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Cognac

Allgemeines

Der Cognac gehört zu den Weindestillaten und darf sich nur so nennen, wenn die Trauben für seine Herstellung aus der französischen Charente stammen, in der es auch eine Region, einen Fluss und eine Stadt mit diesem Namen Cognac gibt. Cognacs haben mindestens 40Vol% Alkohol. 

Für den Anbau der für den Cognac verwendeten Trauben macht man sich das atlantische Klima zunutze, das durch eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine salzige Luft gekennzeichnet ist. In diesem Klima wachsen die drei Rebsorten, die vor allem für den Cognac benötigt werden: Ugni Blanc (auch Trebbianotraube oder Sainte Emillon), Colombard und Folle Blanche. Diese Rebsorten sind allesamt weiß und säurehaltig. Sie eignen sich nicht für den Weinverkauf. Je nachdem, wo, also in welchem Anbaugebiet (frz. Cru) diese Trauben wachsen, erhält der Cognac seine Qualitätseinstufung, also sein Prädikat. 

 

Die Weinabaugebiete

Für Cognac gibt es in der Charente insgesamt sechs Crus (dt. Weinanbbaugebiete): 1.) Grande Champagne, 2.) Petite Champagne, 3.) Borderies, 4.) Fins Bois, 5.) Bons Bois und 6. Bois Ordinaires / Bois Communs. Die Qualitätseinstufungen sehen so aus, dass ein Grand Fine Champagne nur Trauben aus der Grand Champagne und ein Fine Champagne nur Trauben aus der ersten und der zweiten Lage haben darf. Eine Cognac, der auch Trauben aus der dritten, vierten etc. Lage hat, wird nicht extra ausgepriesen.

 

Herstellung

Cognac wird zweifach destilliert in einer so genannten Alambic Charantais, einer Kumpferbrennblase. Beim ersten Brenngang (ca. 80°C) wird ein Rohbrand erreicht (frz. brouillis), der zwischen 25 und 30 Vol% Alkohol aufweist. Der zweite Brenngang heißt Feinbrand (frz. bonne chauffe). Hier wird der Mittellauf, also das Herz des Cognacs (frz. cœur du Cognac) genommen. Dieser hat zwischen 60 und 70 Vol% Alkohol. 

Der Feinbrand wird mindestens 3 Jahre in Fässern aus Limousin-Eiche gelagert, die ein Fassungsvermögen von 350 Litern haben und Barrique genannt werden. Die Lagerdauer ist abhängig vom Destillat. Cognac wird während der Lagerung in verschiedene Fässer gefüllt. Während jüngere Cognacs vor dem Abfüllen mit Wasser verdünnt werden, kommen ältere Cognacs nach der Lagerung direkt ins Fass. Je nach Lagerzeit kommt es nun zu einer speziellen Ausweisung des Alters.

 

Altersangaben

V.S. oder *** 
= Very Special oder Very Superior: – mindestens 3 Jahre Lagerzeit 

V.S.O.P.
oder Vieux oder V.O. oder Réserve 
= Very Special Old Pale/Product – mindestens 4 Jahre Lagerzeit

V.V.S.O.P.
oder Grande Réserve 
Very very special old pale/product – mindestens 5 Jahre 

X.O.
oder Très viux oder Napoléon 
= Extra old – 6 Jahre oder älter 

Eine weitere Auspreisung des Alters entfällt, denn nun erlöscht die Oberaufsicht des französischen Staates. Von Seiten der Hersteller wurde nämöich bereits so viel Geld und Zeit in den Cognac investiert, sodass der Staat keine Angst mehr zu haben braucht, dass jetzt noch gepantscht wird.

 

Bekannte Cognac-Marken

Zu den wichtigsten Cognac-Marken gehören Delamain, Courvoisier, A.E.Dor, Hennessy (= Marktführer), Marnier-Lapostolle, Rémy-Martin, Martell und Otard.

 

Mixability

Der englische Begriff Mixability basiert auf der Mixologie und meint die Misch- bzw. Mixbarkeit mit anderen Spirituosen, Getränken oder Säften. Der Begriff bezieht sich dabei insbesondere auf geschmackliche und aromatische Aspekte.

Die Mixability von Cognac ist sehr eingeschränkt. Meist wird Cognac pur ausgeschenkt. Interessanterweise aber ist die Basis in dem angeblich ersten Cocktail der Welt gerade der bei Mixologen so ungeliebte Cognac, nämlich beim Sazerac. Weitere Cocktails mit Cognac sind der Side Car, der Prince of Wales und - ersetzt man den Brandy durch Cognac - der Brandy Alexander

Geschmacklich ist der jüngere Cognac wesentlich bissiger. Diese Bissigkeit bezieht er aus der Säure, die normalerweise erst durch eine längere Lagerung herausoxidiert wird. Der jüngere Cognac ist daher leichter zu verarbeiten, während der ältere Cognac wegen seiner geschmacklichen Komplexität viel schwerer mischbar ist. Das heißt aber nicht, dass er für die Mixologie unwichtig ist. Lediglich stellt er den geübten Barkeeper vor eine größere Herausforderung als andere Spirituosen.




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