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Martini Cocktail (Gin)

„Geschüttelt - nicht gerührt.“ Der Ausspruch von James Bond ist unter Martini-Liebhabern nicht unumstritten. Für manche nimmt die Suche nach der richtigen Mischung von Gin und Vermouth fast religiöse Züge an. Denn der Martini-Cocktail ist streng genommen DER Cocktail überhaupt.  Ursprünglich wurde der klassische Short-Drink und Aperitif mit Holland Gin (Genever) und französischem Vermouth in einem Verhältnis von 1:1 gemixt - nur von wem genau? War es nun der Barkeeper Martini di Arma di Taggia, der ihn im New Yorker Knickerbocker Hotel für John D. Rockefeller kreierte? Oder ist er doch mit dem Aufkommen der Wermut-Marke Martini entstanden? Wir werden es nie wirklich erfahren. Fazit nur: Ein Fehler bei der Zubereitung eines Martini-Cocktails ist geradezu ein Verbrechen.

Welches Verhältnis zwischen Gin und Vermuth man wählt, ist abhängig von den Zutaten und vom individuellen Geschmack. So trank Ernest Hemingway seinen Martini in einem Verhältnis 15:1 und nannte ihn Montgomery. Und wie sagte es Sir Winston Churchill? „Der trockenste Martini ist eine Flasche guten Gins, die mal neben einer Wermutflasche gestanden hat.“ Der Martini wurde von Mariano Martinez in einer gesüßten (auch gefrorenen) Form wurde, als Martinez.

 

Zutaten und Zubehör

  • 6 cl London Dry Gin
  • 2 cl Vermouth Noilly Prat
  • 1 Lemon Twist
  • Ice Cubes
  • Cocktailspitz
  • Rührglas
  • Barlöffel (Barspoon)
  • Barsieb (Strainer)

 

Zubereitung (Stir/Rühren)

Der Gin wird mit dem Wermut in ein vorgekühltes Rührglas gegeben und mit einem Barlöffel verrührt. Man füllt das Rührglas nun zu mindestens 2/3 mit Eiswürfeln und verrührt den Inhalt erneut. Anschließend wird das Getränk mit Hilfe eines Barsiebs (= Strainer) in einen vorgekühlten Cocktailspitz abgeseiht. Das Abseihen dient dazu, das Getränk von dem Eis zu trennen. Die klassische Garnitur des Martini-Cocktails verlangt nach einer grünen Olive. Es empfiehlt sich aber, diese nur auf Nachfrage oder apart zu servieren. Geschmacklich macht es mehr Sinn, die Olive durch einen Lemontwist zu ersetzen, mit dem man den Drink abspritzt und das Glas aromatisiert. Man kann ihn auch mitservieren.

Hinweis
Die Suche nach dem richtigen Gin für den Martini-Cocktail ist eines der Hauptprobleme bei der Zubereitung unseres Klassikers. Man sollte ihn auf jeden Fall in Abhängigkeit von der Tageszeit auswählen - mittags einen Gordon's oder Finsbury mit 37,5 Vol%, abends durchaus einen Tanqueray mit 47,3 Vol%. Die Olive gibt dem Drink etwas Würze, sollte aber apart serviert werden.

Manche geben dem Martini auch 2 Dashes Orange Bitter hinzu. Das ist nicht klassisch und sollte vermieden werden, da es dem Martini nicht guttut. Letztlich zählt aber der Geschmack.

Man kann den Martini auch shaken. Dann wird er schneller kalt, bleibt aber im Glas zunächst trüb und klart sich erst später im Glas auf. Dafür haben wissenschaftliche Studien ergeben, dass ein geshakter Martini eine bessere antioxidative Wirkung hat. Klassischerweise aber rührt man ihn.

 

Varianten

Classic Dry Martini (5,5 cl London Dry Gin, 1,5 cl Dry Vermouth)
Perfect Martini (gleiche Teile süßer und trockener Wermut)
Martinez (3 cl Plymouth Gin, 6 cl Süßer Wermut, 1 ds Angostura Bitters, 2 ds Maraschino + 2 ds Zuckersirup bei Bedarf)
Dirty Martini (Classic Martini + 3 ds Olivenwasser)
Montgomery (Gin und Wermut im Verhältnis 15:1)
Wodkatini bzw. Wodkatini (Statt Gin und Vermouth nur Wodka, der geshakt und mit einer Olive garniert wird) 

 

Zu den Zutaten

Gin
Unter Gin versteht man ein gewürztes alkoholisches Getränk, das aus stärkehaltigen Grundsubstanzen - meist Getreide oder auch Melasse - hergestellt wird. Unter Melasse versteht man den bei der Zuckerproduktion als Nebenprodukt anfallenden dunkelbraunen Zuckersirup. Dem Destillat werden bereits während der Gärung zur Aromatisierung verschiedene Gewürze beigegeben, das sind insgesamt bis zu über 100 verschiedene Substanzen. In der Hauptsache werden jedoch Wacholderbeeren oder Korianderkraut verwendet. Der Name Gin stammt möglicherweise von dem niederländischen Wort genever = Wacholder. In der Europäischen Union ist geregelt, dass der Mindestalkoholanteil bei 37,5 Vol% liegen muss. In der Regel besitzt ein guter Gin aber einen Alkoholgehalt von über 40 Vol%. Weiter hier >>>

Noilly Prat
Noilly Prat ist ein sehr trockener französischer Wermut. Er gilt sogar als trockenster, bitterster Wermut überhaupt.

Wermut bzw. Vermouth (franz.)
Der Wermut wird aus dem Wermutkraut gewonnen. Dieses Kraut gehört zum Beifuß und ist das bitterste bekannte Kraut der Erde. Die Redewendung vom „Wermutstropfen“ bezieht sich also auf den bitteren Geschmack des Krautes bzw. des Wermutweins. Der Wermut besteht neben dem Wermutkraut aus weiteren Kräutern und Gewürzen. Früher wurde der Wermut als Heilmittel eingesetzt, weil ihm eine entspannende Wirkung zugeschrieben wurde. In Unterscheidung zum helleren, harten und trockeneren französischen Wermut, ist der italienische Wermut weicher, milder und wesentlich süßer. 

Zitrone
Die Zitrone ist aus keiner Bar wegzudenken. Doch wo liegt der Unterschied zur ebenfalls präsenten Limette. Im Gegensatz zur Limette hat die Zitrone einen Säureanteil von 5%. Indes liegt ihr Zuckergehalt bei 2%. Die Limette dagegen enthält 7% Säure und 1,5% Zucker. Um Rezepte die für Zitronen oder Limetten ausgeschrieben wurden und abgewandelt werden sollen, gilt ein optimales Sauer-Süß-Verhältnis: Limette = 2:1,5 und Zitrone = 2:1.




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