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Essen

Allgemeine Hinweise
Die Kanarische Küche wird von vielerlei Einflüssen geprägt. Neben den kulinarischen Traditionen der Guanchen, der südamerikanischen und der afrikanischen Küche (bspw. Yamswurzel) ist es vor allem der Einfluss aus dem spanischen Raum, der sie dominiert. Wer die authentische Küche des Archipels kennen lernen möchte, sollte sich aus den Touristenhochburgen entfernen, da das Angebot dort sehr auf den Gaumen der ausländischen Besucher zugeschnitten ist.

Hauptgerichte
Im Mittelpunkt der kanarischen Küche stehen einfach zubereitete, sättigende Gerichte v.a. mit eingelegtem oder geschmortem Fleisch, gebratenem und gegrilltem Fisch (auch als Stockfisch, Bacalao, oder Klippfisch, tollo), Kartoffeln (papas) und Hülsenfrüchten.
Dabei wird gerne das guanchine Gofio verwendet, also Mehl aus gerösteten Gerstenkörnern. Typische Zutaten und Gewürze der Kanarischen Küche sind weiterhin Knoblauch (ajo), Kichererbsen (garbanzos), Süßkartoffeln (patatas), Oliven (aceitunas), Koriander (cilantro), Kreuzkümmel (comino), Chili, Safran (azafrán) und Lorbeer (laurel).
Die auch in Festland-Spanien so beliebten Tapas isst man auch auf den Kanaren. Dabei handelt es sich um kleinere Appetithäppchen, die man oft vor Hauptgerichten zu sich nimmt, aber auch einfach so bestellen kann.
Ebenso häufig sind Salate mit v.a. Paprika, Tomaten und Avocados. Zu beinahe jeder Malzeit werden Brot und Mojos (kalte Soßen) gereicht.
Eine besondere Spezialität der Kanaren sind die papas arrugadas; das sind Kartoffeln, die mit einer Kruste aus Meeressalz zubereitet und etwa 30 Minuten getrocknet werden, bis sie runzelig sind. Sie werden meist mit Mojo gereicht.
Was das Fleisch betrifft, so greift man auf den Kanaren gerne zum eingelegten Kaninchen, zum Zicklein (Cabrito), aber auch zu Schwein und Huhn.
Als besondere Delikatessen gelten die saure Paprikawurst (Chorizo) sowie die kanarische Blutwurst (Morcilla), welche mit Rosinen, Mandeln und Zimt zubereitet wird.
Käseliebhaber sollten einmal den Queso de Cabra probieren, einen traditionsreichen Ziegenkäse, dessen beste Sorten Queso Palmero (La Palma) und Queso Majorero (Fuerteventura) gesetzlich geschützt sind.

Nachtisch

Das Essen wird auf den Inseln mit einer Süßspeise beschlossen. Dafür wird man oft auf Miel de palma treffen: Dieser aus eingekochtem Palmensaft zubereitete süße Saft wird gerne als Brotaufstrich oder über Eierkuchen und Crêpes geträufelt. Probieren sollte man auch unbedingt einmal den begehrten Karamellpudding (flan) sowie Bienmesabe (Zwieback, Sirup, Mandeln und Eiweiß) und Bombón gigante, die kanarische Antwort auf die unvermeidliche Mousse au Chocolat. Wer sich auf El Hierro aufhält, kann zu den Quesadillas greifen. Das sind kleine Kuchen, die man aus Kuh-, Ziegen- oder auch Schafsmilch zubereitet. Und last but least kann man sich flambierte Bananen bestellen oder ein Turrón de Gofio, eine mit Honig, Feigen und Maismehl bereitete Speise. 

Hinweis zu den Essenszeiten
Was die Essenszeiten auf den Kanarischen Inseln anbetrifft, so folgen diese dem mediterranen Rhythmus und den mediterranen Mengenverteilungen: Zum Frühstück nimmt man gar nichts zu sich oder geht zu einer Bar, um den Tag mit etwas süßem Gebäck oder Weißbrot sowie (schwarzem) Kaffee zu beginnen. Zu den Tapas greift man zur Mittagszeit, die indes nicht vor 13 Uhr beginnt. Hauptmahlzeit auf den Inseln ist das Abendessen. Dieses wird meist gesellig und üppig genossen und beginnt selten vor 20h, eher um einiges später.

Hinweis zu Trinkgeldern
Da alle Preise im Restaurant den gesetzlich festgesetzten Serviceaufschlag enthalten, wird das Trinkgeld zur eigenen und freien Entscheidung. Dennoch darf man es gerne geben, wobei 5% der Gesamtrechnung angebracht ist.
Man lässt dann einfach das Wechselgeld auf dem Teller liegen.

 

Trinken

Weine und Liköre
Kanarische Weine werden auf Vulkanböden angebaut, was insbesondere bei der schwarzen Vulkanasche (Lapilli) im lanzarotischen Anbaugebiet La Geria sehr interessant ist. Aromatisch sind diese Weine vor allem wegen des permanent milden Klimas und des dauernden Nordostpassats. Insgesamt 33 (14 rote und 19 weiße) verschiedene zugelassene Rebarten kennen die Kanaren. Sie werden vor allem über Bodegas vertrieben, also Weinkellereien und –handlungen, in denen die hergestellten Weine direkt gekauft werden können. Der Teneriffa-Weißwein Viña Norte de Acentejo wurde im Jahre 1995 sogar zum besten Weißwein von ganz Spanien erkoren. 
Ebenfalls sehr empfehlenswert sind die süßen Likörweine der Inseln, die bis zu 22% Alkohol enthalten, der Honigrum Ron Miel sowie der Bananenlikör Crema de Banana

Bier, Säfte und Milchshakes
Bier wird auf den Kanaren auch hergestellt, wobei insbesondere die beiden Marken Tropical und Dorada anzutreffen sind. Wer seinen Durst hingegen ohne Alkohol stillen möchte, kann aus dem reichhaltigen Angebot an Milchshakes oder frisch gepressten Fruchtsäften wählen. 

Kaffeegetränke
Die Kaffeetrinker aus Europa werden auch nicht zu kurz kommen, wobei zu unterscheiden ist zwischen dem Café Alemán (Filterkaffee), dem Café con Leche (Milchkaffee), dem Café Cortado (Espresso mit Milch), dem Café Doble (doppelter Espresso) und dem Café Solo (einfacher Espresso).





Kommentare
Holger  (Dienstag, 12.01.2016)
Wenn ich das so lese, bekomme ich unbändige Lust auf Urlaub. Da man kaum noch irgendwo hinfahren kann, ohne in Gefahr von Terroranschlägen zu geraten, bieten sich die Kanaren an. Das ganze Jahr Wärme und relativ sicher. Und ehe ichs vegess: Das Essenscheint dort verlockend zu sein!!

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