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Pflanzen

Die Kanarischen Inseln bieten eine unvorstellbar artenreiche Pflanzenwelt an. Aktuelle Schätzungen gehen von etwa 2.000 Pflanzenarten auf den Inseln aus, wobei über 500 davon Endemiten sind. 57% dieser mehr als 500 Endemiten kommen auf nur einer Insel vor. Wo man welche Pflanzenart auf den Kanaren findet, hängt natürlich von der Topographie und dem Wetter ab, so dass sich die Inseln in ihrem „grünen Bild“ stark voneinander unterscheiden.

Bäume
In trockenen Gebieten bestimmen Zenneichen, Seekiefern und Pinien das typische Landschaftsbild. Das Wahrzeichen Teneriffas ist der Drachenbaum, wobei im Norden der Insel der älteste Baum dieser Gattung steht. Er soll 1000 Jahre alt sein, was aber in Anbetracht des Alters von etwa 400 Jahren, welches die Bäume erreichen können, doch etwas übertrieben scheint. Drachenbäume gehören zu der Familie der Agavengewächse und können bis zu 20 m groß werden. Im Alter bekommen sie einen extrem dicken, hellbraunen bis grauen Stamm. Zwei unterschiedliche Geschichten erzählen, wie der Drachenbaum zu seinem Namen gekommen ist. Die eine besagt, dass beschädigte oder abgebrochene Triebe meistens wieder austreiben (was tatsächlich so ist), ebenso wie dem Drachen zwei Köpfe nachwachsen, wenn man einen Kopf abschlägt. Bei der anderen Geschichte erinnert die farblose, harzige Ausscheidung, die bei Verletzungen des Stammes austritt und sich an der Luft dunkelrot färbt, an "Drachenblut". 

Andere Pflanzen 
Sehr selten ist die Guanche-Rose und das Teide-Veilchen. Beide wachsen im El Teide Nationalpark. Häufige Pflanzen auf Teneriffa sind Bougainvillea, Lilien und Strelizien. In der Küsten- und Trockenzone gedeihen vor allem Wolfsmilchgewächse, zu denen die sehr stark giftige Kandelaber-Wolfsmilch gehört. Diese Pflanze kennt man auch unter der Bezeichnung Kanaren-Wolfsmilch. Sie wächst sehr langsam, erreicht eine Größe von zwei bis drei Metern und hat zahlreiche Triebe, die alle 8-15 cm dick und mit Dornen besetzt sind. Typisch für diese Region sind auch Opuntien (Feigenkakteen), das Rosettendickblatt und die kanarische Dattelpalme. Hyazinthen und Klatschmohn gedeihen auf Mallorca.

Nutzpflanzen
Die Kulturpflanzen Teneriffas sind neben Weinreben auch Bananen, Tomaten und Avocadobäume. Auch Mangos, Kiwis, Papayas und die Ananas werden verstärkt angebaut und exportiert.

Heilpflanzen
Den Safrannarben werden verdauungsfördernde, krampflösende und kreislaufanregende Eigenschaften nachgesagt. In der Volksmedizin werden sie auch bei Wunden und Entzündungen verwendet. Früher wurde Safran an Frauen bei der Geburt gegeben, auch wurden sie bei der Pest und zur Empfängnisverhütung verabreicht. Die Blüten des Klatschmohns sollen eine beruhigende und schmerzstillende Wirkung haben, daher werden sie auch bei Reizhusten, Asthma, Schlaflosigkeit und Heiserkeit verwendet.

Giftpflanzen
Der Oleander aus der Familie der Hundsgiftgewächse ist giftig. Er wächst sowohl als Baum wie auch als Strauch und erreicht eine Größe von bis zu 5 m. Er hat lederartige immergrüne Blätter und weiße oder rosafarbene Blüten. Es sind alle Pflanzenteile giftig, aber besonders die frischen Blätter. Nach Verzehr kann es zu Bauch- und Kopfschmerzen, Brechreiz, Krämpfen und Durchfall kommen. Bei schweren Vergiftungen können auch Herzrhythmusstörungen zu den Symptomen gehören. In sehr schlimmen Fällen kann es sogar zum Tod durch Atem- oder Herzlähmung kommen. Bei Berührung können Hautreizungen die Folge sein. Nur gering giftig ist der Klatschmohn aus der Familie der Mohngewächse. Der bis auf die Samen in allen Pflanzenteilen enthaltene Milchsaft soll gelegentlich Übelkeit und Magenschmerzen hervorrufen. Die bis zu 90 cm groß werdende Pflanze wächst an Weg- du Feldrändern sowie auf Äckern. Erkennbar ist der Klatschmohn an den roten Blüten, die im getrockneten Zustand oft Teemischungen beigemischt werden. Verbreitet ist er in Europa und Nordafrika. Sehr stark giftig ist die Kandelaber-Wolfsmilch der Kanarischen Inseln. Der Pflanzensaft ist ätzend und sollte er in die Augen gelangen, droht Erblindungsgefahr. Er wurde früher von den Ureinwohnern zum Betäuben der Fische verwendet.

 






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