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Bevölkerung und Städte

Bevölkerung

Anzahl
Madagaskar hat ca. 30 Millionen Einwohner. Die Lebenserwartung von Frauen liegt bei etwa 61,5 und die Lebenserwartung der Männern bei etwa 58,3 Jahren. Der hohen Fruchtbarkeitsrate (fünf Kinder pro Frau) steht die hohe Säuglingssterblichkeit (74 von 1.000 Lebendgeburten) gegenüber. Die medizinische Versorgung ist schlecht. Auf etwa 100.000 Menschen kommen gerade einmal 30 Ärzte. Nur jeder zweite Madagasse besitzt Zugang zu sauberem Trinkwasser, obwohl die UNO die Versorgung mit sauberem Wasser im Jahre 2010 zum Menschenrecht erklärt hat. Ein weiteres Problem im Lande ist der Analphabetismus, wobei die Analphabetenquote unter den Frauen weitaus höher liegt als unter den Männern.

Ethnische Zusammensetzung
Auf Madagaskar gibt es 18 Volksstämme bzw. Hauptethnien, die vom madagassischen Staat anerkannt werden. Die drei größten dieser ethnischen Gruppen sind die Merina (25%), die Betsimisaraka (15%) und die Betsileo (12%). Daneben gibt es auf Madagaskar zahlreiche weitere Ethnien und Gruppen. Zudem leben viele Ausländer auf der Insel. Diese kommen überwiegend von den Komoren und aus Frankreich. In den letzten Jahren sind aber auch viele Chinesen und Inder ins Land gekommen.

Religionszugehörigkeit
Auf Madagaskar leben etwa 15 Mio. Animisten, 8 Mio. Christen (darunter ca. 4,5 Mio. Katholiken und 3,5 Mio. Protestanten) und etwa 1,4 Mio. Moslems, die überwiegend im Norden und im Westen des Landes wohnen.
Weiterhin sind etwa 1% Hindus.
Der größte Teil der Madagassen glaubt an Naturreligionen (also Animismus und Ahnenverehrung). Dieser Glaube bestimmt auch das alltägliche Leben und die Sitten der Inselbewohner.

Landessprache
Die Amtssprachen von Madagaskar sind Malagasy, Französisch und Englisch. Malagasy wird von der Mehrheit der Inselbewohner gesprochen, ausgenommen die eingewanderten Mosambikaner in einigen Westküstendörfern (sie sprechen Makoa) sowie die Menschen auf Nosy Be, die Swahili sprechen. Daneben gibt es viele weitere Stammessprachen wie etwa Howa.  

Hauptstadt und weitere Städte

Madagaskar, Antananarivo
Madagaskar, Antananarivo © goruma (B.Ramm)

Antananarivo
Die mit ihren etwa 2 Mio. Einwohnern größte Stadt Madagaskars ist die Hauptstadt Antananarivo, welche sich im zentralen Bergland der Insel auf einer Höhe von 1.435 Metern ausbreitet.
Die auch Tana (oder früher Tananarive) genannte Stadt, deren Name übersetzt so viel wie „Stadt der Tausend“ heißt, wurde 1625 gegründet und ist heutzutage das administrative, ökonomische und politische Zentrum Madagaskars.
Die laut einer Liste des Magazins Forbes drittungesündeste Stadt der Welt ist Sitz der staatlichen Université d'Antananarivo und verfügt mit dem Ivato über den internationalen Flughafen der Insel. Die Stadt ist kein unbedingter Touristenmagnet, bietet aber u.a. mit dem alten Holzpalast Rova, dem Zoma-Freitagsmarkt und dem Piratenmuseum einige sehenswerte Highlights an.

Ambohimanga
Nur ein paar Kilometer von Antananarivo entfernt liegt Ambohimanga, der Geburtsort Madagaskars.
Die mit zahlreichen historischen Erinnerungsstücken versehene Stadt wird auch als Heilige oder Verborgene Stadt bezeichnete, denn sie ist von allen Seiten von Wald umgeben. Der alte Königspalast sowie die Zitadelle gehören zu den bekanntesten touristischen Magneten Ambohimangas. 

Anakao
Dieses winzige, aber traditionelle Vezo-Fischer- und Strand-Dorf liegt isoliert und vom Massentourismus verschont an der südwestlichen Küste Madagaskars. Der Strand von Anakao ist sehr weitläufig, weiß und hervorragend für Angeln, Tauchen und Surfen geeignet.

Madagaskar, Antsirabe
Madagaskar, Antsirabe © goruma (B.Ramm)

Antsirabe
In Antsirabe (dt. wo es viel Salz gibt), der Hauptstadt der Region Vakinankaratra in der Provinz Antananarivo, leben derzeit etwa 201.000 Menschen. Das nach Fianarantsoa wichtigste Zentrum des Betsileo-Landes wurde zur Kolonialzeit wegen seiner Thermalquellen als Vichy Madagaskars bezeichnet.

Fianarantsoa
Fianarantsoa hat ca. 170.000 Einwohner und dient häufig als Ausgangspunkt für Touren in den Süden und an die Ostküste.

Fort Dauphin
Direkt am Meer im Süden Madagaskars liegt mit Fort Dauphin eine Stadt, die sich bestens für Ausflüge zu einigen Nationalparks eignet. Ein weiterer Pluspunkt für Fort Dauphin sind die einsamen Strände, die sich kilometerlang am Wasser entlang ziehen. 

Madagaskar, Morondava
Madagaskar, Morondava © goruma (B.Ramm)

Morondava
Im Westen Madagaskars und unmittelbar am Kanal von Mosambik breitet sich die Küstenstadt Morondava aus, die über regelmäßige Flugverbindungen der Air Madagascar mit Antananarivo angeschlossen ist.
Die Stadt ist ein recht entspannter und touristisch verhältnismäßig gut erschlossener Ort, vor allem im direkten Vergleich zur madagassischen Hauptstadt, denn Morondava ist weniger überfüllt, billiger und sauberer.
Die Stadt lockt mit ihrem weitläufigen, sauberen Strand, den guten Übernachtungs- sowie gastronomischen Möglichkeiten und ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Fahrten ins malerische Fischerdorf Belo sur Mer, zur Allee der Baobabs und zum Kirindy Naturreservat. 

Toamasina (frz. Tamatave)
Etwa 206.000 Menschen leben derzeit in Toamasina, dem wichtigsten Seehafen von Madagaskar, der ungefähr 70% des madagassischen Schiffsgüterverkehrs abwickelt. Die leider 1927 durch einen Wirbelsturm zerstörte und später völlig neu wieder aufgebaute Stadt erlebte 1986 gleich die nächsten Verwüstungen, als ein Zyklon über sie hinwegfegte. Toamasina wird mit Hilfe einer Eisenbahnlinie an die madagassische Hauptstadt Antananarivo angeschlossen und unterhält eine Forststation mit einem Zoo, dem Parc Zoologique d'Ivoloina, der 12 Kilometer entfernt in Ivoloina liegt. 

 






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