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Freistaat Sachsen

Allgemeines, tabellarische Übersicht

Sitz der Regierung ist die Sächsische Staatskanzlei, Dresden © goruma (T.Asthalter)

Der zu den fünf neuen Bundesländern gehörende Freistaat Sachsen breitet sich im östlichen Teil von Mitteldeutschland aus und gehört neben Bayern und Thüringen zu den drei deutschen Freistaaten. Sachsen führt diese Bezeichnung mit Verweis auf die demokratischen Traditionen des Landes, das schon lange nicht mehr von einem Monarchen, sondern vielmehr von seinen freien Bürgern regiert wird. 
Sachsen, das östlichste Bundesland Deutschlands, war als Land im Zuge der deutschen Wiedervereinigung 1990 neu gegründet worden. Seine Geschichte und Tradition sowie seine verträumten Landschaften und pulsierenden Städte wie v.a. Dresden und Leipzig machen den Freistaat neben Mecklenburg Vorpommern zu einem der beliebtesten touristischen Ziele in der Bundesrepublik. Das Land ist weder von den Menschen noch von der Landschaft her homogen, sondern äußerst vielfältig. Beherrscht wird es bestimmt von der Atem beraubenden Sächsischen Schweiz, dem mystisch-symphatischen Erzgebirge, dem Zittauer Gebirge, der Leipziger Tieflandsbucht sowie vom Vogtland und der Oberlausitz. Der Freistaat, die einstige Wiege der Reformation, kann zudem auf eine lange Geschichte des Brauchtums und der Kultur zurückschauen. Herrliche Schlösser schwelgen noch in monarchischen Zeiten, als Sachsen noch Kurfürstentum war. In Meißen ist das 1708 erfundene Porzellan noch immer lebendig, und v.a. an der Silberstraße zwischen Dresden und Zwickau erkennt man die immer noch andauernde Lebendigkeit der sächsischen Bergbautradition, die sich in ihren fein gearbeiteteten regionalen Produkten versinnbildlicht. Aufgrund derart historischer wie kultureller Sehenswürdigkeiten hat Sachsen zurecht im Jahre 2007 die Liste der inländischen Kultururlaubsziele angeführt und sogar solch touristische Giganten wie Bayern und Nordrhein-Westfalen in ihre Schranken gewiesen. Es lohnt sich also, Sachsens Vielfalt zu entdecken.

Exakter Name Freistaat Sachsen
Angrenzende Bundesländer
bzw. Staaten
Bayern, Brandenburg, Sachsen Anhalt und Thüringen
Polen und Tschechien
Bundesland seit Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1989
Erster Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) von 1990 bis 2002
Landesflagge  Sachsen_Landesflagge
Landeswappen  Sachsen_Landeswappen
Landeshymne

Das Sachsenlied (inoffizielle Hymne):
"Gott sei mit dir mein Sachsenland"

Sitzverteilung im Landtag
(Wahl vom 31. August 2014)

Wahlbeteiligung: 49,2%
CDU 59 (39,4%)
Die Linke 27 (18,9%)
SPD 18 (12,4%)
AfD 14 (9,7%)
Bündnis90/Die Grünen 8 (5,7%)

Ministerpräsident

Stanislaw Tillich (CDU) - gewählt am 29. Sept. 2009
mit 74 Stimmen wiedergewählt am 12. Nov. 2014

Regierungs-Koalition CDU, SPD
Opposition

Die Linke
AfD
Bündnis90/Die Grünen

Anzahl der Stimmen im Bundesrat 6
Einwohnerzahl 4,2 Mio.
Ethnien v.a. Deutsche und Sorben
Religionen Protestanten (21,2%)
Katholiken (3,6%)
andere und ohne Religion (75,2%)
Sprachen v.a. Deutsch (mit ostmitteldeutschen Dialekten)
Landes-Hauptstadt Dresden mit ca. 513.000 Einwohnern
Fläche 18.416 km²
Berge mit einer Höhe
 über 1.000 m

Fichtelberg (1.215 m)
Eisenberg (1.028 m)
Auersberg (1.019 m)
Einsberg (1.003 m)

Flüsse u.a. Elbe, Weiße Elster, Oder, Mulde und Weißeritz
 Größere Seen

Bärwalder See (ca. 13 km²)
Partwitzer See bzw. Skadoer See (ca 11 km²) 
Speicherbecken Lohsa II (ca. 958 ha) 
Zwenkauer See (ca. 914 ha)

Kfz.-Kennzeichen von Dresden DD
Webseite des Landes www.sachsen.de

 

Geografie

Felsenformation im Zittauer Gebirge © goruma (V.Koppenwallner)

Der insgesamt 18.415,51 km² große Freistaat Sachsen, in dem gegenwärtig etwa 4.205.000 Menschen leben (Stand 06/2008), wird von den deutschen Bundesländern Brandenburg (Norden), Sachsen-Anhalt (Nordwesten), Thüringen (Westen) und Bayern (Südwesten) eingerahmt, grenzt indes südlich auch an Tschechien und im Osten an Polen. Das geographisch östlichste deutsche Bundesland gliedert sich in Mittelgebirge, Hügel- und Flachland. Das Flachland wird insbesondere von der Leipziger Tieflandsbucht südlich von Leipzig und der nördlichen Oberlausitz bestimmt, während sich das Hügelland weiter im Süden des Landes ansiedelt. Die sächsischen Mittelgebirge schließlich bestehen aus dem Vogtland im Südwesten Sachsens sowie dem Erzgebirge im Osten (oft in West-, Mittel- und Osterzgebirge untergliedert), dessen höchste Erhebung der 1.215 Meter hohe Fichtelberg ist. Ein weiteres Mittelgebirge ist das Elbsandsteingebirge, welches durch die Elbe innerhalb des Erzgebirges geschaffen wird. Die so genannte Lausitzer Verwerfung am nordöstlichen Rand des Elbtals bildet die Grenze zum Lausitzer Bergland, das im Südosten Sachsens in das bis nach Tschechien reichende Lausitzer Gebirge überwechselt.
Größter und wichtigster sowie als einziger schiffbarer „sächsischer“ Fluss ist die Elbe, welche das Land von Südosten nach Nordwesten durchquert. Sie wird u.a. von solchen Quellflüssen wie der Mulde, der Weißeritz, der Zschopau, der Weißen Elster und der Spree gespeist. Die Lausitzer Neiße begrenzt den Freistaat Sachsen im Osten, bevor sie in die Oder einmündet.

Interessante Ausflugsziele

Auensee
Der etwa 12 Hektar große Auensee im Leipziger Stadtteil Wahren liegt eingebettet in einem Auwald, der sich um Sachsens größte Stadt herumzieht. Im Jahre 1914 entstand am Auensee der Luna-Park, ein großer Vergnügungspark, der indes 1931 zwangsversteigert werden musste und heute nur noch in seinem ehemaligen Hauptrestaurant lebendig geblieben ist. Das heute als Haus Auensee bezeichnete Restaurant dient nun Konzertaufführungen. Eine Parkeisenbahn führt um den heutigen Auensee herum, und am See kann man sich Boote und Fahrräder ausleihen.

Bad Schandau
Der bekannte sächsische Kur- und Erholungsort an der Elbe besticht u.a. durch die vielen Gründerzeithotels, die wundervolle St.-Johanniskirche aus dem 17. Jahrhundert, den prächtigen Marktplatz sowie die beiden Elbbrücken. Natürlich sind auch die Kureinrichtungen sowie der riesige Botanische Garten am Eingang des Kirnitzschtals sehr berühmt. Abgerundet wird das vielseitige Angebot Bad Schandaus durch den historische Personenaufzug nach Ostrau, bei dem es sich um eine 50 Meter hohe Eisenkonstruktion handelt, welche zum höher gelegenen Ortsteil Ostrau hinaufführt.

Sächsische Schweiz, Bastei © goruma (T.Asthalter)

Sächsische Schweiz, Bastei © goruma (T.Asthalter)

Elbsandsteingebirge, Sächsische Schweiz und Bielatal
Dieses v.a. aus Sandstein bestehende Mittelgebirge breitet sich auf 700 km² am Oberlauf der Elbe in Deutschland und Tschechien aus. Der höchste Berg des Gebirges ist der Hohe Schneeberg mit insgesamt 723 Metern. Das Charakteristische am Elbsandsteingebirge, dessen deutscher Teil die Sächsische Schweiz ist, sind die vielen Formen, welche die enorm zerklüftete Felsenlandschaft annehmen kann. Ständig wechseln sich Schluchten mit Tälern, Ebenen mit Felsrevieren und Tafelberge mit größeren Waldgebieten ab. Touristisch sehr interessant ist die Nationalparkregion Sächsische Schweiz, die sich aus dem Nationalpark Sächsische Schweiz und einem Landschaftsschutzgebiet zusammensetzt. Ebenfalls sehr beliebt bei Touristen ist das Klettergebiet Bielatal, in dem man etwa 240 Gipfel und mehr als 3.400 Kletterwege vorfindet, die alle Schwierigkeitsgrade abdecken.

Frauenstein
Dieser kleine Erholungsort im Süden Mittelsachsens besticht u.a. durch die malerische Burgruine sowie das Gottfried-Silbermann-Museum. Zudem liegt Frauenstein nicht nur etwa 50 km südwestlich von Dresden, sondern auch mitten im osterzgebirgischen Teil des Naturparks Erzgebirge (Vogtland).


Leipziger Neuseenland © goruma (T.Asthalter)

Leipziger Neuseenland
Diese zum Sächsischen Seenland gehörende Landschaft bei Leipzig entstand im Zusammenhang mit der Renaturierung der einstigen Anlagen der Braunkohlegewinnung. So sind aus vielen Tagebaurestlöchern Gewässer hervorgegangen, die in der nächsten Zeit zum Teil durch Kanäle miteinander verbunden werden. Die insgesamt 18 Seen sollen bei „Fertigstellung“ zusammen ungefähr 70 km² Wasserfläche ausfüllen und auch touristisch genutzt werden.

Naturpark Erzgebirge/Vogtland
Dieser mit einer Landausdehnung von 120 km größte Naturpark Deutschlands breitet sich innerhalb von Erzgebirge und Vogtland aus. Er umfasst auf einer Fläche von 1.495 km² 228 Flächennaturdenkmale, 15 Landschaftsschutzgebiete, 41 Naturschutzgebiete und drei Vogelschutzgebiete. Der Naturpark erstreckt sich auf einer Höhe von 500 Metern und schließt alle bedeutenden Wälder, Schutzgebiete, sowie Naturdenkmale mit ein, welche sich nahe des Elstergebirges und des Erzgebirgskamms befinden. Das Gebiet kann mit Hilfe der etwa 5.000 km langen (und ausgeschilderten) Wanderwege erschlossen werden.

Oberwiesenthal
Der Kurort Oberwiesenthal breitet sich am Fuße des Fichtelbergs aus und ist mit einer Höhe von 914 Metern Deutschlands am höchsten gelegene Stadt. Der beliebte Wintersportort gehört zum Erzgebirge und bietet neben der älteste Seilschwebebahn Deutschlands viele Museen und wundervolle Bauwerke an.

Silberstraße
140 km ist sie lang, die Silberstraße, die längste Ferienstraße im Freistaat Sachsen. Sie verbindet die Sehenswürdigkeiten und touristischen Sammelpunkte, welche die alte Tradition des Bergbaus und des Hüttenwesen symbolisieren. Gesäumt wird sie zudem von vielen spätgotischen Hallenkirchen, Renaissance-Bauwerken und Dorfkirchen. Außerdem zeugen viele architektonische Kunstwerke, Bilder, Malereien und Zeugnisse des Orgelbaus vom einstigen Reichtum der Bergbauregion. Für alle Besucher, die das erste Mal im Erzgebirge weilen, bietet die Silberstraße den perfekten Einstieg.

Dresden, Dresdner Residenzschloss und Hofkirche © goruma (T.Asthalter)

Städte Sachsens
Der Freistaat Sachsen bietet eine ganze Reihe an sehenswerten Städten an, von denen diese kleine Auswahl hier bei Weitem nicht alle erfassen kann. Die hier erwähnten Städte sind übrigens bei goruma sehr genau vorgestellt worden - einfach auf den Namen der jeweiligen Stadt klicken.
Neben Dresden, der prächtigen Landeshauptstadt, und Leipzig, der ältesten Messestadt der Erde, sei u.a. auch auf Bautzen hingewiesen, das sich in den letzten Jahrzehnten von einer tristen DDR-Stadt zu einer wunderschön sanierten Perle des Freistaates gewandelt hat. Auch Chemnitz, das ehemalige Karl-Marx-Stadt und die heute drittgröße Stadt Sachsens, lockt mit zahlreichen wundervollen historischen Bauwerken und mit Europas größtem Gründerzeit- und Jugendstilviertel. Görlitz, die östlichste Stadt von Sachsen, ist auch mehr als empfehlenswert, schon allein deshalb, weil es dort eine der am besten erhaltenen Altstädte von ganz Mitteleuropa zu besuchen gibt.

 

Meißen: Albrechtsburg und Dom © goruma (V.Koppenwallner)

Und vergessen werden darf auch nicht die Porzellan-Stadt Meißen, die man so gerne als “Wiege Sachsens” bezeichnet. Mit ihrer langen Geschichte und solch architektonisch imposanten Baudenkmälern wie dem Dom St. Johannis und St. Donatus begeistert die Stadt jeden Besucher. Weitere unbedingt sehenswerte Städte im Freistaat sind Zittau, die früher so reiche Tuchmacher- und Bierbrauerstadt, sowie das liebenswerte Annaberg-Buchholz, das sich an die Hänge des Pöhl- und des Schreckenberg schmiegt und sich inmitten der pittoresquen Naturlandschaft des Oberen Erzgebirges ausbreitet.

Zittauer Gebirge
Hierbei handelt es sich um den deutschen Teil des Lausitzer Gebirges, für den die Sandsteinfelsgebiete zwischen Oybin und Jonsdorf so typisch sind. Das touristisch sehr gut erschlossene Gebirge bietet unzählige Wander-, Kletter- und Wintersportmöglichkeiten an, ist aber auch bei Mountainbikern sehr beliebt. Nach der Sächsischen Schweiz ist das Zittauer Gebirge Sachsens wichtigstes und am meisten besuchtes Klettergebiet.

 

Flüsse

Dresden: Elbe © goruma (T.Asthalter)

Sachsens wichtigster, größter und als einziger schiffbarer Fluss ist die insgesamt 1.165 km lange Elbe. Sie durchläuft den Freistaat von Südosten nach Nordwesten und passiert dabei so bekannte Städte wie Pirna, Dresden, Meißen, Riesa und Torgau. Neben Sachsen durchfließt bzw. streift die Elbe, welche übrigens im Riesengebirge entspringt, Tschechien, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein. Bei Cuxhaven mündet sie schließlich in die Nordsee. Die Elbe hat in Sachsen viele wichtige Quellflüsse. Zu diesen zählen die 124 km lange Mulde, die Weiße Elster (257 km), die Zschopau (128 km), die Weißeritz (12 km; mit Wilder Weißeritz 61 km) sowie natürlich die ca. 400 km lange Spree. Die 254 km lange Lausitzer Neiße begrenzt Sachsen im Osten und mündet in die Oder (866 km). Dabei kommt sie durch viele sächsische Städte hindurch wie etwa Zittau oder Görlitz.


Seen

Der größte See des Freistaates Sachsen ist der 13 km² große Bärwalder See, der auch als Speicher Bärwalde bezeichnet wird. Der auch drittgrößte See des Lausitzer Seenlands breitet sich in der oberlausitzischen Gemeinde Boxberg aus und wurde nach dem nahe gelegenen Ort Bärwalde benannt. Gespeist wird der Bärwalder See durch die Spree. Sachsen hat auch Anteil am 13,3 km² großen Bittefelder See. Doch liegt dieser fast vollständig auf dem Gebiet Sachsen-Anhalts, so dass er nicht Sachsens größten See darstellen kann. Weitere größere Seen Sachsens sind der 11,2 km² große Partwitzer See, das 958 Hektar messende Speicherbecken Lohsa II, der 914 Hektar große Zwenkauer See südlich von Leipzig sowie der 840 Hektar große Groitzscher See (auch Luckaer See).


Berge und Erhebungen

Erzgebirge © goruma (T.Asthalter)

Erzgebirge
Das wohl bekannteste Mittelgebirge Sachsens bildet auch die natürliche Grenze zwischen dem Freistaat und Böhmen. Das 150 km lange und durchschnittlich 40 km breite Erzgebirge, in dem etwa dreißig Berge existieren, die höher als 1.000 Meter sind, bringt auch die höchste Erhebung Sachsens hervor. Während der höchste Berg des Gesamt-Gebirges der 1.244 Meter hohe Keilberg ist, markiert der 1.215 Meter hohe Fichtelberg die höchste Erhebung auf sächsischem Territorium.

Elbsandsteingebirge
Dieses v.a. aus Sandstein bestehende Mittelgebirge breitet sich auf 700 km² am Oberlauf der Elbe in Deutschland und Tschechien aus. Der höchste Berg des Gebirges ist der Hohe Schneeberg mit insgesamt 723 Metern. Das Charakteristische am Elbsandsteingebirge, das sich in die Sächsische Schweiz in Deutschland und die Böhmische Schweiz in Tschechien unterteilt, sind die vielen Formen, welche die enorm zerklüftete Felsenlandschaft annehmen kann.

Elstergebirge
Das nach der Weißen Elster benannte kleinere Gebirge im sächsischen und böhmischen Vogtland grenzt an Erz- und Fichtelgebirge. Im 805 Meter hohen Hohen Brand findet es seine höchste Erhebung.

Lausitzer Bergland
Beim Lausitzer Bergland handelt es sich um eine hügelige Mittelgebirgslandschaft. Sie breitet sich in der sächsischen Oberlausitz aus und hat als höchste Erhebung den 589 Meter hohen Valtenberg.

Zittauer Gebirge
Das Zittauer Gebirge ist der deutsche Teil des nordböhmischen Lausitzer Berglandes, das Höhen bis zu 793 Metern erreicht. Es stellt seit dem Jahre 2007 einen Naturpark dar.

 

Politik, Gliederung des Freistaates Sachsen

Verwaltungsgliederung
Sachsen wird in die drei Direktionsbezirke Chemnitz, Dresden und Leipzig unterteilt, wobei diese Direktionsbezirke insgesamt zehn Landkreise sowie drei kreisfreie Städte enthalten.
Die sächsischen Landkreise sind:
Bautzen (Kfz: BZ)
Erzgebirgskreis (Kfz: ERZ)
Görlitz (Kfz: GR)
Leipzig (Kfz: L)
Meißen (Kfz: MEI)
Mittelsachsen (Kfz: FG)
Nordsachsen (Kfz: TDO)
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Kfz: PIR)
Vogtlandkreis (Kfz: V)
Zwickau (Kfz: Z)

Die drei kreisfreien Städte sind
Chemnitz (Kfz: C)
Dresden (Kfz: DD)
Leipzig (Kfz: L)

Hinweis
Vor der Verwaltungsreform der Landesbehörden zum 1. August 2008 setzte sich der Freistaat noch aus 22 Landkreisen und sieben kreisfreien Städten zusammen.

Görlitz: Festungsanlage „Kaisertrutz“ © goruma (V. Koppenwallner)

Städte und Gemeinden
Der Freistaat Sachsen setzt sich aus 496 politisch selbständigen Städten und Gemeinden zusammen. 178 davon sind Städte, kreisfreie Städte oder Große Kreisstädte, und 318 sind nichtstädtische Gemeinden. Zum Teil haben sich die kreisangehörigen Gemeinden zu Verwaltungsgemeinschaften zusammengeschlossen. Gegenwärtig sind 239 Gemeinden in 96 Verwaltungsgemeinschaften und 34 Gemeinden in 10 Verwaltungsverbänden zusammengefasst.
Zu den größten und/oder bedeutendsten Städten des Freistaates Sachsen gehören - nach ihrer Größe geordnet:

Leipzig, kreisfrei, mit ca. 511.700. Einwohnern (Kfz: L
Dresden, Landeshauptstadt, kreisfrei, mit ca. 508.400 Einwohnern (Kfz: DD
Chemnitz, kreisfrei, mit ca. 244.300 Einwohnern (Kfz: C
Zwickau, Kreis Zwickau, mit ca. 95.300 Einwohnern (Kfz: Z)
Plauen, Vogtlandkreis, mit ca. 67.300 Einwohnern (Kfz: V)
Görlitz, Kreis Görlitz, mit ca. 56.600 Einwohnern (Kfz: GR
Freiberg, Mittelsachsen, mit ca. 42.100 Einwohnern (Kfz: FG)
Bautzen, Kreis Bautzen, mit ca. 41.350 Einwohnern (Kfz: BZ)
Hoyerswerda, Kreis Bautzen, mit ca 40.000 Einwohnern (Kfz: BZ
Pirna, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, mit ca. 39.300 Einwohnern (Kfz: PIR)
Freital, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, mit ca 39.140 Einwohnern (Kfz: PIR
Riesa, Kreis Meißen, mit ca 35.100 Einwohnern (Kfz: MEI
Radebeul, Kreis Meißen, mit ca. 33.300 Einwohnern (Kfz: MEI)
Zittau, Kreis Görlitz, mit ca 29.100 Einwohnern (Kfz: GR
Meißen, Kreis Meißen, mit ca. 27.850 Einwohnern (Kfz: MEI)
Delitzsch, Nordsachsen, mit ca. 27.100 Einwohnern (Kfz: TDO
Limbach-Oberfrohna, Kreis Zwickau, mit ca. 26.100 Einwohnern (Kfz: Z
Glauchau, Kreis Zwickau, mit ca. 25.150 Einwohnern (Kfz: Z
Markkleeberg, Kreis Leipzig, mit ca. 24.000 Einwohnern (Kfz: L)
Werdau, Kreis Zwickau, mit ca 23.360 Einwohnern (Kfz: Z
Annaberg-Buchholz, Erzgebirgskreis, mit ca. 22.500 Einwohnern (Kfz: ERZ)

Landeshymne

Die Sachsenhymne entstand im Jahre 1890. Ihr Text stammt von Maximilian Hallbauer und die Melodie von Julius Otto. Indes muss erwähnt werden, dass Sachsen derzeit keine eigene Hymne besitzt. Außerdem verfügte das Land nach Historikermeinung nie über eine offizielle Staatshymne. Lediglich bezeichnet man verschiedene Lieder, die Sachsen und die Bewohner thematisieren, als Sachsenlied oder Sachsenhymne. Neben der bekannten (und unten wiedergegebenen) Sachsenhymne sind das auch Lieder wie Jürgen Harts "Sing, mei Sachse, sing".

Sachsenhymne

Gott sei mit dir mein Sachsenland,
blüh' frei und fröhlich fort!
"Ein frommes Herz und fleiß'ge Hand!"
das sei mein Losungswort!
Hell leuchte deiner Tugend Glanz,
du edle Perl' im deutschen Kranz.
Glück auf, Glück auf,
Glück auf, Glück auf,
Glück auf, Glück auf, mein Sachsenland!
Wohl bist an Schätzen reich du nicht,
bist klein und eng umgrenzt.
Doch deine Kraft, die ist das Licht
das Hütt' und Thron umglänzt.
Laut töne deiner Weisheit Ruhm
du Säul' im deutschen Heiligtum.
Glück auf, Glück auf,
Glück auf, Glück auf,
Glück auf, Glück auf, mein Sachsenland!
In Sturm und Not auch lock're nicht,
das alte heil'ge Band
das deutscher Sinn für Recht und Pflicht
um Volk und Herrscher wand.
Gesund sei Stamm und Krone dein
du starker Baum im deutschen Hain.
Glück auf, Glück auf,
Glück auf, Glück auf,
Glück auf, Glück auf, mein Sachsenland! 

Geschichte von Sachsen

Typische Sorbische Tracht © (Dr.Ramm)

Vor 1945
Das Gebiet des heutigen Bundeslandes Sachsen ist bereits seit etwa 5.500 v. Chr besiedelt gewesen, wobei es später zum Einflussgebiet des Stammes der Hermunduren und anderer elbgermanischer Kleinstämme gehörte. Später kamen die Langobarden und v.a. die Thüringer, zu deren Herrschaftsgebiet zumindest Nordwestsachsen gehörte und die am Anfang des 5. Jahrhunderts in Abhängigkeit von den Hunnen (unter Attila) gerieten.
Nach dem Zerfall des Hunnenreiches bildete sich ein unabhängiges Thüringerreich, dessen Ostgrenze durch das heutige Sachsen führte. Im 6. Jahrhundert fielen die südlichen Gebiete des Thüringerreiches unter fränkische Herrschaft und die nördlichen unter die der Sachsen. Die Region östlich der Saale wurde zum Ende des 6. Jahrhunderts von den westslawischen Sorben besiedelt, während die Gebiete an der Elbe und in der Lommatzscher Pflege an die slawischen Daleminziern fielen.

Meißen: König Heinrich I. © goruma (V.Koppenwallner)

Letztere besiegte im 10. Jahrhundert König Heinrich I., der mit der von ihm errichteten Burg Meißen die Wiege Sachsens legte. Nachdem bis 1089 verschiedene Adelsgeschlechter in der Mark Meißen geherrscht hatten, wurden sie von den Wettinern abgelöst. Nach der Entmachtung von Herzog Heinrich der Löwe im Jahre 1180 wurde dessen Herzogtum Sachsen geteilt, wobei ein Gebiet an die Askanier ging. Das inzwischen zum Kurfürstentum avancierte Sachsen fiel 1423 an die thüringischen Wettiner und wurde wegen seiner großen Bedeutung bald Name für deren gesamtes Reich. Waren diese Länder nun auch alle unter einer Herrschaft vereint, so dauerte es noch mindestens bis zum 17. Jahrhundert, bis das Gebiet zusammengewachsen war. Bis dahin aber erlebte Sachsen mehrere Landesteilungen. Das Territorium zeichnete sich in der Frühen Neuzeit als wichtige Bastion der Reformation aus. Nicht nur, dass der sächsische Kurfürst Friedrich der Weise Martin Luther auf der Wartburg versteckt hielt, so stand auch der zur Verteidigung der Reformation gegründete Schmalkaldische Bund unter Führung Kursachsens (und Hessens).
Auch im Dreißigjährigen Krieg kam Sachsen eine wichtige politische Bedeutung zu, und nach dem Krieg blieb Sachsen außenpolitisch bis zum Ende des 17. Jahrhunderts an der Seite der österreichischen Habsburger.

Leipzig: Völkerschlachtdenkmal © goruma (T.Asthalter)

1806 nahm Sachsen an preußischer Seite am Krieg gegen Napoléon teil. Nach der Niederlage gegen den französischen Kaiser schlug sich Sachsen auf die Seite Napoléons. Obwohl es sich später wiederum gegen Napoléon stellte, betrieb Preußen auf dem Wiener Kongress die Auflösung Sachsens, scheiterte aber damit und erhielt „nur“ 1/5 des sächsischen Territoriums.

Nachdem Sachsen 1831 konstitutionelle Monarchie geworden war und einen erstaunlichen industriellen Aufschwung erleben konnte, stellte sich das Land 1866 im österreichisch-preußischen Krieg auf Wiener Seite und wurde nach der Niederlage Mitglied des Norddeutschen Bundes unter preußischer Führung. Sachsen nahm 1870/17 auch am Deutsch-Französischen Krieg teil und ging 1871 als Land im Deutschen Kaiserreich auf.

Mit dem Jahre 1918 endete in Sachsen die Monarchie, und 1919 wurde das Vorläufige Grundgesetz für den Freistaat Sachsen erlassen. Bis 1933 erlebte Sachsen einen rapiden wirtschaftlichen Niedergang und heftig geführte politische Auseinandersetzungen v.a. zwischen rechten und linken Kräften. Mit dem Jahre 1933 kam die nationalsozialistische Herrschaft und mit dem Jahre 1939 der Zweite Weltkrieg, in dessen Verlauf Dresden im Jahre 1945 Opfer eines der schwersten Bombenangriffe des gesamten Krieges wurde. Nachdem Sachsen sowohl von der Roten Armee als auch US-amerikanischen Truppen besetzt worden war, ging fast das gesamte Land am 3. Juli desselben Jahres an die Sowjetische Besatzungszone.

Nach 1945

Chemnitz (von 1953 bis 1990 Karl-Marx-Stadt) © goruma (M.Barton)

Sachsen wurde im Jahre 1945 zu einem Land innerhalb der Sowjetischen Besatzungszone. Es setzte sich zu dieser Zeit aus dem früheren Freistaat sowie den Gebieten der preußischen Provinz Niederschlesien (westlich der Oder-Neiße-Grenze) zusammen, während die sächsischen Gebiete östlich der Neiße an Polen verloren gingen. In den Folgejahren nach 1945 ging der Besitz der größeren deutschen Unternehmen sowie der aktivsten Nationalsozialisten an die Landesverwaltungen der sowjetischen Besatzungszone über. Mehr als 1.000 Betriebe wurden enteignet, während einige größere Unternehmen in der Hand der Sowjets verblieben. Die bedeutendsten Kulturgüter gingen in die staatliche Verwaltung über.
Nach der bemerkenswert frühen Vereinigung von KPD und SPD zur SED im Jahre 1946 fand am 20. Oktober jenes Jahres die erste Landtagswahl Sachsens statt, in deren Folge Rudolf Friedrichs zum ersten sächsischen Ministerpräsidenten gewählt werden konnte. Indes existierte Sachsen seit 1952 faktisch nicht mehr, nachdem es in die drei Bezirke Dresden, Leipzig und Chemnitz (von 1953 bis 1990 Karl-Marx-Stadt) geteilt worden war.
Am 3. Oktober 1990 entstand nach der Zusammenlegung der DDR-Bezirke Dresden, Chemnitz und Leipzig sowie der Kreise Hoyerswerda und Weißwasser das neue Bundesland Sachsen, das die Bezeichnung „Freistaat“ annahm. Indes muss angefügt werden, dass der Begriff „Freistaat“ seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland keine maßgebliche rechtliche Bedeutung mehr hat, denn alle Länder besitzen die gleiche verfassungsrechtliche Stellung und auch die Freistaaten verfügen über keine föderalen Sonderstellungen.
Nach einem Bürgerentscheid des Jahres 1992 kamen einige thüringische Gebiete ebenfalls an Sachsen. Dazu gehörten Gemeinden der Landkreise Greiz, Schleiz und Zeulenroda. Sachsen war danach größer als das Königreich des Jahres 1918.

Im Folgenden die Liste der Ministerpräsidenten Sachsens zwischen 1945 und 2009. Dabei ist indes zu berücksichtigen, dass das Land de facto zwischen 1952 und 1990 nicht existiert hat.

Rudolf Friedrichs von der SPD/SED (1945-1947)
Max Seydewitz von der SED (1947-1952)
Kurt Biedenkopf von der CDU (1990-2002)
Georg Milbradt von der CDU (2002-2008)
Stanislaw Tillich von der CDU (seit 28. Mai 2008 - amtierend)

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Sachsen finden Sie hier bei goruma unter Sachsen.






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