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Sudan: Sehenswürdigkeiten

Inhaltsverzeichnis

UNESCO-Welterbestätten

UNESCO Welterbestaetten, Sudan, Karte

Heiliger Berg Dschebel Barkal und archäologische Stätten der Napata-Region
Diese Welterbestätten liegen im Niltal etwa 400 km von der Hauptstadt Khartum in Sudan entfernt und erstrecken sich auf einer Länge von ca 60 km.

Die 5 zusammengefassten Stätten sind:
- der Berg Barkal mit Pyramiden und Amuntempel
- das Gräberfeld von Zuma,
- die Pyramiden von al-Kurru,
- die Pyramiden von Nuri und
- die Ruinen von Sanam.

In dem Kulturerbe sind Tempel, Gräber, Pyramidenund Paläste zu besichtigen. Der Amun-Tempel, am Fuß des Berges Dschebel Barkal wird auch heute noch als heilig verehrt. Ein steinerner Felspfeiler ragt aus dem Berg empor, er galt in der Antike als Abbild der Uräusschlange.  Entstanden sind diese Stätten in den Jahrhunderten 900 -270 v.Chr. 

Die  Stätten wurden im Jahr 2003 in die Liste der Weltkulturerbestätte der UNESCO aufgenommen.

Moroe
Die Stadt Meroe war in den Jahren 400 v. Chr. bis ca. 350 n. Chr. die Hauptstadt des Reiches Kusch.

Um 350 n.Chr. wurde das Reich zerstört, das sich von der Nilkrümmung nordwestlich von Shenbi bis zu den Bergen Abessiniens erstreckte. Allerdings ist es nicht bekannt, ob Meroe auch schon zu dieser Zeit zerstört wurde.

Die königliche Stadt war von einer Mauer umgeben hinter der Paläste und Regierungsgebäude vermutet wurden. Die Paläste hatten römische Bäder, die mit Skulpturen und Wandmalereien ausgestattet waren.

Außerhalb der Mauer stand der Tempelkomplex, der zu Ehren und Anbetung des Gottes Amun errichtet worden war. Er besteht aus einem großen Tempel, der von kleineren Tempeln umgeben war. Die Nekropole der Stadt ist etwas außerhalb gelagert. Dort befinden sich zahlreiche Pyramiden. Das Gebiet liegt ca. 200 km nordöstlich der Hauptstadt Khartum

Die archäologischen Stätten wurden im Jahr 2011 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Sanganeb Marine National Park and Dungonab Bay – Mukkawar Island Marine National Park
Dieses Welterbe besteht aus zwei räumlich voneinander getrennten Gebieten.

  • Sanganeb ist ein isoliertes Korallenriff im zentralen Roten Meer und liegt rund 25 km von der Küste des Sudans entfernt. Der Marine-Nationalpark wurde 1990 eingerichtet und umfasst eine Fläche von 26.000 ha = 260 km².Man findet hier u.a. drei Haiarten, Delfine, Schildkröten und natürlich zahlreiche Fische.
  • Dungonab Bay and Mukkawar Island liegen rund 125 km nördlich von Port Sudan ebenfalls im Roten Meer. Es beherbergt ein System von Korallenriffen, Mangrovenwäldern, Seegrasflächen sowie kleine Inselchen und Strände.
    Es gibt hier eine große Kolonie von Seevögeln und zudem Meeressäuger, Haie, Schildkröten, Mantarochen und natürlich zahlreiche verschiedene Fischarten.
    Dungonab Bay beherbergt zudem eine weltweit bedeutende Population von Seekühen.

Sanganeb Marine National Park and Dungonab Bay – Mukkawar Island Marine National Park wurden am 17. Juli 2016 auf der Konferenz in Istanbul in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätten aufgenommen

 

Städte

Al-Chartum Bahri
Al-Chartum Bahri bildet mit Khartoum und Omdurman eine Dreistadt. Alle drei Orte sind durch den Zusammenfluss von Weißem und Blauem Nil getrennt. Untergliedert wird Al-Chartum Bahri durch eine Bahnlinie, die von Norden nach Süden verläuft. Die wenig sehenswerte Stadt bietet als eine ihrer wenigen Attraktionen einen großen Friedhof an, der sich im Stadtteil Hilat Khogali Maghabat Khogali ausbreitet. Dort ist u.a. der Scheich Khogali bin Abdar-Rahman (gest. 1743) begraben, ein Sufi-Gelehrter des Schadhiliyya-Ordens.

Bur Sudan
Die Hauptstadt des Bundesstaates al-Bahr al-ahmar wird auch Port Sudan genannt, denn sie verfügt über den einzigen Seehafen des Landes. Von dort legt auch die Fähre ins saudi-arabische Dschidda ab, die vor allem von Mekka-Pilgern und Arbeitsmigranten benutzt wird. Die Stadt breitet sich direkt am Roten Meer aus und hat ein von Banken und administrativen Institutionen dominiertes Geschäftszentrum, das noch auf die Briten zurückgeht. Gleich daneben zieht sich der koloniale Teil der Stadt mit seinen Arkaden, Rundbögen und zweigeschossigen Gebäuden.

Khartoum
Die Hauptstadt des Sudan ist Khartoum, ein im Bundesstaat al-Chartum gelegener Moloch, in dem etwa 2.200.000 Menschen leben. Die Stadt liegt am Zusammenfluss von Weißem und Blauem Nil und bildet gemeinsam mit Omdurman und Al-Chartum Bahri eine Dreistadt mit 8.364.000 Einwohnern. Die Stadt ist Sitz solch bedeutender Bildungseinrichtungen wie der Universität Khartum sowie der Universität Sudan für Wissenschaft und Technologie und verfügt über zahlreiche imposante Moscheen, eine römisch-katholische Kathedrale, das Nationalmuseum sowie einen Botanischen Garten.

Nyala
Im westlichen Teil des Sudan erstreckt sich mit Nyala die größte Stadt des Sudan, die außerhalb der Hauptstadtregion liegt. Etwa 566.000 Menschen leben dort. Nicht wenige sind im Zusammenhang mit den Kriegsuntaten aus Darfur nach Nyala geflüchtet, wo sich am Rande der Stadt Flüchtlingslager gebildet haben.

Omdurman
Die mit ihren fast 2.400.000 Einwohnern mit Abstand größte Stadt des Sudan liegt im Bundesstaat al-Chartum und bildet gemeinsam mit Khartoum und Al-Chartum Bahri eine durch den Nil getrennte Dreistadt. Floriert in Khartoum die Wirtschaft, so dient Omdurman dagegen hauptsächlich als Wohnort. Omdurman ist so etwas wie der religiöse Mittelpunkt des Sudan, denn hier wird an der Islamischen Universität gelehrt und hier sind die unterschiedlichen Sufi-Bruderschaften aktiv. Außerdem prägen zahlreiche Moscheen das Bild der Stadt, deren Zentrum der Suq Omdurman ist, der größte Markt des Sudan. Dort erhebt sich auch die Hauptmoschee.
Weitere sehenswerte und bedeutende Bauwerke sind die weiße Nilein Moschee, die koptische Kirche sowie die zweitürmige Khalifa Moschee mit ihrer silbernen Kuppel. Umgeben ist die Stadt von slumähnlichen Wohngegenden. 

 

Antike Bauwerke

Alt Dongola
Hier befinden sich noch Zeugnisse des christlichen Königreichs Makuria. Die ehemalige Kirche wurde zu einer Moschee umgebaut. In der Nähe stößt man hier auf islamische Gräber und Überreste von Häusern und Palästen. 

Amun-Tempel in Soleb
Der größte Tempel südlich von Luxor wurde unter Amenophis III errichtet.

Festung Semna südlich des 2. Kataraktes
Hier befinden sich auch die Reste eines kleinen, dem Gott Dedun und dem vergöttlichten Senwosret geweihten Tempels, der unter Hatschepsut (Pharaonin der 18. Dynastie) erbaut wurde.

Kerma
Riesige Ruinenberge aus Nilschlammziegeln sind die Überreste der Hauptstadt des ersten Reiches von Kusch aus dem 3. bis 2. Jahrtausend vor Christus. Hier befinden sich die Ruinen von Defuffa, einer der ältesten Tempelanlagen der Menschheit. Die Nekropole enthält über 30.000 Gräber.
Im Jahr 2003 fanden Archäologen in unmittelbarer Nähe sieben absichtlich zerstörte Pharaonenstatuen aus der 25. Dynastie. In einer weiteren Ausgrabungsstätte werden Reste einer Siedlung von etwa 3.000 v. Chr. freigelegt. 

Meroe
In der Nekropole der alten Hauptstadt des Meroitischen Reiches sind die über 20 schwarzen Sandsteinpyramiden der Könige zu sehen. Die Reste der Isis-, Amun-, Sonnen- und Löwentempel zeugen von einstiger Pracht. 

Mussawarat es-Sufra
Die sieben Tempel der größten antiken Stätte Sudans wurden von deutschen Archäologen ausgegraben.

Nilinsel Say
Auf der südlich des zweiten Nil-Kataraktes gelegenen Insel befinden sich zahlreiche archäologische Stätten, die von einer Besiedlung vom Paläolithikum über die Pharaonenzeit bis hin zur osmanischen Herrschaft zeugen. 

Pyramiden in Kurru

Die Nekropole der kuschitischen Könige zeigt kunstvolle Wandbemalungen.
Hervorhebenswert ist das in altägyptischer Tradition dekorierte Felsengrab des Tanwetamani.

Pyramidenfeld von Nuri
Die größte Pyramide in der Nekropole der ehemaligen Königsstadt wurde für den Pharao Taharka gebaut.

Sesebi
Die dort errichteten Tempel stammen aus der Epoche des Neuen Reiches

Steinbruch bei Tombos am 3. Nilkatarakt
Hier befindet sich eine Granitstatue des "schwarzen" Pharao Taharka (725-664 v. Chr.). 

Tempel von Naga
Außer dem Tempel des Löwengottes Apedemak befindet sich hier der sogenannte Römische Kiosk, der südlichste Außenposten der mediterranen Antike, welcher ägyptische, hellenistische und meroitische Elemente vereint. Apedemak war der Kriegsgott der Meroiten und versinnbildlichte als Gott die zerstörende und die schöpferische Macht gleichermaßen.

Tempel von Sedeinga
Unter den Überresten des zu Ehren der Gemahlin Pharao Amenophis III. (1403-1354), Teje, errichteten Bauwerkes befindet sich eine Säule mit dem Kopf der Liebesgöttin Hathor.

Tumbus
Hier sind ägyptische Felsinschriften und die im ehemaligen Steinbruch liegende Statue des Pharao Taharka zu sehen. 

 

Moderne Bauwerke

Burj Al-Fateh-Hotel in Khartoum
Im Zentrum der sudanesischen Hauptstadt erhebt sich mit dem Burj Al-Fateh ein Fünf-Sterne-Hotel der Superklasse. Das 2007 am Ufer des Blauen Nils erbaute und von einem libyschen Staatskonzern finanzierte Gebäude wurde 2009 eröffnet. Es verfügt über 19 Etagen und fällt durch eine geschwungene ovale Fassade auf, welche in ihrer Form einer Dau ähneln soll.
Die interessante Imitation des berühmten Burj al-Arab in Dubai wird von den Einwohner Khartoums auch gerne als "Khartoum-Ei" bezeichnet. 

Jebel Aulia Damm
Zwischen 1933 und 1937 wurde dieser südlich von Khartum gelegene Damm zu Bewässerungszwecken am Weißen Nil erbaut. Inzwischen nutzt man ihn mit Hilfe österreichischer Matrixturbinen auch zur Stromerzeugung.

Merowe-Staudamm (auch Hamdab High Dam) bei Karima
Die auch als Hamdab High Dam bezeichnete Merowe-Talsperre liegt am Nil und nahe der Stadt Karima.
Der 9.200 Meter lange Stausee zieht sich vom Damm bei Hamdab bis zur Insel Mograt und hat ein Einzugsgebiet von 2,87 Millionen km². 67 Meter ist er hoch. Das am Fuße des Damms gelegene Wasserkraftwerk verdoppelt die bisherige sudanesische Stromproduktion. Außerdem soll das gestaute Wasser über lange Kanäle zur landwirtschaftlichen Bewässerung abgeleitet werden, was gut ist.
Der von arabischen und chinesischen Banken finanzierte Merowe-Staudamm hat aber auch viel Kritik auf sich gezogen, denn vor dem steigenden Wasser des Stausees mussten bisher bereits 30.000 Menschen aus dem Niltal in die Nubische Wüste umgesiedelt werden. Viele Enteignete wurden ohne Entschädigung gelassen und sind nun obdachlos. Hinzu kommt, dass einige archäologische Stätten bereits überflutet wurden.

Präsidentenpalast von Khartoum
In Khartoum steht am Ufer des Blauen Nils der Regierungssitz des sudanesischen Präsidenten.
Umgeben wird er von einem 7 Hektar großen Garten, der durch mehrere kleinere Gebäude nach außen hin eine architektonische Begrenzung findet. An der Stelle, an der sich der heutige Palast erhebt, stand bis zum Ende des 19. Jahrhunderts der Gouverneurspalast des Paschas vom Sudan.
Dieser wurde aber abgerissen, um Baumaterial für die neue Hauptstadt Omdurman bereitzustellen. Der heutige Präsidentenpalast nun geht auf die Bauaktivitäten der Briten zurück. Er begeistert durch eine spätviktorianische Gestalt und seine orientalischen Arkadenbögen.

Stadion von Bur Sudan
Das in Bur Sudan gelegene Stadion erstreckt sich im Zentrum der Hafenstadt am Roten Meer. Genutzt wird es von den Fußballvereinen al-Hilal al-Sahel, al-Merreikh al-Thagher und Hay al-Arab. Insgesamt kann die Sportstätte bis zu 7.000 Zuschauer aufnehmen.

Stadion von Khartoum
Das Mehrzweckstadion der sudanesischen Hauptstadt findet man im Zentrum Khartoums gleich gegenüber der Universität für Wissenschaft und Technologie. Verwendet wird es insbesondere für Fußballspiele, denen bis zu 15.000 Zuschauer beiwohnen können. 

 

Museen

Nationalmuseum in Khartum
Hier lagern die wichtigsten Funde aus den archäologischen Stätten des Sudan sowie einige der vor den Fluten des Nassersees geretteten Tempel und Statuen. Neben den bedeutenden Exponaten aus altägyptischer, kuschitischer und nubischer Zeit sind aus dem 11. und 12. Jahrhundert stammende Fresken zu sehen, die aus dem vor der Nilüberflutung geretteten byzantinischen Faras stammen.
Das Nationalmuseum enthält damit die größte und wichtigste Sammlung zur Geschichte des Sudan.

Khalifa-Haus in Omdurman
In der Nähe der Nilein Moschee in der sudanesischen Stadt Omdurman steht mit dem Khalifa House ein Museum, das Exponate zeigt, welche die Besatzerzeit und die Ereignisse um den Mahdi-Aufstand dokumentieren. Aber auch eines der ältesten Automobile der Welt ist zu sehen. 

 

Moscheen

Asch-Schahid-Moschee in Khartoum
Die so genannte „Märtyrermoschee“ zeigt sich am Zusammenfluss von Blauem und Weißem Nil etwa 200 Meter vom Hilton-Hotel entfernt. Das nach der Großen und der Faruq-Moschee drittgrößte islamische Gotteshaus in Khartoum wird von zwei Minaretten charakterisiert, die jeweils 64 Meter hoch sind und acht Meter vor der Moschee stehen.

Faruq-Moschee in Khartoum
Khartoums zweitgrößte Moschee erhebt sich im Geschäftszentrum der Stadt und soll auf den Islamgelehrten Ahmed bin Ali Aon bin Amer (1600-1691) zurückgehen, dessen Bauwerk 1829 von Khurschid Pascha erweitert worden ist.
Die heutige Moschee aber ist ein Kind des Jahres 1947.
Benannt ist sie nach dem ägyptischen König Faruq, der den Neubau in Auftrag gegeben hat.

Große Moschee von Khartoum
Die größte Moschee Khartoums ist eine Freitagsmoschee, die im Suq Arabi liegt, also im Marktviertel und Geschäftszentrum der sudanesischen Hauptstadt. Erbaut wurde sie unter der türkischen Herrschaft. Man hat sie im ägyptischen Stil gestaltet und für bis zu 10.000 Gläubige eingerichtet.
Auch die beiden südwestlich gelegenen Minarette sind nach dem Vorbild der Ägypter angelegt und dreifach gegliedert. Frauen dürfen die Moschee nicht betreten; sie dürfen lediglich in einem Flachbau beten, der innerhalb des umzäunten Moscheegeländes gebaut wurde. 
Zur Moschee gehört übrigens auch ein Institut für islamische Studien.

Khalifa-Moschee in Omdurman
Die imposante zweitürmige Khalifa-Moschee steht an einem großen Platz, der für Versammlungen wie geschaffen ist. Auffällig ist insbesondere die silbernen Kuppel. Zur Moschee gehört das Grab des Mahdi, das in einem gelben würfelartigen Kuppel-Gebäude untergebracht wurde.
Gleich daneben liegt mit dem Khalifa House ein Museum, dessen Exponate sich dem Mahdi-Aufstand und der Besatzungszeit durch die Briten widmet.

Nilein Moschee in Omdurman
Die moderne und in weiß gestaltete „Moschee der zwei Nile" wird von einer prismaförmigen Kuppel bestimmt und gilt als das Wahrzeichen der Stadt Omdurman. 

 

Kirchen

Allerheiligen-Kathedrale von Khartoum
Die anglikanische Allerheiligen-Kathedrale in Khartoum erhebt sich in der Nähe des Flughafens der sudanesischen Hauptstadt.
Die Alte Allerheiligen-Kathedrale war 1971 von der damaligen Regierung konfisziert worden, da sie in der Nähe des Präsidentenpalastes gestanden hatte. Für die Neue Kathedrale, deren Bau 1979 begann, hat die Regierung den heutigen Standort bestimmt.
Im Jahre 1983 konnte sie eingeweiht werden. 

Kirche der Khartoum International Church (KIC) in Khartoum
Die im Stadtteil Amarat gelegene Kirche der Khartoum International Church gilt nicht als Sehenswürdigkeit der Stadt, ist aber ein Ort interessanter, in englisch gehaltener Gottesdienste. Die Kirchengemeinde besteht vor allem aus in Khartoum lebenden und arbeitenden Weißen. 

Römisch-katholische Kathedrale von Khartoum (auch St.-Matthäus-Kathedrale)
Die römisch-katholische St.-Matthäus-Kathedrale ist die Bischofskirche des Erzbistums Khartoum.
Sie wurde 1908 am Ufer des Blauen Nils erbaut und geht auf einen Vorgängerbau zurück, der 1885 während des Aufstandes der Mahdisten zerstört worden ist. Überragt wird die Kirche von einem freistehenden Glockenturm.
Der Schirmherr der neoromanischen Kirche war übrigens kein Geringerer als der österreichische Kaiser Franz Joseph I. 

 

Universitäten

Ahfad-Universität für Frauen in Omdurman
Die privat betriebene Ahfad-Universität für Frauen steht in Omdurman und ausschließlich weiblichen Studierenden offen. Mit den Zielen der Gleichberechtigung und der Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten für Frauen wurde sie 1966 ins Leben gerufen. Die gegenwärtig von etwa 5.000 Studentinnen besuchte Universität unterhält mit der Humboldt-Universität und der Freien Universität von Berlin eine jährliche Summerschool sowie ein reguläres Austauschprogramm.

Juba National University in Juba
Trotz des Namens liegt die Juba National University nicht in Juba, sondern in Khartoum. Sie ist derzeit die einzige Universität des Sudan, an der Englisch die Lehrsprache ist.
Ihr Name bezieht sich auf den Umstand, dass sie früher in Juba gelegen hat, aber aus Sicherheitsgründen nach Khartoum verlegt worden ist. Sie wird überwiegend von Studenten aus dem Süden Sudans besucht. Aufgrund der Autonomie des Süd-Sudans und des jüngsten Referendums zur endgültigen Loslösung vom Nord-Sudan steht der Universität ein Umzug nach Juba bevor, der Hauptstadt der neuen Republik Südsudan.

Red Sea University (Jameat Al Bahar Al Ahmar) in Bur Sudan
Die Red Sea-Universität wurde 1994 ins Leben gerufen. Man findet sie im Geschäftszentrum Bur Sudans. Die zu den zwei einzigen höheren Bildungseinrichtungen des östlichen Sudans gehörende Universität hat sich auf Ingenieurwissenschaften und Meeresforschung spezialisiert.

Universität Khartoum
Die mit etwa 16.800 Studierenden größte und wichtigste Universität des Sudan erhebt sich am Blauen Nil und geht auf das Jahre 1902 zurück. Sie unterteilt sich in 23 unterschiedliche Fakultäten und Einrichtungen. Der Zentrale Campus liegt im Zentrum Khartoums, während sich der Medizin-Campus im Süden und der Agronomie- und Veterinärmedizin-Campus in Shambat, also im Norden Khartoums ausbreiten. Der Campus für Erziehung und Ausbildung liegt in Omdurman.

Universität Sudan für Wissenschaft und Technologie in Khartoum
Die wissenschaftlich und technologisch ausgerichtete Universität entstand im Jahre 1990 aus dem Polytechnikum Khartoum heraus. Heute soll sie die größte sudanesische Einrichtung für Forschung und Technologie sein. 

 

Naturschönheiten

Abiad-See
Südlich der Stadt Kadugli breitet sich in der sudanesischen Provinz Dschanub Kurdufan der Abiad-See aus, ein etwa 30 km² großes Gewässer, das auf einer Höhe von 450 Metern und umgeben von Waldsavanne liegt. Eine 5.000 km² große Fläche um den See wurde sogar als Vogelschutzgebiet vorgeschlagen. 

Bayuda-Wüste
Hier leben die Bisharin-Nomaden mit ihren Schaf- und Ziegenherden.
An besonderen Tieren können hier Dorca-Gazellen beobachtet werden.

Boma National Park
Im sudanesischen Bundesstaat Dschunqali wurde im Jahre 1979 der Boma-Nationalpark angelegt, dessen Grenzen 1981 endgültig fixiert wurden. Im 22.800 km² großen Park, der zu zwei Dritteln aus ebenem Grasland besteht und von Bergen sowie zahlreichen Flüssen durchschnitten wird, leben u.a. Antilopen, Gazellen, Giraffen, Elefanten, Leoparden, Zebras, Geparden und Büffel.
Überhaupt darf der Park auf die größte Säugetier-Artenvielfalt des ganzen Sudan stolz sein. Dadurch, dass auch der Park im sudanesischen Bürgerkrieg als Kampfgebiet diente, ist unklar, wie er in Zukunft aussehen und verwaltet werden soll.

Dinder-Nationalpark
Nahe der sudanesisch-äthiopischen Grenze liegt der 1935 unter den Briten etablierte Dinder-Nationalpark, ein 1983 auf etwa 10.000 km² erweitertes Gelände, das 1979 zum Biosphärenreservat erklärt wurde.
Der nach dem Fluss Dinder benannte Park setzt sich aus mehreren unterschiedlichen Öko-Zonen zusammen und begeistert durch eine reiche Pflanzen- und Tierwelt.
Wie auch andere Parks, so hat auch der Dinder-Nationalpark mit einigen Problemen zu kämpfen: So wollen ihn viele Sudanesen als Weideland benutzen, denn die Weideflächen sind knapp und die Ernährungssituation schlecht. 

Djebel Marra
Der 3.088 Meter hohe erloschene Vulkan auf dem Marra-Plateau im westlichen Sudan gehört zu den Bundesstaaten Schamal Darfur und Dschanub Darfur.
Er ist von einer Geröllwüste umgeben und beherbergt in seinem Mittelpunkt die so genannten Deriba-Seen. Zur reizvollen Landschaft gehören Wasserfälle und vulkanische Seen.

Kundi-See
Der Kundi-See im Bundesstaat Dschanub Darfur ist bis zu 20 km² groß, verkleinert sich aber in Zeiten der Dürre auf etwa 1 bis 2 km² Fläche. Zur Flora des Sees gehören zahlreiche Wasserlilien. 

Tuti-Insel
Die halbmondförmige Tuti-Binneninsel liegt am Zusammenfluss von Blauem und Weißem Nil und misst gerade einmal eine Größe von 8 km².
Sie erstreckt sich zwischen der Dreistadtregion um Khartoum, Khartoum-Nord und Omdurman und ist seit dem 15. Jahrhundert besiedelt. Nur ein Dorf gibt es auf dem Eiland, wobei sich die ältesten Bebauungen um die Moschee herum konzentrieren.
Seit 2009 kann man die Insel von Khartoum aus mit Hilfe der Tuti-Brücke errreichen.
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