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Senegal: Reisemedizin, Impfungen und Warnhinweise

Infektions-Erkrankungen

Im Senegal ist mit den folgenden in Infektionserkrankungen zu rechnen:

  • Malaria :Landesweit, auch in den Städten, besteht ein hohes Risiko an Malaria zu erkranken. Dabei erfolgen ca. 85 % der Infektionen mit der sehr gefährliche 'Malaria tropica'.
  • Wegen der Gefahr einer Infektion mit HIV ist unbedingt beim Geschlechtsverkehr auf die Verwendung von Kondomen zu achten. Bei Spritzen z.B. aus medizinischen Gründen nur sterile Einmalspritzen verwenden. Unbedingt Bluttransfusionen vermeiden.
  • Mit dem Vorkommen von Bilharziose ist landesweit im Süßwasser (Seen, Flüsse, Bäche oder Tümpel) zu rechnen.
  • Chikungunya ist eine für einen gesunden erwachsenen Menschen nicht tödliche, aber schwere Virusinfektions-Erkrankung, die durch die Stechmücke "Aedes albopictus" (Tigermücke) übertragen wird. Der Name der Erkrankung stammt aus der ostafrikanischen Swahili (Kisuaheli)-Sprache und bedeutet in etwa: "der gekrümmt geht".
  • Cholera
  • Dengue Fieber
  • Diverse Darminfektionen wie Wurmbefall, Salmonellen, Shigella, Amöben oder Lamblien
  • Filariose
  • Fleckfieber
  • Gelbfieber
  • Lassafieber
  • Leishmaniose
  • Hepatitis A und B
  • Kala-Azar - diese Infektionskrankheit kommt vor allem in halbtrockenen Gebieten vor.
  • Schlafkrankheit
  • Tollwut - daher Vorsicht vor Hunden, Katzen, Füchsen und auch Mäusen
  • Zeckenbissfieber

Impfempfehlungen

  • Hepatits A und B
  • Gelbfieber
  • Tetanus
  • Tollwut (vor allem für Reisegruppen, wie z.B. Rucksachtouristen, die ihr Wasser aus Flüssen oder Bächen entnehmen, Jäger, Forstpersonal)
  • Typhus
  • Meningokokken
  • Polio
  • Diphtherie

Impfpflicht
Für alle Personen, die älter als ein Jahr sind und aus einem von der WHO ausgewiesenen Gelbfieber -Infektionsgebiet einreisen, besteht eine Impfpflicht gegen eine Erkrankung mit Gelbfieber.

Gelbfieber impfung von Kindern

In den meisten Ländern, in denen eine Gelbfieber impfung vorgeschrieben ist, gilt dies auch für Kinder mit einem Alter über einem Jahr, in einigen Ländern sogar ab sechs Monaten. Dazu ist festzustellen: Bei einer Impfung gegen Gelbfieber gab es eine Reihe von Nebenwirkungen, so z.B. Enzephalitis. Rund Zweidrittel der davon Betroffenen waren Kinder unter sechs Monaten. Daher dürfen Kinder unterhalb dieses Alters auf keinen Fall geimpft werden. Aber auch Kinder unter einem Jahr sollten möglichst nicht geimpft werden. Im Zweifel müssen Gelbfieber -Infektionsgebiete dann gemieden werden. Jede Impfung gegen Gelbfieber darf nur in speziell dafür autorisierten Gelbfieber -Impfstellen durchgeführt werden!

Malariaprophylaxe
Bei Reisen in das Land ist es dringend angeraten, sich einer Malariaprophylaxe zu unterziehen. Wem die Nebenwirkungen bedenklich erscheinen, sollte aber wenigstens ein "Stand-by-Präparat" mit sich führen.

 

Wer bezahlt in Deutschland Impfungen?

Die meisten Menschen werden in Deutschland bereits im frühen Kindesalter gegen eine Reihe von Infektionskrankheiten geimpft. Allerdings hält der Impfschutz nur bis zu 10 Jahren, in manchen Fällen sogar kürzer. Daher sollte vor einer Auslandsreise genau überlegt werden, gegen welche Infektionserkrankungen in dem betreffenden Land eine Impfung erforderlich bzw. sinnvoll ist und ob der ggf. vorhandene Impfschutz eventuell nicht zu lange zurückliegt.

Die Kosten für die folgenden Impfungen werden seit Juni 2007 von den meisten gesetzlichen Krankenversicherungen erstattet. Es entfällt dabei sogar die 10 € Praxisgebühr – aber die Versicherten müssen in der Regel allerdings die gesetzliche Zuzahlung entrichten, die 10% des Impfstoffpreises beträgt – das sind mindestens 5 € und maximal 10 €. Unter diesen Voraussetzungen sind die folgenden Impfungen kostenfrei. Auch die Kosten einer Malaria-Prophylaxe werden von einigen Krankenkassen ersetzt. Die privaten Krankenversicherungen übernehmen in der Regel (vorher erkundigen) ebenfalls die genannten Kosten.

  • Cholera
  • Diphtherie
  • Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
  • Gelbfieber
  • Hepatitis A und B
  • Meningokokken-Meningitis
  • Pneumokokken
  • Polyo (Kinderlähmung)
  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Tollwut
  • Typhus

 

Aktuelle Warnhinweise

Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
Bürgerservice
Tel: 0049 - (0)30 - 5000 - 2000
Fax: 0049 - (0)30 - 5000 - 51000
www.auswaertiges-amt.de






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