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Albanien: Geschichte

Vor dem Jahr 1000

Ab 1100 bis ca. 450 v. Chr. gab es die ersten befestigten Siedlungen der Illyrer, einem der ältesten Völker Europas. Der letzte illyrische König wurde von den Römern besiegt.

167/165 v. Chr. wurde Albanien von den Römern besetzt und dem römischen Reich hinzugefügt. 390 wurde Albanien dem byzantinischen Reich zugesprochen. Ab 500 n. Chr. fielen slawische Volksgruppen in das Land ein.

Vom Jahr 1000 bis zum 17. Jahrhundert

Um 1000 erschien zum ersten Mal der Name Albaner für kleine Bergfürstentümer, die teils unter venezianischer teils unter byzantinischer Herrschaft standen.

1081 - 1185 fielen die Normannen in das Gebiet ein.

Von 1000 - 1500 hatten sich das erste bulgarische Reich, das Serbenreich und das Königreich Neapel um das Gebiet gestritten.

Der heutige Nationalheld Fürst Gjergj Kastrioti vereinigte 1444 die Albaner zum ersten Mal und wehrte mit ihnen die eindringenden Osmanen ab. Zehn Jahre nach seinem Tod (1458), also im Jahr 1478 eroberten die Osmanen endgültig das Land. Viele Albaner flohen nach Italien, die anderen traten zum Islam über. 1614 wurde Tirana gegründet.

18. und 19. Jahrhundert

1878 kamen die ersten Autonomiebestrebungen gegen die Osmanen auf, welche von der Liga von Prizren (im heutigen Kosovo) auf dem Berliner Kongress vertreten wurden.

20. Jahrhundert bis heute

Die Autonomiebewegungen führten 1910 zu einer Rebellion gegen die Türken.

1912 erklärten Serben, Montenegriner und Griechen den Türken den Krieg und marschierten in das albanische Territorium ein. Der erste Balkankrieg brach aus. Am 28.11.1912 rief Ismael Kemal in Valona die Unabhängigkeit Albaniens aus. Aber die volle Unabhängigkeit erlangte Albanien erst 1920. Im Jahr1913 einigten sich die europäischen Großmächte England, Deutschland, Russland, Österreich-Ungarn, Frankreich und Italien darauf, ein unabhängiges Fürstentum zu schaffen.

Der deutsche Prinz Wilhelm zu Wied wurde zum Herrscher von Albanien ernannt. Er verließ das Land aber schon ein halbes Jahr später wieder.

1920 erlangte Albanien seine volle Unabhängigkeit und wurde in den Völkerbund aufgenommen.

1922 wurde Zogu Premierminister, und Albanien wurde mit italienischer Hilfe modernisiert. 1924 musste Zogu wegen einer Revolte nach Jugoslawien fliehen. Die neue Regierung unter Noli versuchte, eine westlich orientierte Demokratie einzurichten, scheiterte jedoch u. a. aus finanziellen Gründen. 1925 eroberte Zogu Jugoslawien mit bewaffneter Unterstützung zurück und rief 1928 eine Monarchie aus. Diese hatte engen Kontakt zum faschistischen Italien unter Mussolini, welches einen starken Einfluss auf Albanien ausübte.

1939 besetzte Italien Albanien.

Vom 08.09.1943 - 29.11.1944 war Albanien unter deutscher Besatzung.

11.01.1946 wurde die Monarchie durch Enver Hoxha, den Führer der kommunistischen Partei abgeschafft, welcher die Volksrepublik Albanien ausrief. Dieser bildete mit Unterstützung von Tito eine Volksfrontregierung.

1946 wurde die neue Verfassung in Kraft gesetzt.
1948 distanzierte sich Albanien von den jugoslawischen Kommunisten und näherte sich Stalin an.
Am 14.04.1955 wurde Albanien Mitglied des Warschauer Pakts.
1955 wurde Albanien auch in die UNO aufgenommen. Schon 1968 trat das Land wieder aus dem Warschauer Pakt aus, um seinem Protest gegen den Einmarsch russischer Truppen in die Tschechoslowakei Ausdruck zu verleihen.

1978 brach Albanien auch mit dem kommunistischen China. Am 11.04.1985 starb Hoxha, und Ramiz Alia übernahm die Führung der Kommunistischen Partei. Unter ihm begann die erste noch vorsichtige Öffnung des Landes. Unter Ramiz Alia wurde 1990 ein Mehrparteiensystem zugelassen, nachdem es zu heftigen Protesten und Ausreisebewegungen kam.

Seit 1991 ist Albanien eine parlamentarische Republik.
Im März fanden die ersten freien Wahlen seit dem Zweiten Weltkrieg statt. Es kam zu verschiedenen Regierungsbildungen und 1992 letztendlich zu Neuwahlen, welche die Demokratische Partei gewann.

1996 gewannen die Demokraten ein zweites Mal die Wahlen. Anfang des Jahres kam es wegen des Zusammenbruchs von bestimmten Investitionssystemen, in die fast die gesamte Bevölkerung investiert hatte (die sog. Pyramidenspiele) zu politischen Unruhen.
Große Teile der Industrie und Infrastruktur wurden zerstört.
Das Land kam für kurze Zeit in die Gewalt bewaffneter Gruppierungen. Anfang 1997 trat Präsident Berisha von der Demokratischen Partei zurück.

Am 11.04.1997 wurden OSZE-Hilfstruppen in das Land geschickt, um einen völligen Zusammenbruch der Ordnung zu verhindern. Im Juni 1997 wurden unter Aufsicht der OSZE Neuwahlen einberufen, in denen Fatos Nano von der Sozialistischen Partei zum Premierminister gewählt wurde. Im September wurde der Oppositionspolitiker Hajdari ermordet, woraufhin das Büro des Premierministers besetzt wurde und anschließend Pandeli Majko von der Sozialistischen Partei neuer Premierminister wurde.

Am 28. November 1998 kam es zur Inkraftsetzung einer modernen demokratischen Verfassung.
1999 erlebte das Land eine Flüchtlingswelle aus dem Kosovo. NATO-Soldaten wurden in Albanien stationiert, um das Land vor einem möglichen jugoslawischen Angriff zu schützen und zur Unterstützung der ca. 600.000 Flüchtlinge. 1999 wurde Ilir Meta von der Sozialistischen Partei Premierminister.

2001 fanden erneut Parlamentswahlen statt, die einen deutlichen Sieg der Sozialistischen Partei mit sich brachten. 2002 wurde Pandeli Majko erneut Premierminister. 2003 gab es erste Verhandlungen für ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU. Bei den Parlamentswahlen 2005 verlor die SP ihre Mehrheit. Von nun an war wieder die Demokratische Partei Regierungsinhaber.

Zusammen mit Kroatien wurde das Land am 1. April 2009 Mitglied der nunmehr 28 Mitglieder umfassenden NATO.






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