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Tiere

Säugetiere

Indien, Agra, Kamel in Altstadt
Agra, Kamel in Altstadt © goruma (D.Jesse)

Die meisten der Säugetiere kann man heute nur noch in den zahlreichen Nationalparks beobachten. So leben Persische Löwen ausschließlich im Gir-Nationalpark in Gujarat.

Faultiere, Wildschweine, Leoparden und Chitale gibt es im Jaisamand Schutzgebiet.

Chitale sind Axishirsche, die es außer in Indien auch im Süden Nepals, auf Sri Lanka und in Kroatien gibt. Die etwa 80 cm großen Tiere haben ein geflecktes rotbraunes Fell und einen weißen Bauch und Beine. Sie bevorzugen offenes Gelände und meiden dichte Wälder. Eingeführt wurden sie in den Süden der USA, auf Hawaii, in Südamerika und auf den Andamanen.

Zahlreiche Affenarten wie Hanuman- und Hutaffen kann man im Madumalai Wildlife Sanctuary beobachten.

 

Hier leben auch die Dekkan Rothunde, Panther, Gaure, Axis- und Sambarhirsche sowie das bis zu 50 cm groß werdende Königsriesenhörnchen.
Der Gaur ist mit einer Länge von 3 m und einer Höhe von knapp 2 m das größte aller Wildrinder.
Es hat ein dunkelbraun bis schwarzes Fell und ernährt sich u.a. von Gräsern und Bambustrieben. In der domestizierten Form wird der Gaur als Gayal bezeichnet. 

Im Ranthambore-Nationalpark kann man auf Nilgauantilopen treffen. Sie sind etwa 1,40 m groß und die Männchen besitzen kleine, nach vorne gebogene Hörner. Auch farblich unterscheiden sich die Geschlechter: Während die Männchen eine grau-blaue Färbung sowie einen weißen Fleck an der Kehle haben, sind die Weibchen bräunlich gefärbt.

Wasserbüffel

Gürteltiere, Hyänen, Schakale und Hasen leben im Simlipal Nationalpark. Sehr selten und in Indien ausschließlich im Sunderbans Tiger Reservat zu finden sind Bengalische Tiger.
Mit 2,5 bis 3 m Länge und 1 m Höhe gelten sie als die zweitgrößte Unterart und sind auch unter dem Namen Königstiger bekannt.
Nur bei dieser Art gibt es die berühmten Weißen Tiger. Das nachtaktive Tier ernährt sich von Hirschen, Gauren, Wildschweinen und Affen.

Der Indische Wildbüffel sowie das Panzernashorn waren vom Aussterben bedroht, es konnte jedoch gelingen, einzelne Tiere in Nationalparks anzusiedeln, so dass sich die Populationen vergrößern konnten. Das Panzernashorn lebt in den nordöstlichen Wäldern um Kaziranga.
Bedroht sind die Tiere aber auch heute noch, wie auch der Indische Wolf, den man im Darrah Schutzgebiet und im Wüsten Nationalpark beobachten kann.
Hier leben auch Faultiere, Wüstenfüchse und -katzen.

Auch Elefanten halten sich hauptsächlich in den Nationalparks und Schutzgebieten auf, es gibt allerdings zahlreiche Arbeitselefanten, die man bei Tempeln, Holzfällercamps und Wildparks finden kann.

In ganz Indien sind die Languraffen verbreitet, sowie die Rhesusaffen in Nordindien. Der Nilgiris-Langur ist endemisch (nur in Indien vorkommend) und lebt überwiegend in immergrünen Wäldern. Ausschließlich in Kaschmir halten sich die Kaschmirhirsche (Hanguls) auf. Indiens seltenstes Tier ist der Manipur-Leierhirsch, von dem es nur noch wenige Exemplare im Nationalpark Keibul-Lamjao-Nationalpark in Manipur gibt.

Unterhalb der Baumgrenze an den Berghängen des Himalaja leben Isabell-Braunbären und im Nordosten Indiens Kleine Pandas, auch Katzenbären genannt. Die 64 cm großen Tiere haben ein langes, buschiges Fell, welches oben kupferrot und unten eher dunkel bis schwarz gefärbt ist. Der 50 cm lange Schwanz ist rötlich-gelb und quergeringelt. Zusätzlich hat der Kleine Panda weiße Flecken im Gesicht, womit er stark an einen Waschbären erinnert. Zu seiner Ernährung gehören hauptsächlich Gräser, Wurzeln, Früchte, Beeren und natürlich Bambus. Seltener stehen auch Insekten und Jungvögel auf dem Speiseplan.

Ein weiterer in Indien heimischer Bär ist der bis 60 cm hoch werdender Lippenbär. Charakteristisch ist das v-förmige weiße Zeichen auf der Brust sowie die verlängerte Unterlippe, die dem Bären seinen Namen gegeben hat.
Vom Aussterben bedroht sind die Black Bucks, eine Antilopenart im Tal Charpar Black Buck Schutzgebiet. Der deutsche Name dieser Antilopen lautet Hirschziegenantilope.

Hanumanaffen
Hanumanaffen © goruma (S.Horn)

Hanumanaffen
Diese Tiere gehören zur Gattung der Hanuman-Languren (Semnopithecus) innerhalb der Familie der Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae). Sie sind Kulturfolger und  gelten in Indien als heilig. Ihren Namen erhielten sie nach Hanuman - einem indischen Gott in Affengestalt.

Die Tiere erreichen eine Länge von zwischen 40 bis 80 cm, mit einem bis zu 110 cm langen Schwanz. Ihr Gewicht liegt etwas unter 25 kg. Das Fell der Tiere ist auf der Oberseite grau gefärbt, während die Unterseite weißlich oder orangegelb ist.

Ihr haarloses Gesicht ist schwarz oder violett und beeindruckt durch seine ausgeprägten Überaugenwülste.
Ihre Nahrung besteht aus Pflanzen und Insekten. Die Weibchen bringen alle zwei Jahre ein Junges zur Welt.

In manchen Städten sind sie fast zu einer Plage geworden, werden aber dennoch von den Menschen gefüttert. 

Blauschafe
Blauschafe © goruma (S.Horn)

Blauschafe
Blauschafe (Pseudois nayaur) gehören trotz ihres Namens nicht zu den Schafen, sondern eher zu den Ziegenartigen. Gemeinsam mit den Zwergblauschafen bilden sie die Gattung (Blauschafe = Pseudois).

Die Tiere werden zwischen 120 bis 170 cm lang und einer Schulterhöhe von 75 bis 90 cm – mit einem 10 bis 20 cm langen Schwanz. Ihr Gewicht schwankt zwischen 40 bis 80 kg, wobei die Männchen schwerer als die Weibchen sind.

Die Hörner der Männchen erreichen eine Länge von über 80 cm, die der Weibchen sind dagegen nur 20 cm lang. Die Tiere leben in der Himalaya-Region sowie in einer Reihe von Gebirgsketten von Tibet, Xinjiangs und der Inneren Mongolei.

Ihr Lebensraum liegt vorwiegend in Höhen zwischen 3.000 bis 6.000 m. Ihre Nahrung besteht aus Gräsern, Kräutern, Moosen und anderen Pflanzenteilen.
Nach einer Tragzeit von rund 160 Tagen bringen die Weibchen meist nur ein Junges zur Welt - seltener auch zwei.

Die Lebenserwartung beträgt in Freiheit 12 bis 15 Jahre. Zu den gefährlichsten Feinden gehört der Schneeleopard, der den gleichen Lebensraum wie das Blauschaf bewohnt.

Die Tiere werden von der IUCN als nicht gefährdet eingestuft

Pfeifhase
Pfeifhase © goruma (S.Horn)

Pfeifhase
Pfeifhasen sehen den bekannten Feldhasen nur wenig ähnlich, früher wurden sie sogar als Nagetiere angesehen. Von der Gattung der Pfeifhasen (Ochotona) existieren rund 30 Arten.
Das Tier wird im Mittel 20 cm lang - mit einer Streubreite von 15 bis etwa 25 cm.  Ihr Gewicht kann ca. 200 g erreichen. Die Tiere kommen außer in Asien u.a. auch in Amerika vor.
Die Tiere haben ihren Namen von den hohen Pfeiftönen, mit denen sie sich bei Gefahr gegenseitig warnen.
Die Nahrung der Tiere, die man in Höhen bis fast 6.0000 m finden kann, besteht aus Gräsern, Kräutern oder Pflanzenstängeln. Pro Jahr wirft das Weibchen zwei -bis dreimal bis zu 12 Junge.

Reptilien

Bindenwaran

Bindenwaran © goruma (Dr. Schultz)

Krokodile sind in Indien keine Seltenheit. Auf den Andamanen-Inseln, in Westbengalens Sunderbans und in Bhitar Kanika in Orissa ist das Leistenkrokodil zu Hause. Es ist das größte lebende Krokodil, wobei das längste je gemessene Tier eine Länge von 6,2 m aufwies. Zu seinem Verbreitungsgebiet gehören u.a. die Küsten von Thailand, Sri Lanka, Burma sowie Kambodscha, die Philippinnen, Neuguinea, die Bismarckinseln, Salomonen und Australien. Seit dem Ende der 70er Jahren ist dieses Krokodil geschützt.

Der Gangesgavial ist der einzige Vertreter der Familie der Gaviale. Das kennzeichnendste Merkmal ist die lange und spitze Schnauze mit einem wulstförmigen Aufsatz am Schnauzenende beim Männchen. Das Krokodil erreicht eine Länge von 6,50 m und ist gut auf den Fischfang spezialisiert. Er ernährt sich aber darüber hinaus auch von Wasserschildkröten, Vögeln und kleinen Säugetieren.

Das bedrohte Sumpfkrokodil findet man, wie der Name schon vermuten lässt, in den Sümpfen Indiens. Es gibt zahlreiche Eidechsen auf den Felsen von Rajasthan sowie Geckos an Häuserwänden und auch Schildkröten wie die bedrohte Bastardschildkröte und Lederschildkröte in Küstennähe. Anders als bei anderen Schildkröten ist der Panzer der Lederschildkröte mit einer gummiartiger Haut überzogen.

Die Meeresschildkröte legt ihre Nester in Sandküsten ab. Es gibt solche Nester an der Atlantikküste in Nordamerika, in den Küsten der Karibik und Mittelamerikas sowie in Südamerika, Afrika und den Küsten des Indischen Ozeans. Durch die Fischerei ist der Bestand allerdings gefährdet, da sich die Tiere in den Netzen verfangen. Die Eier sind als Delikatesse begehrt und werden direkt aus den Nestern am Strand entnommen, wodurch die Populationen gefährdet werden.

Schlangen (nicht giftig)

Von insgesamt 230 Schlangenarten sind 55 Arten nicht giftig. Dazu gehört die größte Schlange Indiens, die Tigerpython.

Gifttiere

Brillenschlange © Goruma (aufgenommen im Reptilienzoo Nockalm)

Besonders erwähnenswert sind die fast überall vorkommenden Kobras, die Königskobras, Kraits oder die Kettenvipern und Sandrasselottern.
Skorpione sind ebenfalls keine Seltenheit in Indien.

Eigentliche Vogelspinne, Tiger-Vogelspinne
Vogelspinnen wie die Eigentliche Vogelspinne und die Tiger-Vogelspinne sind verbreitet, allerdings stellt ihr Gift nur für Allergiker eine wirklich Gefahr dar und ähnelt in seiner Wirkung einem Wespenstich.

Poecilotheria
Die Poecilotheria gehört zu den Vogelspinnen. Die Arten dieser Gattung sind in Indien verbreitet und werden auch als Ornamentvogelspinne genannt. Die Tiere sind wenig aggressiv, und ein Biss ist ihre letzte Option. Ihr Gift ist stärker als das anderer Vogelspinnenarten, aber im Allgemeinen nicht tödlich.
Schmerzen und Schwellungen können jedoch auftreten.

Plättchen-Seeschlange
In den Gewässern des Landes lebt die sehr giftige Plättchen-Seeschlange (Pelamis platura).

Vögel

Blauer Pfau

Blauer Pfau © goruma (Dr. Schultz)

Der Nationalvogel Indiens ist der Pfau. Das bemerkenswerteste und bekannteste Merkmal sind die enorm verlängerten und prächtig gefärbten Oberschwanzdecken des Männchens, die mit Augenzeichnungen versehen sind. Sie werden während der Balz ausgebreitet und aufgerichtet und dienen der Imponierung des Weibchens. Sie bevorzugen den dichten Dschungel auf hügeligem Gelände und sind recht scheu.

Zu den anderen zahlreichen Vogelarten gehören Zugvögel wie der Nashornvogel und Sittiche.

In Wassernähe tummeln sich Eisvögel, Reiher, Silberreiher, Löffler, Krickenten und Flamingos. Letztere bilden eine eigene Familie und sind auch in Afrika, Spanien und Südfrankreich verbreitet. Gleich erkennbar sind die bis zu 130 cm großen Vögel an ihrem langen und dünnem Hals, an den dünnen Beinen sowie an dem dicken, nach unten gebogenen rosafarbenen Schnabel mit der schwarzgefärbten Spitze. Dieser wird bei der Nahrungssuche als Sieb gebraucht. Auf dem Speiseplan stehen dabei Würmer, Algen und vor allem Kleinkrebse. Die sind es auch, die für das rosafarbene Federkleid der Flamingos verantwortlich sind. Der mit den Krebsen aufgenommene rote Farbstoff wird in den Federn abgespeichert. Schließlich sind die Vögel umso stärker rosa gefärbt, je mehr Krebse sie verspeist haben.

Das berühmte einbeinige Stehen dient der Wärmespeicherung, da das eine Bein im warmen Gefieder versteckt wird und somit ein geringerer Wärmeverlust entsteht. Dieses Kunststück ist für die Flamingos (wie auch für Störche) nicht weiter anstrengend.

Zu den Greifvögel Indiens gehören Geier und die Brahminenweihe. Eine auffällige und interessante Färbung weist die Streifengans oder Indische Gans aus, die ihrem Namen alle Ehre macht. Am Hinterkopf hat sie zwei schwarz-braune Streifen, von denen der eine von einem Auge zum anderen verläuft und der andere sich etwas tiefer in Nacken befindet. Das Federkleid der 70-75 großen Streifengans ist in seinem Grundton silbrig-grau. Die Brutgebiete befinden sich an Seen, Sümpfen, Moorgebieten und in Hochsteppen. Durch Abschuss und Eierraub sind diese Tiere allerdings gefährdet.
Besonders häufig kommen Eulen, Spechte, Kuckucke, Reiher, Störche und Kraniche vor.


Unterwasserwelt

Delphine gibt in Indien nur im Ganges. Der 2-3 m lange Ganges-Delphin hat eine grauschwarze Färbung, wobei der Rücken dunkler gefärbt ist. Er kommt im Ganges, Indus und Brahmaputra vor.





Kommentare
Bob  (Mittwoch, 21.01.2015)
So wie die Inder mit ihrer Natur umgehen, wird es hier bald kaum noch wald und wilde Tiere geben. Dafür aber umso mehr "Heilige Kühe".

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