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China: Tiere

China, Nanning, Spinne © goruma (Dominik Jesse)

Insekten, Spinnen
Das vielleicht bekannteste Insekt Chinas ist der hier beheimatete Seidenspinner, oder besser gesagt, die Raupe des Seidenspinners. Deren Fähigkeit, aus einem Seidenfaden einen Kokon zu spinnen, wird zur Seidenherstellung genutzt. Züchtungen des Seidenspinners gibt es heute außer in China auch in Japan, Indien und Südeuropa. Durch Kreuzungen verschiedener Arten ist man in der Lage, verschiedene Farben zu erzeugen. Die einzige Nahrung der Seidenraupe sind die Blätter des Maulbeerbaumes.

Unterwasserwelt
In China gibt es zwei Delphinarten, den extrem seltenen China-Flussdelphin und den Weißflossendelphin. Vom Aussterben bedroht sind der Chinesische Stör und der Weißstör.

Pandabär, Großer Panda © goruma (Saad Ali)

Säugetiere 
In den Nadel- und Laubwäldern des Nordens leben Elche und Rentiere neben Amurleoparden und Sibirischen Tigern. Letzterer ist mit 1,40-2,80 m Länge und 80-110 cm Höhe die größte und gleichzeitig die am stärksten bedrohte Großkatzenart. Zu seiner Nahrung gehören neben Wildschweinen auch Hirsch und andere größere Säugetiere. Neben wenigen Individuen in China gibt es auch einzelne Tiere in Nordkorea. Die größte Verbreitung hat die auch als Amur-Tiger bezeichnete Großkatze in dem Amur-Ussuri Gebiet in Ostsibirien.
Die meisten Tierarten wird man jedoch in den tropischen Regenwäldern finden. Dazu gehören Spitzhörnchen, Tibetkatzen, Leoparden, Muntjaks und Affen. Schwarze Muntjaks sind die seltensten Hirsche Chinas und sind etwa 100 cm lang und 55 cm hoch. Charakteristisch sind die verlängerten und gebogenen Eckzähne im Oberkiefer.
In der Provinz Xinjiang lebt das Przewalski-Pferd, welches nach seinem Entdecker Oberst Nikolai Michailowitch Przewalski benannt ist. Es ist das einzige noch lebende echte Wildpferd, welches wahrscheinlich eines der Urahnen unserer heutigen Pferde ist. Es unterscheidet sich sowohl vom äußeren wie auch vom inneren Körperbau von den heutigen Hauspferden. Das Przewalski-Pferd hat einen gedrungenen Körperbau mit einem dicken Hals und kurzen Beinen sowie einen Brustwirbel mehr.
Ganz andere Arten von Säugern leben in den Steppen Chinas. Hier gibt es kleinere Säugetiere wie Hasen, Mauswiesel, Füchse und Luchse, aber auch Großsäuger wie Schwarzbären, Hirsche, Steinböcke, Wölfe und auch Kamele.
Im Tibet lebt das Yak, welches das wohl wichtigste Nutztier ist. Er ist nicht nur ein Zug- und Schlachttier, sondern dient auch als Milch- und Wolllieferant. Der getrocknete Kot findet als Brennmaterial Verwendung.
Der Kiang-Esel und die Orongo-Antilope leben in der Himalaya-Region. Andere in den Gebirgen lebenden Tiere sind typisch chinesische Tierarten wie der Bambus-, Katzen- und der Kragenbär, der Nebelparder, der Serau, der Takin (ein Gnuziege) und der Stumpfnasenaffe. Seraus sind etwa 90 cm hohe, grau-schwarze Bergziegen mit einer dichten Mähne, die im Gebirge in Höhen bis 2700 m leben.
Sehr selten sind Schneeleoparden, Elche, Zobel, Moschusochsen und der Große Panda. Letzterer ist vom Aussterben bedroht. Grund dafür ist hauptsächlich das Schwinden seines Lebensraumes und mit dem Abholzen vom Bambus versiegt mit der Zeit auch seine einzige Nahrungsquelle.

Reptilien/Amphibien 
In Changjiang lebt der seltene und vom Aussterben bedrohte China-Alligator. Früher war er in China weit verbreitet, doch durch die Bebauung mit Siedlungen ist sein Lebensraum immer kleiner geworden. Heute ist er nur noch an einzelnen Stellen in der Provinz Anhui zu finden, wo er an Sümpfen, Flüssen und auf schilfbewachsenen Flecken lebt. Die schwarzen Alligatoren können sehr alt werden, und mittlerweile sind auch spezielle Farmen angelegt worden, um ihren Bestand zu sichern. Zwischen November und Februar hält der China-Alligator Winterruhe, die auch respektiert werden sollte.
Eine Rarität ist auch der zu den Amphibien gehörende Chinesische Riesensalamander sowie der Bindenwaran im Nordosten des Landes. Der Chinesische Riesensalamander gehört zu den Amphibien und kommt heute nur noch in China und Japan vor. Riesensalamander sind Dauerlarven, da sie während ihres gesamten Lebens Larvenmerkmale wie das Fehlen von Augenlidern und Larvenbezahnung tragen. Der in China heimische Riesensalamander wird mit 1,60 m außergewöhnlich groß, er hat einen flachen und breiten Kopf mit kleinen seitlichen Augen und einen breiten und abgeflachten Köper. Diese nachtaktiven Tiere findet man an schnell fließenden Flüssen und Bächen, wo sie sich unter Felsspalten und in Höhlen versteckt halten. Zur Nahrung dieser außergewöhnlichen Tiere gehören neben Fischen und Fröschen auch Regenwürmer, Kerb- und Krebstiere. Mittlerweile sind diese lebenden Fossilien als gefährdet eingestuft.

Vögel
Die meisten Vogelarten, wie auch die meisten Säugerarten, leben in den tropischen Regenwäldern. Es heißt, dass es in China weltweit die größte Artenanzahl an Vögel gibt. Die meisten gehören zu den Fasanenartigen und zu den Hühnervögel. Gut bekannt und in den Steppen sehr verbreitet sind Jagdfasane, aber auch Rebhühner, Rauhfußhühner, sowie Königs-, Stein- und Frankolinhühner kommen häufig vor.
Ferner gibt es auch Haselhühner, Zwerg- und Großtrappen. Letztere gehören zur Ordnung der Kranichvögel und sind sehr scheue und störungsempfindliche Vögel. In Ungarn gibt es sie hauptsächlich in Nationalparks.
Man kriegt sie eher selten zur Gesicht, nicht zuletzt auch wegen der unauffälligen Färbung außerhalb der Balz. Da haben Männchen wie Weibchen ein braun-schwarz gemustertes Gefieder und einen hellgrauen Kopf und Hals. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden besteht in der Größe. Die Männchen bringen 8 - 16 kg auf die Waage, während es bei den Weibchen gerade mal 3 - 5 kg sind. Während der Balz verändert sich das Männchen jedoch wesentlich. Seine Unterseite ist weiß gefärbt, und diese wird von unten nach oben gekehrt, so dass er sich schließlich in einen weißen Federhaufen verwandelt. Zur Nahrung der Grosstrappe gehören Knospen, Triebe, Blätter, Samen, aber auch Mäuse, Eidechsen, Heuschrecken und andere Kleintiere. Trotz einer relativen weiten Verbreitung steht die Grosstrappe auf der Roten Liste.
Bambushühner und Zwergwachteln werden gerne als Käfigvögel gehalten. Es gibt aber auch zahlreiche Wasservögel wie Silberreiher, Mandarinenten und Schwäne in China. Zu den selteneren Arten gehört der Ohrfasan. Ein Symbol für die Langlebigkeit ist der 1-2 m große Rotkammkranich. Auffällig bei seinem weißen Gefieder ist der leuchtend rote Kamm auf dem Kopf. In China sind beinahe alle Kranicharten geschützt.
Der Sonnenvogel lebt in 1500 - 3000 m hoch gelegenen Bergwäldern. Man bezeichnet ihn auch als Chinesische Nachtigall, was aber falsch ist, da er eigentlich zu den Timalien gehört. Dieser Name hat seinen Ursprung aller Wahrscheinlichkeit nach in dem schönen und weichen Gesang, der für den Sonnenvogel so typisch ist. Die Färbung des Gefieders variiert, aber am häufigsten ist eine olivgrüne Oberseite, eine dunkler Schwanz und eine gelblich-olive Unterseite. Die Augen haben eine gelbliche oder weiße Umrundung, die zum Schnabel hinführt. In China ist der kleine Vogel heimisch, eingeführt wurde er mit der Zeit auch auf Hawaii, Maui, Moahu und Kauai.



Kommentare
Schlom  (Dienstag, 05.01.2010)
Der Panda ist ein so tolles und schönes Tier. Zudem ist er nur Vegetarier. Leider gibt es immer weniger dieser Tiere in freier Wildbahn und im Zoo vermehren sie sich ganz schlecht!

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