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Cocktail- und Alkoholglossar

Inhaltsverzeichnis

  1. Von Abseihen bis Cuvée
  2. Von Daiquiri bis Fuselalkohol
  3. Von Gallone bis Irish Coffee
  4. Von Jameson bis Longdrinks
  5. Von Maische bis Overproof
  6. Von Pale bis Rum
  7. Von Säfte bis Upselling
  8. Von VAT 69 bis Zucker

 

Von Abseihen bis Cuvée

Abseihen
Abseihen ist der etwas veraltete Begriff für das Sieben (engl. Strain). Nach dem Shaken etwa wird mit Hilfe eines Siebes (engl. Strainer) die Öffnung des Shakers so verschlossen, dass feste Bestandteile wie Eis, Fruchtkerne etc. im Shaker verbleiben und nur der reine Drink ins Gästeglas läuft. Wird doppelt abgeseiht, also gesiebt, spricht man in der Bar-Sprache vom double strain.

Absinth
Der berühmt-berüchtigte Absinth, diese hochprozentige, wermuthaltige Kräuterspirituose (oft mit Anisanteilen), war uns eine eigene Seite wert. Schauen Sie bei größerem Interesse also hier >>>

Absolut Citron
Der Absolut Citron ist ein mit Zitrone aromatisierter Wodka mit ca. 40 Vol% Alkohol. Der Begriff Absolut Vodka ist ein eingetragenes Warenzeichen. Er wird von der Firma V&S Absolut Spirits seit 1879 im südschwedischen Åhus in der Provinz Skåne län aus (Winter-)Weizen destilliert.

Abspritzen
In der Barsprache bedeutet dies, dass über dem Drink eine Limetten- oder Zitronenschale ausgedrückt wird. Dadurch spritzen die ätherischen Öle der Schale in den Drink und aromatisieren ihn.

Aered Water
Aered Water ist Wasser mit Kohlensäure, das in den USA auch als Club Soda bezeichnet wird.

After Dinner Cocktail
After Dinner Cocktails, also Cocktails, die man nach dem (Abend-)Essen genießt, sind mit den Digestifs identisch. Sie werden nach dem Essen gereicht, sind meist süffig und gehaltvoll.

Alambic (Charentais)
Dem französischen Begriff für Brennblase, also der Alambic, entsprechen die englischen Bezeichnungen Pott Still und Common Still. Die Alambic Charantais ist die Kupferbrennblase, die für die Destillation des Cognacs verwendet wird, aber auch der Begriff für das zweistufige Weinbrennverfahren. Während bei der 1. Destillation das Wasser aus dem Destillat herausgezogen wird, entnimmt man bei der 2. Destillation den Methanol (im Vorlauf) sowie Fuselaromen, Fuselstoffe, Esther und andere unerwünschte Zusammensetzungen (Nachlauf). Das für den Konsum bestimmte Destillat kommt dann aus dem Mittellauf und besteht aus Ethanol, Fruchtsäure, Esther und einigen Aromastoffen. Die Alambic hat ein Fassungsvermögen von maximal 5.000 Litern und ist am oberen Halsende mit einem bestimmten „Helm“ versehen, der es ermöglicht, dass unerwünschte, aber bereits kondensierte Bestandteile wieder ins Destillat zurückfließen und nicht in den Mittellauf gelangen. Auf diese Weise wird auch bei der Herstellung einiger Brandys gearbeitet. Dort wird dann zweimal destilliert.

Alkohol 
Alkohol ist ein dünnflüssiges Nervengift, das durch die alkoholische Gärung entsteht. Die beiden bekanntesten Alkoholformen sind Ethanol und Methanol, wobei Ethanol der Alkohol ist, der am besten vom Körper abgebaut wird. Alkohol stimuliert uns, denn die Alkoholmoleküle binden sich an Glutamat, ein körpereignes Molekül des Menschen, das unsere Stimulationen und Erregungen beeinflusst.

Alkoholische Gärung 
Die Alkoholische Gärung ist ein biologischer Prozess, bei dem durch die Einwirkung von Bakterien oder Hefe unter Sauerstoffentzug Kohlenhydrate (v.a. Zucker bzw. Glucose) zu Ethanol (Alkohol) und Kohlenstoffdioxid (CO2) abgebaut werden. Diesen Vorgang, bei dem eine organische Veränderung stattfindet, hat Louis Pasteur entdeckt. Dabei handelt es sich um einen exothermen Vorgang, weil er durch äußere Energie hervorgerufen wird.

Alkoholfreies Bier
Selbst wenn auf den Flaschen alkoholfreier Biere 0,0% Alkohol steht, heißt das nicht, dass hier keinerlei Alkohol enthalten ist. Zwar ist die Alkoholmenge unerheblich, könnte einen trockenen Alkoholiker aber sofort wieder in die Sucht treiben, wenn es der reine Geschmack des Bieres nicht ohnehin schon tut. 

Alligoté
Die Aligoté ist eine weiße Rebsorte, die wahrscheinlich aus Burgund stammt, wo sie auch immer noch eine relativ wichtige Rolle spielt. Auch in Osteuropa wird sie noch häufiger angebaut. Der Wein der Aligoté gilt als eher weniger hochwertig und eignet sich daher u.a. gut zum Mixen.

All-Time-Drinks
Hierbei handelt es sich um Drinks, die aufgrund ihres gemäßigten Alkoholgehalts zu allen Tageszeiten getrunken werden können. Sie werden auch Joker genannt. Zu den All-Time-Drinks gehören etwa Cuba Libre, Greyhound oder Collinses.

Amarenakirsche
Amarenakirschen, eine italienische Spezialität, sind dunkle Sauerkirschen, die in einer Mischung aus Zucker, Mandelöl und Vanille eingelegt werden. Im Laufe dieser Aromatisierung erhalten sie einen unverkennbaren Mandelgeschmack.

Amaretto (originale di Saronno)
Ein Amaretto ist ein Likör aus Italien. Er wird aus Bittermandeln und/oder Aprikosenkernen, aber auch Gewürzen wie Vanille hergestellt. Sein Geschmack ist sehr prägnant und erinnert an Marzipan. Er ist mit 25 Vol% erhältlich und nicht herkunftsgeschützt  - mit einer Ausnahme: der Amaretto originale di Saronno bzw. Disaronno. Dieser ursprüngliche Bittermandellikör muss aus Italien kommen und die Originalrezeptur verwenden.

Amaro
bitter (ital.)

Amer
bitter (frz.)

Amercian Bar
Die American Bar ist der Urtyp jeder klassischen Bar. Sie ist vor allem durch das Rückbuffet gekennzeichnet, also die Ansammlung von wertvolleren Spirituosen, die hinter dem Barkeeper aufgestellt sind.

American Proof
Hierbei handelt es sich um die US-amerikanische Angabe der tatsächlich vorhandenen Alkoholkonzentration. Es ist also die amerikanische Entsprechung zum deutschen Vol%. Dabei gilt: 50° american proof = 25 Vol%.

Angostura
Angostura oder Angostura-Bitter ist ein Bitterlikör mit 40 bis 48 Vol% Alkohol. Er wird zum Aromatisieren von Cocktails, Drinks, Deserts oder auch einer Reihe von Saucen verwendet. Ursprünglich wurde Angostura als Mittel gegen Tropenkrankheiten von dem deutschen Arzt Johann Gottlieb Benjamin Siegert (1796-1870) entwickelt. Siegert war damals im venezuelanischen Angostura (heute Ciudad Bolívar) als Generalstabsarzt für Simon Bolívar tätig. Im Jahre 1875 verlegten Siegerts Söhne die Herstellung des Medikaments nach Trinidad. Angostura enthält als feste Bestandteile Enzian- und Angelikawurzeln, Gewürznelken, Zimt, Bitterorange, Muskatblüte, Chinarinde und oft auch die Rinde des Angosturabaums.

Anisées
Zu der Gattung Anisée gehören alle Spirituosen mit Anisanteil. Solche sind etwa Ouzo, Raki, Pernod und viele andere. Für die Herstellung der Anisées wird meist Sternanis verwendet.

Ans
frz. Altersangabe / Jahr

A.O.C.
Appellation d’Origine Contrôlée (frz.)
Dieser französische Begriff stellt eine kontrollierte Herkunftsbezeichnung dar und fungiert quasi als Schutzsiegel für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Frankreich und der Schweiz.

Aperol
italienischer Bitterlikör

Aperitif © goruma

Aperitif
Aperitifs sind vor dem Essen gereichte (meist) alkoholische Getränke, die einige Voraussetzung zu erfüllen haben. Sie sollten nicht sättigend, also nicht zu groß und mithin ohne sättigende Zutaten wie Sahne, Sirup oder Speiseeis hergestellt sein. Auch der Zuckergehalt ist klein zu halten, denn Zucker wirkt ebenfalls sättigend. Sie sollten auch keine oder nur wenig Kohlensäure haben, denn auch Kohlensäure hat einen sättigenden Effekt. Aperitife können pur, aber auch als Mixgetränke auftreten. Sie sind meist zwischen 2 und 10 cl groß und werden teilweise mit und teilweise ohne Garnitur serviert. Die Deutsche Barkeeperunion empfiehlt, Aperitife nicht zu alkoholhaltig zu machen, indes haben wir es hier mit einem Widerspruch zu tun, denn die meisten der klassischen Aperitife wie etwa der Manhattan oder der Martini bestehen nur aus Alkohol. Der Gegensatz zum Aperitif ist der Digestif.

Apricot Brandy
Bei diesem klassischen Likör handelt es sich um einen Aprikosen-Brandy, der als Aprikosenbrand bezeichnet werden kann.

Aquavit
Aquavit, abgeleitet vom Lateinischen Aqua Vitae (dt. Wasser des Lebens) ist die skandinavische Nationalspirituose. Weiter hier >>>

Arak
Arak (arab. Schweiß) ist ein arabisches Palmendestillat aus Palmenwein, der für die Herstellung vergoren wird.

Aromatisierung von Alkohol
Es gibt zahlreiche Arten, Alkohol zu aromatisieren. Näheres dazu finden Sie hier >>>

Armagnac
Der Armagnac ist ein französisches Weindestillat, das auch gerne als "kleiner Bruder des Cognacs" bezeichnet wird. Näheres hier >>>

Bacardi
Bacardi ist einer der bekanntesten Rummarken der Welt. Ins Leben gerufen wurde die Spirituosensorte von Don Facundo Bacardi, einem Spanier, der auf Cuba gelebt hat. Das Wappentier der Marke ist die Fledermaus.

Bailey's
Der Bailey's ist einer der bekanntesten Whisky-Liköre. Er gehört auch zu den Emulsionslikören, denn mit Hilfe eines Emulgators werden die sonst eher schwer zu vereinenden Stoffe Alkohol, Schokolade und Sahne harmonisch miteinander verbunden.

Bar in Bar
Die Bar in Bar ist vor allem bei größeren Veranstaltungen durchaus sinnvoll. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass hinter der normalen Bar, also hinter dem üblichen Tresen, an dem in diesem Fall nur der normale Verkauf erfolgt, eine weitere Bar eingefügt ist, an welcher die Getränke zubereitet werden. Diese zweite Bar ist meist erhöht, damit die Gäste beim Getränkekreieren zuschauen können.

Barkeeper / Barmaid / Bartender
Der Barkeeper bzw. das Barmaid ist die Person, die hinter der Bar arbeitet. Im Gegensatz zum Bartender, der auch in der Bar arbeiten kann, gehört ihm die Bar aber nicht. Die beiden Begriffe Barkeeper/Barmaid und Bartender werden heute aber meist synonym verwendet

Barrail
Hierbei handelt es sich um eine (genoppte) Barmappe aus Gummi, die auf der Bartop liegt und mithin vor dem Gast liegt. Auf dieser Barrail, die den Bereich des Barkeepers markiert, werden die Getränke zubereitet.

Barspoon
Barlöffel (engl.)

Base / Basis / Basisspirituose
Hierbei handelt es sich um die Spirituose, die dem alkoholhaltigen Cocktail ihr Grundaroma verleiht. Eine ausführliche Abhandlung verschiedener Basisspirituosen finden Sie hier >>>

Batidas
Eine Batida (portuñol für Mischgetränk) ist eine brasilianische Cocktailgruppe, die oft als Premix auftritt, also als vorgefertigtes bzw. -gemischtes Getränk, das dann in den Bars Verwendung findet. Diese Mischung ist fast immer unterschiedlich zusammengestellt. Die Alkoholbasis der Batida, die zu den Fancy und Tropical-Drinks gehört, ist immer Cachaça. Batidas werden mit einer üppigen, bunten, an den Karneval erinnernden Garnitur versehen. 

Becherovka
Der Becherovka ist ein aus Karlsbad (Karlovy Vary) in Tschechien stammender Kräuterlikör, der früher als Karlsbader Becherbitter bezeichnet wurde. Der Likör wurde 1807 vom deutsch-böhmischen Apotheker Josef Becher das erste Mal nach einer Rezeptur produziert, welche von ihm und einem englischen Arzt namens Frobig stammte. Der Becherovka wird hergestellt, indem man eine (geheime) Kräutermischung in Säcke füllt und diese ganz in Alkohol taucht. Nach etwa einer Woche wird das Extrakt herausgefiltert, mit Wasser und Zucker vermischt und für zwei Monate in Eichenfässer gefüllt. Die Geschichte und Herstellung des Likörs kann man in einem Museum in Karlsbad hautnah erleben.

Bier © goruma (Dominik Jesse)

Bier 
Auch das Bier hat an die klassische Bar gefunden. Dort wird es in bisher vier Arten von Biermischgetränken angeboten, die durch ihre Zugabe unterteilt werden. a) Bier mit Limonade oder moussierendem Getränk wie Sekt, b) Bier mit Spirituosen, c) Bier mit Säften und d) Bier mit Sirup. Die bekanntesten Biercocktails sind heute Radler (Bier und Sprite), Alster (Bier und Fanta), Almdudler (Bier und Kräuterlimonade) und Diesel (Bier mit Cola).

Below 42°
Hierbei handelt es sich um eine Wodka-Marke aus Neuseeland. Die Hersteller verweisen darauf, dass es sich dabei um den am südlichsten gefertigten Wodka der Welt handelt, denn seine Herkunft liegt unter dem 42 Grad südlicher Breite, was seinen Namen erklärt. Der Below 42° wird aus Weizen und aus Vulkanquellwasser gebrannt. Destilliert wird er vierfach.

Bionade
Das Besondere an der Herstellung dieser Limonade ist, dass der Zucker zum Gären gebracht wird, ohne dass Alkohol entsteht.

Blenden
Das Blenden ist eine Herstellungsweise in der Mixologie, durch die bspw. Smoothies und Frozen Drinks entstehen. Dabei kommt eine Blender-Maschine (mit Messern) zum Einsatz, welche die gefrorenen Früchte püriert. Selten werden die Früchte auch mit Crushed Ice gemischt, was aber nicht nötig ist, denn die Früchte sind bereits gefroren. Cubes sollten niemals verwendet werden, denn sie machen in den meisten Fällen die Messer der Maschine kaputt. Zu den Früchten wird vor dem Pürieren Zucker zugegeben, denn Zucker ist ein Geschmacksträger, der bei einem Püree, dessen Serviertemperatur bei -2°C liegt, nötig ist, sonst würde man nämlich nichts schmecken.

Blends
Diese Bezeichnung findet vor allem in der Whisky-Herstellung Anwendung und meint eine Mischung aus Grain- und Malt-Whisky. Bis zu 50 Malts können dabei zusammenkommen.

Bonded and Bottled
(Unter Zollaufsicht) versiegelt, (gelagert) und in Flaschen (gefüllt). Diese Bezeichnung findet man insbesondere bei schottischen Whiskys. 

Bostonshaker
Die bekannteste und renommierteste Form eines Shakers besteht aus einem Glas, dessen Boden verstärkt ist, und einem Metallbecher, der über das Glas gesetzt wird.

Bouncing
Der Begriff Bouncing (vom engl. to bounce = zurückprallen) bezeichnet eine spezielle Weise beim Einmessen der Cocktail-Zutaten in ein Glas. Dabei wird beim Eingießen durch den Pourer die Flasche abrupt zurückgezogen, um ein überschüssiges Nachkleckern zu verhindern. Diese Art des Eingießens ist im Freestyle Bartending hilfreich, wenn man mehrere Gläser mit der gleichen Flüssigkeit füllen muss. 

Bourbon Cane
Diese spezielle Zuckerrohrart stammt von der Insel La Réunion, die früher in ehrender Erinnerung an das französische Adelsgeschlecht der Bourbonen Le Bourbon genannt wurde. 

Brand Call
Mit dem so genannten Brand Call ist eine Beratung gemeint. Das heißt, dass eine Drink-Rezeptur durch die Empfehlung einer anderen Zutat oder Marke an den Gästegeschmack angepasst wird.

Brandy de Jerez
Das spanische Weindestillat stammt aus dem andalusischen Sherry-Dreieck und wird meist im Solera-Verfahren gelagert. Erfahren Sie mehr hier >>>

Brause
Eine Brause ist ein alkoholfreies Getränk, dass im Gegenzug etwa zur Limonade künstliche Stoffe verarbeitet.

Brennen
Das Brennen ist die Destillation von Alkohol zu Genusszwecken. 

Built in Glas / Fix
Hierbei handelt es sich um eine Getränkekategorie, bei der die Zutaten des Drinks direkt ins Gästeglas gegeben werden. Drinks, die auf diese Weise gemacht werden, sind u.a. Longdrinks und Collinses. Die Serviertemperatur liegt bei ca. 6°C.

Cabernet Sauvignon
Cabernet Sauvignon ist eine Rebsortenart, die u.a. in Chile wächst.

Cachaça 
Insgesamt gibt es mehr als 3.000 Sorten dieses brasilianischen Schnapses, der aus Zuckerrohrsaft gewonnen wird. Erfahren Sie mehr unter >>>

Caipirinha © goruma

Caipirinha
Der Caipirinha, portuñol für Bäuerchen, ist ein Getränk auf der Basis von Cachaça. Er gehört zu den beliebtesten Cocktails der Deutschen und wird dort auch gerne liebevoll „Caipi“ genannt. In Brasilien genießt der Cocktail keinen ganz so großen Status; dort schwört man momentan mehr auf Fernet Branca mit Cola auf Eis. Die Rezeptur, die Anfänge und weitere Informationen zum Caipirinha finden Sie bei Goruma hier >>>

Campari
Der Campari ist ein italienischer Aperitifbitter auf Weinbasis. Für seine Herstellung werden bis zu 80 verschiedene Kräuter verwendet. Er wird auch pur getrunken und kann bei Bedarf mit Wasser verdünnt werden. Ebenfalls ist er Basis des berühmten Campari-O und findet Verwendung in Cocktails wie dem Americano, dem Negronie und dem Capri. Eine für Vegetarier etwas verstörende Nachricht ist, dass der Campari seine rote Farbe durch einen Lebensmittelfarbstoff namens Cochenille (auch Karmesin bzw. echtes Karmin) erhält, der u.a. aus getrockneten, gemahlenen oder ausgekochten (Kermes-)Läusen besteht. Das entspricht dann dem Farbstoff E120. Wird der Farbton synthetisch und mithin tierfreundlich hergestellt, so wird dies mitt E124 gekennzeichnet. Der sehr bittere  Farbstoff Cochenille kann am effektivsten aus der amerikanischen weiblichen Cochenille-Laus gewonnen werden, die ihres höheren Farbstoffgehalts schnell beliebter als die einheimische Kermeslaus wurde.

Carribeans
Diese Getränkegruppe ist mit den Tropicals verwandt, also auch üppig im Geschmack und bunt garniert. Sie basieren immer auf Rum. Beispiele für Carribeans sind Mai Tai und Zombie.

Champagner 
Unter Champagner versteht man den in den Weinanbaugebieten der Champagne in Frankreich hergestellten und in Flaschen vergorenen Schaumwein. Das Weinanbaugebiet für den Champagner wurde im Jahr 1927 festgelegt und umfasst eine Fläche von rund 34.000 ha (340 qkm). Für die Herstellung des Champagners werden, von wenigen Ausnahmen abgesehen, die folgenden drei Rebsorten verwendet: Pinot Noir (Spätburgunder), Pinot Meunier (dt. Müllerrebe oder Schwarzriesling) und Chardonnay. Die Rebsorten Grau- und Weißburgunder sowie Arbane und Petit Meslier sind ebenfalls für die Erstellung des Champagners zugelassen, die beiden Letzteren sind aber durch eine Reblausinvasion weitest gehend verschwunden. In Deutschland werden vergleichbare Schaumweine als Sekt oder bei Flaschengärung als Winzersekt bezeichnet.  Erfahren Sie mehr unter >>>

Chardonnay
Chardonnay ist eine Rebsortenart, aber auch die Bezeichnung vieler Weine, die aus dieser Traubensorte hergestellt werden.

Chartreuse
Dieser französische Kräuterlikör wird aus 130 verschiedenen Heilkräutern hergestellt, die aus der Nähe von Grenoble stammen. Das Rezept für den Chartreuse liegt im Kloster Saint Pierre de Grenoble und in den Köpfen von nur drei Mönchen. Der Chartreuse, der zu den besten Likören der Welt gehört, ist in grün und gelb erhältlich. Er muss 5 Jahre in Eichenfässern reifen. 

Cherry Heering
Bei Cherry Heering handelt es sich um einen 24Vol%igen Kirschlikör aus Dalbö auf der dänischen Insel Seeland. Die Rezeptur wurde einem gewissen Peter Heering von Alma Carstensen überreicht, die sich damit bei ihrem Lehrling für seine guten Dienste bedanken wollte. Heering nutzte die Rezeptur und machte seinen Likör schnell bekannt, zumal dieser die Besonderheit hat, dass die Steine der Steven-Kirschen, aus denen er gewonnen wird, mit ausgepresst werden. Durch das darin enthaltene Persipan bekommt der Cherry Heering seine feine Mandelnote. Gelagert wird der Likör drei Jahre lang in Eichenfässern. Der Cherry Heering ist für den Singapore Sling unersetzbar.

Chill Filtration
Der aus dem Englischen kommende Begriff, übersetzt mit kühler Filtrierung, meint ein spezielles Filterverfahren von Alkohol, bei dem die Öle abgekühlt und anschließend abgeschöpft werden.

Coaster
Untersetzer (engl.); auch Underliner

Cobblers
Cobblers, die Vorfahren des Caipirinha, sind kaum noch an der Bar zu finden. Das Getränk erlebte seine Hochzeit in den 1950ern und 1960ern. Typisch für Cobblers waren die leichte, fruchtige Note, die interessante Optik und der charakteristische Eiskegel in der Mitte des Glases. Cobblers werden übrigens nach der Art der verwendeten Früchte bezeichnet. 

Cocktailkirsche / Belegkirsche
Eine Cocktail- oder Belegkirsche ist eine zur Garnitur (von bspw. Cocktails) verwendete kandierte Kirsche. Dabei kann es sich um Maraska- bzw. Maraschino-Kirschen handeln, die auch als Basis zur Herstellung des Maraschino-Likörs verwendet wird. Um eine Cocktailkirsche zu erhalten, muss man die entsteinte Kirsche in einen Maltose-Sirup einlegen, wodurch sie ihren Geschmack und ihre Farbe verliert. An die Kandierung schließt sich eine Behandlung mit Farb- und Konservierungsstoffen an, welche der Kirsche ihre grellrote Farbe verleiht.

Cocktails 
Unserem Hauptthema haben wir freilich eine eigene Seite gewidmet, die alle Informationen enthält, die wichtig sind für das Verständnis dieser faszinierenden Getränkegruppe. Weiter also hier >>>

Cocktailspitz
Der Cocktailspitz (CSP), auch als Martinischale bekannt, ist ein Glastyp für klassische Cocktails. In solch einem zylindrischen Glas wird traditionell bspw. der Martini serviert.

Cognac 
Frankreichs Nationalweindestillat ist Basisspirituose des ältesten Cocktails der Welt, des Sazerac. Grund genug, dem Cognac eine eigene Seite einzuräumen. Diese finden Sie hier >>>

Cointreau © goruma (Dominik Jesse)

Cointreau
Unter Cointreau versteht man einen klaren Likör, der vor allem aus den Schalen von Orangen seinen speziellen Geschmack erhält. Der Herstellungsprozess ist verkürzt wie folgt erläutert: Die Schalen der Orangen werden in Alkohol eingelegt, um anschließend destilliert zu werden. Bei der Destillation entzieht der erhitzte Alkohol den Orangenschalen ihr Aroma. In weiteren Herstellungsphasen wird mit Hilfe von Zucker, Wasser und Neutralalkohol das Endprodukt Cointreau hergestellt. Den Entzug des Geschmacks aus den Orangenschalen unter Hitzeeinwirkung bezeichnet man in der Chemie als Digerieren. Er steht im Gegensatz zum Mazerieren, ein Prozess, der ohne Wärmeeinwirkung erfolgt.

Cola
Cola zählt zu den Kräuterlimonaden und ist Bestandteil vieler Mixgetränke. Zu den berühmtesten Longdrinks und Cocktails mit Cola gehören der Long Island Ice Tea und der Cuba Libre

Coladas 
Coladas gehören zu den Tropical und Carribean Drinks. Sie sind äußerst beliebt und werden geshakt oder gemixt. Coladas haben immer Rum als Basis, wobei meist leichte oder mittelschwere Rums verwendet werden. Das mitgeshakte Eis wird gemeinsam mit der Colada ins Gästeglas gegeben. Weiterhin zeichnet Coladas noch eine phantasievolle Garnitur aus. Die bekannteste Coloda ist und bleibt die Piña Colada, die "verliebte Ananas".

Cold Compounding
Das Cold Compounding ist eine spezielle Methode zur Aromatisierung von Alkohol. Die Kräuter, Früchte und/oder Gewürze werden dabei als Essenz kalt mit dem Alkohol vermischt. Näheres erfahren Sie hier >>>

Collinses
Collinses bezeichnen eine Cocktailgruppe, der das Sour-Prinzip (siehe unten unter "Sours") zu Grunde liegt, also 4-5 cl (Basis-Alkohol) : 3 cl (Zitrone) : 2 cl (Zucker). Dieses wird dann nur noch ergänzt durch einen Filler, in diesem Fall Soda. Sie sind so eng mit den Fizzes (siehe unten) verwandt, dass man einen Collins getrost als großen bzw. verlängerten Fizz bezeichnen kann. Die Namen der Collinses sind verwirrend, denn sie lassen nicht immer auf die alkoholische Basis schließen. Die bekanntesten Collinses sind Tom Collins (Gin), Jack Collins (Calvados), John Collins (Genever) sowie Sandy Collins (Scotch), Joe Collins (Wodka) und Gaspari Collins (Campari). Collinses sind schnell zuzubereiten, denn sie werden direkt im Gästeglas aufgebaut. Collinses werden nicht geshakt.
Es gibt zwei Arten, einen Collins zuzubereiten: a) Das Gästeglas wird randvoll mit Icecubes gefüllt, mit den Ingredenzien übergossen und umgerührt. Das Ganze wird anschließend mit Soda aufgefüllt und garniert. Dies ist die klassische Methode. b) Das Glas wird bis unter den Rand mit Crushed Ice gefüllt und anschließend mit den Ingredenzien übergossen und umgerührt. Nun verwendet man aber kein Soda, sondern Stilles Wasser. Für die Zubereitung eines Collinses empfiehlt es sich, statt des Kristallzuckers eine Zuckerlösung zu nehmen, denn der Collins ist ungeshakt, und der kristalline Zucker löst sich so eher schlecht auf. Und übrigens: Collinses haben eine Füllmenge von zwischen 36 und 48 cl.

Common Still
Destillation mit Hilfe einer Brennblase. Dieses Verfahren wird auch Pott Still genannt.

Cordial
Cordial ist das englische Wort für (Kräuter-)Likör. Man sollte es nicht mit liquor (dt. Spirituose) verwechseln. 

Cosmopolitan © goruma

Cosmopolitan
Der Cosmopolitan ist ein klassischer Cocktail, der auf Woska basiert. Weitere Zutaten sind Triple Sec (oder Cointreau), Cranberrysaft, Limettensaft oder Rose's Lime Juice. Dadurch, dass der als Frauencocktail geltende Drink wie der „männliche“ Manhattan in einem Cocktailspitz serviert wird und farblich keinen Unterschied zu diesem aufweist, ließen sich die Männer ihren Manhattan von nun an in einem Tumbler servieren, um nicht in den Verdacht zu geraten, einen Cosmopolitan zu trinken. Die Rezeptur für den Cosmopolitan finden Sie übrigens hier >>>

Cranberry Saft
Die Cranberry, im Deutschen als großfruchtige Moosbeere (lat. vaccinium macrocarpon) oder auch als Kranichbeere bezeichnet, gehört zur Familie der Heidekrautgewächse und zur Gattung der Heidelbeere. Ihre Beere ist dunkelrot und hat ein helles festes Fruchtfleisch. Sie stammt ursprünglich aus dem Nordosten der USA kommt mittlerweile aber auch in Deutschland vor. Die amerikanischen Ureinwohner verwendeten die Cranberries nicht nur ihres großen Nährwertes, sondern auch ihrer heilenden Eigenschaften wegen. So wurden Wunden mit Cranberry-Saft ausgewaschen; und mit Cranberry-Umschlägen wurde das Gift aus den Pfeilwunden entfernt. Die Indianer Nordamerikas verwendeten die Cranberries aber auch zum Färben ihres Federschmucks, ihrer Decken, ihrer Kleidung und sogar ihrer Haare. Cranberries enthalten viel Vitamin C und sind durch ihre natürliche Wachsschicht recht lange haltbar. Daher wurden sie oft auf den Schiffen zur Vorbeugung gegen das gefürchtete Auftreten von Skorbut mitgeführt.

Creamsickles
Die Creamsickles (dt. Crèmesicheln) sind nicht mehr an der Bar anzutreffen. Trotz des martialischen Namens handelt es sich bei ihnen um alkoholfreie oder alkoholisch harmlose Drinks, die sogar für Kinder geeignet sind. Charakteristisches Merkmal war die Sichel im Glas. Dabei hat man mit einem länglichen, dünnen Gegenstand durch die Schichten des Drinks eine Sichel gezogen. 

Crème de
Hierbei handelt es sich um eine Likörart, die aus mindestens 250 g Zucker je Liter besteht und oft bis zu 700g/Liter besitzt. Ihren ergänzenden Beinamen erhalten sie von ihrer Geschmacksrichtung. Bekannte Beispiele sind Crème de Cacao, Crème de Cassis oder Crème de Menthe.

Crème de Cassis
Crème de Cassis ist ein Likör aus schwarzen Johannisbeeren und einem sehr hohem Zuckergehalt. Er hat eine dunkelrote Farbe und einen ausdrucksstarken Geschmack, weshalb Crème de Cassis gerne verdünnt für Longdrinks verwendet wird. Er stammt aus der Gegend um Dijon. Der Alkoholgehalt liegt bei 16–19 Vol%. Im Gegensatz zu anderen Likören enthält der Crème de Cassis einen Zuckeranteil von 400g pro Liter. Einer der bekanntesten Drinks mit Crème de Cassis ist die Kir.

Cru
frz. Anbaugebiet der Trauben für die Cognac-Herstellung

Crushed Ice
Crushed Ice ist zerstoßenes Eis. Es wird für diverse Cocktails, Longdrinks und zum Vorkühlen von Gästegläsern verwendet. Näheres erfahren Sie weiter unten unter Eis.

Crustas
Die Crustas gehören zu den Oldies an der Bar. Ihr Name leitet sich vom Salz- oder Zuckerrand des Glases ab. Die meist sehr starken Drinks werden auch oft mit Saft gereicht.

Cubes
Mit Cubes sind Eiswürfel gemeint. Sie sind die optimale Form, Drinks kühl zu halten. Näheres erfahren Sie weiter unten unter Eis.
 
Cuisine Style
Der Küchenstil meint, dass man für die Herstellung von Drinks frische Kräuter verwendet.

Cup
Diese bestimmte Mengenangabe von engl. cup = Tasse misst 23 cl.

Curaçao
Curaçao ist der Begriff für eine Bitterorangenart, die nur auf Curaçao wächst.

Cuvée
Die Cuvée ist ein Verschnitt aus Grundweinen bei der Schaumweinherstellung (z.B. Champagner). 

 

Von Daiquiri bis Fuselalkohol

Daiquiri © goruma

Daiquiri
Der Daiquiri, ein tropischer, alkoholischer Cocktail auf Rum-Basis, stammt aus dem Kubanischen und wurde nach einer Siedlung benannt, die etwa 22 Kilometer von Santiago de Cuba entfernt liegt. Der Short-Drink ist in vielen Rezeptur-Varianten gemacht worden, wobei die Original-Rezept des Daiwuiri Natural von 1898 eine Mischung aus weißem Rum sowie frischem Limettensaft und Zucker angibt. Neben den "natürlichen" Daiquiris gibt es auch die Frozen Daiquiris, die mit Crushed Ice im Mixer zubereitet werden, sodass der Inhalt eine gefrorene, sorbet-artige Konsistenz erhält. Übrigens war der Daiquiri - so wie auch der Mojito - einer der Lieblingscocktails von Ernest Hemingway, der ihn in seiner Stammbar in Florida als Papa-Doble mit doppelt so viel Rum getrunken hat sowie mit Grapefruit-Saft und Maraschino-Likör anstelle des Zuckers. 

Darren
Das Darren bzw. Trocknen ist ein Arbeitschritt beim Mälzen. Siehe Näheres unter >>>

Daisies
Die Daisies düften die meisten Barkeeper nur noch ihrer Namen nach kennen. Es handelt sich dabei um klassische Champagnercocktails, also um Damendrinks.

Dash
dt. Schuss; unbestimmte Mengenangabe

Demerara
Demerara ist eine Kennzeichnung für die Rohrzuckerherkunft. Demerara ist eigentlich ein Fluss in Guyana, wo auch der Demerara-Zucker angebaut wurde. Heute hat sich seine Gewinnung eher nach Mauritius verlagert. Der spezielle Demerara-Zucker wird für den schweren (Demerara)-Rum verwendet.

Demi Sec
= halbtrocken

Destillation
Eine Destillation (umgangssprachlich als Brennen bezeichnet) ist ein thermisches Trennverfahren bei der Herstellung von Spirituosen. Die höchstens Alkoholkonzentration, die man durch eine Destillation erhält, liegt bei 95,58Vol%. Ein weiteres Ausdestillieren ist nicht möglich, weil die Siedepunkte von Wasser und den noch vorhandenen Fuselölen und Alkoholika identisch sind. Künstlich hergestellte oder nicht für den Konsummarkt gedachte Alkohole können eine Alkoholkonzentration von bis zu 99,9Vol% erreichen. 100Vol%igen Alkohol gibt es nicht. 
Bei einer einfachen Destillation werden Alkohol und Wasser voneinander getrennt, wobei die Reststoffe (also Fuselöle und Methanol) nach der Destillation noch im Alkohol enthalten sind. Bei einer wiederholten Destillation trennen sich – je nach Siedepunkt – weitere Stoffe heraus. Den zweiten Schritt nach der ersten Destillation nennt man daher auch Rektifikation. Bei der Destillation unterscheidet man zwei Destillationsverfahren, das Brennblasen- und das Kolonnenverfahren:
a) Brennblasenverfahren (engl. Pott Still, Common Still; frz. Alambique oder Alambic)
Beim Brennblasenverfahren wird die Destillation in einer Brennblase vorgenommen. Als Ausgangsmaterial hat man die Maische, aus der nun der Alkohol herausdestilliert werden soll. Diese Destillation erfolgt in einem Kondensationsverfahren, was bedeutet, dass der Agregatzustand des zu destillierenden Alkohols verändert wird. Wasser siedet bei 100°C, Ethanol bei 78,3°C, Methanol bei 65°C und die bei der alkoholischen Gärung entstandenen Aromastoffe (bspw. Fuselöle) sieden bei 78,5°C. In einem ersten Trennschritt wird die mit Maische gefüllte Brennblase auf 80°C erhitzt, sodass man Ethanol, Methanol und die Aromastoffe zum sieden und mithin zum Verdampfen bringt. Die gasförmigen Stoffe werden dann in einer zweiten Brennblase aufgefangen, wo sie durch Kältezufuhr wieder verflüssigt werden. Die darin erhaltene Flüssigkeit ist hochkonzentriert und kann bei Genuss zu ernsten physischen Schäden wie bspw. Erblindung führen. Auch in einem weiteren Brennlauf bekommt man den Methanol nicht (vollständig) herausdestilliert, weil der Temperaturunterschied zwischen Ethanol und Methanol zu gering ist. Bei weiteren Destillationen werden Methanol und Aromastoffe herausgezogen. Methanol und Fuselalkohole bekommt man durch ein Brennblasenverfahren aber nie ganz heraus, sodass im fertigen Destillat neben Wasser und Ethanol auch immer Fuselöle und Methanol enthalten sind. Nach der Ersten Destillation liegt die Alkoholkonzentration bei 40Vol%, nach der zweiten bei 55 bis 68Vol% und nach der dritten bei etwa 70Vol% Alkoholkonzentration. 
Das ganze Brennblasenverfahren ist aber sehr mühsam und teuer. Daher wird als Alternative ein weiteres Brennverfahren benutzt:
b) Kolonnenverfahren (engl. Column Still, Coffey Still, Continous Still, Patent Still)
Der Vorteil beim Kolonnenverfahren, bei dem durch ein Patent- oder Coffey-Destillationsgerät (wegen der Kupfersäulen auch Kolonnenapparat genannt) ein höherer Alkoholgehalt erreicht werden kann, liegen darin, dass es schneller und effizienter ist und man nicht dauernd Wash (also Maische) hinzugeben muss. Der Alkohol ist weiterhin zehnmal sauberer als beim Brennblasenverfahren, also frei(er) von Fuselaromen und Methanol. Der destillierte Alkohol wird als Grain Spirit bezeichnet und ist wenig mehr als Neutralalkohol. Dieser Grain Spirit wird etwa beim Scotch Blend verwendet: Dabei wird der zweifach destillierte Alkohol aus der Brennblase mit dem Grain Spirit bzw. dem Grain Whisky vermischt.
Vorläufer des Kolonnenverfahrens war die Stein Still, eine Säulendestillation, die von Robert Stein entwickelt wurde. Bei dieser Säulendestillation war die Herstellung eines reineren Alkohols möglich. Außerdem benötigte diese Destillation weniger Zeit und ersparte den langen, harten Reinigungsprozess der Kupferbrennblasen. Die Weiterentwicklung nun war das Kolonnenverfahren, bei dem ein kontinuierliches Brennen ermöglicht wurde. Diese Methode war noch effizienter. Aeneas Coffey schließlich entwickelte die Höchstform der Kolonnendestillation. Diese auch Patent- oder Coffey-Stil genannte Methode wurde mit Hilfe von zwei Säulen verwirklicht, bei der man sehr viel Energie sparte. In der 1. Säule läuft von oben warme Wash (= vergorenes Getreide) in die Säule und trifft auf Wasserdampf, der von unten in die Säule geleitet wird. Die verdampfenden Bestandteile gehen in gasförmiger Form in die zweite Säule über, wo sie aufgefangen werden.

Deutscher Weinbrand
Deutscher Weinbrand ist eine Markenbezeichnung für ein deutsches Weindestillat. Die A.O.C. für den Deutschen Weinbrand gibt vor, dass er zu 100% aus Wein gewonnen sein muss. Indes muss dieser Wein nicht aus Deutschland kommen. Weiterhin muss er mindestens 6 Monate in Eichenfässern gelagert werden. Bei einer Lagerzeit von mehr als 6 Jahren darf er sich Alter Deutscher Weinbrand nennen. Der Alkoholgehalt darf nicht unter 38 Vol% liegen. Wenn eines der gerade beschrieben Merkmale nicht zutrifft, dann handelt es sich „nur“ um einen Weinbrand, also ohne das Attribut "Deutsch".

Digestif
Der Digestif ist ein die Verdauung förderndes alkoholisches Getränk, das meist warm serviert wird und aus die Verdauung anregenden Kräutern besteht. Der Gegensatz zum Digestif ist der Aperitif.

Digestion
Die Digestion ist ein Verfahren zur Aromatisierung von Alkohol. Dabei werden die Aromen in warmen Alkohol eingelegt. 

Dolce
ital. weich bzw. süß

Dollop
großer Schuss (engl.); unbestimmte Mengenangabe

D.O.
Denominación de Origen; Dieser spanische Begriff stellt eine kontrollierte Herkunftsbezeichnung dar und fungiert quasi als Schutzsiegel für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Spanien. 

D.O.M Bénédictine
Der D.O.M. Bénédictine gilt als einer der ältesten Liköre der Welt. Für seine von Benediktiner-Mönchen vollzogene, aufwändige Herstellung werden fünf Destillationen vollzogen, wobei jede einzelne Destillation eine Geschmacksebene hervorbringt. Die Kräuter und Gewürze (bspw. Vanille, Koriander, Zimt und Myrrhe) werden also mitdestilliert. Anschließend erhält man 5 Aromagruppen, die getrennt voneinander in Steinguttröpfen aufbewahrt und bei Bedarf zusammengemischt werden. Ersonnen hat die komplizierte Mixtur der Mönch Fra Bernado Vincelli aus dem Kloster Fécamp in der Normandie. Die 1510 entstandene Rezeptur wurde dann 1863 von dem Apotheker Alexandre Le Grand neu aufgelegt. Der 40 Vol% starke Bénédictine besteht aus 27 Kräutern und wurde durch den B&B bekannt, dem Brandy & Bénédictine. Der heute von Bacardi vertriebene Bénédictine ist - wie der Cherry Heering - für die Rezeptur desSingapore Sling unersetzbar. D.O.M. bedeutet übrigens "deo optimo maximo", dem "größten und besten Gott (geweiht)".

Double Strain
Double Strain meint „zweimal gesiebt“. Dazu verwendet man ein Shakersieb und ein weiteres Barsieb. Letzteres wird über das Gästeglas gehalten, sodass man einen doppelten Siebeffekt erhält. Der Double Strain wird angewendet, um auch feine Eis- oder Fruchtsaftstücke herauszufiltern.

Drambuie
Drambuie ist ein schottischer Whiskylikör, dessen Hauptbestandteile Scotch und Heidehonig sind. Mit Scotch vermischt ergibt er dn Cocktail Rusty Nail.

Dry Shaken
trocken, also ohne Eis Shaken

Drop
dt. Tropfen (etwa 0,01 cl); unbestimmte Maßeinheit

Dulce

span. weich bzw. süß

Eau de Vie
dt. Wasser des Lebens. Das ist der französische Begriff für alle klaren Spirituosen. 

Eier
Eier kommen hinter der Bar auch zum Einsatz. Ihr Eigelb wird bspw. für Egg Noggs und Flips verwendet und das Eiweiß als Zusatzbestandteil von Whisk(e)y Sour oder Silver Fizz. Dabei ist es unumgänglich, nur frische Eier zu verwenden. Die Frische erkennt man daran, dass die Schale rau und etwas kalkig aussieht und nicht glatt und glänzend. Auf Nummer Sicher geht man, wenn man die Eier in kaltes Salzwasser legt. Schwimmen sie oben, sind sie alt. Schwimmen sie in der Mitte, sind sie noch im grünen Bereich. Richtig frische Eier schwimmen gar nicht, sondern sinken auf den Boden.

Eis
Cocktails ohne Wärme schmecken nicht. Je näher am Nullpunkt ein Drink serviert wird, desto weniger können unsere Geschmacksnerven von seinen Aromen wahrnehmen. Doch die meisten Drinks brauchen  ein hohes Maß an Kälte, denn dadurch werden auch viele Fuselaromen des Alkohols unterdrückt. Wie man bereits sieht, kommt dem Eis in der Mixologie daher eine zentrale Rolle zu, die sich nicht darauf beschränkt, lediglich einen Kälteeffekt zu erreichen. Vielmehr steht und fällt mit der richtigen Verwendung des richtigen Eises zum richtigen Zeitpunkt die Qualität des Cocktails. Man unterscheidet mehrere Eisarten. 
Bei den klassischen Cubes handelt es sich um Eiswürfel, die in ihrem Kernmittelpunkt eine Temperatur von -18 bis -20°C und am Rand -2 bis 1°C haben sollten, denn der Eiswürfel kühlt einen Drink am besten um die 0°. Dann herrscht der beste Kälteaustausch mit dem Drink. Hohleiswürfel, so genannte Eskimo-Kondome, sind völlig ungeeignet, denn sie verfügen über keinen Kernmittelpunkt und schmelzen daher schneller. Außerdem zersplittern sie schnell – spätestens beim Shaken. Cubes kommen v.a. beim Rühren (Stirren) von Cocktails und beim Servieren von Longdrinks zum Einsatz. Eine weitere Eisart ist das Crushed Ice (dt. zermahlenes bzw. zerstoßenes Eis), das man v.a. zum Vorkühlen von Gläsern, aber auch bei einigen Cocktails verwendet. Crushed Ice kreiert wesentlich mehr Schmelzwasser als Cubes und ist daher für das Rühren und oft auch fürs Shaken gänzlich ungeeignet. Die dritte Form ist der Eisblock (cracked ice), von dem mit Hilfe eines Eispickels Stücke abgeschlagen werden. Dieser Eisform recht ähnlich ist das Cobbler-Eis, also grob geschlagenes Crushed Ice, das meist aus elektrischen Eismühlen kommt. Es ist ideal für Caipirinhas. Weiterhin gibt es Cobletts, also Mini-Eiswürfel, die den Cubes ähneln, aber wesentlich kleiner sind. Sie werden beim Mixen und Blenden gerne und sinnvoll verwendet, denn sie machen die Messer der Maschinen nicht kaputt. Sie können aber auch durch Crushed Ice ersetzt werden. In den USA und in Kanada trifft man sie häufiger an. In Deutschland sind sie eher untypisch. Zuletzt gibt es da noch das Shaved Ice, geschabtes Eis, das ursprünglich mit Krallen oder Schabern von den Eisblöcken gekratzt wurde und dem Eisschnee sehr ähnelt. Es ist heute fast kaum noch in Gebrauch und wird höchstens noch für Frappés benutzt. 
Wichtig ist, dass man Alkohol nicht direkt über Eis pouren (gießen) sollte, denn Alkohol ist einer der besten Eisschmelzer. Man schafft also viel Schmelzwasser und verwässert den Drink. Besser ist es, erst die Flüssigkeit beizugeben und dann das Eis.

Eiweiß
Eiweiß kommt bei zahlreichen alkoholhaltigen Getränken vor. Zu den bekanntesten Eiweißcocktails gehören einige Fizzes. Das Eiweiß wird dabei als Geschmacksverstärker eingesetzt.

Emulsion
Bei der Emulsion werden Stoffe, die sich normalerweise nur schwer oder gar nicht verbinden würden, mit Hilfe eines Emulgators harmonisch vereint. Chemisch gesehen findet bei diesem Vorgang eine Teilchenverkleinerung statt. Die gebundenen Stoffe trennen sich irgendwann aber wieder voneinander, was nicht unbedingt ein Zeichen für schlechte Qualität ist. Das bekannteste Beispiel einer Emulsion ist der Baileys, bei dem Alkohol, Schokolade und Sahne verbunden werden. 

Energy-Drinks
Energy-Drinks gehören zu den Softdrinks. Sie enthalten bis zu 32 mg Koffein pro 100 Milliliter. Bekannte Vertreter sind Red Bull, Club Mate und One.

Ethanol
Ethanol ist die Alkoholform, die der menschliche Körper am besten abbauen kann. Im Gegensatz zum viel schädlicheren Methanol entstehen beim Abbau von Ethanol keine Aminosäuren und mithin auch keine Kopfschmerzen. Näheres hier >>>

Falernum
Bei diesem Rumlikör handelt es sich nicht um einen Markennamen, sondern um die allgemeine Bezeichnung für Liköre, die aus Rum, Limetten, Gewürzen, Zucker und Wasser hergestellt wird.

Fancy Drinks
Diese mit den Tropicals und Carribeans verwandten Mixgetränke haben keine klare Rezeptur-Vorgabe und keine erkennbare Struktur. Alles ist möglich. Beispiele: Sex on the Beach und Caipirinha. Die Grenze zu den Carribean Drinks ist fließend.

Fässer
Warum wird für die Lagerung von Destillaten in Fässe immer Eiche verwendet? Der Grund dafür liegt in der Struktur dieses Holzes, das wegen der Harze vor der Nutzung aber auch immer abgelagert werden muss. Fässer müssen luftdurchlässig und grobfaserig sein, damit Luft an den Fassinhalt gelangen und ihn zum Oxidieren bringen kann. Das ist deshalb wichtig, weil Duftstoffe vom Sauerstoff gebunden werden. Das Destillat im Fass enthält Alkohole, Aromastoffe, Zucker und Wasser sowie Fruchtsäuren (Tannine etc.), die dafür verantwortlich sind, dass bestimmte Spirituosen beim Konsumieren im Hals kratzen. Durch die eindringende Luft kommt es zur Oxidation, mit deren Hilfe die Säuren abgebaut werden. Um dies zu erreichen, muss die Beschaffenheit des Fasses einen ständigen Luftaustausch natürlich auch ermöglichen. Die im Holz enthaltenen Aromastoffe gelangen durch den Luftaustausch ins Destillat. 
Durch die Luftdurchlässigkeit der Fässer kommt es natürlich auch zum Verlust eines kleinen Prozentsatzes des Alkohols. Diese etwa 1 bis 2Vol% pro Jahr nennt man auch Angel’s Share, also den Anteil für die Engel.

Filler
Der auch als Chaser bezeichnete Filler (dt. Auffüller) gibt dem Drink Länge (bei Longdrinks) und reduziert die Alkoholkonzentration. Näheres hier >>>

Fine Strain
= double strain; gemeint ist doppeltes Sieben des Drinks

Fixes
Fixes stehen kaum noch im Repertoire einer heutigen Bar, sollen aber hier erwähnt werden. Die Fixes sind einfach herzustellen: Zucker wird mit Wasser und Zitronensaft gelöst und mit der jeweiligen Spirituose übergossen. Das Ganze wird anschließend sparsam garniert.

Fizzes
Fizzes sind verlängerte Sours, wenn man so will. Die Rezeptur ist mit den Sours auch fast identisch, nur das zum Schluss noch Soda hinzugefügt wird. Die Füllmenge sollte (mit Eis) 30 cl nicht überschreiten. Und das noch: Einen Fizz muss man immer shaken, natürlich ohne das Soda.

Fizzy
Das englisch Wort fizzy meint, nach Art eines Fizzes, also sprudelnd, etwa mit Soda.

Flips
Flips sind mit den Egg Noggs verwandt, was heißt, dass hier mit Eigelb gearbeitet wird. Wer das nicht mag, kann das Eigelb auch gerne durch Eierlikör ersetzen. Die recht gehaltvollen Flips kann man kalt aber auch warm genießen. Für die Zubereitung gilt, dass man Flips lange shaken muss – man kann auch gleich auf den Blender zurückgreifen.

White Russian - Ein klassischer Float © goruma

Floats
Floats sind Drinks, bei denen Spirituosen oder Sahne auf eine andere Flüssigkeit aufgegossen wird, sodass eine Schicht entsteht. Dafür macht man sich die spezifische Dichte der jeweiligen Flüssigkeit zunutze. Für das Floating (dt. Schichten) muss man meist eine spezielle Technik angewendet werden. Man kann die zu schichtende Flüssigkeit über einen Bar- oder Esslöffel auf die untere Schicht laufen lassen oder sie aber gegen den Rand des Glases gießen. Das beste Beispiel für einen gefloateten Drink ist der White Russian, wo auf die Wodka-Kahlúa-Mischung eine Sahneschicht gelegt wird, die sich nicht mit der unteren verbindet. 

Frangelico
Der italienische Haselnusslikör wurde vom Mönch Fra Angelico vor etwa 300 Jahren im italienischen Piermont entwickelt. 

Frappés
Zu den Frappés gibt es nicht viel zu sagen: Hier wird einfach Eis - vorzugsweise Shaved Ice - mit Spirituosen vermischt. Eine kühle Angelegenheit.

Freestyle Bartending
Im Gegensatz zum Present Style erreicht man durch das Freestyle Bartending eine höhere Effizienz durch die größere Schnelligkeit, mit der Drinks zubereitet und mithin serviert werden können. Dass dabei die Qualität der Drinks leidet, versteht sich von selbst. Das geschieht schon allein deshalb, weil beim Freestyle kein Jigger (Messbecher) benutzt wird: Das (beidhändige) Einmessen der Zutaten erfolgt also nach dem Prinzip des Schätzens, wobei man eine spezielle Zählweise benutzt, um das Schätzen so gut wie möglich zu gewährleisten. Man zählt etwa 21 für 1 und 21, 22, 23 für 3 cl - das Ganze möglichst im Kopf. Weiterhin greift man beim Freestyle auf eine vorgefertigte Garnitur zurück. Maximal 60 Sekunden sollte man beim Freestyle für die Herstellung eines Cocktails und höchstens 10 Sekunden für einen Longdrink benötigen.

Frozen Drinks
Die Serviertemperatur für solche „gefrorenen Drinks“ liegt bei -2 bis 2°C. Zu ihnen gehören etwa die Frozen Daiquiris, Frozen Margaritas oder Frozen Nataschas.

Fuselalkohol bzw. Fuselöl
Das sind „minderwertige“ und oft unerwünschte Alkohole, die aber auch Geschmacksträger sind. Sie entstehen bei der alkoholischen Gärung und bei der Destillation selber. Viele Fuselalkohole und Fuselöle werden bei der Destillation herausgezogen, denn sie werden vom menschlichen Körper nicht gut vertragen und verursachen bei einer zu hohen Konzentration einen schlechten Geschmack. Bei der Herstellung des Western Style Wodka etwa werden alle Fuselalkohole herausgezogen, sodass diese Spirituose zwar glasklar und hoch rektifiziert ist, aber auch geschmacksneutral und ohne Charakter.

 

Von Gallone bis Irish Coffee

Gallone
bestimmte Mengenangabe; 1 Gallone = 3,78 l = 378 cl

Garnitur (engl. Garnish)
Die Garnitur - nicht Dekoration bitte - ist die mal vorgeschriebene, mal kreative optische Präsentation eines Drinks. Und es gibt viele Arten, Drinks zu garnieren. Garnituren können am Glasboden, am Glasrand oder auf dem Drink selbst angebracht werden. Garnituren im Glas können als Oliven, Cocktailkirschen, Limettenzesten, Honigböden etc. anzutreffen sein. Garnituren am Glasrand sind Fächer, Slices (= Scheiben), Wedges (= Keile), Fancy-Details, Salt Edges (= Salzränder), Salt Lips (= halbe Salzränder) oder auch Blumenblüten, die meist essbar und karamellisiert oder mit einer Eiweißlösung behandelt sind, um sie fest und haltbar zu machen. Was nun die Garnituren auf dem Drink betrifft, so fallen einem da natürlich sofort Muskatnuss, Floats, Schoko- oder Kaffeepulver, Sahne, aber auch Zuckerwatte und gefärbtes Eis ein. 
Wichtig bei allen Garnituren ist es, dass sie (jedenfalls teilweise) essbar, gleich bleibend und leicht reproduzierbar sind. Sie sollten nicht mit den Fingern berührt werden, frisch und ansprechend sein: Frei nach dem Motto „Monkey sees, monkey wants“ macht man mit einer guten Garnitur auch Werbung und anderen Gästen Lust auf diesen Drink.
Bei einigen klassischen Drinks gibt es auch festgelegte Garnituren. Hier ein paar Beispiele:
- Bloody Mary mit Selleriestaude
- Crustas mit Zuckerrand (immer nur von außen)
- Flipps mit Muskatnuss
- Gibson mit Perlzwiebel
- Juleps mit Minze
- Mai Tai mit Minze
- Manhattan mit Cocktailkirsche (Luxardi-Kirsche)
- Margarita mit Salzrand bzw. Salzlippe (= halber Salzrand; Limettenrad oder -keil)
- Martini Dry Cocktail mit Olive, obwohl ein Limettentwist dem Aroma des Drinks besser tut 
- Mojito mit Minze
- Pimm’s N°1 Cup mit frischen Gurkenscheiben- und schalen
- White Russian mit Sahne-Float

Genever 
Die Nationalspirituose der Niederlande war uns eine eigene Seite wert. Daher schauen Sie bitte hier >>>

Getreidedestillate
Getreidedestillate sind Destillate aus Getreidemaische. Dabei müssen Getreidespirituosen die organoleptische (also die sensorischen) Merkmale des Ausgangsstoffes aufweisen. Getreidespirituosen werden aus Gerste (engl. barley, schott. bigg), Roggen (engl. rye), Weizen (engl. wheat), Buchweizen (engl. buckwheat), Mais (engl. corn oder indian corn, frz. maize), Hafer (engl. Oat) und/oder Reis (engl. rice) hergestellt. In all diesen Getreideformen ist Stärke enthalten, die durch den Vorgang des Mälzens in Zucker umgewandelt wird.

Gill
ein Whisk(e)yhohlmaß; 1 gill = 4,4 cl

Gimlet
Der Gimlet ist ein klassischer Medium Cocktail, der gerührt wird. Er basiert auf Gin, kann aber auch mit anderen Basisspirituosen wie bspw. Wodka zubereitet werden. Die Rezeptur finden Sie hier >>>

Gin 
Gin ist mit Wachholderbeeren und anderen Gewürzen und Kräutern aromatisierter Wodka, wenn man so will. Wer eine genauere Darstellung zum Gin wünscht, klicke bitte hier >>>

Ginger Ale
Ginger Ale ist ein Softdrink mit dem Geschmack der Ingwerwurzel (engl. ginger). Der klassische Filler wird von verschiedenen Herstellern angeboten, die ihr Getränk mit Zuckercouleur einfärben. Alternativen zum Ginger Ale, das zu den Limonaden (mit Pflanzenauszügen) gezählt wird, sind der österreichische Almdudler sowie die Berliner Fassbrause. 

Glühwein
Der Glühwein ist ein meist zur Vorweihnachtszeit getrunkenes Heißgetränk aus Rotwein und Gewürzen. Mehr dazu finden Sie hier >>>

Grain Spirit
Hierbei handelt es sich um den durch Kolonnendestillation gewonnenen, sehr reinen Alkohol, der zusammen mit Malt Whisky zu den bekannten Scotch Blends vermischt wird. 

Grain Whisk(e)y
Bei der Anwendung des Kolonnenverfahrens wird der Grain Whisk(e)y gewonnen. Es handelt sich bei ihm nicht um Neutralalkohol, sondern um einen durch Kolonnendestillation gewonnenen Whisky, der aus 10 bis 12% gemälztem Getreide besteht und nach seiner Herstellung für mindestens drei Jahre fassgelagert werden muss. Insgesamt hat der Grain-Whisky bis zu 80Vol% Alkohol und wird mit dem Malt Whisky zu einem Blend Whisky vermischt.

Grande Champagner
Der Begriff bezeichnet das beste Anbaugebiet (frz. premier cru) für die Weinherstellung und wird insbesondere im Zusammenhang mit der Herstellung von Cognac verwendet.

Grand Manier 
Unter einem Grand Marnier versteht man einen französischen Orangenlikör, der aus einem mit den Schalen von Bitterorangen aromatisiertem Cognac besteht. Er besitzt einen Alkoholgehalt von ca. 40 Vol% und gehört zum Hause Marnier-Lapostolle. 

Grapefruit-Saft
Die Grapefruit ist die Frucht des Grapefruit-Baumes. Der Grapefruitbaum ist ein in den Subtropen wachsender und zu den Zitruspflanzen gehörender Baum aus der Familie der Rautengewächse. Der Baum entstand aus einer nicht vom Menschen beeinflussten Kreuzung aus Orangen- und Pampelmusenpflanzen. Er erreicht Höhen weit über 10 Meter, ist aber im Mittel eher 5 bis 6 Meter hoch. Die in Europa angebotenen Früchte stammen meistens aus Israel, Zypern oder den USA.

Grappa © goruma (Dominik Jesse)

Grenadine von Monin © goruma (Dominik Jesse)

Grappa
Grappa ist ein italienischer Tresterbrand, zu deutsch Schnaps. Das meist klare Getränk gibt es auch in rot (bspw. Friaul). Er wird in einem warmen Glas serviert.

Grater
engl. Reibe 

Grenadine-Sirup
Wie dem Namen zu entnehmen ist, wurde dieser Sirup (ursprünglich) aus dem Granatapfel gewonnen. Heutzutage besteht er aber in der Regel aus einer Mischung verschiedener Beeren, wie der Johannisbeere, der Himbeere, der Brombeere oder der Hollunderbeere. Zusammen gemischt mit Vanilleextrakten dient er bei Cocktails sowohl der Farbgebung (intensives Rot) als auch der Aromatisierung. 

Grog
Der Grog gehört zu den Hot Drinks und ist eine Mischung aus heißem Wasser und Rum. Weiteres hier >>>

Hamilton Beach
Hamilton Beach ist ein bekannter Hersteller von Bar-Utensilien.

Hang Over
Ein Hang Over ist das englische Pendant zum deutschen Kater. Wie es dazu kommt und was man tun kann, erfahren Sie hier >>> 

Hang-Over-Drinks
Die Hang-Over-Drinks werden auch Pick me Ups, Painkiller, Corpse Reviver oder Restore Drinks genannt. Sie sollen aufgrund ihres hohen Anteils an Energie, Obst und/oder Gemüse die negativen Folgen des übermäßigen Trinkens (siehe Kater) kurieren – viele indes mit nur mäßigem Erfolg. Zu den bekanntesten Pick me Ups gehört die Bloody Mary, während der wohl wirkungsvollste die Prairie Oyster sein dürfte, eine Mischung aus Ketchup, Gewürzen und einem Eigelb.

Hard Liquors
Damit sind alle hochprozentigen Spirituosen gemeint, die etwa 50 degrees american proof haben, also 25 Vol%. 

Highballglas
Das ist ein großvolumiges Glas, das zum Servieren von Highballs verwendet wird.

Highballs
Highballs sind alkoholische Getränke, die besonders der Erfrischung und dem Durst-Stillen dienen. Sie werden immer mit Kohlensäure gemacht. Die aufsteigenden Säurebläschen sind im englischen die „hohen Bälle“, die Highballs. Der Kohlensäure kommt übrigens die Aufgabe eines Geschmacksträgers bzw. -verstärkers zu.

Hopfen
Der Hopfen (lat. humulus) gehört zur Familie der Hanfgewächse (lat. cannabaceae) und wird für die Bierherstellung verwendet, wobei man ausschließlich die weiblichen Hopfenblüten verwendet. Der Hopfen sorgt für den bitteren Geschmack, die Haltbarkeit der Biere.

Hot Drinks
Diese Gruppe umfasst alle alkoholischen Getränke, die mit heißen Getränken wie Tee, Kaffee, Kakao etc. vermischt werden. Die Basis der meisten Hotdrinks ist Kaffee. Einige Hotdrinks finden Sie bei grouma hier >>>

Infusion
Die Infusion ist der Oberbegriff für die verschiedenen Verfahren zur Aromatisierung von Destillaten. Genaueres gibt es hier >>>

Irish Coffee
Der Irish Coffee ist einer der bekanntesten Hot Drinks der Welt. Dazu wird erhitzter Irish Whiskey mit braunem Zucker und Kaffee verrührt und anschließend mit angeschlagener Sahne getoppt. Näheres hier >>>

 

Von Jameson bis Longdrinks

Barlöffel, Jigger und Shaker © goruma (Dominik Jesse)

Julep © goruma

Jameson
Jameson ist eine irische Blend-Whiskey-Marke.

Jigger
Der Jigger ist ein Barmessbecher, aber auch ein klassisches altes Barmaß Maßeinheit (6 cl). Der Jigger als Barmessbecher weist zwei sich gegenüberliegende Trichter auf, die üblicherweise einmal 4 cl und einmal 2 cl abmessen. Man erhält ihn aber auch als doppelzylindrischen Jigger mit anderen Maßen. Er kann aus Plastik oder Messing sein.

Johnny Walker
Johnny Walker gehört zu den bekanntesten Scotch Blend-Whisky-Marken.

Juleps
Ein Julep ist ein klassischer Südstaatendrink und das Statusgetränk der Plantagenbesitzer schlechthin. Juleps basieren immer auf Minze, die gedrückt, aber niemals zerdrückt wird. Als Basis dienen meist amerikanische Whiskeys wie v.a. Bourbon. Aber auch Scotch ist denkbar. Für die Herstellung eines guten Juleps wird der Zucker zunächst mit etwas Wasser und einem Splash Soda aufgelöst. Dann kommt die Minze hinzu, welche leicht angedrückt wird. Nun füllt man das Glas randvoll mit Crushed Ice und übergießt es mit der jeweiligen Spirituose. Anschließend wird alles mit einem Barlöffel kurz umgerührt, bis das Glas beschlägt. Die Minze muss dabei am Boden bleiben. Daher darf man Juleps auch niemals shaken. Nun folgt die Garnitur, klassischerweise ein Minzzweig. Wichtig ist, dass Juleps stets eine kleine Ruhezeit benötigen, damit sich der Zucker lösen, das Minzaroma sich voll entfalten und die Ingredenzien sich harmonisch vereinen können. Juleps werden in einem Whiskeytumbler ohne Trinkhalm angerichtet. Soda wird nur auf Wunsch gereicht. 
Der berühmteste Julep ist übrigens der Mojito.

Kaffee
Was haben wir früher ohne Kaffee gemacht, das bittere und schwarze Gold aus den südlichen Gefilden. Kaffee ist so bedeutend, dass wir ihm ein ganz eigenes und umfassendes Kapitel gewidmet haben. Und das finden Sie hier >>>

Kahlúa
Kahlúa ist ein mexikanischer Kaffeelikör, der aus der Mischung von Zuckerrohrdestillat mit Arabica Hochlandkaffee hergestellt wird. Er gehört zu den Emulsionslikören.

Kater (engl. Hang Over
Ein Kater ist das deutsche Pendant zum englischen Hang Over. Wie es dazu kommt und was man tun kann, erfahren Sie hier >>> 

Kir
Eine Kir ist eine Getränkegruppe, die aus Crème de Cassis (schwarze Johannisbeeren aus Dijon) und Weißwein besteht. Das Verhältnis liegt bei etwa 1:9. Die Champagner-Erweiterung nennt sich Kir Royal.

Kir Royal
Der Klatschreporter Baby Schimmerlos trank in der Münchner Schickeria immer Kir Royal. Das süße, rote, prickelnde und teure Getränk gab der Fernsehserie von Helmut Dietl den Namen. Für den königlichen Kir nimmt man anstatt Weißwein Champagner. Das Rezept finden Sie hier >>>

Likör
Ein Likör ist eine Spirituose, bei der mindestens 100g Zucker auf einen Liter kommen. Liköre müssen mindestens 15Vol% Alkohol enthalten. Nur der Eierlikör darf 14Vol% haben. Die ältesten Liköre sind die Kräuter-, Gewürz- und Bitterliköre. Sie wurden als Heil-, Abführ- und Schönheitsmittel bereits im Mittelalter (meist von Mönchen und später auch von Apothekern) hergestellt. Weiter hier >>>

Lemontwist
Eine Lemontwist ist eine Zitronenschale zur Garnitur bzw. Aromatisierung von Drinks. 

Likör 43
siehe unter "Quarenta y Tres"

Lillet Blanc
Lillet Blanc ist ein französischer Aperitif, der aus Weinen (85 %) und Fruchtlikören (15 %) hergestellt wird. Man verwendet dafür die Schalen verschiedener Zitrusfrüchte sowie in Alkohol eingelegte peruanische Chinarinde. Gelagert wird der Lillet Blanc in Eichenfässern. Das goldfarbene Getränk hat einen feinen Geschmack von Orangen und Honig.

Lime Juice
Der Begriff Lime Juice ist etwas verwirrend. Einerseits ist Lime Juice die englische Bezeichnung für Limettensaft. Andererseits ist damit oft Rose's Lime Juice gemeint, ein Zuckerkonzentrat auf Limettenbasis (35%), das als wichtiger Modifier vieler Cocktails (bspw. Caipirinha oder Gimlet) aus keiner Bar wegzudenken ist. Mit Lime Juice lassen sich aber auch eher langweilige Longdrinks wie der Cuba Libre verfeinern.

Limetten © goruma (Dominik Jesse)

Limetten
Limetten gehören in jede Bar, denn sie sind als Cocktails-Bestandteile und Garnitur unentbehrlich. Der Säuregehalt einer Limette, die bei einer durchschnittlichen Größe etwa 4 cl Saft gibt, ist höher als der einer Zitrone. Indes ist der Fruchtzuckeranteil niedriger. Während Zitronen einen Säureanteil von 5% und einen Zuckergehalt von 2% haben, besitzen Limetten 7% Säure und 1,5% Zucker. Um Rezepte die für Zitronen oder Limetten ausgeschrieben wurden und abgewandelt werden sollen, gilt ein optimales Sauer-Süß-Verhältnis von 2:1,5 für Limetten und von 2:1 für Zitronen. Zu beachten ist, dass die Enden der Limette die hauptsächlichen Bitterstoffe der Limette enthalten und daher abgeschnitten werden sollten. Auch gilt: Limetten können niemals durch Zitronen ersetzt werden.

Limetwist
Limettenschale zum Garnieren und Aromatisieren von Drinks

Limonade
Die Limonade, ein Getränk, das es bereits seit dem 14. bzw. 15. Jahrhundert gibt, wurde ursprünglich als Limonada getrunken, einer Mischung aus nicht kohlesäurehaltigem Wasser und Zitrone (also Limonade von Limone). Der Zitrone kam dabei die Funktion zu, den Geschmack des damals meist schlechten Wassers zu überdecken. Heute bezieht sich der Begriff Limonade - in Unterscheidung zur immer mit Kohlensäure versetzten Brause – darauf, dass in der Limonade nur natürliche Stoffe zum Einsatz kommen. Sie enthält außerdem einen naturidentischen Fruchtanteil von 3 bis 15%. Eines der bekanntesten Beispielen für eine Limonade ist Fanta.

Liquor
amerik. für Spirituosen; engl. Cordial

Longdrinks
Longdrinks sind einfach nur verlängerte Cocktails und haben (mit Eis) gewöhnlich eine Füllmenge von etwa 30 cl. Die Verlängerung findet mittels eines Fillers statt. Filler können u.a. Säfte, Cola, Fanta oder Soda sein. Mit der Verlängerung wird erreicht, dass man diese Getränke aufgrund ihres nun verminderten Alkoholgehaltes den ganzen Tag über trinken kann (All-Time-Drinks), während ein klassischer, also hochprozentiger Cocktail nur in den Abendstunden genossen wurde. Da der Longdrink im Freestyle Bartending in kürzester Zeit zubereitet werden muss, wird er auch als 10-second-drink bezeichnet. Die korrekte Abmessung des Inhalts liegt etwa so, dass Longdrinks in einem 30 cl-Glas serviert werden, in dem 4 bis 8 cl Alkohol, 15 bis 18 cl Filler und Eis enthalten sind. Longdrinks auf Eis werden so zubereitet, dass man zuerst den Alkohol ins Glas gibt, dann zu etwa 2/3 des Glasinhalts das Eis und zum Schluss den Filler. Den Alkohol gießt man nicht über das Eis, denn Alkohol gilt als sehr guter Eisschmelzer, sodass der Drink zu verwässern droht. Weiterhin gilt die Regel: Je mehr Eis, desto weniger Schmelzwasser. Beispiele für Longdrinks sind Greyhound (Wodka mit Grapefruitsaft) und Tequila Sunrise (Tequile mit Orangensaft und Grenadine). 

 

Von Maische bis Overproof

Maische
Die Maische ist der Trauben- bzw. Getreidebrei und mithin das gewässerte Rohprodukt bei der Herstellung alkoholhaltiger Getränke. 

Malt Whisk(e)y
Hierbei handelt es sich um Whisk(e)y, der zu 100% aus gemälztem Getreide hergestellt wird. Er wird meistens durch eine zweifache Destillation im Pott Still-Verfahren gewonnen.

Manhattan
Der Manhattan ist ein klassischer Cocktail auf der Basis von Rye Whiskey, also Roggenwhiskey. Die Rezeptur gibt es hier >>> 

Maracujas
Die Marakujafrucht (auch: Maracuja oder Passionsfrucht) ist die Frucht (botanisch gesehen eine Beere) einer Pflanze aus der Familie der Passionsblumengewächse (lat. passifloraceae). Sie sind meistens Kletterpflanzen, kommen aber auch als Stäucher vor. Sie wachsen in den südlichen Teilen Nordamerikas sowie in Mittel- und Südamerika. Auch auf den Galapagosinseln, in Teilen Asiens und in Australien gibt es verschiedene Sorten der Pflanze. Die Frucht besitzt vergleichbar den Granatäpfeln zahlreiche kleinere Kerne in ihrem Inneren. Insgesamt gibt es ca. 400 Arten dieser Pflanze.

Maraschino
Das ist ein italienischer bzw. kroatischer Fruchtsaftlikör, der aus Marasca-Kirschen hergestellt wird. Diese Kirschen kommen ursprünglich aus Kroatien. Der kroatische Maraschino ist stärker, kräftiger als der eher süße, milde und weichere italienische Kirschlikör. 

Marc de
Frankreichs Antwort auf den italienischen Grappa hebt hinter dem „de“ das Herkunftsgebiet hervor. Der bekannte Marc de Champagne ist also ein französischer Tresterbrand aus der Champagne. Er wird in einem warmen Glas serviert.

Marguerita bzw. Margarita 
Die Margarita gehört zu den bekanntesten Cocktails der Welt. Der Drink besteht aus Tequila, Triple Sec und Zitronensaft und wird eisgekühlt in einer Cocktailschale serviert, die einen Salzrand enthält. Für die Margarita empfiehlt sich die Verwendung eines weißen, nicht lange gelagerten Tequilas, denn dieser ist bissiger und stärker agavenlastiger als die Reposados und Añejos, die eher soft und nicht so stark sind. Sie kommen gegen den Triple Sec oder einen Cointreau meist geschmacklich nicht an. Zur Rezeptur geht es hier >>>

Martini
Unter einem Martini versteht man eine bestimmte Marke eines Wermutweins (franz. und engl. Vermouth). Ein Wermut ist ein mit bestimmten Gewürzen und Kräutern versetzter Wein. Seinen Namen verdankt er dabei dem Wermutkraut, auch als Bitterer Beifuß bekannt. Bekannte Wermutmarken in Österreich, der Schweiz, Deutschland und vielen nicht deutschsprachigen Ländern sind: Cinzano, Gotano, Martinazzi, Martini, Noilly Prat oder Sonado. Aus Kroatien stammt der Pelinkovac. 
Nicht verwechselt werden sollte der Wermut der Marke Martini mit dem Cocktail namens Martini.

Martini-Cocktail
Der wohl berühmteste Cocktail der Welt wird von uns in Geschichte und Rezeptur genauer vorgestellt und zwar hier >>>

Mazeration
Die Mazeration ist ein Verfahren zur Aromatisierung von Alkohol. Dabei werden die Aromastoffe in kalten Alkohol eingelegt.

Measure
engl. Messbecher

Medium Cocktail
Der Medium Cocktail ist geschmacklich zwischen trocken und süß anzuordnen. Bei ihm ist das Verhältnis zwischen Alkohol, Säure und Zucker ausbalanciert. Der wohl berühmteste Mediumcoktail ist der Gimlet.

Melasse
Das Abfall- bzw. Nebenprodukt bei der Zuckerherstellung wird auch Molasse genannt. Es besteht zu etwa 80% aus Zucker. Der Rest ist Wasser. Aus Melasse werden spanische, englische und südamerikanische Rums hergestellt.

Merlot
Merlot ist sowohl eine Rebsorten- als auch eine Weinart, die aus dieser Rebsorte hergestellt wird.

Mezcal
Der Mezcal ist eine mexikanische Spirituose, deren Name aus dem Nahuatl kommt und „Haus des Mondes“ bedeutet. Er gilt als Vater des Tequila und wird in Mexiko traditionell aus Tonschalen getrunken. Mezcal wird aus dem Fleisch verschiedener Agavenarten hergestellt und ist wegen seines sehr markanten Geschmacks zum Mixen von Getränken eher ungeeignet. Weiter siehe hier >>>

Mineralwasser
Mineralwasser enthält Mineralien, also Salze. Um ein Wasser als natürliches Mineralwasser bezeichnen zu können, sollte es mindestens 1.000 mg gelöste Mineralstoffe je Liter enthalten, was auf dem Prüfsiegel jeder Mineralwasserflasche aufgeführt ist. Diese 1.000 mg sind die vorgeschriebenen Mengen der Mineralstoffe. Sollte das Mineralwasser weniger Mineralien enthalten, wird die Quelle geprüft, aus der es gewonnen wurde. Eine weitere Forderung an natürliches Mineralwasser ist, dass es direkt am Quellort abgefüllt wurde. Ein Beispiel dafür ist GerolsteineSprudel. Natürliches Mineralwasser enthält darüber hinaus 250 mg/l freie Kohlensäure, also Kohlensäure, die durch Schütteln aus der geöffneten Flasche entweichen würde.

Mis en Place
Mit dem französischen Begriff Mis en Place (dt. an den Platz gestellt) ist das Aufräumen bzw. die Vorbereitung des Arbeitsbereiches gemeint. Benutzte Flaschen und Arbeitsgeräte werden gesäubert und wieder an ihren Platz zurückgelegt.

Mixability
Dieser englische Begriff basiert auf der Mixologie und meint die Misch- bzw. Mixbarkeit von Basis- und modifizierenden Spirituosen (oder Säften). Der Begriff bezieht sich dabei insbesondere auf geschmackliche, aromatische Aspekte.

Mount Gay
Der Mount Gay, ein schwerer, körperreicher Heavy-Bodied Rum aus Barbados, soll angeblich aus der ältesten Rum-Destille der Welt stammen.

Muddler
In der Barsprache bezeichnet ein Muddler einen Stößel. Muddler sollten aus Hygienegründen niemals aus Holz sein, ein perfekter Nährboden für Schimmel und Bakterien - und möglichst auch keine Noppen an ihrem Kopf haben, da diese die zu zerdrückenden Bestandteile eher zerreißen als ausdrücken.

Nektar
Ein Fruchtnektar enthält zwischen 25% bis 75% Fruchtanteil. 

Neutralakohol
Der Neutralakohol besteht aus 95% Ethanol und Wasser und wird auf natürlichem Wege, also meist über Kolonnenverfahren gewonnen. Es handelt sich bei ihm also um sehr reinen Alkohol. Er wird oft als Basis für Spirituosen verwendet und mit ihnen gemischt. Auf industriellem Wege, also durch Zugabe von Trocknungsmitteln etc. lässt sich die Alkoholkonzentration des Neutralalkohols auf bis zu 99,98 Vol% anheben. Dieser Alkohol wird aber nicht mehr konsumiert. 100%igen Alkohol gibt es nicht.

Noilly Prat
Noilly Prat ist ein sehr trockener französischer Wermut. Er gilt sogar als trockenster, bitterster Wermut überhaupt. Er wird sehr gerne zur Zubereitung von Martini Perfect, Martini Dry und Manhattans verwendet.

Nutmeg
engl. Muskatnuss

Obstler
Für die Herstellung eines Obstlers wird aus einer Fruchtmaische ein Destillat gefertigt. Es wird also kein Neutralalkohol verwendet. Für dieses Prozess der Herstellung gibt es zahllose Vorschriften.

O.F.C.
Diese Qualitätsbezeichnung bei kanadischen Whiskeys meint Old Fine Canadian.

Old Fashioned
Der „Altmodische“ ist einer der beliebtesten Spezialistencocktails, denn die Rezepturvorschläge sind endlos und variieren stark. Anstelle des Whisk(e)ys lassen sich auch andere Spirituosen als Basis verwenden. Unseren Rezepturvorschlag finden Sie hier >>>

On the rocks (o.t.r.)
Damit ist gemeint, dass der Drink auf Eis serviert wird. In früherer Zeit und einigen innovativen Bars wurden bzw. werden doch tatsächlich gekühlte Steine (engl. rocks) verwendet, die tatsächlich den großen Vorteil haben, kein Schmelzwasser zu bilden. Der Gegensatz von "on the rocks" ist "plain" bzw. "straight".

o.t.r.
engl. in the rocks

Ounce
amerikan. Unze; best. Mengenangabe; 1 ounce = ca. 3 cl (2,92 cl)

Overproof
Das ist das britische Wort für „hochprozentig“. 

 

Von Pale bis Rum

Pale
engl. bleich; Bezeichnung u.a. beim Cognac 

Papayafrucht
Der Papayabaum (lat. carica papaya) ist ein in den Tropen und mittlerweile auch den Subtropen vorkommender Baum, der zur Familie der Melonenbaumgewächse (lat caricaceae) gehört. Er erreicht eine Höhe zwischen 6 bis 10 Metern. Seine länglichen und oval geformten Früchte besitzen eine Länge von etwa 12 bis 40 cm und einen Durchmesser von etwa 10 bis 30 cm. Ihr Gewicht schwankt zwischen etwa 2,5 bis 6 kg.

Part
best. Mengenangabe; 1 Part = ½ ounce (Unze) = ca. 1,5 cl

Pedro Ximenez
Die auch mit PX abgekürzte Rebsorte aus Spanien wird u.a. für die Brandy-Herstellung verwendet.

Peel
engl. Schale

Perkolation
Die Perkolation ist ein Verfahren zur Aromatisierung von Alkohol. Dabei durchläuft der Alkohol bestimmte Röhren, in denen sich die Aromastoffe (Kräuter, Gewürze, Schalen etc.) befinden.

Pernod
Bei diesem französischen Anisée handelt es sich um das Pendant zu Ouzo und Raki.

Pernod-Ricard
französischer Spirituosenhersteller

Peychaud's Bitter
Antoine Peychaud, ein in New Orleans lebender Apotheker, ist der Erfinder des Peychaud’s Bitter, eines rötlichen Anisbitters, der mit unterschiedlichen anderen pflanzlichen Stoffen angereichert wurde. Das Aroma ist recht weich. Der Peychaud's Bitter ist auch ein Bestandteil des Sazerac, eine klassische Mischung aus Cognac (bzw. Rye Whiskey), Absinth, Zucker, Angostura- und eben Peychaud’s Bitter.

Pharisäer
Der Pharisäer gehört zu den Hot Drinks und ist eine Spezialität aus Norddeutschland. Dort wird Kaffee mit Rum veredelt und das Ganze mit einer Sahnehaube bedeckt. Näheres hier >>>

Phenole
Phenole ist der Oberbegriff für spezielle Aromastoffe, zu denen auch die Menthole gehören.

Pick-Me-Ups
Pick-Me-Ups sind eigentlich Getränke, die man nach einem übermäßigen Alkoholgenuss trinkt, um die negativen Folgeerscheinungen des übermäßigen Trinkens zu bekämpfen - mit mal mehr und mal weniger Erfolg. 

Pimm's No. 1
Um das Jahr 1840 herum erfand James Pimm, der Besitzer der Oyster Bar in London, die Mixtur, die wir heute als Pimm's No. 1 kennen. Pimm verwendete dafür u.a. Gin, Fruchtextrakte, Kräuter und Chinin. Angeblich kennen heutzutage nur sechs Menschen das genaue Rezept. Selbst der Einkauf der Zutaten wird so durchgeführt, dass sich niemand daraus das Rezept ableiten kann. Neben Pimm's No. 1 wurden früher noch Pimm's No. 2 bis Pimm's No. 6 hergestellt, wobei diese Mischungen auf Whisky, Brandy, Rum, Rye und Wodka basierten. Heute gibt es nur noch Pimm's No. 1 (auf Gin-Basis) und Pimm's No. 6 auf Wodka-Basis.

Piña Colada
Bei der „verliebten Ananas“ handelt es sich um einen in den 1980ern ersonnen Longdrink auf Kokosbasis. Die Rezeptur finden Sie hier >>>

Pint
best. Mengenangabe; 1 amerik. pint = 0,47 l = 47 cl

Pisco
Pisco ist ein Tresterbrand aus Peru und Chile. Für seine Herstellung wird Trester verwendet, denn dieser hat keine holzigen Bestandteile.

Pitcher
engl. Krug; bestimmte Mengenangabe: 1,5 bis 1,7 Liter

Plain
Dieser Begriff meint das Servieren eines Drinks ohne Eis. Der Gegensatz von plain ist on the rocks. Beim Shaken ohne Eis spricht man aber nicht vom plain, sondern vom dry shaken.

Planter’s Punch
Obwohl der Name es nahe legt, ist dieses Getränk kein Punch sondern ein Cocktail. Er gehört zu den beliebtesten und berühmtesten Vertretern der Punches. Ein Planters Punch besteht aus Rum, Zitronensaft, Grenadine, Orangensaft und Muskatnuss. Er existiert in Hunderten von Variationen. Unser Rezept finden Sie hier >>>

Ponyglas
auch Sherry-Glas; altes Barmaß: 5 cl

Portwein
Der Portwein, ein Vertreter der Südweine kommt aus Portugal, aus der Nähe der Stadt Porto bzw. bei Villa Nova de Gaya am Fluss Duoro in der Serra de Marão. Portwein ist nicht herkunftsgeschützt, indes muss er mindestens eine Alkoholkonzentration von 45Vol% haben. Die Trauben für den Portwein gedeihen im atlantischen Seeklima und heißen Touriga National, Tinta Roriz, Tinta Barrora, Tinta Cão und Touriga Franca. Sie wachsen in den Anbaugebieten Baixo Gorgo, Cima Gorgo und Duoro Superior. Die Weinlese erfolgt von Hand, weil die steilen Berghänge den Einsatz von Maschinen nicht zulassen. Der Wein wird nach der Lese gemostet, mit Weinalkohol aufgesprittet und in Fässern gelagert. Die Aufsprittungen lassen zwei Stilrichtungen des Portweins zu, den Ruby und den Tawny. Auch wenn sich der Name für den Ruby auf eine rote Farbe bezieht, so sind farbliche Unterschiede der beiden eher hellgelben Portweins oft nur schwer wahrnehmbar.

Pott Still
Destillation mit Hilfe einer Brennblase; auch Common Still genannt 

Pourer © goruma (Dominik Jesse)

Pourer
Pourer sind die Ausgießer auf Flaschen. Sie ermöglichen ein einfacheres und sicheres Ausgießen. Pourer gibt es in Metall und Plastik.

Pouring
Das Eingießen durch einen Ausgießer (Pourer).

Pre-Dinner-Drinks
Der Pre-Dinner-Drinks ist ein Aperitif. 

Present Style
In der gehobenen Hotellerie und Gastronomie sowie bei Prüfungen und (weltweiten) Wettkämpfen im Bartending werden die Drinks nicht im Freestyle, sondern im so genannten Present Style angerichtet und serviert. Dieser Stil ist die höchste Form bzw. klassische Schule des Bartending. Sämtliche Arbeitsabläufe sind dem Gast nun vorzuführen, wobei Gläser und verwendete Spirituosen (mit dem Etikett zum Gast) stets auf der Bar bzw. der Barrail zu sehen sein müssen. Folgende Schritte sind dabei zu beachten. Nach der Bestellannahme wird vor dem Gast mit der Zange eine Cocktailserviette bzw. ein Untersetzer (Coaster bzw. Underliner) hingelegt. Sollte das Gästeglas nicht bereits im Froster vorgekühlt sein, muss es nun mit Crushed Eis oder Eiswürfeln (Cubes) und Wasser vorgekühlt werden. Ebenfalls vorgekühlt werden - je nach Verwendung - Shaker und Rührglas. Während die Arbeitsgeräte und Gläser vorkühlen, wird die Garnitur des Drinks vorbereitet. Nun wird das Schmelzwasser aus den Arbeitsgeräten entfernt, und die Zutaten werden mit einem Jigger eingemessen. Anschließend erfolgt das Shaken bzw. das Rühren der Zutaten. Schließlich werden das Eis und das Schmelzwasser aus dem Gästeglas entfernt und der geshakte bzw. gerührte Drink durch ein Sieb (engl. Strainer) oder durch zwei Siebe abgeseiht. Nun kommt noch die Garnitur hinzu, wobei man dem Gast neben seinem Glas auch eine Ablageschale für die Garnitur serviert. Zum Reichen der Garnitur wird immer eine Zange verwendet. Nach dem Mis en place kann die nächste Bestellung entgegengenommen werden. Zwischen 4 und 6 Minuten bekommt man beim Present Style für die Herstellung eines Drinks. Der Gegensatz zum Present Style ist der Freestyle.

Proof
Das Degree Proof (° proof) ist die englische und amerikanische Entsprechung zum deutschen Volumenprozent (Vol%) und gibt mithin die Höhe der tatsächlichen Alkoholkonzentration in alkoholischen Getränken an. Dabei unterscheiden sich amerikanisches und englisches Proof. 1Vol% = 1,75° british proof = 2° american proof.

Prosecco
Prosecco ist ein rebsortenreiner Schaumwein aus Italien.

Punches
Punch ist Hindi und heißt „fünf“. Damit spielt man auf die fünf Elemente Erde, Sonne, Wasser, Luft und Feuer an, die wichtigsten Lebenselemente im religiösen Sinne. Daher sollten klassische Punches auch nur fünf Bestandteile haben. Die beliebteste Basis auf den West-Indian-Islands ist Rum. Das sehr fruchtige Getränk erinnert an die Trinkgewohnheiten der Plantagenbesitzer in den USA und sollte gut geshakt werden.

Punt e Mes
Punt e Mes (ital. ein Punkt und ein halber) ist ein italienischer Wermut aus Mailand. Er hat 16 Vol% Alkohol, einen markanten Geschmack und ist weniger fruchtig als Cinzano und Martini. Er kommt aus dem Hause Carpano und gilt als besonderes bitter und Appetit anregend.

Quarenta y Tres / Likör 43 
Hierbei handelt es sich um einen spanischen Kräuterlikör, für dessen Herstellung 43 (span. quarenta y tres) frische Kräuter verwendet werden. Der Likör zeichnet sich geschmacklich u.a. durch eine starke Karamell-Vanille-Note aus und ist unnachahmlich und süß.

Rektifikation
Die Rektifikation (dt. Reinigung) ist die zweite Destillation. Im Gegensatz dazu ist die erste Destillation das eigentliche Brennen, bei dem Wasser und Alkohol voneinander getrennt werden. 

Rose's Lime Juice
Rose’s Lime Juice ist konzentrierter und gesüßter Limonensaft, der in sehr vielen Cocktailrezepten Verwendung findet. Er besteht zu 34% aus Limettensaft. Rose’s Lime Juice wurde von Lauchlin Rose im Jahre 1867 erfunden. Schon bald wurde er an Reedereien verkauft, um dem Skorbut vorzubeugen, der damals eine ernstzunehmende Gefahr für die Matrosen auf hoher See darstellte.

Rühren
Beim Rühren (engl. stir) werden die einzelnen Komponenten des Drinks mit einem Barlöffel zunächst trocken (also ohne Eis) und dann mit Eis verrührt. Im Gegensatz zum Shaken wird der Drink dadurch reiner, klarer. Außerdem wird der Anteil des Schmelzwassers stark vermindert, was eine geschmacklichere Klarheit zur Folge hat. Auf diese klassische Weise werden die meisten Cocktails wie Martini oder Gimlet gemacht. Beim Rühren sollte eine Temperatur von 4 bis 6°C eingehalten werden.

Rum
Rum ist eine aus Zuckerrohr (Demerara, Bourbon Cane etc.) hergestellte Spirituose, deren Wurzeln in der Karibik liegen, also v.a. in Jamaika und Barbados. Dabei wird aber nicht der Zuckerrohrsaft verwendet, sondern die Melasse, also das Nebenprodukt bei der Zuckerherstellung. Aus Zuckerrohrsaft werden nur der französische Rhum agricole und Cachaça hergestellt. Zuckerrohr wächst in tropischen und subtropischen Klima, also am Äquator. Ursprünglich kam es aus Südostasien und wurde von dort nach Südamerika gebracht. Weiter hier >>> 

 

Von Säfte bis Upselling

Säfte
Man unterscheidet einige Arten von Säften, die gerne unter diesen Sammelbegriff gezählt werden, auch wenn nicht alle wirklich dazugehören. Während Direktsäfte direkt aus der Frucht herausgepresst wurden, müssen Fruchtsäfte einen Fruchtanteil von 100% enthalten. Eine Zuckerzugabe von 15 g/l ist erlaubt. Ein Fruchtnektar nun enthält mindestens 25% bis 75% Fruchtanteil. Und zuletzt die Fruchtsaftgetränke: Sie enthalten einen Fruchtsaftanteil von 6 bis 25%. 

Sagatiba
Der Name dieser Cachaça-Marke bedeutet in seiner Übersetzung „Die ewige Suche“. Das Multidestillat stammt natürlich aus Brasilien.

Sahne
Sahne gilt in der Mixologie als der wohl beste bekannte Geschmacksträger. Der Fettanteil der Sahne sollte dabei aber über 30% liegen, sonst ist sie zu schwach, die Aromen herauszudrücken. Die Sahne sollte dabei stets als Modifier und niemals als Filler eingesetzt werden.

Salt Edge
Salzrand (bspw. bei der Marguarita)

Sangarées
Sangarées sind eine Getränkegruppe auf Südweinbasis (bspw. Portwein), die mit stillem Wasser aufgefüllt wird. Sie sind als gute Durstlöscher bekannt. Serviert werden sie in einem Collinsglas, das randvoll mit Eiswürfeln gefüllt ist. Nachdem die Basis eingemessen ist, wird also alles nur noch mit Wasser ausfgegossen. 

Sazerac
Der Sazerac ist ein klassischer Cocktail, der gerne als erster Cocktail der Welt geadelt wird. Er besteht v.a. aus Cognac (oder Rye-Whiskey), Absinth und Orange Bitter. Die Rezeptur finden Sie hier >>>

Scarlet O’Hara
Der nach der Südstaatenschönheit aus dem Roman Gone with the Wind (dt. Vom Winde verweht) benannte klassische Medium Cocktail besteht aus Southern Comfort, Zitrone und Grenadine. Hier >>> geht es zur Rezeptur.

Schaumwein
Unter die Verkehrsbezeichnung Schaumwein fallen alle alkoholischen Getränke, die einen meist festgelegten Kohlensäuredruck aufweisen und deren Kohlensäure durch eine 2. Gärung gewonnen wurde. Eine („künstliche“) Zusetzung von Kohlensäure findet nicht statt. Beim Öffnen der Flasche muss der Kohlensäuredruck bei einer Zimmertemperatur von 20° mindestens 3 Bar betragen. Ihr Alkoholgehalt muss außerdem bei mindestens 9,5Vol% liegen. Die bekanntesten Vertreter der Schaumweine sind Sekt und Champganer.

Schinkenhäger
Dieses Getreidedestillat mit Wacholderbeeraroma stammt aus Schinkenhagen (Schwarzwald) und ist dem Gin recht ähnlich.

Schnaps
Schnaps ist umgangssprachlich für meist alle klaren Spirituosen. Das Wort kommt davon, dass man früher empfahl, härtere Getränke nur in der Menge eines Schnappers zu sich zu nehmen. Ein Schnapper war ein Schluck, gerade einmal so viel, dass der Mund voll war.

Schweppes
Johann Jacob Schweppe war der erste, der Kohlendioxid in Wasser binden und dort halten konnte. Nach ihm wurde natürlich auch die berühmte Marke benannt.

Sekt
Sekt ist ein Schaumwein, der mindestens 10% Alkohol enthalten muss und einen Anteil freier schwefliger Säure von 35 mg/l. Damit ist der Sekt qualitativ abgesichert. Bei einer Flaschengröße von 250 ml müssen mindestens 3 Bar Flaschendruck herrschen, ansonsten 3,5 Bar. Weiter siehe hier >>>

Setup
Dieser Begriff meint die Arbeitsplatzvorbereitung an der Bar.

Shaken
Shaken ist ein Schritt bei der Herstellung eines Cocktails, wobei man dafür auf einen dreiteiligen Shaker oder einen Bostonshaker zurückgreift. Die Temperatur beim Shaken sollte zwischen 2 und 4°C liegen. Beim Shaken werden Cubes verwendet. Greift man auf Crushed Ice zurück, sollte man nur kurz shaken, weil sich sonst zu viel Schmelzwasser bildet, das den Drink verwässert. Geshakt werden alle Fancy Cocktails, Tropicals, Fizzes, Sours und Carribeans. Beim Shaken sollte man darauf achten, dass der Inhalt durch Schaumbildung und Schmelzwasser mehr wird.

Sherry
Sherry, dessen Name sich vom spanischen Jerez ableitet, gehört zur Getränkegruppe der Südweine und wird - je nachdem, welchen Sherry man hat - gerne als Aperitif oder aber auch als Digestif gereicht. Er ist herkunftsgeschützt, muss also aus dem Sherry-Dreieck kommen. Weiter siehe hier >>>

Shooter/Shots
Shooter bzw. Shots, also Kurze, sind Rundengetränke, die max. 6 cl. beinhalten. Zu ihnen gehören solche Drinks wie etwa der B52 oder der Orgasmus.

Single Batch
Diese Bezeichnung findet bei der Whisk(e)y-Herstellung Anwendung und meint, dass der Inhalt einer Flasche aus einem Destillationslauf kommt.

Sirup
Sirup ist ein stark zuckerhaltiges Konzentrat mit Geschmack. Bei seiner Verwendung ist äußerste Vorsicht geboten: Kann er einen Drink beleben und angenehm ausrichten, kann er auf der anderen Seite in einer zu großen Menge jeden Cocktail verderben.

Skimming
Skimming, zu deutsch abschäumen, bedeutet, dass man nach dem Shaken den Schaum vom Drink abschöpft. Skimming bezeichnet aber auch die Schaumabschöpfung bei der Zuckerherstellung.

Slings
Diese Cocktailgruppe zeichnete sich ursprünglich dadurch aus, dass eine Orangenscheibe im Glas platziert und mit einer Spirituose gefloatet wurde. Heute werden sie aber anders hergestellt. Der bekannteste und zugleich einer der berühmtesten Cocktails der Welt ist der Singapore Sling.

Smashes
Grundlage aller Smashes ist die Tatsache, dass irgendetwas zerdrückt wird, meistens Minze oder Limetten. Bekanntester Vertreter der Smashes ist der Mojito, der aber such zu den Juleps gehört. Ein Tipp für die Zubereitung eines Mojito: Die Minze muss vor dem Zerdrücken leicht angeschlagen (auf den Tisch oder - wie die Kubaner es machen - die Handfläche) werden, damit sich die Poren besser öffnen. Dies kann man aber auch durch warmes Wasser erreichen. Zu verwenden ist israelische Minze, die beste der Welt.

Smoothies
Smoothies (von engl. smooth = fein) sind Getränke aus Fruchtpüree.

Soda
Soda ist eine spezielle Form von kohlensäurehaltigem Mineralwasser. Es wird wegen des guten bouster effects gerne als Filler on top verwendet, denn die Kohlensäurebläschen transportieren das Aroma des Drinks und verstärken es. Der Unterschied zwischen Mineralwasser und Soda ist nicht sehr groß und hängt mit der Menge an Natriumhydrogenbkarbonat zusammen, dessen Anteil im Soda bei 750 ml liegen muss.

Softdrinks
Softdrinks sind alkoholfreie Erfrischungsgetränke, die zumeist Kohlensäure enthalten und süß-sauer aromatisiert sind. Das Deutsche Lebensmittelbuch (DLB) regelt, dass Softdrinks auf Wasserbasis mit Geschmack gebenden Zutaten hergestellt sein müssen. Erlaubt sind weiterhin - neben Kohlensäure - u.a. Zucker, Mineralstoffe, Vitamine, Fruchtkonzentrat und Aromen. Das DLB unterscheidet Fruchtsaftgetränke, Fruchtschorlen, Limonaden und Brausen. Aber auch Energy-Drinks gehören zu den Softdrinks. Sie enthalten bis zu 32 mg Koffein pro 100 Milliliter.

Solera-Verfahren
Das Solera-Verfahren ist ein spezielles, sehr aufwändiges Lagerverfahren bei der Brandy- und Sherry- aber auch bei der Herstellung einigen Whisk(e)ysorten. Die Fässer mit den Destillaten werden dabei übereinander gelagert, was eine gleich bleibende Qualität sichert.

Solids
Solids sind feste Bestandteile in Cocktails. Das können Eis, Zitronenzesten, Muskatnuss und andere Zutaten sein. Siehe auch hier >>>

Sour Mash
engl. saure Maische. Bei der Whisk(e)y-Herstellung werden oft die sauren Brennrückstände aus der Kupferbrennblase gekratzt und im neuen Destillationsverlauf mitverwendet. Dieses Vorgehen dient u.a. der Qualitätssicherung.

Sours
Die Sours sind eine Getränkefamilie, die meist im Verhältnis 4 (Basis, also Alkohol) : 3 (Zitrone) : 2 (Zucker) hergestellt werden. Dabei wird mit dem Verhältnis sauer/süß gespielt. Durch den hohen Anteil an Zitronensaft bekommen die Basisspirituosen ihre saure Prägung. Sours werden immer auf Eis geshakt und sehr kalt in einem Cocktailspitz oder einem speziellen Sour-Glas serviert. 

Southern Comfort
Der Southern Comfort ist ein Fruchtsaftlikör mit einem Geschmack aus Pfirsichen, Orangen und Zimt. Der 1874 in New Orleans entwickelte Likör wurde früher mit Bourbon hergestellt; heute greift man dafür auf Neutralalkohol zurück. Weitere Zutaten sind u.a. Zucker, Gewürze und Whiskey. Ansonsten ist die Rezeptur streng geheim. Das Etikett der Flasche zeigt die Southern Plantage in Woodland, Virginia. Der Southern Comfort ist Bestandteil des Cocktail-Klassikers Scarlet O’Hara.

Sparkling Effect
Der Sparkeling Effect bezieht sich auf kohlensäurehaltige Getränke. Dabei transportieren die Kohlensäurebläschen das Aroma des Drinks und verstärken es. (siehe auch Highballs)

Speak-Easys
Die Speak Easys waren die Flüsterkneipen (von engl. speak easy = flüstern), also die illegalen Alkoholausschankstellen während der Prohibitionszeit (1919-1935).

Speedrail
Bei der Speedrail handelt es sich um eine Metall- bzw. Aluminiumschiene, die hinter der Bar bzw. dem Tresen angebracht ist und in welche die wichtigsten Spirituosen und Getränke aufgestellt werden. Diese Speedrail ermöglicht ein schnelleres Arbeiten, weil die gebräuchlichsten flüssigen Zutaten sofort griffbereit sind.

Speedshaken
Beim Speedshaken wird der Metallbecher des Bostonshakers einfach auf das Gästeglas gesetzt. Nach dem Shaken zieht man den Metallbecher ab und serviert dem Gast seinen Drink im Shakerglas.

Spill
unbestimmte Mengenangabe; ein Spritzer

Spirituosen
Spirituosen sind durch Destillation hergestellte, hochprozentige alkoholische Getränke, deren Alkoholkonzentration aber nicht höher als 86% sein darf.

Splash
unbestimmte Mengenangabe; großer Schuss

Squeeze
engl. ausdrücken (einer Zitrone o.ä.)

Stammwürze
Der Begriff „Stammwürze“ hängt mit der Bierherstellung zusammen und bezeichnet den Zuckergehalt vor der Gärung. D.h., vor der Gärung wird eine Würze angesetzt, die aus Hefe, Malz, Wasser und Zucker besteht. Dann wird der Zuckergehalt der Würze abgelesen und errechnet, wie viel Alkohol das Bier haben wird. Der Begriff Stammwürze wird auch bei der Weinherstellung benutzt.

Still
englisches Wort für Destillation

Stirren
engl. für Rühren (siehe auch unter Rühren)

Straight Whiskey
Dieser Begriff bezeichnet amerikanische Whiskeys, die nach speziellen Vorgaben hergestellt werden. 

Strain
engl. sieben

Strainer
engl. Barsieb

Straw
engl. für Stroh oder Strohhalm; Trinkhalm 

Südweine
Die Südweine, auch Fortified Wines, Süß- oder aufgesprittete Weine genannt, sind Spirituosen, bei denen die Gärung durch Zugabe von Alkohol unterbrochen wird. Die Zugabe durch Alkohol während der Gärung nennt man Avignierung. Sie hat zwei Folgen: Zum Einen können die Hefen aufgrund der erhöhten Alkoholkonzentration nicht mehr weiterarbeiten, und zum Anderen bleibt mehr Zucker übrig, weil der Prozess der Vergärung ja unterbrochen wurde. Diese Form der Herstellung wird vor allem in Spanien, Portugal und Italien praktiziert. Die beiden wichtigsten Vertreter der Südweine sind Sherry und Portwein.

Tabasco
Tabascosauce ist eine Chilli-Sauce, die aus Tabasco-Chilli seit dem Jahr 1868 von der US-amerikanischen Fa. Firma McIlhenny Co.aus Louisiana hergestellt und vertrieben wird.

Tanqueray N° 10
Das Besondere bei diesem Modern Style Gin sind die 10 erntefrischen (nicht getrockneten) und handgelesenen Kräuter, die für seine Herstellung verwendet werden. Beim Tanqueray N° 10 werden zwar auch Wachholderbeeren verwendet, diese dominieren den Geschmack aber nicht. Seine Alkoholkonzentration liegt bei 47,4Vol%.

Tawny
Der Tawny ist eine (hellgelbe) Stilrichtung beim Portwein.

Teaspoon
best. Mengenangabe; Teelöffel = ½ cl

Temperatur
Die Temperatur ist für das Aroma und den Geschmack eines Drinks von entscheidender Bedeutung. Eine Faustregel für die richtige oder gar eine Standardtemperatur eines Drinks gibt es aber nicht, denn manche müssen kälter und manche wärmer serviert werden. Allgemein aber lässt sich sagen, dass durch Kälte Bitterstoffe im Drink unterdrückt werden, die bei Wärme hervortreten würden.

Ténarèze
Ténarèze ist eine der drei Weinanbaulagen bei der Armagnac-Herstellung.

Tequila
Tequila ist eine mexikanische Spirituose, die im westlich gelegenen Bundesstaat Jalisco (Hauptstadt Guadalajara) nahe der Stadt Tequila hergestellt wird. Der zweifach destillierte Schnaps gehört zur Gattung Mezcal und wird aus der blauen Agave gewonnen, einer speziellen Sukkulente. Der Tequila ist eine vom Consejo de Regulador de Tequlia (CRT) geschützte Marke, muss also aus Mexiko kommen. Weiter hier >>>

Thujon
Thujon ist ein Nervengift, dass (in sehr geringer Dosierung) in einigen Spirituosen enthalten ist. Insbesondere dem Absinth wurde ein hoher Anteil an Thujon übelgenommen, was zu seinem langjährigen Verbot in u.a. Frankreich geführt hat.

Tía María
„Tante Maria“ ist ein Kaffeelikör, der zu den Emulsionslikören gehört. Für seine Herstellung werden Zuckerrohrdestillat und jamaikanischer Kaffee verwendet.

Toasting
Damit ist das Auskohlen der Eichenfässer für die Lagerung amerikanischer Straight Whiskeys gemeint. 

Tonic Water
Unter Tonic-Wasser bzw. Tonic-Water versteht man mit Kohlensäure versetztes Wasser, das zur Geschmacksverstärkung mit Fruchtextrakten, Zucker und einer Prise Chinin angereichert ist. Bevor die Malariaprophylaxe- und Therapiemittel auf den Markt kamen, war Chinin ein bewährtes Antimalariamittel - aber nur zur Prophylaxe. Früher konnte der Chingehalt um 85 Milligramm pro Liter Tonic-Wasser betragen, heutzutage ist der Chiningehalt mit 6,8 mg (Fa. Schweppes) deutlich geringer. Interessant für die Besucher einer Reihe von Bars und Diskos ist sicherlich, dass wegen des Chiningehalts Tonic-Wasser unter UV-Licht leuchtet bzw. fluoresziert.

Treber
ausgelaugte Schrotbestandteile

Trester
Trester ist der Rückstand bei der Weißweinherstellung. Daraus werden Tresterbrände wie Pisco oder Grappa hergestellt.

Triple Sec
Der Triple Sec ist eine Gattungsbezeichnung für trockene und bittere Orangenliköre. Es gibt ihn von verschiedenen Herstellern wie Le Favori oder Bols. Er enthält etwa 40 Vol%.

Trocken Shaken
Hierbei findet das Shaken ohne Eis statt. Der englische Begriff lautet shake dry.

Tropicals
Das Charakteristische für diese Getränkegruppe sind der süße Geschmack, die Verwendung von Säften und die teilweise sehr üppige und bunte Garnitur mit Früchten. Beispiele für Tropicals sind Swimming Pool und Piña Colada.

Underliner
engl. Untersetzer; auch Coaster

Unze
Eine Unze (engl. ounce) = ca. 3 cl (genau: 2,92 cl)

U.P.
underproof; engl. Bezeichnung für Spirituosen unter 25 Vol%

Upselling
Mit dem englischen Begriff Upselling ist das Empfehlen einer teureren Cocktailzutat (meist Basisspirituose oder Modifier) gemeint. Damit ist das Ziel verbunden, sie dem Gast zu verkaufen.

 

Von VAT 69 bis Zucker

VAT 69
Dies ist ein schottischer Blend-Whisky, also ein Scotch Blend.

Vermouth / Wermut
Wermut ist aromatisierter Wein. Er wird aus dem Wermutkraut gewonnen. Dieses Kraut gehört zum Beifuß und ist das bitterste bekannte Kraut der Erde. Die Redewendung vom „Wermutstropfen“ bezieht sich also auf den bitteren Geschmack des Krautes bzw. des Wermutweins. Der Wermut besteht neben dem Wermutkraut aus weiteren Kräutern und Gewürzen. Früher wurde der Wermut als Heilmittel eingesetzt, weil ihm eine entspannende Wirkung zugeschrieben wurde. In Unterscheidung zum helleren, harten und trockeneren französischen Wermut (Noilly Prat als trockenster Wermut überhaupt), ist der italienische Wermut weicher, milder und wesentlich süßer. 

Vermouth Rosso 
Vermouth Rosso ist ein relativ süßer italienischer Bitter auf Weinbasis (Wein und Weindestillat), der zwischen 15,5 und 18 Vol% Alkohol und 150 g Zucker je Liter aufweist.

Vesper
Diesen Drink bevorzugt James Bond im Original. Er besteht aus Smirnoff Red, Lillet Blanc, Gin und einer Zitronenzeste. Unsere Rezeptur finden Sie hier >>>

Volumenprozent (Vol%)
Hierbei handelt es sich um den Wert, der die Alkoholkonzentration in alkoholhaltigen Getränken angibt. Gemeint ist dabei der tatsächliche Alkoholgehalt bei einer Zimmertemperatur von 20°C, während der potenzielle Alkoholgehalt beim Wein in Öchsle-Grad angegeben wird.

V.S.O.P.
„Very special old pale/product“; Altersbezeichnung bei Weindestillaten

Wash
Wash ist die englische Bezeichnung für das nach der alkoholischen Gärung entstandene „Bier“, das beim Kolonnenverfahren zum Einsatz kommt. Man kann es zwar trinken, allerdings enthält es keinen Hopfen und keine Bitterstoffe. 

Wasser
Wasser ist ein wesentlicher Bestandteil zum Mixen von Cocktails. Es kann entscheidend sein für die geschmackliche Entfaltung und für das Aroma des Drinks. Daher sind einige Grundkenntnisse über Wasser nicht unwesentlich. Für Getränke verwendetes Wasser wird folgendermaßen unterteilt.
Natürliches Mineralwasser
Mineralwasser enthält Mineralien, also Salze. Um ein Wasser als natürliches Mineralwasser bezeichnen zu können, sollte es mindestens 1.000 mg gelöste Mineralstoffe je Liter enthalten, was auf dem Prüfsiegel jeder Mineralwasserflasche aufgeführt ist. Diese 1.000 g sind die vorgeschriebenen Mengen der Mineralstoffe. Sollte das Mineralwasser weniger Mineralien enthalten, wird die Quelle geprüft, aus der es gewonnen wurde. Eine weitere Forderung an natürliches Mineralwasser ist, dass es direkt am Quellort abgefüllt wurde. Ein Beispiel dafür ist Gerolsteiner. Natürliches Mineralwasser enthält darüber hinaus 250 mg/l freie Kohlensäure, also Kohlensäure, die durch Schütteln aus der geöffneten Flasche entweichen würde.
Soda
Soda sprudelt mehr als mit Kohlensäure versetztes Mineralwasser. Es enthält nämlich 570 mg/l Natriumhydrogenkarbonat (NAHCO3).
Quellwasser, Sole und Heilwasser
Quellwasser hat die Auflage, aus einer unterirdischen Quelle gewonnen worden zu sein, während Sole sehr salzhaltig ist. Das Heilwasser, für die Mixologie nicht von Bedeutung, wird im Apothekerrecht erwähnt.

Wein
Dem anscheinend unendlichen Thema Wein haben wir eine eigene Seite zugestanden, auch wenn diese fern davon liegt, Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu können. Weiter siehe hier >>>

Weindestillate
Weindestillate, oft auch einfach und falsch als Brandwein bezeichnet, sind Spirituosen, die aus der Destillation von Wein hergestellt werden. Der Alkoholgehalt wird also zu 100% aus Wein gewonnen. Zu den Weindestillaten gehören u.a. Cognac, Armagnac, Weinbrand, Brandy und Sherry. Es wird manchmal aber auch ein Weinbrandverschnitt benutzt. Dann kommt der Alkohol nicht zu 100% aus Wein.

Wermut
siehe Vermouth

Whisk(e)y
Whisk(e)y, ein aus Getreide sowie durch Fermentation (= Gärung) und Destillation gewonnenes alkoholisches Getränk, gehört zu den berühmtesten Spirituosen der Welt. Abgesehen vom kanadischen Whisky besteht er zu 100% aus Getreide, also v.a. aus Gerste, Roggen oder Mais. Je nach Herkunft schreibt man ihn mal als Whisky (Schottland und Kanada) und mal als Whiskey (Irland und USA). Der Name wird aus dem gälischen Ushkebar abgeleitet und bedeutet Wasser des Lebens. Die Verwendung des Begriffes Whisk(e)y ist ein erstes Mal für das 16. Jahrhundert bezeugt. Näheres hier >>>

Wine Glas
bestimmte Mengenangabe; 11,2 cl

Wodka 
Die am meisten konsumierte Spirituose der Welt war uns eine eigene Seite wert. Diese finden Sie hier >>>

Worcestershire Sauce
Diese "Sauce" wurde zuerst im Jahr 1837 von dem Unternehmen Lea & Perrins in Worcester - einer Stadt in den englischen West Midlands - hergestellt und vertrieben. Das ursprüngliche Produkt bestand und besteht aus Melasse, Essig, Sardellen, einem Tamarinden-Extrakt, Zwiebeln, Knoblauch, Zucker und Salz sowie weiteren Gewürzen. Das Ganze wird einige Jahre in verschlossenen Behältern zur Reife gebracht. Die Worcestershire Sauce ist dünnflüssig und von dunkelbrauner Farbe.

Xoriguer
Diese zu den Gins zu zählende Spirituose aus Menorca erhält seine alkoholische Basis aus Weindestillat, also nicht aus Neutralalkohol. Er ist daher wesentlich säurehaltiger als andere Vertreter.

Zeste
Eine Zeste ist ein hauchdünner Streifen oder Kringel aus der äußersten Fruchtschale von v.a. Zitrusfrüchten. Dabei wird aber nur die Schale, also ohne das Fruchtfleisch verwendet.

Zitrone
Die Zitrone ist aus keiner Bar wegzudenken. Doch wo liegt der Unterschied zur ebenfalls präsenten Limette. Im Gegensatz zur Limette hat die Zitrone einen Säureanteil von 5%. Indes liegt ihr Zuckergehalt bei 2%. Die Limette dagegen enthält 7% Säure und 1,5% Zucker. Um Rezepte die für Zitronen oder Limetten ausgeschrieben wurden und abgewandelt werden sollen, gilt ein optimales Sauer-Süß-Verhältnis: Limette = 2:1,5 und Zitrone = 2:1.

Zucker
Der Zucker kommt ursprünglich aus Asien. Den Europäern ist er seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Da Zucker chemisch gesehen eine reflexive Kohlenstoffendung hat, bindet er Flüssigkeiten, wie bspw. Wasser. Wie Zucker hergestellt wird, das erfährt man hier >>>
 

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