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UNO, Vereinte Nationen

Einleitung, Völkerbund

UNO ist die Abkürzing von United Nations Organization -  im Deutschen: Vereinte Nationen.

Es ist nicht verwunderlich, dass eine Organisation, die 193 Staaten als Mitglieder zählt, nur sehr schwer zu Entscheidungen kommt und daher oft ihre Pflichten gröblichst vernachlässigt.

So hatte die UNO beim Völkermord in Ruanda - mit ca. 1 Mio. Toten - oder bei der Ermordung moslemischer Jungen und Männer in Srebrenica - mit ca 12.000 Toten - völlig versagt.
Auch das Morden in Darfur, einer Provinz des Sudan, konnte oder wollte sie nicht unterbinden. Pol Pot in Kambodscha brachte nahezu ein Drittel seiner eigenen Bevölkerung ohne ein Eingreifen der UNO ums Leben.

Die Vorgängervereinigung war der Völkerbund (frz. Société des Nations - engl. League of Nations), der seinen Sitz in Genf hatte und in Erinnerung der Schrecken am Ende des Ersten Weltkriegs gegründet wurde. Er war gegründet worden, um den Frieden für die Zukunft dauerhaft zu sichern. Die Satzung des Völkerbundes  wurde am 28. April 1919 von der Vollversammlung der Friedenskonferenz von Versailles angenommen. In der Satzung fanden sich die Statuten der Monroe-Doktrin die später Teil der  Charta der Vereinten Nationen wurde.

Mit der Ratifizierung am 10. Januar 1920 wurde der Völkerbund offiziell gegründet. Er trat am 15. November 1920 das erste Mal zusammen und wählte Lord Robert Cecil 1923 zu seinem Präsidenten, was er bis zur Auflösung  am 18. April1946 in Paris blieb.

Geschichte der UNO

Die UNO (United Nations Organization) wurde als Nachfolgeorganisation des gescheiterten Völkerbundes am 26. Juni 1945 gegründet, die UN-Charta trat am  24. Oktober 1945 in Kraft.

Im Jahr 2015 hatte die UNO 193 Mitgliedsländer.

Die 51 Gründungsmitglieder waren in alphabetischer Reihenfolge:
Ägypten, Äthiopien, Argentinien, Australien, Belorussische SSR, Belgien, Bolivien, Brasilien, Chile, China, Costa Rica, Dänemark, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Frankreich, Griechenland, Guatemala, Haiti, Honduras, Indien, Irak, Iran, Jugoslawien, Kanada, Kolumbien, Kuba, Libanon, Liberia, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland, Nicaragua, Niederlande, Norwegen, Panama, Paraguay, Peru, Philippinen, Polen, Saudi-Arabien, Sowjetunion, Südafrika, Syrien, Tschechoslowakei, Türkei, Ukrainische SSR, Vereinigte Staaten von Amerika, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland, Uruguay sowie Venezuela.

Österreich wurde im Jahr 1955 Mitglied der UNO - und 1973 kamen die Deutsche Demokratische Republik (DDR) und die Bundesrepublik Deutschland als 133. und 134. Mitglied hinzu.

Organisation der UNO, Mitgliedsländer, Amtssprachen

Vollversammlung
Die Vollversammlung der Vereinten Nationen setzt sich aus Vertretern von 193 Ländern zusammem. In der  Vollversammlung hat jeses Beitragsland eine Stimme.
Die Vollversammlung ist ein Forum für die internationale Diplomatie und ein Ort für Debatten über weitreichende Fragen der Weltpolitik
Sie kann unverbindliche Empfehlungen an Staaten oder Vorschläge an das United Nations Security Council (UNSC) - im Deutschen: Sicherheitsrat - aussprechen.
Die Versammlung entscheidet über die Aufnahme neuer Mitglieder und verabschiedet den Etat der UNO.
Zudem wählt sie die nichtständigen Mitglieder des UNSC, alle Mitglieder des Wirtschafts- und Sozialrat der UNO (Economic and Social Council, ECOSOC).
Und außerdem wählt die Vollversammlung - auf Vorschlag des Sicherheitsrats - den UN-Generalsekretär, sowie die 15 Richter des Internationalen Gerichtshofs (IGH).

Sicherheitsrat
Der UNO-Sicherheitsrat, United Nations Security Council (UNSC - das mächtigste Organ der Vereinten Nationen - hat fünf ständige Mitglieder, die alle ein Vetorecht besitzen, das sich aus Art. 27 III der UNO-Charta herleitet.
Neben den 5 ständigen Mitgliedern sitzen im Sicherheitsrat weitere 10 nichtständige Mitgliedsländer ohne Vetorecht, von denen jedes Jahr fünf Mitgliedsländer für die Dauer von zwei Jahren neu gewählt werden.
Die konstituierende Sitzung des Sicherheitsrats fand am 17. Januar 1946 statt. Seit 1951 hat der Sicherheitsrat seinen Sitz im  UNO-Hauptquartier, am East River in Manhattan (New York).

Nach Artikel 24 I der Charta der UNO sollen ihm die Mitgliedstaaten "die Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit“ übertragen.
Im Gegensatz zu anderen UNO-Organisationen kann der Sicherheitsrat Beschlüsse mit Rechtswirkung für die Mitgliedstaaten treffen. Beschlüsse des Sicherheitsrats über Verfahrensfragen bedürfen der Zustimmung von neun Mitgliedern. Beschlüsse des Sicherheitsrats über alle sonstigen Fragen bedürfen der Zustimmung von neun Mitgliedern einschließlich der fünf ständigen Mitglieder

Die ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates sind:
- Frankreich
- Russland (früher die Sowjetunion)
- die Vereinigten Staaten von Amerika (USA)
- die Volksrepublik China
- das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland (UK).

Amtssprachen
Die Uno hat sechs Amtssprachen, wobei Deutsch keine der Amtssprachen ist:
Arabisch
Chinesisch
Englisch
Französisch
Russisch
Spanisch

Der Generalsekretär

Der derzeitige UNO-Generalsekretär
Am 21. Juni 2011 wurde die Amtszeit von Ban Ki Moon aus Südkorea von der Generalversammlung der UNO-Mitgliedsstaten einmütig per Akklamation bis zum 31. Dezember 2016 verlängert. Seine neue Amtszeit begann am 1. Januar 2012.
Die bisherigen Generalsekretäre der UNO sind:

Name, Geburtsdatum
Amtszeit Herkunftsland
António Guterres
(geb. 1949)
1.1. 2017 - amtierend Portugal
Ban Ki-moon
(geb. 1944)
2007-2016 Südkorea
Kofi Annan
(geb. 1938)
1997-2006 Ghana
Boutros Boutros-Ghali
(1922-2016)
1992-1996 Ägypten
Javier Pérez de Cuéllar
(geb. 1920)
1982-1991 Peru
Kurt Waldheim
(1918-2007)
1972-1981 Österreich
U Thant
(1909-1974)
1961-1971 Burma (heute Myanmar)
Dag Hjalmar Agne Carl Hammarskjöld
(1905-1961)
1953-1961 Schweden

Tryvge Lie
(1896-1968)

1946-1952 Norwegen

 

Aufgaben der UNO

Die wesentlichen Aufhaben der UNO entsprechend ihrer Charta sind:

  • die Sicherung des Weltfriedens
  • die Einhaltung des Völkerrechts
  • der Schutz der Menschenrechte
  • die Förderung der internationalen Zusammenarbeit.

Sonderorganisationen, verwandte Organisationen

Sonderorganisationen
Unter den Sonderorganisationen der UNO versteht man Organisationen, die über die UN-Charta mit der UNO verbunden sind, aber ihr nicht direkt angehören.
Derzeit gibt es 15 derartige Sonderorganisationen.

Verwandte Organisatien

Diese vier Organisationen - wie beispielsweise die WTO (World Trade Organization = Welthandelsorganisation) kooperieren mittels individuell ausgehandelten Absprachen oder Verträgen mit der UNO.

UNESCO

Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization = Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur ist eine eine der 17 selbstständigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen.
Ihren Sitz hat sie in Paris (Frankreich) und wird von einem Generalsekretär geleitet. Im Jahr 2015 hatte die UNESCO 195 Mitglieder und dazu 9 assoziierte Mitglieder. Das sind alle 193 Staaten der UN-Mitgliedsstaaten - mit Ausnahme von Liechtenstein - sowie die nicht in den UN vertretenen Cookinseln, Niue sowie die Palästinensischen Autonomiegebiete.

Der Gründungsvertrag der UNSCO wurde am 16. November 1945 in London von 37 Staaten unterzeichnet und trat am 4. November 1946 in Kraft.
Der erste Generaldirektor war von 1946 bis 1948 Julian Huxley aus dem Vereinigten Königreich. Seit 2009 hat Irina Bokova aus Bulgarien das Amt inne.
Einen deutschen Generaldirektor hat es bisher noch nicht gegeben.
Zu den Aufgaben der UNESCO gehört die Förderung von Erziehung, Wissenschaft und Kultur sowie von Kommunikation und Information.
Besonders bekannt ist die Organisation durch die jährliche Erweiterung der Liste der UNESCO-Weltkultur- und Weltnaturerbestätten.
Die Leitungs-Organe der UNESCO sind die Generalkonferenz, der Exekutivrat und das Sekretariat, an dessen Spitze der jeweilige Generaldirektor steht. Dabei ist die seit 1954 alle zwei Jahre stattfindende Generalkonferenz das oberste Entscheidungs- und Kontrollorgan der UNESCO. In der Konferenz hat jeder Mitgliedsstaat - unabhängig von seiner Größe - eine Stimme
 

Alle Sonderorganisationen

In den folgenden Tabellen sind die 17 selbstständigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen tabellarisch dargestellt.

Name der Organisation Abkürzung Sitz Gründung
Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO Rom 1945
Internationale Arbeitsorganisation ILO Genf 1946
Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung IBRD Washington D.C. 1945
Internationale Entwicklungsorganisation IDA Washington D.C. 1960
 Internationale Fernmeldeunion  ITU  Genf 1947
Internationale Finanz-Corporation IFC Washington D.C. 1956
Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung  IFAD  Rom 1977
Internationale Seeschifffahrts-Organisation IMO London 1948
Internationaler Währungsfonds  IWF  Washington D.C. 1945
Internationale Zivilluftfahrtorganisation   ICAO  Montreal 1947
Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur UNESCO Paris 1946
Organisation für industrielle Entwicklung UNIDO Wien 1967
Weltgesundheitsorganisation WHO Genf 1948
Weltorganisation für geistiges Eigentum WIPO Genf 1974
Weltorganisation für Meteorologie WMO Genf 1950
Weltpostverein UPU Bern 1947
Welttourismusorganisation UNWTO Madrid 1974

 

Aufname eines neuen Mitgliedlandes

Sofern ein Land - wie z.B. die Palästinenser - neu in den Kreis der UNO-Mitgliedsländer aufgenommen werden will, ist wie folgt vorzugehen:
Es muss ein Antrag beim Generalsekretär gestellt werden. Der gibt den Antrag an den Sicherheitsrat weiter. Von den 15 Mitgliedern müssen neun dem Antrag zustimmen. Sofern dieses Quorum erreicht wurde und von den Vetomächten kein Veto eingellegt wurde, wird der Antrag der UN-Vollversammlung zur Entscheidung vorgelegt. Hier ist für die Aufnahme dann eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.

UNO-Sanktionen

Sanktionen der UNO können nur vom Sicherheitsrat der UNO beschlossen werden. Dies können Wirtschaftssanktionen bis hin zu Militäreinsätzen sein.






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