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Neukaledonien: Tiere
Säugetiere
Wie so oft auf den südpazifischen Inseln sind Flughunde wie der Langschwanz-Flughund und Fledermäuse die einzigen einheimischen Säugetiere. Andere wie Wildschweine, Hunde, Katzenn und Ratten sind erst durch den Menschen auf die Inseln gekommen.
Reptilien
Zu den endemischen (nur in Neukaledonien vorkommenden) Reptilien gehört der 30 bis 35 cm große Riesengecko. Er lebt auf Bäumen in den Küstenwäldern, wo er dank der Tarnung seiner Körpermusterung nur schwer zu entdecken ist. Er hat einen flachen Körperbau und große Augen, die das wichtigste Sinnesorgan darstellen. Typisch sind die bei Geckos üblichen Haftlamellen an den Fußsohlen, die ein senkrechtes Klettern sogar an absolut glatten Oberflächen (wie z. B. Glas) ermöglichen. Ein weiteres Charakteristikum ist das Abwerfen des Schwanzes bei Gefahr. Der weiterzappelnde Schwanz soll den Angreifer von dem Gecko ablenken, so dass dieser sich in Sicherheit bringen kann. Der Schwanz wächst anschließend wieder nach. Zu seiner Nahrung gehören neben Fröschen, Mäusen und Echsen auch Blüten und Früchte. Insgesamt gibt es etwa 70 Reptilienarten, von denen 60 endemisch sind. Die meisten davon sind Geckos, es gibt aber auch eine endemische Familie der Skinke.
Schlangen (nicht giftig)
Zu den nichtgiftigen Schlangen gehört die Pazifik-Boa sowie die Gattung der Wurmschlangen aus der Familie der Blindschlangen.
Gifttiere
Es gibt zahlreiche Seeschlangen rund um Neukaledonien. Obwohl viele dem Menschen nicht gefährlich werden können, sind einige der Tiere sehr giftig. Dazu gehört die Seekobra.
Vögel
Der Nationalvogel Neukaledoniens ist der Kagu, der nur hier vorkommt. Er ist mit etwa 55 cm der größte flugunfähige Vogel der pazifischen Inseln und bildet eine eigene Familie, deren einziger Vertreter er ist. Kennzeichnend sind die langen, orangeroten Beine sowie der rote Schnabel und die Haube auf dem Kopf. Das Federkleid ist grau mit einem bläulichen Schimmer. Der in den Wäldern lebende Kagu ist mittlerweile bedroht, was nicht zuletzt an den nach Neukaledonien eingeschleppten Hunden und Katzen liegt sowie an der Tatsache, dass der Kagu im Jahr nur ein Ei legt.
Andere in Neukaledonien vorkommende Vögel sind Fliegenschnäpper, Brillenvögel, Tauben, Honigfresser und Papageien. Kurz vor der Bedrohung der Ausrottung stehen der schwärzlich-grüne Uvea-Hornsittich und die endemische Riesenfruchttaube. Endemisch sind auch die Spaltschwingentaube, die Neukaledonien-Waldralle, der Neukaledonien-Lori und der Neukaledonien-Höhlenschwalm. Die letzten drei sind allerdings lange nicht mehr gesichtet worden und wahrscheinlich schon ausgestorben.
Wirbellose, Insekten, Spinnen
Neukaledonien ist reich an Schnecken, wobei bis heute erst die Hälfte der etwa 400 bis 600 Arten beschrieben wurde. Ein Großteil dieser Schnecken ist endemisch, während die größte Art eine Größe von 15 cm erreicht. Die Insektenwelt ist ebenfalls sehr vielfältig.
Unterwasserwelt
Grande Terre ist von einem 1.600 km langen Korallenriff umgeben. Dieses bietet ein Zuhause für Rochen, Mantas, Muränen, Meeresschildkröten, Riffhaie, Seepferdchen und auch Seeschlangen. In den fischreichen Gewässern tummeln sich Karpfen, Bauchschmerlen, Aale, Hechte und die gefährdeten Meerbarben.
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