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UNESCO-Welterbestätten

Rumänien: Kloster Sucevita © goruma (v. koppenwallner)

Rumänien: Kloster Moldovita © goruma (v. koppenwallner)

Bemalte Kirchen in der nördlichen Moldau, Auferstehungskirche des Klosters Suceviţa 
Die Moldauklöster gehören zu den bekanntesten Bauten Rumäniens. Die Kirchen sind außen mit farbenfroehn Fresken versehen. Da die Gläubigen nicht alle in die Kirchen passten, ging man dazu über, die Kriche auch von außen mit Bibelszenen zu bemalen. Die Klosterkirchen an der Moldau sind daher durch ihre bunt bemalten Außenfassaden gekennzeichnet. Diese sind bis heute - bis auf die Nordseiten der Kirchen - noch weitgehend unversehrt und farbenfroh erhalten. Ein weiteres Charakteristikum der Kirchen sind ihre weit ausladenden mit Holzschindeln gedeckten Dächer. Die Klöster wurden in der Umgebung der einstigen Hauptstadt von Moldau, Suceava errichet. Der Standort der Klosteranlagen soll durch Abschießen von drei Pfeilen, die die Position des Brunnen, des Glockenturms und des Altars bestimmten, festgelegt worden sein. Die Klöster wurden aus Dankbarkeit über die Siege gegen die Türken und Mongolen gestiftet. Zu den UNESCO Welterbestätten gehören die sieben Klosterkirchen in Sucevita, Humor, Arbore, Voronet, Moldovita, Probota und Patrauti. Die Kirchen wurden etwa zwischen 1530-1600 bemalt. Die erste bemalte Kirche war die Klosterkirche von Humor. Die Kirche von Voronet ist für ihre intensiven Farben und insbesondere des Blaus berühmt. Die Kirche von Arbore wurde 1541 mit besonders wertvollen Malereien versehen. Die bemalten Kirchen wurde im Jahr 1993 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen und im Jahr 2010 um die um die Auferstehungskirche des Klosters Suceviţa erweitert.

Biosphärenreservat Donaudelta 
Das Biosphärenreservat an der Donaumündung besteht aus einer Unzahl von Inseln und Sumpfgebieten. Es ist eines der größten Biosphärenreservate Europas. Entsprechend vielfältig ist die Tierwelt. So sind hier etwa 300 Vogelarten heimisch, aber auch viele Fischarten. Und hier gibt es sogar noch den selten gewordenen Stör, dessen Rogen den heißbegehrten Kaviar ergibt. Das Biosphärenreservat Donaudelta erstreckt sich über 2.000 km flussabwärts der Donau. Es besteht aus vier Haupt- und mehreren Seitenarmen und es gibt schwimmende Inseln, Seen, Auenwälder und Trockenbiotope. Schon Ovid erwähnt das Mündungsgebiet der Donau im Jahr 8 n. Chr. in seinen Metamorphosen. Das Donaudelta ist mit 5.000 km² das größte Feuchtgebiet Europas, in dem mehr als 4.000 Tierarten und über 1.000 Pflanzenarten zu Hause sind.wie u.a. Fischreiher, Europas letzten Krauskopf-Pelikane, Löffler und Sichler und Rotfußfalken. Bei Chilia gibt es noch Wölfe, Füchse und Wildkatzen. Die UNESCO erklärte das Delta im Jahr 1991 zum Weltnaturerbe und die Regierungen von Rumänien, Bulgarien, Moldawien und der Ukraine verpflichteten sich zum Schutz der Feuchtgebiete. Das Reservat wurde im Jahr 1991 in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätte aufgenommen.

Kloster Horezu
Das Kloster Horezu wurde im 17. Jh. in der Walachei im Süden Rumäniens errichtet. Fürst Constantin Brincoveanu war der Stifter der großen Klosteranlage. Im Inneren ist die Kirche mit prächtigen, byzantinischen Fresken ausgemalt. Das Äußere der Anlage ist eher schlicht gehalten im Stile der Norditalienischen Renaissance gehalten. Die Verbindung  der beiden Stile wir auch „Brincovan- Stil“ genannt. Das Kloster wurde im Jahr 1993 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen.

Rumänien: Kirchenburg in Biertan © goruma (v.koppenwallner)

Rumänien: Copsa Mare © goruma (v. koppenwallner)

Dörfer und Wehrkirchen in Transsilvanien (Siebenbürgen)
Die Wehrkirchen in Siebenbürgen wurden von den Siebenbürger Sachsen als Schutz gegen die Türken im 14.-16. Jh. errichtet. Die Siebenbürger Sachsen wurden quasi als menschliche Schutzschilde vom ungarischen König Gesa II in Transsilvanien, dem Land hinter den Wäldern, angesiedelt. Die Siebenbürger Sachsen waren protestantischen Glaubens und mussten ihre Wehrkirchen im Laufe der Zeit getreu dem Reformationslied "Eine feste Burg ist unser Gott“ zu Kirchenburgen ausbauen um den Angriffen der Mongolen und Türken standzuhalten. Zum UNESCO Weltkulturerbe gehören die Kirchenburgen in Biertan, Viscri, Prejmer, Dârjiu, Saschiz, Câlnic und Valea Viilor. Die prächtigste Kirchenburg liegt in Biertan. Die Region ist jedoch gespickt mit zahlreichen weiteren malerischen Kirchenburgen. So befindet sich z.B. unweit von Biertan die kleine idyllisch gelegene Kirchenburg Copsa Mare. Die Dörfer und Wehrkirchen in Transsilvanien wurden im Jahr 1993 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen und im Jahr 1999 um weitere erweitert.

Festungsanlagen der Draker in den Bergen von Orastie (Broos)
Die Festungen der Draker wurden im 1. Jh. v. Chr.- 1. Jh. n. Chr. in den Bergen der Siebenbürger Stadt Orastie errichtet. Der trakische Volksstamm der Draker war seit dem 5. Jh.v. Christus im westlichen Schwarsmeergebiet ansässig. Die Festungsanlagen wurden im Jahr 1999 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen.

Rumänien: Glockenturm von Sighisoara-Schäßburg © goruma (v.koppenwallner)

Historisches Zentrum von Sighisoara (Schäßburg)
Sighisoara, das ehemalige Schäßburg, ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte in Rumänien. Schäßburg war einst das politische Zentrum Siebenbürgens und wurde als sechste der insgesamt sieben deutschen Burgen als „castrum sex“ im 12. Jh. gegründet. Bekannt ist die Stadt heute jedoch eher durch das Wohnhaus des Grafen Dracula. Die Stadtbefestigung mit ihren 14 Wehrtürmen ist auch heute noch vollständig erhalten. Besonders sehenswert ist der holzgedeckte Treppengang, die so genannte Schülertreppe aus dem Jahre 1645, die die Stadt mit der Bergschule und Bergkirche verbindet. Das Historisches Zentrum von Sighisoara wurde im Jahr 1999 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen. Eine umfassende Darstellung der Stadt finden Sie bei goruma hier >>>.

Rumänien: Holzkirche in Sudesti (Şurdeşti) © goruma (v. koppenwallner)

Holzkirchen von Maramures (Marmarosch)
Die Holzkirchen in Maramures haben ihren ganz besonderen Reiz. Maramures ist auch heute noch eine der ursprünglichsten Regionen Rumäniens - und genauso haben die acht UNESCO Weltkutlurkirchen ihre Ursprünglichkeit bewahrt. Die Kirchen wurden im 16.-18-Jh. errichtet. Da es den orthodoxen Christen nicht erlaubt war, ihre Gotteshäuser aus Stein zu errichten, wurden die Kirchen mit den hohen und schlanken Kirchtürmen aus Holz errichtet.
Die von außen schlicht erscheinenden Kirchen sind im Inneren, entprechend der orthodoxen Tradition, über und über mit " Fresken " versehen, die direkt auf die Holzdecken und Wände aufgetragen wurden. Das Kicheninnere ist außerdem mit den bunten Stickereien der Region farbenfroh geschmückt. Zu den UNESCO Weltkulturstätten gehören die Kirchen in Şurdeşti (1766), Deseşti (1770), Bârsana (1720), Budeşti (1643), Leud (Mitte des 18. Jh.), Plopiş (1796/98), Poienile Izei (1604) und Rogoz (1663). Die Holzkirchen wurden im Jahr 1999 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen.

Rumänien: Glockenturm von Sighisoara-Schäßburg © goruma (v.koppenwallner)






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