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Bekannte Personen

Papst Johannes Paul II.
 Papst Johannes Paul II.© goruma (T.Kruse)

Papst Johannes Paul II. (1920 - 2005)
Der 264. Papst war der erste Pole auf dem Papstthron. Zudem war er der erste nichtitalienische Pabst seit 1523. Er war vom 16. Oktober 1978 bis zum 2. April 2005, also über 26 Jahre im Amt.
Er wurde am 18. Mai 1920 in der kleinen Ortschaft Wadowice in der Nähe von Auschwitz in kleinen Verhältnissen als Karol Woityla geboren. 1942 trat er in ein von den Nationalsozialisten verbotenes Priesterseminar in Krakau ein. Um nicht deportiert zu werden, arbeitete er in einem Steinbruch, später in einer chemischen Fabrik. Woityla wurde 1946 zum Priester geweiht. Danach studierte er zwei Jahre in Rom, wo er im Jahr 1948 promovierte. Noch im selben Jahr trat er in Krakau seine erste Pfarrstelle an. Ab dem Jahr 1953 war er Professor für Moraltheologie. Im Jahr 1958 wurde er zum Bischof von Krakau geweiht. 1964 wurde er zum Erzbischof und 1967 zum Kardinal erhoben.
Seine Wahl zum Papst am 16. Oktober 1978 war eine riesige Überraschung. Er wurde im Jahr 1981 das Opfer des türkischen Attentäters Ali Agça, dem er später in einem persönlichen Gespräch den Anschlag verzieh. Ab dieser Zeit ging es mit der Gesundheit dieses ursprünglich sehr gesunden und sportlichen Papstes stetig bergab. Jahrelang litt er unter den Folgen der Parkinson-Erkrankung. Nach langem Leiden aber völlig ungebeugt verstarb er am 2. April des Jahres 2005. Er wurde am 8. April im Petersdom feierlich beigesetzt. Am 1. Mai 2011 wurde er in Rom durch Papst Benedikt XVI. "selig" gessprochen.

Frankreich, Lyon, Basilique Notre Dame de Fourvière

Basilique Notre Dame de Fourvière,
Lyon, Frankreich

Frankreich, Lyon, Basilique Notre Dame de Fourvière, Statue von Papst John Paul II

Statue von Papst John Paul II
vor Basilique Notre Dame de Fourvière

 

Frankreich, Lyon, Basilique Notre Dame de Fourvière, Blick über die Saone zur Notre Dame

Blick über die Saone zur Notre Dame,
Lyon, Frankreich

Magdalena Abakanowicz (geb. 1930)
Bildhauerin, Professorin an der Akademie der Bildenden Künste in Poznan/Posen, Dozentin an der Californian University. Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin erhielt zudem den Großen Preis der Kulturstiftung im Jahre 2001.

Frédéric François Chopin (1810 - 1849)
Komponist und KLaviervirtuose. Er zählt zu den Romantikern

Maria Skłodowska-Curie (1867 - 1934)

Physikerin und Chemikerin. Sie forschte vor allem auf dem Gebiet der Radioaktivität und entdeckte u. a. das Radium und Polonium. Für ihre bahnbrechenden Erkenntnisse erhielt sie im Jahr 1903 den Nobelpreis für Physik und im Jahr 1911 den Nobelpreis für Chemie.

Daniel Gabriel Fahrenheit, (1686 - 1736)

Physiker. Ihm zu Ehren ist die Temperatureinheit "Grad Fahrenheit" benannt.Nikolaus Kopernikus (1473 - 1543)
Astronom, Arzt und Domherr. Er stellte das geozentrische Weltbild, also dass die Erde das Zentrum der Welt ist, in Frage. Er zeigte, dass die Erde eine Kugel ist und sich mit den anderen damals bekannten Planeten um die Sonne dreht. Ihm zu Ehren spricht man noch heute vom "Kopernikanischen Weltbild".

Agnieszka Holland (geb. 1948)
Regisseurin für Film, Theater und Fernsehen. Seit 1981 lebt und arbeitet sie im Ausland.

Lech Aleksander Kaczyński (1949-2010)
Kaczyński  war vom 23. Dezember 2005  bis zu seinem Tod am 10. April 2010 der vierte Präsident der Dritten Polnischen Republik. Er starb zusammen mit seiner Frau Maria auf dem Weg zu einer Gedenkdeier in Katyn beim Absturz seiner Maschine kurz vor dem Flughafen von Smolensk in Russland. Er hat einen Zwillingsbruder - Jarosław Kaczyński - der von 2006 bis 2007 Ministerpräsident des Landes war. Die Zwillingsbrüder sind die Söhne von Rajmund Kaczyński, der am Warschauer Aufstand teilgenommen hatte. Lech Kaczyński und seine Frau wurden am 18. April in Gegenwart zahlreicher Staats- und Regierungschefs in der Wawel-Kathedrale in Krakau - der Krönungs- und Grabstätte zahlreicher polnischer Könige und anderer bedeutender Persönlichkeiten - beigesetzt.

Stanislaw Lem (1921 - 2006)
Lem war Philosoph, Schriftsteller und einer der bedeutendsten anspruchsvollen Science-Fiction-Autoren. Sein bekanntestes Werk ist "Solaris" aus dem Jahr 1961. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen: 1973 den Großen Staatspreis für Literatur der Volksrepublik Polen, 1981 die Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Breslau, 1986 den österreichischer Staatspreis für europäische Literatur, 1987 den Literaturpreis der Alfred Jurzykowski Foundation , 1991 den österreichischer Franz-Kafka-Literaturpreis, 1996 den "Weißer-Adler-Orden ", 1997 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Krakau 1998 den Ehrendoktortitel der Universitäten Oppeln und Krakau sowie der Staatlichen Medizinischen Universität Lemberg und 2003 den Ehrendoktor der Universität Bielefeld (Dr. rer. nat. h.c.)

Simon von Lipnica (1438-1482)
Priester und Mitglied im Minderbruderorden. Er starb bei der Pflege von Pestkranken. Am 3. Juni 2007 wurde er von Papst Benedikt XVI. heilig gesprochen.

Adam Malysz (geb. 1977)
Skispringer. Seit dem Beginn der Saison 2000/01 hat er viele hervorragender Siege erzielt.

Czeslaw Milosz (1911 - 2004)
Dichter, Schriftsteller, Essayist und Übersetzer. Er erhielt 1980 den Literaturnobelpreis, 1998 den polnischen Literaturpreis Nike für sein Werk "Hündchen am Wegesrand" sowie mehrfach die Ehrendoktorwürde, darunter von der Harvard University und der Jagiellonen-Universität in Krakau.

Krzysztof Penderecki (geb. 1933)

Komponist und Dirigent. Professor an der Krakauer Musikakademie, Dozent an den Universitäten Essen und Yale.

Józef Klemens Pilsudski (1867-1935)
Marschall und Politiker. Pilsudski gilt als der Gründer des modernen Polens im Jahr 1918 nach dem Ende des ersten Weltkriegs. Seine sterblichen Überreste befinden sich in der Krypta der Wawel-Kathedrale in Krakau - der Krönungs- und Grabstätte zahlreicher polnischer Könige und anderer bedeutender Persönlichkeiten.

Roman Polanski (geb. 1935)

Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Er arbeitete in England, USA, Frankreich und Polen.

Irena Sendler
(1910-2008)
Irena Sendler, die während des Zweiten Weltkrieg 2.500 jüdischen Kindern das Leben gerettet hatte, ist am 12. Mai 2008 im Alter von 98 Jahren in Warschau gestorben. Sendler hatte sich vor dem Krieg als Sozialarbeiterin um jüdische Familien in Warschau gekümmert. Ab dem Herbst 1940 half sie den Menschen in dem von den Nazis errichteten Warschauer Ghetto, indem sie ihnen Nahrung, Kleidung und Medikamente brachte. Als polnischer Krankenschwester hatte sie Zutritt zum Ghetto. Als Mitglied einer polnischen Widerstandsgruppe schaffte sie dabei jüdische Kinder aus dem Ghetto - die sie unter ihrem Mantel oder in Koffern versteckte und dann von der Feuerwehr sowie der Müllabfuhr heraus transportiert wurden.
Sendler sorgte dafür, dass die Kinder danach in katholischen Familien, Klöstern oder Heimen untergebracht wurden. Die Namen der Kinder schrieb sie auf Papier und versteckte sie  im Hof ihres Nachbarn, um so eine spätere Rückkehr zu den Familien zu ermöglichen.
Im Oktober 1943 wurde sie jedoch von der Gestapo verhaftet. Trotz schlimmer Folter gab sie die Namen der geretteten Kinder nicht preis. Nach dem Todesurteil gegen sie wurde sie jedoch mit Hilfe eines vom Widerstand bestochenen Wehrmachtsoffiziers gerettet. Im Jahr 2007 wurde sie für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.
In dem Warschauer Ghetto waren ca. 500.000  Juden von den Nazis zusammengepfercht worden. Im Sommer 1942 wurden etwa 300.000 von ihnen ins NS-Vernichtungslager Treblinka gebracht und dort vergast.

Władysław Eugeniusz Sikorski (1881-1943) 
Sikorski war im Exil Oberbefehlshaber der polnischen Soldaten und von 1939 bis 1943 Premierminister der Polnischen Exilregierung. Er kam bei einem Flugzeugunglück am 4. Juli 1943 bei Gibraltar ums Leben. Seine sterblichen Überreste wurden später in der Wawel-Kathedrale in Krakau - der Krönungs- und Grabstätte zahlreicher polnischer Könige und anderer bedeutender Persönlichkeiten - beigesetzt.

Wislawa Szymborska (geb. 1923)
Dichterin, Literaturkritikerin und Literaturnobelpreisträgerin von 1996.

Andrzej Wajda (geb. 1926)
Regisseur. Er gehört zu den so genannten Unsterblichen, den Mitgliedern der Französischen Akademie der schönen Künste. Für sein Gesamtwerk wurde er auf dem Filmfestival in Venedig 1998 mit dem Goldenen Löwen sowie im Jahr 2000 mit dem Oscar ausgezeichnet.

Lech Walesa (geb. 1943)
Der streng katholische Walesa begann seine politische Laufbahn als Elektriker auf der Lenin-Werft in Danzig. Dort wurde er von 1980 bis 1990 der führende Kopf der oppositionellen Gewerkschaft Solidarność. Im Jahr 1983 erhielt er für sein Engagement den Friedensnobelpreis. Auf Grund seines Wirkens, übrigens mit Unterstützung des Papstes Johannes Paul II, ist der demokratische Wandel in dem Land erfolgt. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems wurde er von 1990 bis 1995 mit rund 74% der Stimmen der erste frei gewählte Staatspräsident Polens. Bei der Wahl im Jahr 1995 unterlag er knapp dem Altkommunisten Aleksander Kwaśniewski. Als er im Jahr 2000 erneut kandidierte, erhielt er dann nur noch unter 1% der Stimmen. Trotz seiner schweren politischen Niederlage wurde ihm zu Ehren im Jahr 2004 der internationale Flughafen Danzig-Dreistadt offiziell in "Flughafen Lech Wałęsa Danzig" umbenannt.

 

 






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