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Tschechien: UNESCO-Welterbestätten

Übersicht

Das Historische Zentrum von Cesky Krumlov

Český Krumlov: Mantelbrücke
Mantelbrücke mit Schloss © goruma (V.Koppenwallner)

Die Stadt Cesky Krumlov liegt an beiden Seiten des Flusses Moldau.

Im 13. Jahrhundert wurde die Burg erbaut, die  im Laufe der Jahrhunderte zu einem Schloss in verschiedenen Stilarten nach und nach ausgebaut wurde. Um die Burg herum wurde die Stadt mit ihren noch heute gut erhaltenen Bürgerhäusern gegründet. Die Stadt wurde glücklicherweise nicht in Kriege verwickelt, so dass die alten Bauten ein Zeugnis der alten Zeiten widergeben.

Die Kirche St. Veith stammt aus dem 15. Jahrhundert, ebenso wie die Klöster der Bettelmönche, das im Renaissance-Stil gebaute Jesuitenkolleg, das Rathaus und das Zeughaus.
Das historische Zentrum von Cesky Krumlov  wurde im Jahr 1992 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Dreifaltigkeitssäule in Olomouc (Olmütz)

Die Stadt Olmütz liegt im Osten des Landes an dem Zusammenfluss von March und Feistritz.

Sie war bis ins 17. Jahrhundert ein wichtiges Handels- und Kulturzentrum von Mähren. In dieser Hinsicht ist die Stadt auch heutzutage wieder bedeutsam.

Die in den Jahren von 1716 bis 1754 errichtete barocke Dreifaltigskeitssäule ist 35 m hoch und in ihrem unteren Teil befindet sich eine Kapelle. Sie wurde als Danksagung für das Ende der Pest gebaut und verbindet religiöse Vorstellungen mit bürgerlichen Traditionen. Zur feierlichen Einweihung war sogar das Kaiserpaar Maria Theresia und Franz I. von Lothringen anwesend. Geschmückt ist sie mit den vergoldeten Statuen der Heiligen Dreifaltigkeit, 18 Heiligen-Skulpturen, 6 reliefartigen Apostelfiguren und 12 Lichtträger-Statuen, Figuren zur Darstellung von Mariä Himmelfahrtzur  - die in finsterster Zeit zur Gesundung des Kosmos beitragen sollen.

Dieses einmalige Bauwerk ist vollständig von einheimischen Künstlern erschaffen worden. Die Dreifaltigkeitssäule in Olmütz wurde im Jahr 2000 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Villa Tugendhat in Brno (Brünn)

Tschechien: Villa Tugendhart in Brünn © goruma (V. Koppenwallner)

Die Villa Tugendhat wurde als Privathaus von dem Architekten Ludwig Mies van der Rohe in den Jahren 1929 bis 30 geplant und gebaut.
Die Inhaber, die Familie Tugenhat, war eine Unternehmerfamilie in Brünn.

Das Haus gilt als Meisterwerk moderner Architektur. Von der Straße aus ist es zwar recht unspektakulär, aber zur abschüssigen Gartenseite ist es mit einer riesigen Fensterfront ausgestattet. Zwei der Fenster können versenkt werden. Das Haus ist der Landschaft ideal angepasst, wobei die Terrassen im Obergeschoss und die Treppe in den Garten hinunter beispiellos zu diesen Eindruck beitragen. Dabei sind der Arbeits- und Wohnbereich strikt getrennt.

Die Innenausstattung ist im Detail geplant und aufeinander abgestimmt, dabei wurden nur die edelsten Materialen verwendet. Eine Wand des Wohnbereichs besteht aus Onyx aus dem Atlasgebirge.
Für die Türen wurde Palisander- und Makassarholz verwendet.
Für die Böden und Treppen wurde Travertin - ein poröser Kalkstein von weßlicher, aber auch gelblicher Farbe verwendet. Schweinslederne Sessel mit verchromter Stahlkonstruktion sowie Glastische mit verchromter Stahlstützen ergänze die Einrichtung.

Im Jahr 1939 nahm die Gestapo das Haus in Besitz, die jüdische Familie Tugendhat war zum Glück vorher geflüchtet. In späteren Jahren wurde in das Haus die orthopädische Abteilung des Kinderkrankenhauses eingewiesen und dabei wurden an den wunderschönen Wände Turngeräte angebracht.

Im Jahr 1992 wurde in der Villa Tugendhat der Vertrag über die Teilung der Tschechoslowakei in Tschechien und die Slowakei unterzeichnet. Die rechtmäßigen Erben haben das Haus bis heute nicht zurückbekommen. Das Haus Tugendhat in Brünn wurde im Jahr 2001 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

 

Historisches Dorf Holasovice

Das Dorf Holašovice liegt ca 15 Kilometer westlich von České Budějovicebei - bekannt durch das Bier „Budweiser“.

König Wenzel II. übergab das Dorf dem Kloster Hohenfurth, das von den Zisterzienser geführt wurde.
Bei der Pestepedemie im Jahr 1525 verwaiste das Dorf  mit Ausnahme von zwei Dorfbewohnern vollständig . Eine Säule erinnert an diese Zeit.
Die Zisterzienser gaben das Kloster aber nicht auf, sondern brachten dort wieder Bewohner aus anderen Gegenden – vor allem aus dem deutschsprachigen Raum – unter. Die Höfe der Bewohner sind im barocken Stil gemauert und inmitten des Dorfes befindet sich ein Fischteich und die Kapelle aus den Jahr 1755, die dem heiligen Nepomuk geweiht ist.

Das historische Dorf Holasovice wurde im Jahr 1998 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Historisches Zentrum von Prag

Prag, Altstädter Rathaus
Altstädter Rathaus © goruma (T.Kruse)

Die Weltgeschichte der Stadt Prag ist mit Stürzen verknüpft, einmal wurde der Mönch Nepomuk von der Karlsbrücke hinunter in die Moldau gestürzt, ein anderes Mal im Jahr 1419 wurden beim ersten „Prager Fenstersturz“ mehrere Ratsherren und ein Richter von den Bürgern der Stadt Prag aus den Fenstern des Rathauses hinausgeworfen.

Die Hinrichtungen des Reformators Jan Hus im Jahr 1415 und seines Freundes Hieronymus ein Jahr später waren der ursprüngliche Auslöser. König Wenzel traf der Schlag, und der 15jährige Hussitenkrieg brach aus.

In Streitigkeiten um die Religion wurden am 23. Mai 1618 beim zweiten „Prager Fenstersturz“ zwei Ratsherren und ein Schreiber aus einem Fenster der Prager Burg geworfen. Man macht diesen Vorfall häufig zum Auslöser des "Dreißigjährigen Krieges".

Die Stadt Prag liegt im Westen des Landes an der Moldau. 500 Jahre lang besiedelten die Markomannen die Umgebung und das Gebiet von Prag. Die Slawen siedelten hier im 6. Jahrhundert. Im 9. Jahrhundert wurde die Stadt gegründet und als König Wenzel I in den Jahren 1230 bis 1234 die Stadt an der Moldaubiegung befestigen ließ, erteilte er ihr das Stadtrecht und Prag wurde Residenzstadt des Königreichs Böhmen.

Unter Karl IV. im 14. Jahrhundert wurde Prag die Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches. Sie wurde geistiges Zentrum und das Zentrum für Künstler, und man nannte sie sehr bald die „Goldene Stadt“.

Das geschützte Gebiet in Prag besteht aus drei Stadtteilen, der Altstadt, der Unterstadt und der Neustadt. Im Jahr 1541 brannte der Stadtteil am linken Moldauufer fast vollständig ab und man baute diesen Stadtteil im Renaissance-Stil wieder auf und so ist das Stadtbild neben gotischen und barocken Gebäuden auch von Bauten aus der Renaissance geprägt. 

Tschechien, Prag: St. Veits Dom, Pulverturm

Prager Burg

Prag, Altstadt, Altstädter Ring (Staroměstské náměstí)

Altstadt

Prag, Prager Burg

Prager Burg bei Nacht

Prag, Moldau

Prag: Moldau

Prag, St. Nikolaus-Kirche

St. Nikolaus-Kirche

Prag, Altstadt

Altstadt

Die Prager Burg liegt auf dem Berg Hradschin.
Das geschlossene Burgareal wurde im 9. Jahrhundert gegründet und wurde ständig umgebaut.
In der Burg ist heutzutage der Sitz des Staatspräsidenten. Mitten in der Burganlage steht der gotische Veitsdom und die Königsgruft. Sie wurde von Karl IV. im Jahr 1347 in Auftrag gegeben, aber erst nach 600 Jahren fertig gestellt. Die Burg brannte mehrfach ab, so dass es nicht verwunderlich ist, dass sie im jeweils herrschenden Stil wieder aufgebaut wurde. So sind romanische -, gotische - und Renaissance-Elemente in ihr vereinigt.

Prag, Karlsbrücke
Karlsbrücke © goruma

 Die Karlsbrücke, die sich über die Moldau spannt, wurde im 14. Jahrhundert von Karl IV. errichtet und verbindet, die Altstadt mit der Kleinseite. An dieser Stelle hatte schon vorher eine Brücke gestanden, die aber durch eine Flut zerstört worden war. Die heutige Brücke ist eine Bogenbrücke mit 16 Bögen und einer Länge von 516 m. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden die barocken Skulpturen an der Brücke aufgestellt -  u.a steht hier eine Statue des heiligen Nepomuks, der an dieser Stelle in Moldau gestürzt worden sein soll.

Das historisches Zentrum von Prag wurde im Jahr 1992 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Historisches Zentrum von Kutná Hora (Kuttenberg) und Marienkirche von Sedlec (Sedletz)

Kutna Hora, Barbaradom
Barbaradom, Kutna Hora © goruma (T.Kruse)

Die Stadt Kutná Hora liegt ca. 60 km in östlicher Richtung von Prag entfernt am Fluss Vrchlice. Ihren Wohlstand verdankt die Stadt dem Silbervorkommen, das dort lange Zeit abgebaut wurde.

Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt zur Königsstadt, und die Bauwerke zeugen noch heute von ihrem damaligen Reichtum. Zu den verbliebenen Bauten gehören u. a.der spätgotische Dom der heiligen Barbara – mit Fresken ausgestattet, die das Leben der damaligen Bevölkerung darstellen -, die Kirche des heiligen Jakobs, der im gotischen Stil erbaute Brunnen und das „Steinerne Haus“ - das sein Aussehen im Jahr 1489 bekam, während es vorher ein einfaches und unauffälliges Bürgerhaus war. Es wurde prachtvoll verziert und der „Steinerne Brunnen“ errichtet - eine aus dem 15. Jahrhundert stammende Stelle zum Wasserholen.

Die Kirche Mariä Himmelfahrt wurde in den Jahren 1280 und 1320 im gotischen Stil von Zisterzienser-Mönchen im Auftrag von König Wenzel II errichtet.

Die gotische Monstranz, die ca 1390 erbaut wurde, ist ein weiteres Kleinod. In den Gewölben unter der Kapelle sind die Gebeine von ca. 40.000 Toten zu Pyramiden aufgetürmt. Das historisches Zentrum von Kutná Hora und die und Marienkirche von Sedlec  wurden im Jahr 1995 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

 

Historisches Zentrum von Telc (Teltsch)

Die Stadt Teltsch liegt am Knotenpunkt wichtiger Straßen zwischen Böhmen und Mähren.
Die Stadt Telc wurde im Renaissance-Stil aufbaut, nachdem die Stadt am Ende des 14. Jahrhunderts abgebrannt war.

Die im Jahr 1354 entstandene gotische Burg wurde in ein prächtvolles Schloss umgebaut.
Die Bürger der Stadt bauten ihre gotischen Häuser um, indem sie Blendgiebel anbrachten, um einen Renaissance-Bau vorzutäuschen. Laubengänge ziehen sich am Marktplatz entlang, an dem sich die alten Renaissance-Bauten drängen. Auf dem Marktplatz findet man barocke Brunnen und eine Säule aus dem Jahr 1717, die der Maria gewidmet ist.

Das historisches Zentrum von Telc  wurde im Jahr 1992 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

 

Kulturlandschaft von Lednice (Eisgrub)-Valtice (Feldsberg)

Das Schloss Lednice befindet sich in der Nähe der österreichischen Grenze.
Die Fürsten von Liechtenstein lebten in den Orten Lednice und Valtice seit dem 14. Jahrhundert bis zu ihrer Enteignung durch die Nazis. Sie hatten zwar ausgedehnte Besitztümer in Mähren, Böhmen und Schlesien, Österreich und dem Alpenrheintal, aber sie errichteten in Valtice ein Barockschloss und im nahen Lednice ein Sommerresidenz-Schloss, das als einfache Villa im Renaissance-Stil gebaut worden war.

Residenz Lednice ist von einem Park umgeben, der eine Fläche von ca. 2 km² hat, bei dessen Erstellung wurden Sümpfe trocken gelegt und sogar der Fluss umgeleitet, und es wurde eine Seelandschaft mit kleinen Inseln angelegt. So wurde barocke Architektur mit englischer Landschafts-Architektur verknüpft. Im Park wurden amerikanische Bäume gepflanzt, deren Samen extra aus Amerika geholt worden waren.

Die Kulturlandschaft von Lednice-Valtice wurde im Jahr 1996 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen 

Wallfahrtskirche Hl. Johannes Nepomuk von Zelena Hora (Grüneberg)

Tschechien: Wallfahrtskirche Zelena Hora © goruma (V. Koppenwallner)

Die Wallfahrtskirche des hl. Johannes von Nepomuk auf Zelená Hora liegt in der Nähe von Žďár nad Sázavou südlich der Saarer Berge. Sie wurde auf einem Hügel gebaut, wozu ein dichter Kiefernwald gerodet wurde, damit die Kirche von weither zu sehen ist. Im Mittelpunkt der gesamten kreisförmigen Anlage steht die Wallfahrtskirche, die ein von Säulen getragenes Kuppeldach hat. In der Kirche gibt es wiederum kleinere Kapellen und Emporen.

Der Altar ist mit 5 Engeln ausgestattet, von denen drei symbolisch den Himmel als Kugel tragen - die von 5 Sternen umgeben ist. Auch hier trifft man wieder auf die Zahl „Fünf“, die einer Legende nach eine große Rolle spielt. Auf der Kugel steht eine Skulptur des heiligen Nepumuks. In der Anlage findet man 5 Kapellen mit dreieckigem Grundriss, 5 Kapellen mit ovaler Form und 5 Eingänge.

Die Anlage vereint gotische und barocke Stilelemente. Im Jahr 1784 brannte die Kirche ab, aber sie wurde im Jahr 1787 wieder aufgebaut. 

Tschechien: Wallfahrtskirche Zelena Hora Fassade © goruma (V. Koppenwallner)

Zu Nepomuk:
Nepomuk hieß eigentlich Johannes aus Pomuk in Böhmen.
Er wurde im Jahr 1350 geboren. Nepomuk studierte Kirchenrecht und wurde Generalvikar des Erzbischofs von Jenzenstein.

Im Jahr 1393 wurde er von König Wenzel gefangen genommen und gefoltert.

Eine Legende erzählt:
“Der Grund scheint darin zu liegen, dass Nepomuk der Beichtvater von der Königin war, und der König fürchtete, dass seine Frau dem Beichtvater ein Geheimnis anvertraut hatte. Nepomuk wurde daraufhin in die Moldau geworfen und ertrank.“ 

Geschichtlich allerdings gibt es wohl einen anderen Grund. Der König wollte die Abtwahl des Klosters Kladrubys bei Stribro verhindern, scheiterte aber, weil Nepomuk die Wahl durchsetzte.  Nepomuk wurde daraufhin von dem rachsüchtigen König ermordet.

Die Wallfahrtskirche des Heiligen Johannes Nepomuk in Grünberg  wurde im Jahr 1994 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Jüdisches Viertel und Basilika St. Prokop in Trebic

Trebic: Judenviertel mit Synagoge © goruma (V. Koppenwallner)

Die Stadt Třebíč liegt im westlichen Mähren, wobei das jüdische Viertel nördlich des Flusses Jihlava gelegen ist. Zu dem jüdischen Viertel gehören der Friedhof und die auf einem Hügel liegende Basilika. Sie wurde in romanischem und gotischem Stil im 13. Jahrhundert erbaut. Erhalten geblieben ist, trotz der Schreckensherrschaft der Nazis, das Sozialsystem mit Schulen, Synagogen, Spital und der Lederfabrik –  obwohl die meisten Juden ermordet wurden.

Weiterhin sind über 100 Wohnhäuser erhalten. In der Stadt haben Jahrhunderte lang Christen und Juden, die sich hier als Händler, Geldverleiher und Gerber nieder ließen, relativ friedlich nebeneinander gelebt.

Die Juden erhielten im Jahr 1848 sogar die vollen Bürgerrechte und zogen daraufhin aus dem Ort in größere Städte. Das Judenviertel wurde ein gemischtes Viertel für Arbeiter und die verbliebenen Juden.Am Eingang des Viertels steht ein Haus im Renaissance-Stil, das einen von drei Säulen getragenen Laubengang hat. Typisch für die Wohnhäuser sind im Anschluss an die Häuser Ecklauben mit Stützpfeilern und in den Erdgeschossen der Häuser Geschäfte oder Handwerksstätten. 

Im Rathaus befand sich ein jüdisches Bad, die Mikwa. Das Armenhaus mit Eingängen auf mehreren Ebenen war im 19. Jahrhundert eine karitative Einrichtung, leider ist es noch nicht restauriert. Im Jahr 1669 wurde die „Hintere“ Synagoge gebaut. Sie hat mächtige Mauern und Stützpfeiler und im Inneren sind Wandgemälde aus dem 18. Jahrhundert und eine im oberen Stockwerk gelegene Frauengalerie. Das jüdisches Viertel und die Basilika St. Prokop in Třebíč wurde im Jahr 2003 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Schloss und Park Kromeríz (Kremsier)

Dieses Schloss aus dem 17. Jahrhundert entstand an der Stelle einer gotischen Burg, das an der Furt über die March an der Criby-Gebirgskette errichtet wurde.

Das Schloss, der Blumengarten und die Parkanlagen wurden Ende des 17. Jahrhunderts im Stil des Spätbarocks errichtet. Das Innere des Schlosses ist luxuriös mit Jagd-, Rats-, Thronsaal sowie Rosen- und Zarensalon ausgestattet, außerdem sind wertvolle Deckenfresken vorhanden und eine Schlossbibliothek. Durch einen Säulengang kann man den Garten betreten, in dem sich viele Statuen, Büsten und sogar einige Skulpturen aus Pompeji befinden. Um diese Schätze zu schützen, wurde im Jahr 1846 eine halbmondförmige Kolonnade (Säulengang) im klassizistischen Stil erbaut.

Das Schloss und der Park Kromeríz wurden im Jahr 1998 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

 

Schloss Lytomyšl (Leitomischl)

Die Stadt Litomyšl liegt an der Loučná in der ostböhmischen Region Pardubice.

Das Schloss Litomyšl war ursprünglich ein Renaissance-Arkadenschloss, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde und in das später Barockelemente eingefügt wurden.
Die Renaissance-Stilform "Arkadenschloss“ wurde aus Italien übernommen und hier verfeinert. Im Schloss befindet sich ein Theater in neoklassizistischem Stil, das vollständig aus Holz errichtet wurde. Die Bühnendekorationen sind noch vollständig erhalten. Dem Schloss angegliedert ist eine Brauerei, die im Stil des Hochbarocks und Neoklassizismus als Gegenstück zum Schloss konzipiert wurde.

Schloss Lytomyšl wurde im Jahr 1999 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

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