Länder der Erde » Europa » Schweden » Sehenswürdigkeiten » Schweden Sehenswürdigkeiten: UNESCO-Welterbestätten

Naturwissenschaft

Warum ist die Sonne rot?

      Naturwissenschaft

Wissen

Die sieben Weltwunder der Antike

      Wissen

Hagel

Hagel und Graupel

      Hagel

UNESCO-Welterbestätten

Königliches Sommerschloss Drottningholm

Das ehemalige Lustschloss Drottningholm liegt auf der Insel Lovön im Mälaren- See, seit dem Jahr 1982 wohnt hier die Königsfamilie. Das Schloss wurde im Jahr 1580 erbaut, brannte aber im Jahr 1661 vollständig ab. Die Witwe von König Karl X Gustav ließ ein neues Schloss im Stil des Barocks errichten und in späteren Jahren wurde um das Schloss herum ein Englischer Garten angelegt. Es wurden im Jahr 1761 neue Bauten geplant, und so wurden das chinesische Schlösschen im Rokoko-Stil mit zahlreichen orientalischen und chinesischen Mustern und das Drottningholmtheater errichtet. Das Theater ist ein besonders gut erhaltener Barockbau, in dem die Bühnenbilder der früheren Aufführungen aufbewahrt werden. Das Sommerschloss wurde im Jahr 1991 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Wikingersiedlungen Birka und Hovgården

Die Orte Birka und Hovgården liegen auf zwei benachbarten Inseln im Mälaren-See. Birka, ein wichtiger Handelsort, liegt auf Björkö und Hovgården, im 8. bis ins 10. Jahrhundert Sitz der Könige, auf Adelsön. Handelsgüter wurden zu der Zeit größtenteils auf dem Wasserweg transportiert und so waren die Inseln als Umschlagplätze für Tauschgüter geradezu prädestiniert. So war die Stadt Birka  ein wichtiger Handelsplatz der Wikinger. Der Mälarensee gehörte in der damaligen Zeit zur Ostsee, erst nach der Landhebung wurde er von der Ostsee abgetrennt -  er ist aber heute über einen Kanal noch mit der Ostsee verbunden. An dem See liegen die Städte Stockholm, Västerås und Södertälje. Am Ende des 10.Jahrhunderts wurde Birka verlassen, man hat dafür bis heute keinen ersichtlichen Grund gefunden.
Auf Adelsön gab es einen Hafen, an dessen Einfahrt der Runenstein Håkanstenen steht. In den ca. 2.300 Hügelgräbern liegen Könige begraben, was Grabbeigaben beweisen. Im Norden lag die Wallburg Skansberget, die wohl dem Schutz und der Verteidigung diente, und man findet Nachweise des Siedlungslebens der damaligen Zeit in der so genannten „Schwarzen Erde“, die Archäologen auswerteten. Im Jahr 1872 wurden bei Ausgrabungen islamische Silbermünzen und Schmuck gefunden, die auch bewiesen, dass die Wikinger hier gelebt und Handel getrieben haben. Die Wikingersiedlungen wurden im Jahr 1993 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Eisenhütte Engelberg

Das schwedische Hüttenwerk Engelsberg liegt ca. 100 km von Göteborg entfernt in der Gemeinde Fagersta. Im Jahr 1681 wurde dort ein Eisenhüttenwerk gegründet, da Eisenerz in den umliegenden Gruben gefunden worden war. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde das Werk eine moderne Eisenhütte, zu der ein Herrenhof mit Park, mehrere Verwaltungsgebäude und Arbeiterwohnungen gehörten. Die Technik mit der gesamten Ausrüstung in den Werkstätten und -hallen ist noch vorhanden, so kann man die Hochöfen, die Schmiede und eine Schenke u.a. besichtigen. Obwohl man im Jahr 1917 die Anlage mit dem Bau eines Walzwerkes erweiterte, wurde das Werk schon zwei Jahre später still gelegt. Die Eisenhütte wurde im Jahr 1993 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Felszeichnungen von Tanum

Die Felsritzungen von Tanum liegen nördlich von Göteborg in Westschweden an einer felsigen Küste, der Inseln vorgelagert sind. Das Alter der Ritzungen wird auf etwa 3.000 Jahre datiert. Man fand ca. 10.000 Ritzungen und dabei zahlreiche unterschiedliche Motive, so dass man das Leben der damaligen Zeit gut nachvollziehen konnte und kann. Sechs Fundstätten sind besonders hervorzuheben, sie bestehen aus großen Felsenplattformen und sind alle gut zu unterscheiden. Manche Ritzungen zeigen Jagdszenen, Hochzeiten, Schlangen oder Männer mit Waffen. Die Felszeichnungen wurden im Jahr 1994 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Skogskyrkogården (Friedhof) bei Stockholm

Der Friedhof Skogskyrkogården liegt in Südstockholm. Er wurde im Jahr 1917 angelegt und bis zum Jahr 1940 ausgebaut. Die Fläche des Friedhofs beträgt ca. 1,1 km². Die Kapelle ist schlicht gehalten, ihr einziger Schmuck ist ein goldener Todesengel. Der Tallum Pavillon, ein Verwaltungsgebäude, wurde 6 Jahre später gebaut und 8 Jahre später wurde die Auferstehungskapelle errichtet. Im Jahr 1930 wurde eine steinerne Mauer gebaut, die den Friedhof umrandet Der Friedhof ist der Landschaft angepasst. Das Krematorium mit einer dritten Kapelle entstand im Jahr 1940 am Haupteingang. Dort steht eine Skulptur „Die Auferstehung“, die der Bildhauer John Lundqvist entworfen hat. Die Grabsteine sind unter Bäumen angelegt und sind alle schlicht gehalten. Der Friedhof Skogskyrkogården ist ein bedeutendes Beispiel für die Kombination von Landschaft und Kultur im 20. Jahrhundert Jahrhundert. Der Friedhof wurde im Jahr 1994 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Hansestadt Visby auf der Insel Gotland

Die Stadt Visby liegt an der Westküste der Ostseeinsel Gotland und wurde von den Wikingern bewohnt. Allerdings gibt es nur noch wenige Überbleibsel dieser Periode, man fand zumindest Reste der Holzhäusern der Wikinger. Vom 12. bis zum 14. Jahrhundert war die Stadt ein sehr wichtiger Umschlagsplatz der Hanse in der Ostsee. Es wurde von Dänen, Deutschen und Russen besiedelt, die hier Handel trieben. Die Wohnhäuser aus dieser Zeit sind gut erhalten, ebenso die 3,6 km lange Befestigungsmauer der Stadt mit der Visborg-Ruine. Der Pulverturm, das älteste erhaltene Gebäude der Stadt, wurde im Jahr 1151 errichtet.
Im Jahr 1525 wurde Visby von der Lübecker-Hanse überfallen und viele Gebäude und Kirchen wurden zerstört. Es blieb nur die Kirche St. Marien, es ist der heutige Dom St. Maria, erhalten. Der Hafen ist verlandet und auf seinem ehemaligen Gelände steht die Universität der Insel. Die Hansestadt Visby wurde im Jahr 1995 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen 

Kirchenbezirk Gammelstad in Luleå

Gammelstad liegt am Ende des Bottnischen Meerbusens im Norden in der nordschwedischen Stadt Luleå und ist deren gut erhaltene Altstadt. Sie besteht aus 424 Holzhäusern und einer steinernen Kirche. Die Häuser wurden nur von Besuchern der Kirche, die oft  von weither kamen, an Sonn- und Feiertagen bewohnt. Das heutige Gammelstad war eine Insel in der Mündung des Flusses Lule älv. Im 12. Jahrhundert wurde Gammelstad das Zentrum der Kirchengemeinde. Die Steinkirche des Ortes stammt aus dem 13. Jahrhundert. Um die Kirche herum erstreckt sich das Kirchendorf. Der Kirchenbezirk wurde im Jahr 1996 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Arktische Kulturlandschaft von Lappland

Laponia liegt in Lappland nördlich des Polarkreises und wird von der indigenen Bevölkerung, den Samen, besiedelt. Sie leben hauptsächlich von der Rentierzucht. Die Fläche des geschützten Gebietes beträgt ca. 10.000 km². Dem Welterbe zugehörig sind vier Nationalparks, der Muddus-, der Sarek-, der Padjelanta- und  der Stora Sjöfallet-Park sowie noch fünf weitere Naturreservate. In diesem Gebiet liegen Gebirge, Gletscher, Hochmoore, Wälder, Seen und Flüsse. Das Gebiet bietet gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Schutz. Im Jahr 1986 waren 73.000 Rentiere, die Haupteinnahmequelle der Samen, radioaktiv durch den Reaktorunfall Tschernobyl verseucht und mussten geschlachtet werden. Dadurch war die Lebensgrundlage der Samen eine zeitlang stark gefährdet. Die arktische Kulturlandschaft Lapplands wurde im Jahr 1996 sowohl in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätte wie der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Marinehafen von Karlskrona

Im Jahr 1680 wurde der Marinehafen von Karlskrona erbaut und ist seitdem der Hauptstützpunkt der schwedischen Marine. Der Hafen liegt auf einer Insel in der Ostsee, vor der zahlreiche weitere kleinere Inseln liegen. Der Hafen und seine Anlagen sind von einer Schutzmauer umgeben, die noch teilweise erhalten ist, nördlich davon stehen drei Pulverhäuser. Das im Jahr 1716 errichtete Dock wurde aus dem Felsen heraus gesprengt und um es wasserfrei zu bekommen, musste drei Tange lang mit fast 400 Männern gepumpt werden.
Im 19. Jahrhundert versenkte man Steinsperren in die Bucht und ließ nur kleinere zwei Öffnungen für das Einfahren von Schiffe, um fremdes Eindringen in das Gebiet zu verhindern. Um sich vor Sturmfluten zu schützen wurden trockene Gräben angelegt. Zwei Schutztürme wurden mit besonders dicken Mauern errichtet, damit sie auch Kanonenangriffen standhielten.
Der Marinehafen wurde im Jahr 1998 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Schärenküste - Kvarken-Archipel

Das Kvarken-Archipel und die Schärenküste liegen am Bottnischen Meerbusens, etwa auf der Höhe der Stadt Umeå. Die Entfernung von Schweden nach Finnland beträgt hier ca. 80 km. Zu dem Archipel gehören ca. 5.600 Inseln. Sie bestehen aus merkwürdigen Moränen, die durch Einschmelzung des vor 24.000 bis 10.000 Jahren angesammelten Packeises gebildet worden sind. Das Archipel wächst jährlich durch die „postglaziale Landhebung“ (Landaufstieg des Gebietes, das während der letzten Eiszeit von Inlandeis bedeckt war) um etwa 1 km². In der Mitte des Kvarken steht ein Leuchtturm auf einer der vielen Inseln, den Gustave Eiffel entwarf.
Die Schärenküste und das Kvarken-Archipel wurden als grenzüberschreitendes Welterbe (mit Finnland) im Jahr 2000  in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätten aufgenommen und im Jahr 2006 erweitert.

Agrarlandschaft von Süd-Öland

Die Insel Öland liegt in der Ostsee und ist seit dem Jahr 1973 mit dem Festland durch eine 6 km lange Brücke verbunden. Bedingt durch Erosion hat der Süden eine dünne Erdschicht und hat somit Heidelandschaft, die so genannte Stora Alvaret. Es wachsen hier nur kleinwüchsige Bäume und Sträucher, so ist dies Stora Alvar der Lebensraum für eine speziell angepasste Flora und Fauna. Es wächst hier das endemische (nur hier wachsend) Öland-Sonnenröschen und der Artenreichtum an Vögeln ist groß. Das Gebiet ist seit ca. 7.000 Jahren besiedelt und zeigt, dass Natur und Menschen im Einklang sein können. 
Die hiesigen Kirchen waren fast alle im romanischen Stil mit Satteldächern und einem Turm an beiden Enden des Kichenschiffs erbaut worden, jedoch wurden die meisten der Kirchen umgebaut. So sind aus dem 12. Jahrhundert zwei Kirchen in Hulterstad und Resmö die einzigen im alten Stil verbliebenen Kirchen. Im Kalmarsund, zwischen Insel und Festland, liegt die kleine Granitinsel Blå Jungfrun mit zahlreichen Feuchtgebieten.
Öland wurde ab 7.000 v. Chr. von Jägern und Sammlern, später in der Frühsteinzeit von Bauern, bewohnt. Auf Öland gibt es aus dieser Zeit vier Gräber mit einem separaten Zugang und zahlreiche Fundstätten aus allen alten Zeiten wie die Hügelgräber aus der Bronzezeit. Aus den Jahren 400 bis 550 n. Chr. stammen große Burganlagen, so die Gråborg, Ismantorp und Eketorp. Die Ruine der Burg Eketorp liegt im Süden der Insel und wurde rekonstruiert und wieder aufgebaut.
Öland hat eine große Anzahl von Windmühlen, fast jeder Bauer betrieb seine eigene und deckte damit seinen Eigenbedarf an Mehl. Die bedeutendste übrig gebliebene Mühle ist die Björnhovda kvarnar- Mühle. Die Leuchttürme der Långe Erik und der Långe Jan sind die Wahrzeichen der Insel.
Die Agrarlandschaft wurde im Jahr 2000 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Historische Industrielandschaft "Großer Kupferberg" in Falun 

Falun ist eine rund 36.000 Einwohner zählende Stadt in der schwedischen Provinz Dalarnas län in Mitteschweden.  Diese Historische Industrielandschaft veranschaulicht die Technikgeschichte des Tagebaus seit dem 13. Jahrhundert. Bis ins 19. Jahrhundert war das Faluner Bergwerk einer der größten Kupferproduzenten und beeinflusste die Entwicklung des Bergbaus weltweit. Diese Historische Industrielandschaft wurde im Jahr 2001 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Radiostation Varberg

Der Sender liegt bei Grimeton in der Gemeinde Varberg, ca 80 km von Göteburg entfernt. Mit ihren Gebäuden und technischen Anlagen - darunter sechs 127 m hohe Antennentürmen, die in einem Abstand von 380 m voneinander entfernt stehen - ist sie ein frühes Zeugnis der drahtlosen transatlantischen Kommunikation und das einzig erhaltene Beispiel einer größeren Sendestation aus der Zeit der drahtlosen Nachrichtenübermittlung. Die Sendeanlage sendete ursprünglich mit Hilfe extrem langer Wellen (Längstwellen) von 16,13 kHz = m. Zur offiziellen Einweihung der von dem Elektroingenieur Ernst Fredrik Werner Alexanderson (1878-1975) geplanten Station am 2. Juli 1925 war auch der schwedische König Gustav V. (1858-1950) erschienen. Da derartig lange Wellen auch ins Wasser eindringen und sich dort fortpflanzen, wurde der Sender nach dem Zweiten Weltkrieg von dem schwedischen Militär zur Kommunikation mit ihren gerauchten U-Booten verwendet aber 1995 geschlossen. Im Jahr 2004 wurde die Radiostation Varberg in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Struve-Bogen

Der Struve- Bogen ist ein grenzüberschreitendes Wissenschaftsdenkmal mit einer Länge von 2.821 km. Dieser geodätische Vermesungsbogen erstreckt sich über zehn Länder. Er beginnt in Hammerfest in Norwegen und geht dann weiter durch Schweden, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Weißrussland, Moldawien und endet in der Ukraine. Auf dem Struve-Bogen befindet sich eine Kette von geodätischen Messstationen. Er diente der Vermessung von Teilen der Erdoberfläche und hatte seinen Ursprung im Observatorium von Tartu, dessen Direktor Struve von 1820-1839 war. Näheres unter Struve-Bogen
Der gesamte Struvebogen wurde im Jahr 2005 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.    

Holzbauernhäuser in der Provinz Hälsingland

Die Provinz Hälsingland liegt ca. 300 km nördlich von Stockholm am Bottnischen Meerbusen. In der Provinz gibt es die drei größeren Städte Hudiksvall (ca.15.000 Einwohner), Söderhamn (ca.10.000 Einwohner) und Bollnäs (ca.12.000 Einwohner)
Dashiesige bergige Gelände ist stark bewaldet und senkt sich zum Meer hin ab. Hier wurden insgesamt mehr als 1.000 Bauernhäuser aus Holz erbaut. Ins Welterbe aufgenommenen wurden davon sieben Hälsingehöfe - alles Bauernhöfe. In der Regel sind die Häuser zweigeschossig, mit wenigen Ausnahmen haben sie auch drei Stockwerke. Sie wurden in den Jahren von 1800 bis 1870 erbaut. Das Innere der Häuser ist individuell in verschiedenen Stilrichtungen gestaltet. Sie geben Auskunft über die Lebensweise der damaligen Bauern in dem Gebiet. Die Bauern waren stolz und unabhängig und lebten großzügig. Einige Höfe wurden nur errichtet, um Feste zu feiern. Die sieben Höfe sind:

  • Gästgivars in Vallsta
  • Kristofers in Stene
  • Jon-Lars Pallars
  • Pallars in Långhed
  • Fågelsjö gammelgård
  • Erik-Anders in Asta.
  • Bommars in Letsbo

Die Holzbauernhäuser in der Provinz Hälsingland wurden im Jahr 2012 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.






Kommentieren

eMail:  

Name:  

Kommentar:  


Benoten sie diesen Artikel


 
gut 1   2   3   4   5  schlecht