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Südkorea: Geschichte

Vor dem Jahr 1000

Seoul: Holzpavillon innerhalb der Chongmyo Anlage © goruma (V. Koppenwallner)

Der erste Stammesverband, der sich zu einem Königreich im Gebiet des heutigen Korea entwickelte, war der der Koguryos ab dem 1. Jahrhundert. Der Stamm entwickelte sich im Mittelalter zur führenden Macht in Korea. Die Koguryos förderten die konfuzianische Staatsethik, errichteten Universitäten nach chinesischem Vorbild und brachten das kulturelle Leben auf die Halbinsel. Im 6. Jahrhundert und 7. Jahrhundert kam es zu Kämpfen mit China und schließlich zur Unterwerfung der Koguryos. Mit der Zustimmung Chinas herrschte der Stamm der Sillas nach dem Sieg über die Koguryos über die gesamte Halbinsel und sicherte für 200 Jahre den Frieden. Unter den Sillas wurde der Buddhismus zur Staatsreligion, die schönen Künste wurden gefördert und das kulturelle Leben blühte auf. Als es im 9. Jahrhundert jedoch auf Grund des aufstrebenden Feudaladels zu Steuererhöhungen kam, brach ein Bauernaufstand aus, der das Ende des Einheitsstaates der Silla einleitete.

Vom Jahr 1000 bis zum 17. Jahrhundert

Ab 918 entwickelte sich in Korea das Reich der Koryo, das für 500 Jahre über die koreanische Halbinsel herrschte. Ihre Macht neigte sich im 13. Jahrhundert dem Ende zu, als mongolische Truppen unter Dschingis Khan Korea überfielen und plünderten. Im Jahr 1260 mussten die Koryo die Herrschaft der Mongolen anerkennen. Diese Fremdherrschaft dauerte 125 Jahre. Erst in der Mitte des 14. Jahrhunderts konnten die Koryo die Mongolen von der Halbinsel vertreiben. Innenpolitische Krisen lösten jedoch den Untergang der Koryo-Dynastie zugunsten der Yi- Dynastie (aus koreanischer Scht: Joseon-Dynastie) ab. Die Yi-Dynastie währte von 1392 bis 1910. Da es während der Jahrhunderte jedoch immer wieder zu Übergriffen aus Japan, China und an den Küsten durch Piraten kam, wurde im 17. Jahrhundert eine strikte Isolationspolitik verfolgt, die der Bevölkerung bei Todesstrafe verbot mit dem Ausland Kontakt zu haben.

Im 18. und 19. Jahrhundert

Erst im 19. Jahrhundert öffnete sich Korea wieder der Außenwelt. Infolgedessen kam es schon Ende des 19. Jahrhunderts zu Konflikten mit Japan und China. Beide Staaten versuchten ihren Machtanspruch in Korea geltend zu machen.

Im 20. und 21. Jahrhundert

Seoul: Tor aus dem Tempelbezirk © goruma (V. Koppenwallner)

Mit der Annexion Koreas durch Japan im Jahr 1910 endete die Yi-Dynastie (Joseon-Dynastie). Korea wurde eine Kolonie Japans und wurde durch einen japanischen Generalgouverneur regiert. Im Jahr 1919 kam es zu einem gewaltfreien Aufstand der koreanischen Bevölkerung gegen die Besatzungsmacht, der blutig und mit Opferzahlen bis zu 7.000 Toten, 15.000 Verwundeten und 46.000 Verhaftungen von Japan niedergeschlagen wurde. Eine Exilregierung gründete 1920 in Shanghai die kommunistische Partei Koreas, welche gegen die Besatzer jedoch Nichts ausrichten konnte. In Korea herrschte eine strenge japanische Assimilationspolitik. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich die Situation des Landes. Im Jahr 1945 übernahmen Amerika, Russland, Großbritanien und China die Treuhandschaft für Korea. 1946 kam es zur politischen Trennung von Nord- und Südkorea. Im Süden wurde von den Amerikanern ein demokratischer Rat gebildet, im Norden wurde ein Volksausschuss von Mitgliedern der kommunistischen Partei Koreas eingesetzt. Da es zu keiner Einigung in der Korea-Frage kam, beschloss die UNO unter Beobachtung freie Wahlen abzuhalten. Jedoch verweigerte Nordkorea die Einreise der Überwachungskommission, so dass Wahlen zunächst nur in Südkorea abgehalten werden konnten. Am 15.08.1948 wurde die Republik Korea ausgerufen. Die Sowjetunion war nicht bereit, ihren Einfluss in Korea aufzugeben. Unter ihrem Druck kam es zur Gründung der Demokratischen Volksrepublik Choson in Nordkorea. Damit war die Teilung des Landes vollzogen. Amerikaner und Sowjets zogen sich zurück.

Am 25.06.1950 kam es zum Koreakrieg, als nordkoreanische Truppen nach Südkorea einmarschierten. Der einberufene Weltsicherheitsrat sicherte die Unterstützung Südkoreas zu. Im Juli griffen die Amerikaner ein und konnten zunächst die Gebiete zurück erobern. Doch Anfang 1951 traten die Chinesen zugunsten der Nordkoreaner in den Krieg ein. Zwischen den Fronten entwickelte sich ein Stellungskrieg, der erst mit der Annäherung der Sowjets an die UNO beendet werden konnte. Am 27.07.1953 konnte der Waffenstillstandsvertrag zwischen Nord- und Südkorea geschlossen werden. Trotzdem fühlte sich Südkorea weiterhin vom Norden bedroht.
Der Koreakrieg vom 25. Juni 1950  bis zum 27. Juli 1953 kostete rund 3 Mio. Zivilisten, 40.000 UNO-Soldaten, 500.000 koreanischen und 400.000 chinesichen Sodaten das Leben.

Während der Ära Parks, der von 1961 bis 1979 Südkorea regierte, florierte die südkoreanische Wirtschaft. Das Wirtschaftswunder gründete sich jedoch auf der Ausbeutung der Bevölkerung. Das Land stagnierte innenpolitisch. Die Demokratie litt unter der Alleinherrschaft Parks und der Herrschaft des starken Militärs. Nach der Ermordung Parks 1979 entwickelte sich die Demokratie in Südkorea weiter. Jedoch kam es schon 1980 zu Demonstrationen, Streiks und Ausschreitungen. Das Militär reagierte und ging mit großer Brutalität gegen die Demonstranten vor.
In den 1980er Jahren kam es innenpolitisch immer wieder zu Unruhen und Protesten gegen die Regierung. Erst ab 1988 kam es zur Demokratisierung Südkoreas. Im Jahr 1992 nahm das Land seinen Platz bei den Vereinten Nationen ein.
Außenpolitisch näherte sich Südkorea an Nordkorea an. Es kam zu den ersten Programmen der Familienzusammenführung und des Warenaustauschs.
Leider brach Nordkorea schon 1992 diese Verständigungspolitik mit Südkorea ab, was die Spannungen auf der Halbinsel erneut entfachte. In den Folgejahren war eine Annäherung der beiden Länder nur langsam möglich, was vor allem auch durch das nordkoreanische Atomwaffenprogramms bedingt war. Die so genannte "Sonnenscheinpolitik" Südkoreas in den 1990er Jahren sollte das Verhältnis mit Nordkorea aktiv verbessern. Im Jahr 2000 kam es zu einem Gipfeltreffen in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang zwischen den beiden Staatsführern. Erste Vereinbarungen wurden getroffen, doch stellte sich bald heraus, dass Nordkorea nicht zu einer engen Zusammenarbeit bereit ist. Außer Programmen zur Familienzusammenführung konnten nur bilaterale Kultur- und Handelskontakte fortgesetzt werden. Im Jahr 1998 wurde Kim Dae-jung (geb. 1925) Präsident des Landes, er regierte bis 2003, im Jahr 2000 erhielt er den Friedensnobelpreis
Roh Moo-hyun (1946-2009) war vom 25. Februar 2003 bis zum 25. Februar 2008 Präsident des Landes. Bevor er Politiker wurde, war er Anwalt in Menschenrechtsfragen.Am 22. Mai 2009 verübte er in der Nähe seines Heimatdorfes Bongha Selbstmord indem er von einem Felsen sprang. Sein Nachfolger war Lee Myung-bak (geb. 1941 in Ōsaka, Japan), der vorher Bürgermeister von Seoul war.  Lee Myung-bak gehört der konservativen Grand National Party (GNP) an. Er war der Sieger der Präsidentschaftswahlen vom 19. Dezember 2007.

Am 8. März 2013 wurde von Nordkorea der Waffenstillstand mit Wirkung zum 11. März 2013 gekündigt. Und am 30. März 2013 erklärte Nordkorea, mit Südkorea wieder im Kriegszustand zu sein






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