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Kanarische Inseln, Kanaren: Politisches System

Allgemeine Politik der Kanaren

Die Kanarischen Inseln sind eine autonome Gemeinschaft (span. „Comunidad Autónoma“). Das heißt, sie gelten als Gebietskörperschaft, denen durch die spanische Verfassung (Artikel 2, Fassung von 1978) ein Autonomiestatus mit eigenen Gesetzgebungs- und anderen Kompetenzen gegeben worden ist. Das ist auch nichts Ungewöhnliches in Spanien, denn das ganze Land ist (bis auf ein paar kleine Inseln vor Marokko) in autonome Regionen und Städte unterteilt. Obwohl die Kanarischen Inseln gänzlich in die Europäische Union integriert sind, verfügen sie über ein eigenes Steuer- und Wirtschaftssystem, welches ansässigen Unternehmen und Firmen gewisse Vorteile bietet. Die Kanaren werden als autonome Gemeinschaft zudem von einer autonome Regierung sowie einem eigenen regionalen Parlament gelenkt, dem weit reichende Gesetzgebungskompetenzen zukommen.

Administrativ unterteilt man die Kanarischen Inseln in zwei Provinzen: Die Provinz Santa Cruz de Tenerife (mit ihrer Hauptstadt Santa Cruz) wird von den westlichen Kanarischen Inseln Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro gebildet, während die Provinz Las Palmas mit der gleichnamigen Hauptstadt aus Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote besteht. Sämtliche dieser sieben Hauptinseln werden von jeweils einem Inselrat (Cabildo Insular) regiert. Der Zusammenschluss aller Cabildos ist die Mancomunidad de Cabildos. Die Cabildos Insulares werden in Gemeinden untergliedert, zu denen jeweils ein Rathaus (Ayuntamiento) gehört.

Während der Sitz des kanarischen Parlaments die Stadt Santa Cruz ist, wechselt der des Präsidenten alle vier Jahre zwischen Teneriffa und Gran Canaria hin und her. Seit dem Jahre 2007 übt das Amt des Präsidenten der Kanarischen Inseln Paulino Rivero Baute aus. Er gehört zur regionalen Partei Coalición Canaria (CC) und hat als Vizepräsident der Koalitionspartei PP José Manuel Soria neben sich. Die gegenwärtige Sitzverteilung der Autonomen Gemeinschaft der Kanarischen Inseln sieht so aus, dass die sozialistische Partei PSOE 26 Sitze hat, die konservative Partido Popular 17 Sitze, die nationalistisch-liberale Coalición Canaria 15 Sitze und die Agrupación Herreño Independiente 2 Sitze.

Die Kanarischen Inseln sind mit 13 Sitzen im spanischen Parlament (Cortes Generales) vertreten. Von diesen 13 Sitzen – 3 für Gran Canaria, 3 für Teneriffa und jeweils 1 für jede andere Insel - werden 11 direkt und 2 indirekt von der Autonomieregierung gewählt.

Die offizielle Bezeichnung der Kanarischen Inseln lautet:

Las Islas Canarias
Die Kanarischen Inseln

 

Nationalhymne

Die Nationalhymne eines Landes ist ein meist mit einem Text unterlegtes Musikstück, welches das Staats-, Lebensgefühl bzw. Nationalgefühl eines Landes zum Ausdruck bringen soll. Sie wird meist bei besonders festlichen Anlässen gespielt, so bei Staatsbesuchen, besonderen Feiertagen oder zur Ehrung von Politikern, Wirtschaftsführern u.a. Aber auch bei der Siegerehrung anlässlich internationaler Sportereignisse, wie beispielsweise den olympischen Spielen, der Tour de France oder Welt- und Europameisterschaften, kommt die Nationalhymne des jeweiligen Siegerlandes zur Aufführung.
Die Einführung der Nationalhymnen geht in den meisten europäischen Ländern vor allem auf die Zeit des ausgehenden 18. und des beginnenden 19. Jahrhunderts zurück. Die zahlreichen unabhängig gewordenen früheren Kolonien führten in der Regel ihre Nationalhymnen, und auch ihre Nationalfahnen, nach Erlangen der Unabhängigkeit, also in der 2. Hälfte des 20. Jahrhundert ein.

Die Nationalhymne der Kanaren ist natürlich die von Spanien, zu dem das Inselreich ja auch gehört. Die spanische Hymne "La Marcha Real" (Königlicher Marsch) ist eine der wenigen Nationalhymnen ohne Text. Zudem ist sie eine der ältesten in Europa; ihr Ursprung ist unbekannt. 1770 erklärte König Carlos III. von Spanien den "Marcha Granadera" zum offiziellen "Ehrenmarsch". Vom spanischen Volk als La Marcha Real betitelt, wurde die Hymne stets gespielt, wenn Mitglieder der Königsfamilie öffentlich auftraten. Während der Zweiten Republik (1931-1939) wurde dieses Lied durch die "Himno de Riego" ersetzt. Franco führte während seiner Diktatur (1939-1975) "La Marcha Real" wieder ein.

 

Nationalflagge der Kanarischen Inseln


Die Nationalfahne (Landesfahne) eines Landes symbolisiert u.a. bestimmte historische Entwicklungen oder besondere Eigenschaften dieses Landes. Sie dient z.B. bei Schiffen der Kennzeichnung des Herkunftslands oder bei Soldaten ihrer Zugehörigkeit zu einem bestimmten Land. Fahnen, Feldzeichen, Flaggen oder Wappen besaßen seit Alters her oft einen hohen Symbolwert, so wurden und werden beispielsweise Soldaten zur Fahne gerufen, ein Fähnrich trug früher in der Schlacht zur Orientierung der Soldaten der Einheit eine Fahne bzw. ein Feldzeichen. Heutzutage besitzt jedes Land eine eigene Nationalfahne, die oft durch zahlreiche weitere Fahnen im Inneren ergänzt werden. So besitzt jedes Bundesland in der Bundesrepublik Deutschland eine eigene Landesfahne. In der Schweiz und in Österreich wird ähnlich verfahren, wobei die Schweiz nicht in Bundesländer, sondern in Kantone gegliedert ist.

 






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