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Bevölkerung und Städte

Bevölkerung

Bevölkerungszahl
Der Südsudan hat  etwa 11,5 Millionen Einwohner (Bevölkerungsdichte:von denen mehr als 500.000 in der Hauptstadt Juba leben. Schwierigkeiten bei der genaueren Bestimmung der Bevölkerungszahl bereitet der Umstand, dass etwa vier Millionen Südsudanesen wegen des Bürgerkrieges im Nordsudan oder im Ausland leben. Schätzungen gehen davon aus, dass drei Millionen von diesen Flüchtlingen nach und nach in den Südsudan zurückzukehren werden.
Die niedrige Lebenserwartung in der jungen Republik Südsudan hängt unter anderem damit zusammen, dass das Land zu den ärmsten Entwicklungsländern Afrikas gehört und eine soziale Absicherung und eine ausreichende medizinische Versorgung nicht kennt. Zwischen 20 und 35% der Bevölkerung sind unterernährt; und etwa 90% sind Analphabeten.

Ethnien
Die Bevölkerung des Südsudan besteht zum größten Teil aus Schwarzafrikanern, im Gegensatz zum Norden, wo überwiegend Araber leben. Die größte und einflussreichste Ethnie sind die Dinka, die zu den Niloten gerechnet werden. Gefolgt werden die Dinka von den ebenfalls nilotischen Nuer und Schilluk und den Azande.

Religionszugehörigkeit
Während der Norden des Sudans überwiegend muslimisch geprägt ist, leben im Süsudan hauptsächlich Animisten und Christen. Wer zum Christentum übertritt, erfährt einen sozialen Aufstieg. In der Republik Sudan sind Religionszugehörigkeit und gesellschaftliche Einordnung nahezu identisch. Das Christentum des jungen Landes ist aber nicht frei von Einflüssen aus afrikanischen Religionen. Das erklärt auch die vielfältigen Arten, den Glauben zu leben und zu interpretieren. Die Christen des Landes sind überwiegend Katholiken und Anglikaner. In den letzten Jahren aber gewinnen unter ihnen immer mehr amerikanisch-evangelikale Gruppierungen an Boden. 

Landessprache
Gemäß der neuen Übergangsverfassung des Jahres 2011 wurde Englisch als alleinige Amtssprache der Republik Südsudan festgelegt. Daneben ist das Sudanarabische aber als Verkehrssprache weiterhin sehr verbreitet. Abgesehen vom Englischen und Arabischen werden im Lande viele Sprachen der nilosaharanischen Sprachfamilie benutzt. Dazu gehören v.a. Dinka, Nuer, Bari und Schilluk. Im Nordwesten des Südsudan werden zahlreiche Sprachen gesprochen, die von recht kleinen Volksgruppen (= Fertit) lebendig gehalten werden. Im Südwesten sind ubangische Sprachen der Niger-Kongo-Sprachfamilie im Gebrauch. Dazu gehört u.a. das Azande.

 

Hauptstadt und weitere Städte

Juba (auch Dschuba)
Juba, die Hauptstadt des Südsudan, ist wenig mehr als ein großes Dorf, in dem mehr als  400.000 Menschen leben. Historikern ist die Stadt sicherlich als Ort der Sudan Administration Conference (1947) bekannt, auf der Briten und Vertreter des Nordsudan die Vereinigung des nördlichen mit dem südlichen Sudan beschlossen haben; südsudanesische Vertreter waren nicht anwesend. Juba breitet sich am westlichen Ufer des Nils aus und ist die letzte Ruhestätte des im Südsudan verehrten Führers der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA), John Garang, der in einem Mausoleum in der Nähe der Allerheiligen-Kathedrale liegt. Dank der Juba-Brücke ist die Stadt über den Nil und mit Uganda verbunden.

Bor
Bor, dessen arabischer Name Būr in seiner Übersetzung "Hafen“ bedeutet, ist die Hauptstadt des südsudanesischen Bundesstaates Jonglei. Die am Weißen Nil gelegene Stadt wurde nach dem Stamm der Bor benannt und wird derzeit von etwa 25.000  Menschen bewohnt. Die Stadt erlangte im Jahre 1991 traurige Berühmtheit, als sich dort das so genannte "Massaker von Bor“ ereignete: Der Anführer einer Fraktion der SPLA, Riek Machar, richtete dort ein Blutbad an, bei dem etwa 2.000 Zivilisten ums Leben kamen. Die mit größeren Ölvorkommen gesegnete Stadt wartetet noch immer auf die Fertigstellung des Jonglei-Kanals, der Bor mit Malakal verbinden sollte, wegen des Bürgerkrieges aber nicht vollendet werden konnte.

Malakal
Die im Osten des Südsudans gelegene Hauptstadt des Bundesstaates Upper Nile ist Heimat von derzeit etwa 170.000 Menschen. In der Stadt befindet sich mit der Universität Juba auch die älteste Hochschule des Südsudan.
Zwar wurde ein Großteil des Lehrbetriebs aufgrund des Bürgerkrieges 1989 nach Khartoum verlegt, doch befindet sich die Universität seit der Unabhängigkeit wieder in einem Prozess der Rückkehr.

Torit (auch Torrit)
Die auch Torrit genannte Hauptstadt des Bundesstaates Ost-Äquatoria soll einst den obersten Gerichtshof des Südsudans beinhalten. Insgesamt fast 18.000 Menschen leben in der quadratisch unterteilten Stadt - der Großteil in Rundhäusern aus Lehm.

Warrap (auch Warap)
Die von der Stadt Bi'r Qurud direkt begrenzte Hauptstadt des Bundesstaates Warrap wurde vom Bürgerkrieg so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass derzeit  keine Bevölkerungszahlen vorliegen und die Infrastruktur am Boden liegt. Touristisch interessant ist der etwa 15 km südlich gelegene Maleit-See.

 






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