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Wichtige Pflanzen in Polen

Bäume

Die Flora Polens ist sehr artenreich, unter anderem weil noch viele Wälder erhalten geblieben sind. Eine Besonderheit ist der Bialowieza-Nationalpark an der weißrussischen Grenze, welcher der letzte Urwald und das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas ist.
Er wird seit 500 Jahren nicht mehr gerodet und es werden auch keinerlei Forstarbeiten durchgeführt, so dass sich hier eine einzigartige Flora und Fauna erhalten konnte.
Besonders auffällig sind die Größe der Fichten, welche oft die 50 m überschreitet, sowie das Alter der hier stehenden Eichen, wobei 126 Jahre das Durchschnittsalter aller Bäume ist.
Typisch für diesen Urwald sind abgestorbene Bäume, die liegen bleiben und zum Erhalt des Urwaldes in Form von Lieferung wichtiger Nährstoffe beitragen.
Der größte Teil des Waldes umfasst Eichen und Hainbuchen, aber auch Kiefern, Ahornbäume, Ulmen, Linden wachsen hier.
In Tief- und Hochlandebenen stehen Schwarzbirken und Polnische Lärchen, ein Relikt aus der Eiszeit ist die Zirbelkiefer, die man in Polen ausschließlich in der Tatra finden kann.

Fichte, Rottanne (Picea abies)

Fichte, Rottanne (Picea abies) © goruma (T.Asthalter)

Eichenlaub (Quercus)

Eichenlaub (Quercus) © goruma (T.Asthalter)

Linde (Tilia)

Linde (Tilia) © goruma (T.Asthalter)

Ahorn (Acer)

Ahorn (Acer) © goruma (T.Asthalter)

Kiefernwald

Kiefernwald © goruma (T.Asthalter)

Pappeln (Populus)

Pappeln (Populus) © goruma (T.Asthalter)

Andere Pflanzen

Eine typische Pflanze des Ostseegebiets ist die Glockenheide, die man auch unter viele anderen Namen wie z.B. Sumpfheide, Moor-Glockenheide und Frühlingsheide kennt. Auf trockenen Kalksteinböden wachsen Adonisröschen und die Zwergkirsche, welche aus Ungarn ihren Weg nach Polen gefunden hat.
Die Karpaten im Süden Polens beherbergen viele interessante Pflanzen. Dazu gehört das Rispengras, das Augentrost, die endemische (nur hier vorkommende) Zawadzki-Chrysantheme sowie das Laserkraut, welches an der oberen Waldgrenze wächst und eine Größe von bis zu 2 m erreichen kann.
Eine besondere und sehenswerte Flora herrscht auch in Masuren, ein Gebiet im Nordosten Polens. Hier gibt es den fleischfressenden Sonnentau zu bewundern, wobei nur drei Arten dieser Gattung in Polen vorkommen: der Rundblättrige, der Langblättrige und der Mittlere Sonnentau. Alle Sonnentau-Arten zeichnen sich durch ein zuckerhaltiges Sekret absondernde Drüsen auf speziellen Tentakeln aus, die sich wiederum auf den Blättern der Pflanze befinden. Mit diesem Sekret werden Insekten angelockt, die an den Tentakeln kleben bleiben und schließlich ersticken oder an Erschöpfung sterben. Enzyme zersetzen die toten Insekten und der Sonnentau erhält auf diese Weise die für das Wachstum benötigten Nährstoffe.
Des Weiteren gibt es in den Masuren die Sibirische Schwertlilie mit dem langen Stängel und der lilafarbenen Blüte, die giftigen Trollblumen und Küchenschellen, den unter strengem Naturschutz stehenden Gelben Frauenschuh - eine sehr seltene Orchideenart -, die Torfgränke und den Bärlapp.

Nutzpflanzen

Das wesentlichste Anbauprodukt ist Getreide, wobei Weizen, Roggen und zunehmend auch Raps die wichtigste wirtschaftliche Rolle spielen. Aber auch Kartoffeln, Zuckerrüben, Futterpflanzen und Hülsenfrüchte gehören zu den verbreiteten Nutzpflanzen.
Und natürlich auch diverse Obstbäume findet man hier - oft an den Alleenrändern.

Weizen

Weizen © goruma

Raps (Brassica napus)

Raps (Brassica napus) © goruma

Kartoffel

Kartoffel © goruma (T.Asthalter)

Heilpflanzen

Früher, aber auch heute noch, wurde der Sonnentau als ein Heilkraut gegen Reizhusten verwendet. Zwischenzeitlich galt die Pflanze auch als ein Mittel gegen jede Art von Lungenleiden, Schwindsucht, Epilepsie und Geisteskrankheit.
Der Augentrost wird nur in der Volksheilkunde und in der Homöopathie als Heilpflanze angewandt.
Die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile sollen bei Augenentzündungen, müden Augen und als Tee getrunken bei Husten und Halsschmerzen Abhilfe schaffen. Allerdings konnte diese Wirkung wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen werden.
Von der sibirischen Schwertlilie wird der Wurzelstock im gemahlenen Zustand in Hustentees und Zahnpulvern verwendet.
Der Besenginster wirkt herzberuhigend, wasser- und harntreibend und fördert  bei Schwangeren die Wehentätigkeit.
Allerdings kann es bei einer Überdosierung zum Herzstillstand kommen.

Giftpflanzen

Zur Familie der Hahnenfußgewächse gehört die Trollblume mit den gelben kugeligen Blüten am Ende des Stängels. Diese blühen Mai – Juni und erreichen einen Durchmesser von 3 cm. In Polen wächst sie auf feuchten Wiesen der Masuren, aber vorwiegend kommt sie in den Bergen, Alpen und in Nordeuropa vor. Durch das Alkaloid Magnoflorin ist sie schwach giftig und verursacht ein Brennen der Mundschleimhäute, Magen-Darm-Beschwerden, Durchfälle und starke Krämpfe. Es kann auch zu Kreislaufbeschwerden und Fieber kommen, sowie zu Hautreizungen und Blasen. Ihren Namen hat die Trollblume dem kugeligen Aussehen ihrer Blüten zu verdanken, da die lateinische Übersetzung von „trulleus“ – „rundes Gefäß“ bedeutet und der Name im Altdeutschen etwas abgewandelt wurde. Die Trollblume ist geschützt.
Die 5-50 cm große und in den Masuren vorkommende Küchenschelle aus der Familie der Hahnenfußgewächse blüht von April bis Mai mit einer hellvioletten Blüte. Durch das Anemonin ist die gesamte Pflanze giftig und der Verzehr von Pflanzenteilen kann zu Kreislauf- oder Atemlähmung führen. An hellen und sonnigen Stellen von felsigen oder steinigen Böden wächst der Besenginster. Es sind alle Teile der Pflanze giftig und es kann zu Leibschmerzen, Übelkeit, Erbrechen sowie Herz- und Kreislaufstörungen kommen. Allerdings hat der zu den Schmetterlingsblütengewächsen gehörende Ginster auch heilende Eigenschaften.

Eingeführte Pflanzen

Lebensbaum (Thuja)

Lebensbaum (Thuja) © goruma (T.Asthalter)

Hagebutten, (Rosa canina)

Hagebutten, (Rosa canina)  © goruma (T.Asthalter)

Hibiskus

Hibiskus © goruma (T.Asthalter)

Azalee

Azalee © goruma (T.Asthalter)

Magnolien, Magnolia

Magnolien © goruma (T.Asthalter)

Rhododendren

Rhododendren © goruma (T.Asthalter)





Kommentare
Yara  (Mittwoch, 10.02.2016)
Gar nicht mal so schlecht eure Darstellung der Pflanzen in Polen. Besonders gelungen sind die Abbildunge. Allerdings könntet ihr noch einige Bäume mehr darstellen, die es hier gibt, z.B. Pappeln und Weiden.

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