dabei die Funktion zu, den Geschmack des meist schlechten Wassers zu überdecken. Heute bezieht sich der Begriff Limonade - in Unterscheidung zur immer mit Kohlensäure versetzten Brause – darauf, dass in der Limonade nur natürliche Stoffe zum Einsatz kommen. Sie enthält außerdem einen naturidentischen Fruchtanteil von 3 bis 15%. Eines der bekanntesten Beispielen für eine Limonade ist Fanta.

Longdrinks
Longdrinks sind einfach nur verlängerte Cocktails und haben eine Füllmenge von etwa 30 cl. Die Verlängerung findet mittels eines Fillers statt. Filler können u.a. Säfte, Cola, Fanta oder Soda sein. Mit der Verlängerung wird erreicht, dass man diese Getränke aufgrund ihres nun verminderten Alkoholgehaltes den ganzen Tag über trinken kann (All-Time-Drinks bzw. Jokers), während ein klassischer, also hochprozentiger Cocktail nur in den Abendstunden genossen wurde. Da der Longdrink im Freestyle Bartending in kürzester Zeit zubereitet werden muss, wird er auch als 10-second-drink bezeichnet. Die korrekte Abmessung des Inhalts liegt etwa so, dass Longdrinks in einem 30 cl-Glas serviert werden, in dem 6 bis 8 cl Alkohol, 15 bis 18 cl Filler und Eis enthalten sind. Bei der Zubereitung von eisgekühlten Longdrinks werden erst der Alkohol, dann das Eis (mindestens 2/3 des Glases) und zuletzt der Filler eingemessen. Es gilt die Regel: Je mehr Eis, desto weniger Schmelzwasser. Beispiele für Longdrinks sind Greyhound und Tequila Sunrise. 

Milkshakes
Milchshakes dürften wohl keiner größeren Erklärung mehr bedürfen. 

Pick me Ups
Die Pick me Ups werden auch Hang-Over-Drinks, Painkiller, Corpse Reviver oder Restore Drinks genannt. Sie sollen aufgrund ihres hohen Anteils an Energie, Obst und/oder Gemüse die negativen Folgen des übermäßigen Trinkens (siehe Kater) kurieren – viele indes mit nur mäßigem Erfolg. Zu den bekanntesten Pick me Ups gehört die Bloody Mary. 

Punches
Punch ist Hindi und heißt „fünf“. Damit spielt man auf die fünf Elemente Erde, Sonne, Wasser, Luft und Feuer an, die wichtigsten Lebenselemente im religiösen Sinne. Daher sollten klassische Punches auch fünf Bestandteile haben. Die beliebteste Basis auf den West-Indian-Islands ist Rum. 

Sangarées
Sangarées sind eine Getränkegruppe auf Südweinbasis (bspw. Portwein), die mit stillem Wasser aufgefüllt wird. Sie sind als gute Durstlöscher bekannt. Serviert werden sie in einem Collinsglas, das randvoll mit Eiswürfeln gefüllt ist. Nachdem die Basis eingefüllt ist, wird alles nur noch mit Wasser ausfgegossen. 

Shooter/Shots
Shooter bzw. Shots, also Kurze, sind Rundengetränke, die max. 6 cl. beinhalten. 

Slings
Diese Cocktailgruppe zeichnete sich ursprünglich dadurch aus, dass eine Orangenscheibe im Glas platziert und mit einer Spirituose gefloatet wurde. Heute werden sie aber anders hergestellt. Der bekannteste und zugleich einer der berühmtesten Cocktails ist der Singapore Sling.

Smashes
Grundlage aller Smashes ist die Tatsache, dass irgendetwas zerdrückt wird, meistens Minze oder Limetten. Bekanntester Vertreter der Smashes ist der Mojito. Ein Tipp für die Zugbereitung eines Mojito: Die Minze muss vor dem Zerdrücken leicht angeschlagen (auf den Tisch oder – wie die Kubaner es machen - die Handfläche) werden, damit sich die Poren besser öffnen. Dies kann man aber auch durch warmes Wasser erreichen. Zu verwenden ist israelische Minze, die beste der Welt.

Smoothies
Smoothies sind wenig mehr als pürierte Früchte. 

Sodas
Sodas sind Erfrischungsgetränke mit wenig oder gar keinem Alkohol. 

Sours
Die Sours sind eine Getränkefamilie, die meist im Verhältnis 4 (Basis, also Alkohol) : 3 (Zitrone) : 2 (Zucker) hergestellt werden. Dabei wird mit dem Verhältnis sauer/süß gespielt. Durch den hohen Anteil an Zitronensaft bekommen die Basisspirituosen ihre saure Prägung. Sours werden immer auf Eis geshakt und in einem Cocktailspitz serviert.
 
Zooms
Das wichtigste Charakteristikum eines Zooms ist der Honigboden. Ansonsten zeichnen sie sich durch ihre Süffigkeit aus.

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Kommentare
Emanuel  (Donnerstag, 01.01.2015)
Wisst ihr eigentlich, was der Alkohol so jährlich an Krankheiten und Elend anrichtet? Da sollte nicht noch indirekt dafür geworben werden. GORUMA: In der Tat sind Alkohol und Zigaretten gesundheitsschädlich. Wobei es beim Alkohol auf die Menge ankommt. Der "richtige" Gebrauch kann durchaus zu (seelischem) Wohlbefinden führen. Aber letztendlich ist jeder Erwachsene selber für sein Tun verantwortlich.


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