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China: Sehenswürdigkeiten
Inhaltsverzeichnis
UNESCO-Weltkulturerbestätten
Große (Chinesische) Mauer
Die Chinesische Mauer sollte das Kaiserreich China vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden schützen. In chinesischer Sprache heißt die Mauer „Zhōngguó Chángchéng“ in der Übersetzung heißt das „Lange chinesische Mauer“. Die mauer ist insgesamt ca. 8.850 km lang, während die Länge der Länge der Hauptmauer 2.400 km beträgt. Die Mauer wurde zu verschiedenen Zeiten immer wieder vergrößert. Die erste mauerartige Grenzsicherung wurde vermutlich 500 v. Chr. in der Zeit der "Streitenden Reiche" gebaut und diente als Schutz gegen verfeindete Chinesen. Viele Mauerabschnitte bestehen aus Lehm mit Stroh und Reisig, vermischt mit festgeklopftem Lehm. In der Nähe von Peking ist die Mauer 4 bis 8 Meter breit und erreicht eine Höhe von 6 bis 9 Meter. Die etwa 12 Meter hohen Türme, die einen Abstand von etwa 100 Meter haben, wurden als Wachtürme und als Waffenlager genutzt. Sie boten bei Angriffen dann Schutz für die Verteidiger. Es gibt ungefähr 40.000 solcher Türme in der Mauer. Viele dieser Türme dienten wohl darüber hinaus auch als Signaltürme. Bei Kaschgar wurden einige Signaltürme gefunden, wobei das ihnen zu Grunde liegende System einfach war: Wurde ein Feind gesichtet, entzündete ein Wächter auf dem Wachturm ein Feuer, das durch weitere Feuerzeichen weitergegeben wurde. Die Mauer wurde im Jahr 1987 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen.
Höhlen von Mogao
Mogao liegt an der Seidenstraße bei der Stadt Dunhuang. Hier wurden von buddhistischen Mönchen in sechs Jahrhunderten ungefähr 1.000 Höhlen in die Sandsteinfelsen gehauen. Sie alle sind mit Motiven des Buddhismus verziert. Etwa 500 Höhlen sind auch heute noch erhalten. Aus dem 4. bis 11. Jahrhundert wurden 50.000 Dokumente, die Mönche im 11ten Jahrhundert dort eingemauert hatten, um sie vor den Mongolen zu schützen, gefunden. Im Jahre 1907 wurde hier das Diamant-Sutra entdeckt, ein Holztafeldruck, der aus dem Jahr 868 n. Chr. stammt. Seit 1943 werden die Höhlen systematisch konserviert.
Die Höhlen wurden im Jahr 1987 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Taishan-Bergregion
In den Taishan-Bergen gibt es viele Fossilien aus der Zeit des Kambriums. Hier wurden ca. 460 verschiedene Arten von Heilkräutern gefunden. Der Baumbestand ist sehr alt. In dieser Gegend gibt es 22 Tempel, etwa 100 alte Ruinen, etwa 1.000 Gräber und viele Inschriften auf Steinen und an Felsenwänden. Es sind buddhistische und taoistische Heiligtümer. Eine menschliche Anwesenheit wird hier auf über 400.000 Jahr zurück datiert. Die Bergregion wurde im Jahr 1987 sowohl in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte wie auch in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätte aufgenommen
Kaiserpaläste der Ming- und der Qing-Dynastien in Beijing und Shenyang
Es sind die beiden Silben "běi" und "jīng", aus der sich der Name der chinesischen Hauptstadt zusammensetzt. Sie bedeuten "nördliche Hauptstadt" und stehen in der ost-asiatischen Tradition, Hauptstädte als das zu bezeichnen, was sie sind. Doch Beijing ist nur einer der vielen Namen, unter dem die Stadt bekannt war. Daneben trug sie Bezeichnungen wie "Beiping" (Nördlicher Frieden) oder "Yanjing", ein noch benutzter Name, der an den alten Staat Yan erinnert, welcher während der Zhou-Dynastie hier bestand. Und in den Aufzeichnungen des italienischen Reisenden Marco Polo steht sie als "Cambuluc" (Khanbaliq) verzeichnet. Seit 1949 aber heißt die Stadt Beijing (Peking).
Diese gigantische Stadt, die im Jahre 2008 die Olympischen Sommerspiele ausgerichtet hat und in ihrer urbanen Ganzheit die Größe Belgiens hat, ist die Hauptstadt und einer der vier großartigen alten Hauptstädte Chinas. Nach Shanghai ist sie zudem Chinas zweitgrößte Stadt, jedenfalls bezüglich der Einwohnerzahl. Beijing ist ein Hauptverkehrsknotenpunkt des Landes, mit unzähligen Bahnlinien, Straßen, Highways sowie direkten internationalen Flügen und politisches, kulturelles und Bildungszentrum der Volksrepublik. Nur in ökonomischer Hinsicht wird die Stadt noch von Shanghai und Hongkong überragt.
Die Architektur der Stadt ist fantastisch, wenn auch verworren und eklektisch. So dominieren drei architektonische Typen das Stadtbild. Die traditionelle Baukunst des imperialen Chinas wird am besten vom massiven Tian'anmen, dem Tor des Himmlischen Friedens, der "Verbotenen Stadt" und dem Tempel des Himmels repräsentiert und steht in starkem Kontrast zu dem als "Sino-Sov" bezeichneten Architekturstil. Letzterer bezieht sich auf die zwischen den 1950ern und den 1970ern errichteten kastenförmigen, Konstruktionen neuerer Zeiten. Als dritter Bautyp erscheinen die mondänen Formen v.a. der Gegend des Beijing CBD. Für den Besucher wird sich die erstaunliche Mélange aus alt und neu am besten im Dashanzi-Kunst-Distrikt erschließen.
Doch Beijing ist auch auf anderen Gebieten einmalig. Man denke nur an die Mandarin-Küche, die typische Beijing-Art zu kochen, die immer beliebter werdenden, eine enorme Auswahl bietenden Teehäuser der Stadt oder an die Metall verarbeitende Technik des "Jingtailan", die Beijing als traditionellen Entstehungsort dieser Kunst ausweist. Auch als Ort des Wissens kann der Stadt gehuldigt werden. Eine unüberschaubare Vielfalt an Colleges und Universitäten befindet sich hier, allen voran die landesweit berühmtesten und begehrtesten Hochschulen, wie die 1898 gegründete "Peking University" (Beida) und die "Tsinghua University", die den Studenten 1911 zugänglich gemacht wurde. Beide gelten als die zwei besten akademischen Institutionen in ganz China.
Es ist erstaunlich: Trotz der Wirren des 19. und des 20. Jahrhunderts, also trotz der Schäden, die während der europäischen Militärintervention, der japanischen Invasion im 2. Weltkrieg und der großen Kulturrevolution angerichtet wurden, und der immer weiter fortschreitenden radikalen urbanen Transformation der Stadt, blieb Beijing immer eine touristische Attraktion. Ständig von Besuchern bereichert, die für Weltberühmtheiten, wie die sich über den nördlichen Teil Beijings erstreckende Chinesische Mauer oder den Sommerpalast aus aller Welt angereist kommen oder hier ein Studium aufnehmen, ist die Millionenstadt ein lebendiges Kaleidoskop voller Anziehungskraft geblieben.
Grabmal des ersten Kaisers von China
Qin Shi Huang Qin Shi Huang hat das erste chinesische Reich gegründet, und er sehnte sich nach Unsterblichkeit. Er begann sofort nach seiner Thronbesteigung mit dem Bau seines unterirdischen Grabpalastes und weil er sich ein Leben im Jenseits nur als Fortsetzung des irdischen Lebens vorstellte, brauchte er auch im Tode seine Armee. Deshalb ließ er 8.000 Soldaten und Pferde in Lebensgröße aus Ton herstellen. In einem der Gräber wurden ein bronzener Reisewagen, Waffen und andere Grabbeigaben gefunden. "Um die Grabkammer errichten zu können, mussten drei unterirdische Ströme durchstoßen werden. Die Grabkammer füllten sie mit Modellen von Palästen, Türmen, mit wertvollen Steinen und Gefäßen und wunderbaren Kostbarkeiten. Man wird bei weiteren Grabungen noch viele Schätze finden. Das berühmteste Welterbe in China sind die tönernen Soldaten des 1. Kaisers.
Grab des ersten Qin-Kaisers
Das Grab des ersten Qin-Kaisers mit seinen Ton-Krieger- und Pferdefiguren in der Stadt Xi´an in Westchina wurde 1974 zufällig entdeckt. Die gigantische Grabanlage am Fuß des Li-Berges ist berühmt wegen seiner Terrakottaarmee, die sich auf einem riesigen Feld mit über 7.000 lebensgroßen Pferde- und Kriegerfiguren in Schlachtordnung präsentiert. Die Grabanlage gliedert sich in drei Hallen: in der ersten Halle stehen eindrucksvoll die einfachen Krieger, in der dritten Halle stellt eine kleinere Ansammlung an Figuren die Kommandozentrale dar und die zweite Halle sollte wahrscheinlich die zukünftigen Figuren beherbergen. Sie war bei der Ausgrabung leer. Die Armee sollte den ersten Kaiser von China in seine Reise ins Jenseits begleiten. Die überdachten Hallen und Museen sind täglich von 8:00 bis 17.30 Uhr zugänglich. Die Kaiserpaläste wurden im Jahr 1987 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen und die Liste wurde 2004 erweitert.
Das Grabmal wurde im Jahr 1987 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen.
Fundstätte des "Peking-Menschen" in Zhoukoudian
Man fand bei Ausgrabungen etwa 40 km südwestlich von Peking in den Jahren 1923 bis 1927 den so genannten Peking-Menschen. Der Peking-Mensch wird dem Homo Erectus zugeordnet und die Funde wurden auf ein Alter von 500.000 Jahre datiert. Die Ausgrabungen wurden jäh durch die japanische Besetzung beendet Unglücklicherweise verschwanden die Fossilien - Zähne, Unterkiefer und Schädelteile - während des Krieges. Man erzählt sich, dass die Fossilien zusammen mit einem japanischen Schiff im Jahre 1945 für immer auf den Meeresboden versunken sind. Die Fundstätte wurde im Jahr 1987 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Gebirgslandschaft Huangshan
Das Huang Shan-Gebirge liegt in der Provinz Anhui, im Süden Chinas. Das Gebirge hat eine Fläche von etwa 160 km². Der Lotosblütengipfel ist der höchste der 72 Gipfel des Gebirges, seine Höhe beträgt 1.840 m.. Die bizarren Formen der steilen Felsen, in deren Spalten sich knorrige Kiefern klammern, inspirierten und inspirieren viele Maler. Die Gebirgslandschaft wurde im Jahr 1990 in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätte sowie -Weltkulturerbestätte aufgenommen
Landschaftspark Jiuzhaigou-Tal
Jiuzhaigou liegt in der Provinz Sichuan. Der Name Jiuzhaigou leitet sich von den neun tibetischen Dörfern ab, die in den Tälern des Gebiets liegen. Das Tal ist ca. 30 km lang und kleine Seen, Wasserfälle, Rinnsäle, Bäche, die von den Bergen herunter kommen, machen es durch die verschiedensten durch das Wasser ausgewaschenen Formen spektakulär schön. Der Landschaftspark wurde im Jahr 1992 in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätte aufgenommen
Kalksinterterrassenlandschaft HuanglongHuanglong
Die Kalksinterterrassenlandschaft HuanglongHuanglong liegt im Norden der Provinz Sichuan. Huanglong besteht aus verschiedenen Kalk- und Sandsteinterrassen, die vom Wasser über die Jahrtausende ausgewaschen worden sind. Das in Becken liegende Wasser ist kristallklar. Touristen müssen über einen Holzsteg ins Tal gehen. Am Ende der 3,5-stündigen Wanderung befindet sich ein buddhistischer Tempel, in dessen Nähe ein Wasserbecken zu bewundern ist, das in viele Farben schillert.
Die Kalksinterterrassenlandschaft wurden im Jahr 1992 in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätte aufgenommen
Landschaftspark Wulingyuan
Wulingyuan ist ein Gebiet im Nordwesten der Provinz Hunan. Es besteht aus dem Nationalpark Zhangjiajie und den beiden Naturschutzgebieten Suoxiyu und Tianzishan. Man zählte über 3.000 schmale, hohe einzelne Steinpfeiler. Manche der Steinpfeiler sind über 200 m hoch. Die niedrigeren Pfeiler stehen alle kerzengerade. In den Felsspalten wachsen viele verschiedenartige Pflanzen. Es gibt sogar Zwillingspfeiler, die ein gemeinsames Fundament haben. Die Felsschluchten sind sehr schmal, so dass man denken könnte, die Felsen seien oben zusammen gwachsen und könnten jeden Moment herunterstürzen. Der Landschaftspark wurden im Jahr 1992 in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätte aufgenommen
Sommerresidenz und zugehörige Tempel bei Chengde
Chengde ist eine Ortschaft etwa 200 Kilometer nordöstlich von Peking. Auf dem Weg zwischen Beijing - hier befand sich die Sommerresidenz der Kaiser - und Mulan wurden insgesamt 19 Paläste für die jagdlustigen Herrscher und deren Begleitung gebaut. Hier entstanden auchTempel für die kaiserliche Familie. Erhalten sind von den neun Tempelanlagen nur noch sieben. Auf Anweisung des Kaisers wurde der Tempel dem Samye-Tempel, einer heiligen Stätte des Lamaismus in Tibet, nachempfunden. Das Kloster ist rund 33.000 m² groß. Man sieht im Kloster Kasypa, den Buddha der Vergangenheit, Schakjamuni, den Buddha der Gegenwart und Maitreja, den Buddha der Zukunft. Weiterhin findet man dort Holzskulpturen des Bodhisattwa Awalokiteschwara und zahlreiche tönerne, vergoldete Buddhafiguren, die etwa 10 cm groß sind, sowie Lama-Pagoden und 5 Amitabha-Statuen aus Holz.
Die Awalokiteschwara-Statue ist 22 Meter hoch, Sie hat 42 Arme und zahlreiche Augen, weshalb sie den Namen "Awalokiteschwara mit tausend Armen und Augen" trägt. Es ist eine der größten hölzernen Buddha-Stauen der Welt.
Die Sommerresidenz und der zugehörige Tempel wurden im Jahr 1994 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Konfuziustempel, Friedhof und Residenz der Familie Kong in Qufu
Qūfù liegt 170 km südlich der Provinzhauptstadt Jinan und umfasst eine Fläche von etwa 896 km². Die Stadt gilt als Geburts- und Sterbeort von Konfuzius, der von 551 bis 479 v. Chr. lebte. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Qufu ist der 22 ha große Konfuziustempel. Er ist an Konfuzius Geburtsstelle errichtet worden. Die Tempelanlage umfasst neun Höfe mit 466 unterschiedlichen Gebäuden. Diese Kulturdenkmäler wurden im Jahr 1994 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Taoistische Heiligtümer in den Bergen von Wudang
Das Wudang-Gebirge liegt im Nordwesten der Provinz Hubei. Hier soll der Geburtsort von Zhen Wu sein, der der Sage zufolge nach langjähriger Meditation zum Himmel aufstiegen sein soll. Die Taoisten verehren ihn als ihren Kaiser. Im 7. Jahrhundert n. Chr. wurde der taoistische Tempel Wulong gebaut, und es entstanden in seiner Nähe immer mehr taoistische sakrale Bauten. Das Wudang-Gbirge galt lange als das Zentrum des Taoismus. Die taoistischen Heiligtümer wurden im Jahr 1994 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Historisches Ensemble Potala-Palast in Lhasa, Potala-Palast, Jokhang-Tempel und Norbulingka-Palast
Die Dalai Lamas regierten ihr Land von 1642–1959 vom Potala-Palast von Lhasa aus. Der riesengroße Palast liegt auf dem Berg Mar-po-ri, dem roten Berg, der 130 Meter über der Stadt liegt. Der Palast hat 13 Stockwerke mit 999 Räumen. Die Fläche beträgt insgesamt 130.000 m². Acht Dalai Lamas bekamen hier ihre eigenen Grabstätten, eine prachtvoller als die andere.
Der Palastbau begann im Jahr 637. Im 17. Jahrhundert wurde der Bau vergrößert. Der Potala-Palast überstand die chinesische Kulturrevolution fast unversehrt, weil in dem Palast chinesische Soldaten untergebracht wurden. Der Palast ist heute ein Museum.
Der Jokhang ist ein Tempel mitten in der Altstadt. In dem Jokhang befindet sich die heiligste Statue der Tibeter, der Jobo Shakyamuni. Die Legende erzählt, dass noch zu Lebzeiten Buddhas die Staue erschaffen worden ist. Das Hauptgebäude der Anlage, die Buddhahalle, ist viergeschossig.
Der Norbulingka ist ein Palast und ein Park. Er wurde als Sommerresidenz der Dalai Lamas genutzt. Der Norbulingka wurde während des Aufstands von 1959 und nach der Flucht des Dalai Lama beschädigt. Der Norbulingka ist heute ein Museum. Der Park hat eine Fläche von 36 ha. Das historische Ensemble wurde im Jahr 1994 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen und 2000 und 2001 erweitert
Nationalpark Lushan
Der Nationalpark von Lushan hat eine Größe von 302 km² und ist eine Berglandschaft. In der Ortschaft Guling im Nationalpark Lushan, in der in früheren Zeiten viele Ausländer ihren Sommer verbrachten, stammen noch viele Villen. Hier fanden 1959, 1961 und 1970 die die Politik entscheidenden Konferenzen des Zentralkomitees der kommunistischen Partei unter Mao statt. Der Nationalpark wurde im Jahr 1996 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Berglandschaft Shan Emei und "Großer Buddha von Leshan"
Die Riesenstatue von Buddha mit einer Höhe von 71 m eine der ältesten und größten Buddha-Statuen der Welt. Im Jahre 713 n. Chr. begannen die Arbeiten an diesem Bauwerk. Erst nach 90 Jahren war die Statue fertig. Sie wurde zum Schutz der Schiffer vor den Gefahren der Gewässer gebaut. Der Éméi Shān in der Provinz Sichuan ist einer der vier heiligen buddhistischen Berge Chinas. Seine Höhe beträgt 3.099 m Viele Tempel der Bergregion wurden bei der Kulturrevolution zerstört. Etwa 20 Tempel wurden wieder hergestellt und haben ihre alte Pracht wieder erhalten.
Die Berglandschaft wurde im Jahr 1996 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte sowie Weltnaturerbestätte aufgenommen
Altstadt von Lijiang
Lijiang ist eine Stadt in der Provinz Yunnan. Die Stadt Lijiang hat eine Gesamtfläche von 21.219 km². Ihre Altstadt ist von Gassen mit Kopfsteinpflaster durchzogen. Sie ist eine der am besten erhaltenen Altstädte Chinas. Die alten Häuser haben ein Steinfundament und die Mauern sind aus Lehm gefertigt und weiß gestrichen. Die Türen, Fensterrahmen und Balkone sind aus rotem Holz. Die Stadt hat viele Kanäle, über die sich Steinbrücken ziehen. Die Häuser sind in der Regel um einen Innenhof gebaut und üppig mit Figuren und Fischen verziert. Die Altstadt wurde im Jahr 1997 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Die Stadt Lijiang
Im autonomen Kreis Lijiang der Naxi-Nationalität in der südwestchinesischen Provinz Yunnan empfiehlt es sich die Stadt Lijiang zu besuchen. Die meisten ihrer Einwohner gehören zur Minderheit der Naxi, einem der wenigen Völker bei denen Überreste matriarchalischer Struktur erkennbar sind. In Lijiang lohnt sich ein Besuch des Heilongtan, der Teich des Schwarzen Drachens. Vor dort aus hat man einen herrlichen Blick auf den Jadedrachenberg und kann die Ausstellung zur Kultur des Naxi in den Pavillons des Fünf Phönixe (Wufenglou) besuchen. In diesem Park befindet sich auch ein kleines Institut zur Erforschung der Naxi-Kultur.
Altstadt von Ping Yao
Pinyao ist eine kleine Handelsstadt. Sie ist umgeben von einer über sechs Kilometer langen Stadtmauer. Hier stehen ein- und zweistöckige schwarze Ziegelhäuser. Die Tempel haben buntlasierten Dächer und fallen durch die Farbigkeit auf. In Pingyao wurde die erste Bank Chinas gegründet und es wurde hier das Papiergeld eingeführt. Die beiden buddhistischen Tempel, die nicht innerhalb der Stadtmauer stehen, haben die Kulturrevolution überstanden und es wurden von den Bewohnern unter Getreidebergen seltene Fresken und Skulpturen versteckt.
Die Altstadt von Ping Yao wurden im Jahr 1997 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Klassische Gärten von Suzhou
Die privaten Gärten von Suzhou werden auf das 11.-19.Jh. datiert. Das Yangtze-Delta hat ein gemäßigtes Klima, die Winter sind warrn mit hohen Luftfeuchtigkeit, und es gibt viele Seen und Flüsse. Durch diese optimalen Bedingungen gibt es eine große Artenvielfalt an Pflanzen. Das Wasser brachte am Unterlauf des Yangtze durch eine jahrhundertelange Bearbeitung bizarre Steinformen hervor, die in die Gärten integriert werden. Es gibt noch etwa 170 erhaltene Gärten, davon wurden 60 - die klassischen Gärten von Suzhou - im Jahr 1997 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen und 2000 erweitert
Kaiserlicher Garten der sog. Sommerpalast bei Peking
In den Jahren 1750/51 schenkte der Qianlong-Kaiser seiner Mutter den riesigen Garten mit vielen Wohnhöfen, Seen, Laubengängen und Pagoden . Nach der Vertreibung des letzten Kaisers im Jahr 1924 erhielt erstmals die Öffentlichkeit Zutritt. Hier kann man chinesische Lebensart im besten Sinne erleben. Der kaiserliche Garten wurde im Jahr 1998 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Himmelstempel mit kaiserlichem Opferaltar in Peking
Der Tian Tán (Himmelstempel) liegt im südlichen Teil der Äußeren Stadt, im Xuanwu-Bezirk, ist umgeben von einer Parkanlage und stellt einen der wundervollsten Tempelgebäude Beijings (Pekings) dar. Er soll ein taoistischer Tempel sein, auch wenn da gewisse Zweifel bestehen. Der Tempel bedeckt eine Fläche von 2,73 km² und zeigt drei Hauptgruppen von Konstruktionen, alle erbaut nach strengen philosophischen Erfordernissen. Der "Erdenberg" ist eine dreistöckige marmorne Plattform. Ganz oben befindet sich die 1420 erbaute und 1890 neu errichtete runde und 32 m hohe Halle des jährlichen Gebets, in der die Kaiser jedes Jahr für eine gute Ernte und gutes Wetter zu beten pflegten. Ein weiteres bedeutendes Bauwerk ist das Haus des Himmlischen Herrn - ein Zirkelgebäude - das auf einer einzigen Marmorplattform gebaut wurde. Es wird von einer 6 m hohen und 32 m breiten Wand, der so genannten "Echo-Wand", umgeben, die ihren Namen daher hat, dass Personen, die an verschiedenen Enden der Mauer stehen, dennoch die Stimme des anderen hören können. Der Himmelstempel ist der größte der vier großen Tempel von Beijing. Im Jahr 1998 wurde er auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO gesetzt.
Felsbilder von Dazu
Dazu liegt in der Nähe der Stadt Chongqing, Die Felsskulpturen von Dazu sind religiöse Skulpturen, die bis auf das 7. Jahrhundert zurückgehen. Die Skulpturen sind buddhistisch, konfuzianisch und daoistisch beeinflusst.
Für die Steinschnitzereien von Dazu gibt es 75 geschützte Stätten, die etwa 50.000 Statuen enthalten. Man findet dort auch über 100.000 chinesischen Schriftzeichen. Die Stätten befinden sich in den steilen Hängen von Dazu. Steinschnitzereien der Berge Baodingshan und Beishan sind ein Kleinod gefertigt von einem Mönch in 12ten Jahrhundert.
Die Felsbilder wurden im Jahr 1999 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Mount Wuyi
Das Gebirge liegt in Süd-Ost-China und hat eine Fläche von 60 km². Die Artenvielfalt ist hier besonders groß. Das Gebirge liegt sehr vor Kälte geschützt und es regnet viel, was dem Gedeihen der Pflanzen zuträglich ist. Außerdem ist es ein Rückzugsgebiet für eine große Anzahl scheuer, heimischer Tiere. Aber es gibt hier auch alte Tempel- und Klosterruinen aus dem 11.ten Jahrhundert. Der Mount Wuyi wurde im Jahr 1999 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte sowie Weltnaturerbestätte aufgenommen
Dörfer Xidi und Hongcun
Die Dörfer liegen am Fuße des Berges Huangshan in der Provinz Anhui. In Yixian sind zahlreiche Residenzen und Ahnentempel zu sehen. Sie sind mit Ziegeln, Holz, Stein und Schnitzereien im typisch dortigen Stil verziert. Sie zeigen den die Scvhönheit und den Reichtum der traditionellen Gebäude des 15. und ausgehenden 16. Jahrhunderts. Die Wege und Straßen des Dorfes Xidi bieten noch dasselbe Erscheinungsbild wie vor Jahrhunderten. Am Eingang und Ausgang des Dorfs befinden sich vier Brücken die sich über den Bach Jiyin überspannen. Das Wichtigste am Dorf Hongcun ist das für damalige Zeiten in die Zukunft weisende Wasserversorgungs- und Entsorgungsystem. Die Dörfer wurden im Jahr 2000 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Kaiserliche Grabstätten der Ming- und der Qing-Dynastien
Bei den Kaiserlichen Grabstätten der Ming- und der Qing-Dynastien handelt es sich um die folgenden Stätten:
Peking :
- Es handelt sich um die „Dreizehn Ming-Gräber“
Hebei:
- Hier gibt es die östlichenQing-Gräber in Zunhua Huang Taiji
- Westliche Qing-Gräber bei Yi
Liaoning:
- Fuling-Mausoleum in Shenyang
- Yongling-Mausoleum bei Xinbin
- Zhaoling Mausoleum von Shenyang
Jiangsu
- Ming Xiaoling-Mausoleum Gräber in Nanjing
Hubei
- Ming Xianling-Mausoleum in Zhongxiang
Die Kaiserlichen Grabstätten wurden im Jahr 2000 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen und 2003 und 2004 erweitert
Grotten von Longmen
Die Longmen-Grotten sind von Menschehand angelegte Höhlen, Sie befinden sich etwa 12 km südlich von Luoyang . Die Klippe, auf der sich die 2345 Höhlen befinden, ist etwa 1 km lang. Dort findet man Pagoden, Buddhafiguren und Skulpturen. Zur Zeit der Kulturrevolution wurden viele Buddha-Figuren zerstört oder stark beschädigt. Die Grotten wurden im Jahr 2000 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Berg Qincheng und Bewässerungssystem von Dujiangyan
Das Bewässerungssystems von Dujiangyan wurde im dritten Jahrhundert v. Chr. entwickelt. .Das Wasser des Flusses Minjiangs wird auf die fruchtbaren Felder von Chengdu verteilt. <br>In der Region des Berges Qinchengi wurde der Taoismus gegründet. Es gibt hier noch einige alte Tempel..Der Berg Qincheng und das Bewässerungssystem von Dujiangyan wurden im Jahr 2000 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Yungang-Grotten ("Wolkengrat-Grotten")
Die Yúngāng-Grotten in der Provinz Shanxi.sind buddhistische Tempel, die in Höhlen gebaut wurden. Die Grotten sind westlich von Datong am Shi Li Fluss zu finden. Die Grotten wurden in den Jahren 460-525 n. Chr. aus dem Sandstein-Gestein herausgehauen. Es gibt 250 etwa Grotten. Die Grotten wurden im Jahr 2001 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Schutzzonen im Nationalpark der "Drei parallel verlaufenden Flüsse" in Yunnan
In der südwestlichen Provinz Yunnan fließen die drei Flüsse Jinsha, Nujiang und Lancang. Hier findet man jede Landschaftsform. Die Artenvielfalt ist immens. Urwäldern, Gletscherseen und über 5000 m hohe, Berge sind hier auf kleinstem Raum zu finden Der höchste Berg der Meili ist 6740 m hoch Der Berg galt lange als heilig. In derGegend leben 77 Tierarten unter staatlichem Schutz, u.a. Schneeleoparden, Bengalische Tiger, Schwarzhals-Kraniche etc. Im Frühling blühen dort bis zu 200 Azaleenarten, viele Enzianarten, Orchideen und Lilien.
Die Schutzzonen wurden im Jahr 2003 in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätte aufgenommen
Ruinen der ehem. Hauptstädte und Gräber des antiken Königreichs Koguryo
Die Ruinen der ehemaligen Hauptstädte und Gräber des antiken Königreichs Koguryo liegen im Norden Chinas. Die Ruinen geben Auskunft über die Städte Wunu, Wandu und Guoneia. Hier sind Grabstätten zu finden, die architektonisch besonders interessant für die damalige Zeit sind., denn sie haben Decken, die ohne Stützen das gesamte Gewicht des darüber liegenden Erdreichs tragen. Die Ruinen wurden im Jahr 2004 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Historisches Zentrum von Macao
Die Halbinsel Macau im südchinesischen Meer scheint die Form einer Krabbe zu haben. Hier lebten früher Seefahrer und Abenteurer, Missionare und Geschäftsleute. Macau hat das Erbe Reiches Portugal erhalten: und verbindet abendländische Lebensart mit fernöstlicher Kultur Als Anfang des 16. Jahrhunderts Schiffe aus Portugal im Perlflussdelta ankamen, gab es nur einen kleinen Ort. Die Portugiesen richteten hier einen Stützpunkt ein und schon bald wurde aus dem kleinen Ort ein Handelsstützpunkt von Ost und West. Umgeschlagen wurde Seide, Silber, Sandelholz und Porzellan und in alle Welt gebracht. 1999 wurde Macau an China zurückgegeben. Das Historische Zentrum wurde im Jahr 2005 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Panda-Naturreservat in Sichuan
Das Panda-Naturreservat wurde im Jahr 2006 in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätte aufgenommen
Yin Xu
Die Ruinen Yinxu der ehemaligen Hauptstadt Yin liegen an beiden Ufern des Flusses Huan He im Nordwesten der Provinz Henan. Die wichtigsten Fundorte waren die Dörfer Xiaotun und Huayuanzhuang . Die Ruinen stammen aus dem 14. bis 11. Jh. v. Chr. Am Ende des 19. und Anfang des 20. Jh. wurden hier Orakelknochen entdeckt. Auf den Orakelknochen befanden sich etwa 4500 Schriftzeichen, von denen 1700 entziffert werden konnten. Bei diesen Schriftzeichen handelt es sich um Vorläufer der modernen chinesischen Schrift. Im Jahre 1976 wurde in der Nähe der beiden Dörfer ein ungeplünderte Grab entdeckt. Dort fanden sich insgesamt 1928 Schmuckstücke, bronzene Gefäße und Jadeobjekte sowie fast 7000 Kaurimuscheln.Yin Xu wurden im Jahr 2006 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Karstlandschaft in Südchina
Die Karstlandschaft wurde im Jahr 2007 in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätte aufgenommen
Dialolou-Türme und Dörfer in Kaiping
In den Dörfern in Kaiping mit den Dialolou-Trmen kann man kombiniert westliche und chinesische Baustile und Dekorationen bewundern. Die traditionelle Gartenarchitektur wurde beibehalten. Die rund 1800 Turmhäuser wurden ehemals als Bollwerk gegen Räuber und Eindringlinge gebaut. Die Dialolou-Türme und Dörfer in Kaiping wurden im Jahr 2007 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Tulou-Lehmrundbauten in Fujian
Fujian ist eine Provinz im Südosten der Volksrepublik China. Der Name Fujian wurde aus den Namen der beiden Städte Fuzhou und Jian'ou zusammengesetzt. Hier gibt es 46 gut erhaltene Beispiele der traditionellen Tulou-Wohnanlagen. Als Tulou werden Häuser bezeichnet, die in der Provinz Fujian im Südosten Chinas verwendet werden. Auffallend ist, dass die meisten dieser Häuser im Kreis stehen. Sie haben mehrere Meter dicke Außenmauern, die aus Lehm bestehen und haben meistens drei bis fünf Stockwerke. In diesen Häusern können bis zu 800 Personen wohnen. Da sie zur Verteidigung gebaut wurden, haben sie keine Außenfenster. Die Räume sind um einen großen Innenhof herum gebaut. Außen sind sie schlicht gehalten, jedoch im Inneren häufig reich dekoriert und verziert. Die Tulou-Lehmrundbauten wurden im Jahr 2008 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Nationalpark Mount Sanqingshan
Der Nationalpark Mount Sanqingshanhat eine Fläche von 22.950 ha = 229,5 km². Er liegt am westlichen Ende des Gebirges Huaiyu im Nordosten der Provinz Jiangxi. Auffällig sind die 48 Bergspitzen und 89 Granitsäulen, die häufig Menschen oder Tiere darstellen. Das Klima unterliegt Einflüssen des Meeres und des Monsuns und ist subtropisch. In den Wäldern sind viele Wasserfälle mit einem Höhenunterschied von mehr als 60 m. Der Nationalpark wurde im Jahr 2008 in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätte aufgenommen
Mount Wutai
Der Wǔtái Shān ist ein Gebirge in Nordchina und der dortige Berg Wutai ist der höchste Berg Nordchinas. Er ist einer der vier heiligen Berge des Buddhismus. Es gibt dort 53 Klöster. Die Denkmäler sind Zeugnis der buddhistischen Architektur, und man erkennt ihren Einfluss auf den Bau von Palästen. Die Tempel sind zwischen dem 1ten Jahrhundert n. Chr. bis ins 20te Jahrhundert hinein gebaut worden.
Der Mount Wutai wurde im Jahr 2009 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen
Plätze, Orte und Straßen
Platz des Himmlischen Friedens in Beijing
Der Platz des Himmlischen Friedens in Peking gilt als der größte Platz der Welt. Auf ihm marschierten bis zu drei Millionen Menschen bei Parteiparaden: Hier fanden Massenkundgebungen statt wie 1919 die Demonstration der Studenten gegen den Versailler Vertrag, 1976 die Gedenkversammlung an Zhou Enlai und inoffiziellen Demonstration gegen Mao Zedong und nicht zuletzt 1989 die blutigen Proteste tausender Pekinger für Pressefreiheit und Demokratisierung des Landes. Der Platz wurde 1999 renoviert.
Tsim Sha Tsui Promenade in Hongkong
Die Tsim Sha Tsui Promenade ist ein Muss für jeden Hongkong-Besucher, auch wenn man sie ohnehin kaum verfehlen kann. Sie schlängelt sich vom Star Ferry-Terminal bis nach Hung Hom und wird gerne von Touristen und chinesischen Pärchen besucht, die hier Händchen halten und Arm in Arm spazieren gehen. Die Promenade gewährt einen Atem beraubenden Ausblick auf den Victoria Harbour sowie auf das Hafenviertel von Hong Kong Island. Wichtiger Teil der Promenade ist die Avenue of Stars (s.o.). Der wohl beste Platz in ganz Hongkong!!!
Victoria Peak in Hongkong
Zu den absoluten Highlights von Hongkong zählt der Victoria Peak (chin. Tai Ping Shan – Berg des großen Friedens), eine 552 Meter hohe Erhebung auf Hong Kong Island. Den "Gipfel" erreicht man mit Hilfe der Peak Tram, einer 1888 eröffneten Standseilbahn, die im Bezirk Central and Western beginnt und auf einer Strecke von 1.365 Metern (und drei Zwischenstationen) die Spitze des Victoria Peak anfährt. Man sagt, dass die Peak Tram die steilste Standseilbahn der Welt ist, was glaubwürdig erscheint, beträgt doch die stärkste Steigung ganze 51%. Hat man den Gipfel des Peak erreicht, bietet sich dem Besucher ein Atem beraubender Blick über weite Teile Hongkongs. Wem das nicht reicht, der kann gerne den 379 m hohen Aussichtsturm Victoria Tower (auch The Peak Tower) besteigen. Vom Peak aus bieten sich auch interessante Wanderungen durch die Villengegenden an, wo die Crème de la Crème Hongkongs wohnt. Auf dem Peak gibt es zudem ein angenehmes Café.
Potala-Palast in Lhasa (Tibet)
Der Potala-Palast auf dem Roten Berg (Hongshan) im Zentrum der Stadt Lhasa des chinesischen Tibetischen Autonomen Gebietes ist ursprünglich während der Herrschaft von Songtzan Ghanbo der Tibetischen Dynastie im 7. Jahrhundert n. Chr. erbaut worden. Der Palast, der auch als "eine glänzende Perle auf dem Dach der Welt" bezeichnet wird, gilt als bedeutendes repräsentatives Werk der tibetischen Baukunst. Die Bauzeit des 110 m hohen Palastes (13 Stockwerke) betrug insgesamt 300 Jahre. Das Baumaterial war Stein und Holz, nur zur Stärkung der Außenmauern vor Erdbeben wurde flüssiges Eisen eingegossen. Der Palast lässt sich in drei Einheiten unterteilen: das östliche Weiße Schloss (Wohnort des Dalai-Lamas), das mittlere Rote Schloss (Buddhahallen und Pagoden der Dalai-Lama verschiedener Dynastien) und die westlichen weißen Mönchstuben. In dem Roten Schloss, dem Hauptteil des Palastes, kann man die Pagode vom 5. Dalai-Lama, Lhosang Jiatzo, bewundern. Sie beinhaltet den Leichnam des 5. Dalai Lamas und ist mit 3.724 kg Gold und mehr als 15.000 wertvollen Diamanten, Rubinen, Smaragden, Jadeiten, Perlen und Achaten geschmückt worden. Der Potala-Palast ist nicht nur ein Zeugnis großer Leistungen der tibetanischen Baukunst, sondern auch ein Zeugnis der Kunstfertigkeit der Handwerker verschiedener Nationalitäten.
Grab des ersten Qin-Kaisers (Museum der Terrakottaarmee)
Das Grab des ersten Qin-Kaisers mit seinen Ton-Krieger- und Pferdefiguren in der Stadt Xi´an in Westchina wurde 1974 zufällig entdeckt. Die gigantische Grabanlage am Fuß des Li-Berges ist berühmt wegen seiner Terrakottaarmee, die sich auf einem riesigen Feld mit über 7.000 lebensgroßen Pferde- und Kriegerfiguren in Schlachtordnung präsentiert. Die Grabanlage gliedert sich in drei Hallen: in der ersten Halle stehen eindrucksvoll die einfachen Krieger, in der dritten Halle stellt eine kleinere Ansammlung an Figuren die Kommandozentrale dar und die zweite Halle sollte wahrscheinlich die zukünftigen Figuren beherbergen. Sie war bei der Ausgrabung leer. Die Armee sollte den ersten Kaiser von China in seine Reise ins Jenseits begleiten. Die überdachten Hallen und Museen sind täglich von 8 bis 17.30 Uhr zugänglich.
Weitere interessante Kulturgüter
Hong Kong Museum of History
Das Museum zur Geschichte Hongkongs befindet sich in Kowloon und lockt insbesondere mit der Dauerausstellung The Hong Kong Story. Dort erfährt man alles, was es zur geschichtlichen Entwicklung Hongkongs zu wissen gibt. Ausgehend von der geographischen sowie geologischen Beschaffenheit der Stadtregion erfährt man viel über das prähistorische Hongkong, die Folklore der Stadt sowie über die beiden Opiumkriege und die Rückgabe der modernen Metropole an China.
Peking-Mensch
Die Relikte vom Peking-Menschen wurden in einer Höhle rund 50 km südwestlich von Peking bei Zhoukoudian gefunden. 1929 fand man in der so genannten Affenhöhle die Schädeldecke eines 200.000 bis 500.000 Jahre alten Hominiden.
Museum für Geschichte und Revolution
An der westlichen Längsseite des Platzes des Himmlischen Friedens befindet sich das Museum für Geschichte und Revolution, in dem die glorreichen Taten der chinesischen Vorfahren und Helden gebührend geehrte werden. Es ist täglich von 08:30-16:00 Uhr geöffnet.
Sommerpalast (Yiheyuan) in Beijing
Dieser Palast liegt westlich von Peking an den Westbergen und Ufern des Kunming-Sees. Die 290 km große Anlage sollte die Qing-Kaiser vor der Hitze des Pekinger Sommers schützen, die künstlich angelegte Landschaft zeigt alle Elemente der chinesischen Gartenarchitektur (Wasser, Felsen und Pflanzen) auf. Auf die Elemente yin und yang finden sich in der Architektur wieder. Der Kunming-See symbolisiert mit seiner weiten Horizontale das weibliche yin-Element, das durch das männliche yang-Element, also durch den Berg, die Felsen und Pavillons kontrastiert wird. Auch die Pflanzen in den Gärten des Sommerpavillons unterliegen einer besonderen chinesischen Ordnung. Von hier aus führten die chinesischen Kaiser ihre politischen Geschäfte im Sommer.
Tor des Himmlischen Friedens in Beijing
An der Nordseite des Platzes des Himmlischen Friedens in Peking befindet sich das Tor des Himmlischen Friedens. Vom Tor, das gleichzeitig die Südbegrenzung des Kaiserpalastes ist, wurden schon zu Kaiserzeiten, aber auch später dem Volk Edikte bzw. politische Erlässe verkündet. Mao Zedong rief von dem Tor die Volksrepublik aus.
Stadt Pingyoa
Die Stadt Pingyoa in Shanxi in der nordchinesischen Provinz Shanxi wurde wurde ursprünglich zirka im 9. Jahrhundert n. Chr. gebaut. Die Stadt ist durch die wesentlich gut erhaltenen Stadtmauern, Straßen, Zivilhäuser, Geschäfte und Tempel ein Museum der Geschichte der Baukunst während der Ming- und Qing-Zeit (1368-1911). Die traditionellen kulturellen Ideen der Han-Nationalität in China in den letzten mehreren tausend Jahren sind hier noch zu erleben und spüren.
Verbotene Stadt in Beijing
Der Kaiserpalast ist eine der Hauptattraktionen Chinas und steht im Zentrum Pekings. Er ist die weltweit bekannte Verbotene Stadt gilt auch als der bis jetzt größte vollkommenste Baukomplex mit Holzstruktur in der alten Zeit. Seit 1987 ist der Kaiserpalast in die "Welterbeliste" aufgenommen worden. Der Palast entstand 1406 auf Befehl des 2. Kaisers der Ming-Dynastie, Zhu Di. Seine Fertigstellung dauerte 14 Jahr und bis 1911 habe insgesamt 24 Kaiser innerhalb von rund 500 Jahren hier gewohnt und von hieraus das Land regiert. Die Schönheit des Gebäudes erstreckt sich auf einer Fläche von mehr als 720 000 m², die von über 10 m hohen Stadtmauern und einem über 50 m breiten Stadtgraben geschützt wird. Der Kaiserpalast ist streng nach den Gesetzen der feudalen Gesellschaft gebaut worden: Die Gesamtanordnung, das Ausmaß, der Baustil und Färbung, Schmuck und Dekoration des Kaiserpalastes spiegeln die allerhöchste kaiserliche Macht und strikte Rangordnung wider.
Bedeutende Bauwerke
Große Halle des Volkes
An der westlichen Längsseite des Platzes des Himmlischen Friedens befindet sich die große Halle des Volkes. Obwohl der Name etwas anderes vermuten lässt, hat das chinesische Volk in dieser Halle wenig zu sagen: Es ist der Sitz der chinesischen Parteien und das von ihnen bestimmte Scheinparlament.
Denkmal für die Helden des Volkes
Das Denkmal für die Helden des Volkes steht mitten auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Verziert ist es durch die Kalligraphien Maos und Zhou Enlais Sie thronen über den zehn Reliefs zu den wichtigsten Ereignisse der letzten 150 Jahre der Revolutionsbewegung Chinas.
Flagstaff House Museum of Tea Ware in Hongkong
Im fantastischen Hong Kong Park thront das Flagstaff House aus dem Jahr 1846. Mithin ist es das älteste noch erhaltene Kolonialgebäude Hongkongs. Zu sehen ist im Flagstaff House ein Museum, das Tee-Utensilien und Keramikwaren ausstellt.
Former French Mission in Hongkong
Mit Elementen noch aus dem Jahre 1842 wurde dieses imposante Bauwerk 1915 von der Französischen Mission erworben und 1917 erheblich umgestaltet. Nachdem es im Anschluss an den Krieg an die Regierung der Stadt übergeben worden war, diente es vielen Zwecken und beherbergt heute den Court of Final Appeal.
Government House in Hongkong
Der Sitz des ehemaligen Gouverneurs von Hongkong wurde zwischen 1851 und 1855 errichtet. Der ursprüngliche Georgian Style wurde 1942 von den Japanern, die Hongkong okkupiert hatten, japanisch modifiziert. Das Dach erhielt eine geschwungene Linie. Es diente dem japanischen Militär damals während der Besatzungszeit als Hauptquartier.
Mao-Mausoleum
Das Mao-Mausoleum im Süden des Platzes des Himmlischen Friedens entstand nach dem Tod des Parteivorsitzendem am 9. September 1976. In ihm sieht man in einem Glasssarg den wächsern wirkenden Leichnam Maos umgeben von Kunstwerken zur gelungenen Kulturrevolution.
Technische Bauwerke
Convention and Exhibition Centre in Hongkong
Das Convention and Exhibition Centre gehört zu Hongkongs beeindruckendsten Wolkenkratzern. Die riesigen Glasfenster und das gekrümmte Segeldach sind die auffälligsten Merkmale.
Exchange Square in Hongkong
Neben der Hongkonger Börse beherbergt dieses spektakuläre Bauwerk weitere Finanzinstitutionen. Das Time Magazine lobte das Gebäude als architektonisch sehr wertvoll. Außerdem erhielt das Hong Kong Exchange Square vom Hong Kong Institute of Architects 1985 die Silbermedaille. Im Ganzen besteht es aus drei Bürotürmen, von denen zwei 52 und einer 33 Etagen besitzen.
Hongkong and Shanghai Bank Building (HSBC-Gebäude) in Hongkong
Das bizarre Ausnahmebauwerk wurde vom renommierten britischen Architekten Sir Norman Foster entworfen, der übrigens auch als der Architekt für die Reichstagserweiterung in Berlin verantwortlich gewesen war. Die Zentrale der HSBC-Bank galt zu ihrer Entstehungszeit in den Jahren 1979 bis 1986 als teuerstes Gebäude der Welt. Zu sehen ist der Koloss auch auf zahlreichen Hongkonger Dollar-Noten. Tipp!!! Lassen Sie sich nicht die fantastische Fahrt mit der Rolltreppe entgehen. So erhalten Sie einen fabelhaften Eindruck von der Brillianz des Bauwerkes.
Jin-Mao-Turm (Jinmào Dàshà)
Der chinesische Name lässt sich als "prachtvolles Gebäude" übersetzen und verweist bereits auf das mit seinen 421 Metern höchte Gebäude Chinas und den fünfthöchsten Wolkenkratzer der Erde. Der Jin-Mao-Turm liegt im Finanzviertel von Shanghai und erstreckt sich über 88 Stockwerke. Er überragt selbst das Two IFC (International Financial Centre) auf Hong Kong-Island. Errichtet wurde der Riese zwischen 1994 und 1998. Ein Aussichtsdeck liegt im 88. Stock; es ist mit seinen 340 Metern das am höchsten gelegene Aussichtsdeck eines Gebäudes in China. Niemand sollte es sich entgehen lassen, für nur 5 Euro von oben den fast surreal anmutenden Blick auf Shanghai zu riskieren.
Oriental Pearl Tower (Dongfang Míngzhuta)
Im ultra-mondänen Stadtteil Pudong liegt der gegenwärtig höchste Fernsehturm Asiens. 468 Meter ist er hoch und zieht mehr als 2 Millionen Besucher jedes Jahr an. Das wohl berühmteste Wahrzeichen der Stadt setzt sich in seiner hochinteressanten Architektur aus 11 unterschiedlich großen Kugeln zusammen, die wiederum von Säulen gestützt werden. Für seine architektonische Umsetzung zeigte sich Jia Huan Cheng verantwortlich. In seiner Übersetzung bedeutet der chinesische Namen "Perle des Ostens." Im Jahr 1995 wurde er eingeweiht.
Hong Kong Central Plaza in Hongkong
Das 374 Meter hohe und 78geschossige Central Plaza erhebt sich im Norden Wan Chais und gehört zu den höchsten Bauwerken Asiens. Nach Einbruch der Dunkelheit wird es von Neonröhren erleuchtet, die all 15 Minuten ihre Farbe wechseln. Sehr sehenswert ist im Inneren die 30 Meter hohe Lobby, die wundervolle Marmoraspekte, Malereien und originale Palmenbäume aufweist.
IFC2 Tower (Two International Finance Centre) in Hongkong
Die wundervolle, dem Victoria Harbour zugewandte Skyline Hong Kong Islands wäre ohne das gegenwärtig höchste Bauwerk der Stadt, den IFC2 Tower, undenkbar. Das Ungetüm bringt es auf ganze 88 Stockwerke und schießt 420 Meter in den Himmel. Das auch zu den höchsten Bauwerken der Welt zählende Finance Centre wurde im Jahre 2003 vollendet und beinhaltet u.a. die Upmarket IFC Mall und das Luxushotel Four Seasons.
Tower der Bank of China in Hongkong
Dieser 367 Meter hohe Büroturm der Zentrale der Bank of China wurde im Jahre 1989 erbaut. Er verfügt über 72 Stockwerke und wurde vom US-amerikanisch-chinesischen Architekten Ieoh Ming Pei entworfen. Pei war in Europa u.a. für die Erweiterung des Louvres sowie die Erweiterung des Deutschen Historischen Museums in Berlin verantwortlich. Der Bank of China-Tower erinnert in seiner Form an einen Bambusstab, der sich nach oben hin verjüngt. Interessant ist, dass es als eines der wenigen Gebäude Hongkongs nicht den Vorgaben des Feng Shui folgt.
TIPP! Besucher können den 43. Stock frei benutzen, um den herrlichen Ausblick über den Hafen und Kowloon zu genießen.
Staudamm Changjiang
Der Changjiang, Chinas mächtigster und längster Fluss, dessen Unterlauf die Einheimischen lieber Yangzi nennen, strömt nördlich von Shanghai in einer Breite von 13 km in das Ostchinesische Meer. In den letzten 2000 Jahren ist der Fluss 215-mal in katastrophaler Weise übergetreten. 1998 kostete das Übertreten des Yangzi 4.000 Menschen das Leben, 14 Million ihr Hab und Gut. Der materielle Schaden belief sich auf 24 Milliarden Dollar. Die chinesische Regierung wird mit dem Yangzi-Staudammprojekt einen 600 km langen und bis zu 185 m tiefen See schaffen, in dem nicht nur die Behausungen von 1,5 Millionen Menschen versinken werden, sondern auch rund 1.300 unerforschte archäologische Fundorte und die natürliche Schönheit der Schluchten von Sichuan. Bis zur geplanten Fertigstellung des Staudamms 2009 (veranschlagte Bausumme: 30 Milliarden Dollar) werden 13 Städte, 140 Kleinstädte und 1.300 Dörfer umgesiedelt sein. Ab 2009 werden rund 360 Millionen Menschen im Stromgebiet des Yangzi leben.
Victoria Harbour in Hongkong
Die Wasserstraße, welche zwischen der Kowloon Halbinsel und Hong Kong Island verläuft, gehört zum Victoria Harbour, der eine Fläche von etwa 42 km² ausfüllt. Der Hafen gehört zu den größten Attraktionen der Stadt und bietet eine Atem beraubende Panoramasicht über die Wolkenkratzer Hongkongs. Der Hafen ist der größte der Welt. Von ihm sind bspw. im Jahr 2005 mit rund 22 Mio. TEU die meisten Container weltweit umgeschlagen worden. Die Größe der Container sind international genormt: Sie sind 8 Fuß breit, 8,6 Fuß hoch und 20 oder 40 Fuß lang (TEU=Twenty Foot Equivalent Units = 20 Fuß - (Container)Einheiten). Singapur liegt mit 21,5 Mio. TEU im Jahr 2005 nach Hongkong weltweit auf Platz 2.
Tempel und andere sakrale Einrichtungen
Heiliger Berg Emei
Der heilige Berg Emei, auch "Da Guang Ming Shan" (Berg des großen Lichts) genannt, liegt im Südwesten des Sichiuan-Beckens. Am Hang des Berges befindet sich der Tempel Baoguosi, der aus dem 16. Jahrhundert stammt. Der Berg Emei ist nach seiner ungewöhnlichen Form - einer geschwungenen Augenbraue - benannt. Er gehört zu den vier heiligen Bergen des Buddhismus und soll insgesamt im Laufe der Jahrhunderte 151 Klöster beherbergt haben. 20 dieser Klöster kann man heute noch besichtigen.
Himmelstempel
Auf einer Reise nach Peking sollte man neben der Großen Mauer, den Kaiserpalast, den Sommerpalast auch den Himmelstempel besichtigen. Der Himmelstempel, auch Tiantan genannt, ist der größte Opferbaukomplex in China. Er entstand Anfang des 15. Jahrhunderts wie der Kaiserpalast und hat eine existenzielle Bedeutung für die Herrschaft der chinesischen Kaiser. Nach den alten Riten opferten hier die Kaiser, um den Einklang zwischen der Ordnung in der Natur und der Gesellschaft durch reichhaltige Ernten sicherzustellen. Naturkatastrophen wurden in China als Unzufriedenheit des Himmels mit der Herrschaft des Kaisers interpretiert und berechtigten die Untertanen zur Rebellion. Diese Opferritual wurde von den Kaisern bis ins 20. Jahrhundert zelebriert.
Kloster Po Lin und Tian Tan Buddha auf der Insel Lantau
Die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Insel Lantau ist der bronzene Tian Tan Buddha. Er erhebt sich bei Ngong Ping und ist die größte frei stehende und sitzende Buddhastatue der Welt. Als größtes buddhistisches Monument von Hongkong gehört es zum malerischen Kloster Po Lin und thront auf einer Altarplattform, welche von Besuchern – nach einem Aufstieg von 268 Stufen - besichtigt werden kann. Die 34 Meter hohe Statue wird von acht kleineren Bronzestatuen umgeben, welche verschiedene Götter darstellen sollen. Die Buddha-Statue wurde im Jahre 1993 eingeweiht und kann kostenlos von 10:00 Uhr bis 17:45 Uhr besucht werden. Sehr empfehlenswert ist es, die Eintrittsgebühr von 60 Hongkong-Dollar zu zahlen. Sie beinhaltet den Eintritt zu den Ausstellunghallen und ein vegetarisches Mittagessen.
Anfahrt: Das Kloster erreicht man am besten mit Hilfe des Schiffes, was nicht teuer ist und die beste Reisemöglichkeit darstellt. Nach der Schifffahrt (vom Pier 6) von Hongkong nach Lantau nimmt man noch den Bus der Linie 2 und ist schon da. Man kann natürlich auch auf die Mass Transit Railway zurückgreifen.
Konfuzius-Ahnentempel, die Konfuzius-Residenz und der Konfuzius-Friedhof
Der Konfuzius-Ahnentempel, die Konfuzius-Residenz und der Konfuzius-Friedhof in der Stadt Qufu in der Provinz Shandong nehmen in der chinesischen Geschichte und orientalischen Kultur weltweit einen bedeutenden Platz ein. Sie symbolisieren die tatkräftige Hochschätzung der Kaiser verschiedener Dynastien auf Konfuzius Weisheit und den Konfuzianismus in den letzten mehr als 2000 Jahren. Der Konfuzius-Ahnentempel gilt als einer der ersten Tempel in China und wurde 2 Jahre nach dem Tod Konfuzius (478 v. Chr.) als Opferstätte errichtet. Der Tempel war zuvor der ehemalige Palast vom König des Reiches Lu, bei dem Konfuzius Beamter war. Mit dem Aufstieg des Konfuzianismus zur orthodoxen Kultur wurde der Tempel bis zu seinem gegenwärtigem Ausmaß ausgebaut. Seit Anfang des 18. Jahrhundert wurde der Tempel nicht mehr erweitert.
Ming-Gräber
Die Ming-Gräber (13 von 16 Gräbern) sind knapp 50 km nördlich von Peking in einem weiten Talkessel zu finden. Nachdem die Ming-Dynastie die Mongolenherrschaft abgelöst hatte, sollte der Ahnenkult, der in der mongolischen Kultur nicht existierte, wieder aufleben. Zur Ahnenehrung erbaute der Yongle-Kaiser, der dritte in der Ming-Dynastie, die letzte Ruhestätte für 13 Ming-Herrscher und deren Kaiserinnen und Konkubinen.
St John's Cathedral in Hongkong
Die neugotische Kirche aus dem Jahre 1849 stellt die älteste und zugleich größte anglikanische Kirche des Fernen Ostens dar. Sie befindet sich im Central District und wurde im Jahre 1849 erbaut. Das Gotteshaus erhebt sich übrigens malerisch inmitten von Bäumen.
Tempel der Zehntausend Buddhas in Hongkong
Das bedeutendste buddhistische Heiligtum in Hongkong liegt auf einem Hügel in Shatin. Seinen Namen hat der Tempel von dem wirklich bemerkenswerten Umstand, dass seine Wände mit geschätzten 12.800 Buddhafiguren bemalt sind. Diese waren einst von Gläubigen gespendet und von zwölf Handwerkern in zehn Jahre andauernder Kleinstarbeit verwirklicht worden.
Wong Tai Sin Temple in Hongkong
Der gigantische Wong-Tai-Sin-Tempel, ein bezaubernd geschmückter traditioneller Tempel im Norden von Mongkok, weist sowohl buddhistische als auch taoistische und konfuzianische Traditionen auf. Im Hauptgebäude steht das Standbild des Namensgebers Wong Tai Sin, eines Schäfers und Alchemisten, der aus Zhejiang stammte und wohl ein Allheilmittel erfunden habe. Der mit goldenen Decken, roten Säulen und geschmückten Gittern verzierte Tempel wird gerne von Wahrsagern umgeben, die sich dort an ihren Ständen an die Tempelgänger wenden.
Tier- und Vergnügungsparks
Hongkong Disneyland
Bis zur malerischen Insel Lantau (s.u.) wird man fahren müssen, um das sehr sehenswerte Hongkong Disneyland besuchen zu können. Neben dem Themenpark Magic Kingdom gibt es dort zwei Disney-Hotels, in denen bis zu 1.000 Gäste Platz finden. Man erreicht Disneyland in etwa einer halben Stunde von der Innenstadt aus oder in 10 Minuten vom Hongkong International Airport. Mit der Metro-Linie Tung Chung fährt man zur Station Sunny Bay und von dort weiter zur Station Disneyland Resort.
Zoologisch-Botanischer Garten Hongkong
Die zoologischen sechs Hektar breiten sich inmitten von Hong Kong Island aus und bieten einen seltsamen Kontrast zu den Häuserzähnen rundherum. Etwa 700 Tiere gibt es in dem 1871 gegründeten Tierpark zu sehen, von denen allein 600 Vögel sind. Alle Tiere haben ihre natürliche Heimat in den Tropen. Die unumstrittenen Hauptattraktionen sind die Menschenaffen und die Reptilien. Wer normalerweise für Tierparks kein Geld ausgeben möchte, wird gerne hören, dass der Eintritt in den Zoologisch-Botanischen Garten Hongkongs kostenlos ist.
Naturschönheiten
Huangshan-Berg
Der Huangshan-Berg liegt in der rund 1.200 qkm großen Huangshan-Landschaftszone in Mittelsüdchina und gehört zu den fünf bekanntesten Bergen in China (der Taishan-Berg im Osten, der Huashan-Berg im Westen, der Songshan-Berg in der Mitte des Landes, der Hengshan-Berg im Süden und der Hengshan-Berg im Norden). Die Schönheit des Huangshan-Berg liegt in den vier Einzigartigkeit seiner Vegetation: die Kiefern, die Felsen, das Wolkenmeer und die heißen Quellen. Das feuchte, niederschlagsreiche Klima begünstigt das Wachstum der über 10.000 Kiefern mit dem Alter von mehr als 100 Jahren. Symbol des Berges ist die Gastbegrüßungskiefer unter dem Jade-Gipfel. Die zweite und die dritte Einzigartigkeit des Berges sind die grotesken Felsen und das Wolkenmeer. Klimatisch bedingt ist der Berg oft von Dunst bedeckt, was den steilen Felsen ihren besonders grotesken Ausdruck verleiht. Auch die vierte Einzigartigkeit des Berges, die heißen Quellen, lädt zu einem Besuch des Berges ein.
Lamma Island
Hongkongs drittgrößte Insel breitet sich im Südwesten der Metropole aus und misst ganze 13,55 km². Man erreicht die ruhige, naturbelassene und weitgehend autofreie Insel mit Hilfe regelmäßiger Fährverbindungen von/nach Sok Kwu Wan und/oder Yung Shue Wan. Die Insel ist u.a. für die gefährdeten Suppenschildkröten bekannt, die im Süden des Eilands leben. Weiterhin sehr sehenswert sind die beiden typischen Tin Hau-Tempel, religiöse Stätten, in denen die Göttin der Fischer und des Meeres verehrt wird.
Lantau Island (auch Lantao)
Die mit 146,38 km² und 45.000 Einwohnern größte Insel Hongkongs breitet sich gegenüber der Mündung des Perlflusses aus und wurde 1998 aus Lageplatz für den riesigen internationalen Flughafen Hongkong Chek Lap Kok ausgewählt. Neben dem oben bereits vorgestellten, im Jahre 2005 eröffneten Hong Kong Disneyland ist die „Lunge Hongkongs" vor allem für das Kloster Po Lin bekannt, das sich auf dem Ngong-Ping-Plateau erhebt und den Tian Tan Buddha sein Eigen nenen darf, die weltgrößte sitzende und frei bstehende Buddhastatue (s.u.). Weiterhin sehr sehenswert ist das 300 Jahre alte Fischedorf Tai O, die 1817 errichtete Festung Tung Chung und das Trappisten-Kloster Trappist Haven in Tai Shui Hang. Sehenswert sind auch die zahlreichen Naturparks, die immerhin mehr als 50 % der Inselfläche ausmachen.
Longmen-Grotten
Rund 12, 5 km südlich der Stadt Luoyang der mittelchinesischen Provinz Henan liegen die Longmen-Grotten zwischen dem östlichen und westlichen Abgrund der Longmen-Schlucht. Zwischen den beiden Abgründen fließt der Yishui-Fluss, so dass diese Szenerie auch als Tor - als "Yi Jue" bezeichnet wird. Ursprünglich wurden die Longmen-Grotten während der Herrschaft des Kaisers Xiaowendi der Nördlichen Wei-Dynastie (471 bis 477 n. Chr.) erbaut, wobei ihre Fertigstellung über 400 Jahre dauerte und sie somit über eine 1.500 jährige Geschichte verfügen. In den Longmen-Grotten kann man mehr als 1.300 Grotten, 2.345 Buddhanischen, über 3.600 Kalligraphie- und Schnitzereiwerke, mehr als 50 Buddhapagoden und über 97.000 Buddhastatuen besichtigen. Die Longmen-Grotten gehören wie die Mogao-Grotten in Dunhuang der Provinz Gansu und die Yungang-Grotten in Datong der Provinz Shanxi zu den so genannten "drei großen Schatzkammern der Steinschnitzereikunst in China".
Macao
Die seit 1999 als zweite Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China etablierte Insel in der Nähe von Hongkong ist reich an interessanten Sehenswürdigkeiten, die teilweise noch bis auf die Kolonialzeit zurückgehen. Eine ausführliche Darstellung der Insel finden Sie bei goruma und zwar hier >>>
Mogao-Grotten
Die Mogao-Grotten befinden sich in der Nähe der Stadt Dunhang in der nordwestlichen Provinz Gansu. An der Ostseite des Mingsha-Berges sind 366 n. Chr. zahlreiche Grotten gebaut worden. In den verstreut angeordneten Mogao-Grotten sind mehr als 1000 Buddhagrotten und zahlreiche Statuen und Wandmalereien Zeugnisse der andauernden buddhistischen Kunst. Nicht umsonst werden die Mogao-Grotten auch als "die Tausend-Buddha-Grotten" bezeichnet.
Yungang-Grotten
Am südlichen Fuß des Wuzhou-Berges 16 km westlich der Stadt Datong der nordchinesischen Provinz Shanxi befinden sich die Yungang-Grotten. Ursprünglich wurden die Grotten im 2. Jahr der Xing´an-Periode der Nördlichen Wie-Dynastie (453 n. Chr.) gebaut. Die Grotten beherbergen 45 wichtige Grotten, 252 große und kleine Nischen, mehr als 51.000 Steinstatuen von denen die größte 17 m hoch ist. Die Yungang-Grotten gehören mit den Mogao-Grotten in Dunhuang der Provinz Gansu sowie den Longmen-Grotten der Provinz Henan zu den so genannten "3 großen Grottengruppen in China".
Wüste Gobi
Die Wüste Gobi ist eine Steppenwüste und nach der Sahara die zweitgrößte Wüste der Welt. Sie erstreckt sich über 1 Millionen qkm und hat eine durchschnittliche Höhe von etwa 1.000 m über dem Meeresspiegel. Die Chinesen nennen die Wüste Gobi auch han-hai, der trockene See. Diesen Namen hat die Wüste, die streng genommen eher eine monotone Wüstensteppe ist, von den in der Öde sich befindenden Seen, u.a. auch Salzseen.
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