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China: Geografie

Inhaltsverzeichnis

  1. Fläche und Bodennutzung
  2. Landesgrenzen
  3. Küstenlänge
  4. Geografische Länge und Breite
  5. Gesetzliche Uhrzeit
  6. Sonnenhöchststand in Peking
  7. Berge
  8. Flüsse
  9. Seen
  10. Inseln
  11. Gelbes-, Ost- und Südchinesisches Meer

Fläche und Bodennutzung

Die VR China umfasst eine Fläche von insgesamt 9. 572.419 km². Mit diesem Gebiet ist China nach Russland und Kanada der Fläche nach das drittgrößte Land der Welt. Geographisch gesehen fällt das Land vom Westen nach hin Osten ab. Von der gesamten Landfläche machen Gebirge, Hochplateaus und Hügellandschaften zwei Drittel aus. Die jeweiligen Anteile an der Gesamtfläche des Festlandes sind:

  • Wald
    Rund 9% des Landes sind bewaldetes Gebiet.
  • Wiesen-, Weideland
    Rund 24% des Landes werden als Wiesen- oder Weideland genutzt.
  • Steppe
    6,5% des Landes kann als Steppe oder Ödland bezeichnet werden. Teile der Wüste Gobi zeigen Merkmale der Steppe auf.
  • Äcker und Felder
    Rund 36% des Landes werden als Ackerland oder Felder genutzt, besonders im Norden zum Anbau von Getreide- und Süßkartoffeln und im Süden zum Reisanbau genutzt.
  • Wüste
    21% des Landes besteht aus Wüste. Die größte Sandwüste Zentralasiens ist die Taklimakan-Wüste, die aufgrund ihres Wassermangels fast völlig vegetationslos ist. Sie befindet sich im Nordwesten des Landes eingebettet zwischen dem Tian-Gebirge und dem Kunlun-Gebirge. Die zweitgrößte Wüste innerhalb der VR China ist die Wüste Gobi. Ihr Boden aus großkörnigem rotem Sand beherbergt nur eine spärliche Vegetation, vorwiegend handelt es sich hierbei um eine Steppe mit Gräser- und Strauchgewächsen.
  • Sumpf
    Etwa 2% des Landes sind Feuchtgebiete.
  • Gebirge
    Etwa 33% des Landes sind gebirgig.

Vergleiche 
Bundesrepublik Deutschland (357.022 km²), 
Luxemburg (2.586 km²), 
USA (9.772.614 km²), 
Indien (3.29 Millionen km²), 
sowie Japan (377.801 km²).

Landesgrenzen

China: Große Mauer © goruma (Dominik Jesse)

Beijing: Tor des Himmlischen Friedens © goruma (Dominik Jesse)

In der VR China lebt ca. ein Fünftel der Weltbevölkerung. 
China besitzt mit insgesamt 14 Staaten eine gemeinsame Grenze. Die Gesamtgrenzlänge aller Grenzen beträgt 22.147 km. 

Es sind die Grenzen zu: 

Des Weiteren wird die Republik China (Taiwan) von Peking als Bestandteil der Volksrepublik China betrachtet.

Küstenlänge

Die VR China besitzt eine Küste zur See mit einer Länge von rund 14.500 km.

Geografische Länge und Breite

China erstreckt sich über die folgende geografische Breite (Abk. Δφ) sowie geografische Länge (Abk. Δλ):

Δφ = von rund 18° bis 53° bis nördliche Breite
Δλ = von rund 073° bis 135° östliche Länge

Ausführliche Informationen über diese Thematik finden Sie unter Geografische Länge und Breite.

Gesetzliche Uhrzeit

Für China gilt gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ), also der Zeit ohne Sommerzeit der folgende Wert. Dabei bedeutet ein Minuszeichen, dass es dort früher und ein Pluszeichen, dass es dort später als nach MEZ ist:

Δt (MEZ) = + 7 h

Weitere und ausführliche Erläuterungen zur Uhrzeit finden Sie unter Zeitzonen, Uhrzeit.

Die VR China hat keine Sommerzeit, d.h. es gilt im Winter Mitteleuropäische Zeit (MEZ) plus 7 Stunden, während der europäischen Sommerzeit MEZ plus 6 Stunden.

Sonnenhöchststand in Beijing (Peking)

Beijing liegt auf einer nördlichen Breite von rund φ = 40°.
Sofern die Sonne am nördlichen Wendekreis steht, also bei δ = 23,5°, ist in Peking Sommerbeginn, dies ist der 21. Juni. Dann ergibt sich für den höchsten Stand der Sonne zur Mittagszeit nach Gl. 1 (s. Sonnenstand):

40° = (90° - h) + 23,5°

also: 

h = 73,5°

Mit 73,5° besitzt die Sonne somit in Peking den höchsten Stand des gesamten Jahres über dem Horizont (präzise: über der Kimm).

Berge

Sieben der weltweit 19 Berge, die höher als 7.000 m sind, befinden sich innerhalb der VR China oder an der chinesischen Grenze. 

Qinghai-Tibet-Plateau
Zum Qinghai-Tibet-Plateau, dem "Dach der Welt", zählen die meisten der hohen Berge der Volksrepublik. 

Himalaya-Kette
Auch die Berge der Himalaya-Kette liegen im Durchschnitt 6.000 m über dem Meeresspiegel. 
Zu ihnen gehört u.a. der Qomolangma (Mount Everest). Mit einer Höhe von 8.848 m ist er der höchste Berg der Welt.
 
Kulun-Gebirge
Die Berge Muztag (7.723 m), Muztagata (7.546 m) sowie Kongur (7.719 m) gehören zum Kulun-Gebirge, das im Westen auf dem Pamir-Hochland beginnt und sich 2.500 Kilometer nach Osten erstreckt. 

Hengduan-Gebirge
Ein weiteres Gebirge Chinas ist das Hengduan-Gebirge, eine Gruppe von Gebirgszügen, die Osttibet, Westsichuan und Yunnan durchziehen. Hier misst der höchste Gipfel des Gebirges, der Gongga, (7.556 m). Die durchschnittliche Höhe des Hengduan-Gebirges liegt bei 3.000 bis 4.000 m. 

Weitere hohe Berge sind der:

  • Ch'aio-ko-li Feng (K2) (8.611 m)
  • Kamet (7756 m)
  • Namjagbarwa Feng (7.755 m)

Flüsse

Yangzi (Yangse)
Der längste Fluss des Landes und zugleich der drittgrößte Fluss der Welt ist der Yangtse (Changjiang), der mit einer Länge von rund 6.300 km das Land in Norden und Süden trennt und gleichzeitig auch die Kulturgrenze bildet. Nördliches des Flusses überwiegen Getreide- und der Süßkartoffelanbau, während im Süden nasse grüne Reisfelder die Landschaft prägen. Die Quelle desYangtse entspringt am Fuße des 6.621 Meter hohen Gelandong in den Tanggula-Bergen in der Provinz Qinghai. Obwohl der Fluss in Europa unter dem NamenYangtse bekannt ist, haben doch Ober-, Mittel- und Unterlauf unterschiedliche Namen. Der Oberlauf heißt noch Tuotuo, dann Tongtianhe, und von Yibin in Qingahai bis nach Sichuan wird er Goldsandfluss (Jinshaijang) genannt. Den Mittellauf nennt man Ghanjiang, während die Einheimischen dem Unterlauf von Yangzhou bis zur Mündung den in Europa bekannten NamenYangtse geben.

Gelbe Fluss (Huáng Hé)
Historisch gesehen ist der Gelbe Fluss (Huáng Hé) Chinas bedeutendster Fluss. Seine Quelle befindet sich in Qinghai, fließt dann über Lanzhou nach Norden, um dann bei Baotou in der Mongolei seinen Weg nach Süden zu bahnen. Auf seiner Reise durchquert er die fruchtbare Lößebene, auf dessen Boden die ersten Gemeinschaften siedelten. Der Fluss schuf die Vorraussetzung für das Entstehen der chinesischen Zivilisation. Seinen Namen hat der 5.464 km lange Fluss von der gelben Lößerde, die wegen mangelnder Anpflanzungen leicht erodiert und in den Fluss geschwemmt wird.

Weitere große Flüsse in dem Land sind der:

  • Mekong mit einer Länge von rund 4.909 km
  • Perlfluss mit eine Länge von rund 2.197 km
  • Brahmaputra mit einer Länge von rund 2.900 km
  • Amur mit einer Länge von rund 2.824 km
  • Salwawien mit einer Länge von rund 2.500 km sowie
  • der Xi jiang mit einer Länge von rund 2.011 km.

Seen

Poyang-Ho
Der Poyang-Ho ist der größte Frischwassersee Chinas. Er befindet sich in der Jiangxi Provinz, ca. 50 km nördlich von Nanchang. Während der Regenzeit hat der See eine Größe von bis zu 4.000 km², bei Trockenheit reduziert sich sein Ausmaß auf ca. 1.000 km². Der durchschnittlich 8 m tiefe See ist eines der wichtigsten Reisanbaugebiete Chinas. Ein 1 km langer Kanal verbindet Chinas größten See mit Chinas längstem Fluss - den Yangtse.

Dongting Hu See
Der Dongting Hu See ist mit seiner Fläche von 2.820 km² der zweitgrößte Frischwasser See Chinas. Am Mittellauf des Yangtse Flusses gelegen erstreckt sich der See zwischen der Provinz Hunan und der Provinz Hubei. Bedeckt von zahlreichen Lotusblüten ist der See oftmals Schauplatz vieler traditionell-chinesischer Mythen und Legenden. Am Ostufer des Sees gelegen befindet sich der beeindruckende Yueyang Tempel, der schon vom Poeten Fan Zhongyan während der Song Dynastie (420-479 n. Chr.) besungen wurde. Auf dem See befinden sich mehrere Inseln, die bekannteste ist die Junshan Insel - nicht zuletzt wegen des von der Insel stammenden Weißen Tees, dem so genannten Yin Zhen Tee (Yin= Silber, Zhen= Nadel).

Weitere große Seen sind der:

  • Hongze Hu See mit einer Fläche von rund 3.780 km²
  • Lop Nur mit einer Fläche von rund 3.520 km²

Vergleiche 
Der Bodensee (571,5 km²) Deutschland, Schweiz und Österreich
der weltweit größte Binnensee: das Kaspische Meer (393.898 km²) in Russland, Aserbaidschan, Iran, Turkmenistan sowie in Kasachstan; der Ontario-See (19.259 km²) in den USA und Kanada sowie der Victoria-See (69.000 km²) in Uganda, Tansania und Kenia.

Inseln

Taiwan
In den chinesischen Hoheitsgewässern liegen verstreut rund 5.400 Inseln. Die Insel Taiwan ist mit einer Fläche von 36.000 km² die größte, obwohl es mittlerweile ein eigener demokratischer Staat ist hält China es nach wie vor für einen Teil ihres Territoriums.

Hainan
Die Insel Hainan mit einer Fläche von 34.000 km² die zweitgrößte. 

Die VR China erhebt seit 1992 Anspruch auf die Spratly-, Paracel- und Diaoyu-Inseln. Wegen der dortigen Erdölreserven werden die Spratly-Inseln auch von Malaysia, Taiwan, Vietnam, Brunei und den Philippinen beansprucht.

Gelbes Meer, Ostchinesisches Meer, Südchinesisches Meer

Gelbes Meer
Das Gelbe Meer grenzt im Norden und Westen an China und im Osten an Nord- und Südkorea. Im Süden geht es in das Ostchinesische Meer über. Seine tiefste Stelle liegt bei rund 110 m. Seinen Namen hat es von dem gelben Schwemmsand, den vor allem der Gelbe Fluss (Huáng Hé) und andere kleinere Flüsse in das Gelbe Meer hineinschwemmen. Das Gelbe Meer umfasst eine Fläche von rund km². An seiner breitesten Stelle zwischen China und Südkorea hat das Meer eine Breite von rund 630 km, zwischen China und Nordkorea  rund 665 km. Seine schmalste Stelle befindet sich mit rund 195 km zwischen China und Nordkorea.
 
Ostchinesisches Meer
Das Ostchinesische Meer ist ein Randmeer des Pazifiks und grenzt  im Westen an China, im Norden an Südkorea, im Osten an die südlichen Teile von Japan im Osten und im Süden an Taiwan. Im Norden wird es durch die Koreastraße vom Japanischen Meer - und im Süden durch die Straße von Formosa vom Südchinesischem Meer  getrennt.  Das Meer nordwestlich zwischen der Koreanischen Halbinsel und der Volksrepublik China ist das Gelbe Meer. Das Ostchinesische Meer, das Südchinesische Meer sowie das Gelbe Meer zusammen bilden das Chinesische Meer.  Das Ostchinesische Meer umfasst eine Fläche von 1,25 Mio. km² - bei einer maximalen Tiefe im Okinawagraben von 2.720 m

Südchinesisches Meer
Das Südchinesische Meer ist ein Teil des Chinesischen Meeres und damit ein Randmeer des Pazifischen Ozeans. Zum Chinesischen Meer gehören neben dem Südchinesische Meer noch das Gelbe Meer und das Ostchinesische Meer. Das Südchinesische Meer umfasst eine Fläche von ca. 2.975.000 km²  und besitzt eine maximale Tiefe von 5.015 m.  Das Meer liegt zwischen China, der Indochinesischen - sowie der Malaiischen Halbinsel und den Inseln Taiwan, Luzon, Palawan und Borneo. Am Südchinesischen Meer liegen neben Vietnam in alphabetischer Reihenfolge die folgenden Staaten: Brunei, China,  Indonesien, Kambodscha, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Taiwan und Thailand, das aber im Osten korrekterweise am Golf von Thailand liegt, der aber ein Teil des Südchinesischen Meeres ist.

 
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