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Israel: Einleitung

Israel - Der jüdische Staat

Jerusalem: Betender Hassid © goruma (Dominik Jesse)

Israel liegt am Mittelmeer und ist etwa halb so groß wie die Schweiz. Im Südosten grenzt es an Ägypten, im Osten an Jordanien und Syrien und im Norden an den Libanon. An der etwa 270 Kilometer breiten Küstenlinie befinden sich viele Badestrände und ein breiter Dünengürtel. In Richtung des Ostens geht das Land in Bergland über: das galiläische, das samaritische und das judäische Bergland. Hinter den Bergen fällt das Land steil zum Jordangraben hin ab, der unterhalb des Meeresspiegels liegt. Das Tiefland mündet im Toten Meer, dessen Wasserspiegel ca. 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Der höchste Punkt Israels ist der Berg Hare Meron mit einer Höhe von 1208 Metern. 

Die Landschaft wird hauptsächlich von Sand- und Kieswüsten geprägt. Das bedeutet aber nicht, dass die Bedingungen in Israel das Leben für Flora und Fauna unmöglich machten. Da sich das Land klimatisch an der Grenze zwischen Mittelmeerklima und vorderasiatischem Wüstenklima befindet, ist die Artenvielfalt bemerkenswert hoch. Hier trifft man auf Leoparden, Schakale, Wölfe und Vieles mehr. Abermillionen Zugvögel werden hier jedes Frühjahr und jeden Herbst beobachtet. Manch seltene Blume sieht man ausschließlich in Israel. Die Umweltpolitik ist vorbildhaft und man versucht viele vom Aussterben bedrohte Arten wieder anzusiedeln. 

Israel ist in historischer und kultureller Hinsicht einzigartig. Hier entstanden das Judentum und das Christentum, auf denen der Islam fußt. Somit wurden hier drei Weltreligionen geboren. In Jerusalem findet man auf dem Tempelberg die Überreste des (zweiten) jüdischen Tempels, der 70 nach Christus nach einem Aufstand von den Römern vernichtet wurde. Die westliche Umfassungsmauer wird nun als Klagemauer von unzähligen Pilgern bereist. Die 170 Meter lange und 18 Meter hohe Wand ist Ort des stillen, persönlichen Gebets. In die Mauerritzen stecken die Gläubigen zusammengerollte Papierstücke mit Fürbitten. 

Der Ort ist zudem zum Symbol des Konflikts zwischen Judentum und Islam geworden, denn der Tempelberg liegt auf der muslimischen Seite der Stadt und auf dem Berg befinden sich die Al-Aksa-Moschee und der Felsendom, zwei der höchsten muslimischen Heiligtümer. Hier soll Mohammeds Himmelfahrt gewesen sein. Die Situation ist äußerst brisant. Im Herbst 2000 kam es hier zu Zusammenstößen, die Auslöser der Al-Aksa-Intifada waren. Bis heute kommt das Land nicht zur Ruhe.

So griff Israel Ende 2008 Anfang 2009 in massiver Weise die Hamaz im Gaza-Streifen an. Zuerst aus der Luft und später auch von See her und am Schluss sogar mit Bodentruppen. Die Kämpfe kosteten wahrscheinlich 13 Israelis und über 1.400 Palästinensern das Leben - darunter viele Frauen und ca. 500 Kinder. Am 22. Kriegstag - den 17.1.2009 - erklärte Israel einen einseitigen Waffenstillstand.

Der Besucher des Landes sollte außerdem daran denken, dass der Sabat ein besonderer Tag ist, an dem nahezu das gesamte öffentliche Leben zum Erliegen kommt. In den Vierteln der Ultraorthodoxen werden Verstöße dagegen teilweise recht rabiat geahndet.

 

Bezeichnung des LandesState of Israel
StaatsformParlamentarische Republik
geografische LageIm "Nahen Osten" am östlichen Mittelmeer in Vorderasien
Nationalflagge
StaatsoberhauptPräsident Schimon Peres
NationalhymneHatikvah (Hoffnung)
Einwohnerzahlrund 7,1 Millionen
Ethnienrund 70% stammen aus Europa und Russland
20% sind Araber und andere, wie z.B. Äthiopier
ReligionenJuden ca. 80%, Muslime ca. 15%, Christen 2-3%, Drusen ca. 1,5%
SprachenHebräisch, Arabisch und Russisch
Hauptstadtseit 1980 Jerusalem
Fläche20.766 km² (in den Grenzen von 1949, der sogenannten "grünen Linie")
höchster BergHare Meron ( Berg Hermon), 1.208 m
längster FlussJordan, 320 km
größter SeeTotes Meer, 1.020 m²
Internationales Kfz-KennzeichenIL
WährungSchekel = 100 Agorot
Unterschied zur MEZ+2 h
Tiefste RegionTotes Meer, mit einer Höhe der Wasseroberfläche von 400 m unter N.N.
internationale Telefonvorwahl00972
Netzspannung, Frequenz220 Volt, 50 Hertz, Adapter erforderlich
Internet-TLD (Top Level Domain).il

 



Kommentare
Ines, 13 Jahre  (Sonntag, 11.01.2009)
warum sind die Juden nur so böse zu den armen Palästinensern. Als ich mit meinen Eltern die Bilder im Fernsehen von den toten und verletzten Kindern dort sah mußte ich furchtbar weinen und konnte gar nicht schlafen
Abu Adam  (Sonntag, 11.01.2009)
Eine der Ursachen für das Elend der Palästinenser ist die Nibelungentreue Deutschlands und der USA gegenüber Israel - wenn auch aus sehr unterschiedlichen Gründen. Solange das nicht aufhört, wird sich im Nahen Osten auch nichts ändern und die Palästinenser werden weiterhin als Menschen 2. Klasse unter unwürdigsten Bedingungen gehalten!
Yoshim  (Samstag, 10.01.2009)
Der Wolfgang vergisst, dass wir uns nur gegen die ständigen Raketenangriffe der Hamaz aus dem Gazastreifen zur Wehr setzen. Außerdem ist das Land unser Land - und das seit vilen tausend Jahren. Ja das Ganze hat zusätzlich auch einen religiösen Aspekt. Vielleicht denkst du mal darüber nach!
Wolfgang N.  (Freitag, 09.01.2009)
Bitte gebt meine e-mail-Adresse nicht weiter. Kritik an Israel wird in Deutschland hart verfolgt. Unter Jerusalem schrieb jemand, dass der ganze Gazastrifen ein einziges Ghetto geworden ist und die Menschen dort nur noch am Existenzminimum dahinvegetieren. Heute meldete das ZDF in der "heute-Sendung", dass die Armee hunderte Menschen in ein bestimmtes Haus evakuieren ließ - und es später dann bombardierte. Es gab über 30 Tote. Das nähert sich allmählich kriminellen Methoden, was dort derzeit von der israelischen Armee veranstaltet wird. Man muss sich mittlerweile für dieses Land zutiefst schämen!!!
bb  (Samstag, 08.11.2008)
Ich brauche eine grosse Karte von Israel

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