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Caipirinha (Cachaça)

Caipirinha © goruma

Dieses alkoholische Mixgetränk ist derzeit einer der beliebtesten Longdrinks in Deutschland, wo er auch liebevoll „Caipi“ genannt wird. In Brasilien ist der Caipirinha nicht ganz so beliebt. Dort schwört man momentan eher auf Fernet Branca mit Cola auf Eis. Seinen Siegeszug in der Partyszene Europas trat der Caipirinha in den 1990ern an. Der Name des Getränkes bedeutet übrigens frei übersetzt „Bäuerchen“ oder „kleiner Hinterwäldler“ vom brasilianischen caipira, der „Bauer“ bzw. der „Hinterwäldler“.

Der Caipirinha gehört zur Drink Group der Rickys, die wiederum eine Art Highball sind. Rickys kennzeichnen sich durch eine alkoholische Basis, ausgedrückte Limettenstückchen und einen karbonathaltigen Filler. Zucker wird nur sehr wenig oder gar nicht hinzugegeben. Der Original-Ricky wurde mit Bourbon zubereitet.

 

Zutaten und Zubehör

  • 5 cl Cachaça
  • 1-2 Barlöffel brauner oder weißer (Rohr-)Zucker / Zuckersirup
  • 1 Limette
  • 1-2 cl Rose's Lime Juice
  • Crushed Ice
  • Muddler (Stößel)
  • Barlöffel
  • Mittleres Becherglas

 

Zubereitung (Built in Glas/Direkt)

Die Limette wird in Achtel-Stücke geschnitten, in ein mittleres Becherglas gegeben und mit  1 bis 2 Barlöffel braunem Zucker überhäuft. Wichtig ist, die Enden der Limetten vorher abzuschneiden, denn dort sitzen die meisten Bitterstoffe; sie können den Geschmack des Drinks beeinträchtigen. Anschließend wird alles mit dem Stößel stark gemuddelt, sodass sich Limettensaft und Zucker vermischen können. Jetzt füllt man das Glas bis unter den Rand mit Crushed Ice und gibt den Lime Juice (nach Belieben) hinzu. Der Original-Caipirinha wurde ohne Lime Juice zubereitet. Es sei jedem selbst überlassen, diesen zu verwenden oder nicht. Nun wird die Cachaça dazu geben - vielleicht Canarío oder Sagatiba - und alles erneut mit dem Barlöffel umgerührt. Zum Schluss wird das Getränk mit Crushed Ice aufgefüllt.

Das Original
In Brasilien nimmt man für den Caipirinha weißen Rohrzucker (Sarkara), da dieser leichter löslich ist. Zuckersirup ist fast noch besser geeignet, denn er verbindet sich leichter mit den anderen Zutaten. Wer sich an den originale Caipirinha halten will, sollte die Zutaten auf Ice Cubes shaken und den Lime Juice weglassen. Auch greift man im Original nicht auf Crushed Ice, sondern auf Ice Cubes zurück. Die Qualität des Caipirinha ist abhängig von den ätherischen Ölen in der Limettenschale und natürlich von der Art der gewählten Cachaça. Zu den hochwertigen Cachaça-Sorten gehören Iguaçu, Terra Vermelha und Nega Fulo.

 

Varianten

Eine berühmte Variation des Getränks ist die Caipirosckka. Hier wird Wodka als alkoholische Basis genommen. Bei der Caipirissima greift man zum Bacardi 8 years statt Cachaça und beim Caipirisky zum Kentucky Bourbon. Bei der alkoholfreien Version, der Ipanema (auch Virgin Caipirinha genannt), ersetzt man die Cachaça einfach durch Ginger Ale und fügt bei Bedarf etwas Marajujasaft hinzu.

 

Zu den Zutaten

Cachaça
Insgesamt gibt es mehr als 3.000 Sorten dieses brasilianischen Schnapses, der aus Zuckerrohrsaft gewonnen wird. Erfahren Sie mehr hier >>>.

Brauner und Weißer Rohrzucker
Das Zuckerrohr, eine eigentlich aus Asien kommende Grasart, wird nach der Ernte in Stücke geschnitten. Dann wird der Saft herausgepresst. Oft verwendet man nur das Mittelstück, denn dort sitzt der meiste Saft. Anschließend wird der Saft erhitzt, wobei ein Großteil des Wassers verdampft, während der Zucker teilweise in kristalliner Form zurückbleibt. Diesen Prozess nennt man 1. Auszuckerung. Die Resultate dieser 1. Auszuckerung sind brauner Rohrzucker in kristalliner Form, Schaum (engl. Skim) und Melasse (auch Molasse), eine dem Honig ähnliche, klebrig süße, schlecht riechende und saure Flüssigkeit. Diese besteht aus Restzucker und Restwasser, denn nicht alle Flüssigkeit verdampft bei der 1. Auszuckerung. Der nun folgende Schritt ist die 2. Auszuckerung: Es wird Wasser zum braunen Zucker gegeben. So stellt man den weißen Rohrzucker her.

Limetten
Limetten sind aus keiner Bar wegzudenken, denn sie sind als Cocktails-Bestandteile und Garnitur unentbehrlich. Der Säuregehalt einer Limette, die bei einer durchschnittlichen Größe etwa 4 cl Saft gibt, ist höher als der einer Zitrone. Indes ist der Fruchtzuckeranteil niedriger. Im Gegensatz zur Limette hat die Zitrone einen Säureanteil von 5%. Indes liegt ihr Zuckergehalt bei 2%. Die Limette dagegen enthält 7% Säure und 1,5% Zucker. Um Rezepte die für Zitronen oder Limetten ausgeschrieben wurden und abgewandelt werden sollen, gilt ein optimales Sauer-Süß-Verhältnis: Limette = 2:1,5 und Zitrone = 2:1. Zu beachten ist, dass die Enden der Limette die hauptsächlichen Bitterstoffe der Limette enthalten und daher abgeschnitten werden sollten.




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